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Parvovirus Chihuahua

CharliChi

Neuer Knochen
Hallo,
hätte da mal eine Frage.
Ich habe vor ein paar Wochen einen Chihuahua aus Polen mit FCI Ahnentafel gekauft. 10 Tage nachdem ich den Welpen bei mir hatte ist mein anderer Hund an dem Parvovirus verstorben. Kann das sein, dass in dieser Zuchstätte dieses Virus grassiert und ich mir nun mit dem Kauf des Chihuahua Welpen dieses Virus ins Haus geschleppt habe? Mein Tierarzt meinte, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es von der Zuchtstätte stammt.
Was meint ihr?
Danke
 
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Wenn der Chi-Welpe nicht krank ist, erscheint mir das unmöglich.

In ländlichen, dünn besiedelten Gebieten ist das Seuchen- und Parasitenrisiko generell gering. Alles von Giardien bis Parvo konzentriert sich auf die Ballungszentren.

Es gibt unterschiedliche Stämme der Parvovirose. Es ist deshalb möglich, dass ein geimpfter Hund erkrankt, etwa wenn ein in Österreich geborener und geimpfter Hund auf einen kranken, rumänischen Importhund trifft. Das ist mir vor 10 Jahren bei meinem Wurf passiert. Zwei meiner Junghunde hatten Kontakt zu einem parvokranken "Tierschutz"hund, die Hündin (das Kleinchen des Wurfs) erkrankte daraufhin trotz vollständiger Impfungen an Parvo. Der starke Rüde blieb gesund. ABER: Die Kleine hat ohne Probleme überlebt. Es war so ein Fall von "Impfung schützt nicht vor Infektion, aber vor schwerem Verlauf". Nach einer Woche war der Durchfall weg.

War denn Ihr Hund völlig ungeimpft? Bzw falls er schon alt und krank war, wurde denn der Antikörper-Titer gegen Staupe und Parvo nie getestet?

Bei Senioren darf man sich auf drei Jahre Impfschutz nicht verlassen. Wenn man entweder selber schon einen Ausbruch vorher sieht (weil es von Jungfüchsen wimmelt) oder wenn der Tierarzt von einer Epidemie weiß, dann geht man mit einem Oldie mal lieber Titer testen. Das kann man einfach beim Blutbild "mitnehmen" und es ist nicht allzu teuer.

Seit 22 Jahren halte ich jetzt eigene Hunde - und die ganze Zeit gab es in Wien Parvovirose-Seuchenzüge. Ich hab 2x die volle Quarantäne ausgesessen, weil ich Hunde ohne Impfschutz neu im Haus hatte. Hatte in beiden Fällen Glück, die Zahlen waren gerade unten und mit besonderer Hygiene war es machbar. Gell, man kann das Parvovirus mit den Schuhen einschleppen, man braucht zum Abtöten spezielle Desinfektionsmittel, zaus schaut's deswegen aus wie in einem Ebola-Sperrgebiet, Besuche sind verboten und Gassi gehen sowieso.

Letztes Jahr war es laut meinem Tierarzt wegen der vielen schlampig oder gar nicht geimpften Welpenhändler- und "Tierschutz"importhunde (eh fast dasselbe) so arg mit der Parvo, dass es zu Triage-Situationen gekommen sein soll. Bezüglich meines neuen Welpen hieß es: "Der MUSS geimpft sein oder der stirbt. Heimquarantäne derzeit keine Option, Seuchendruck zu hoch."

Mein Tierarzt lässt Welpen und alte Tiere in einer Nebengasse warten und holt sie dann durch eine Seitentür in die Ordi, wenn ein Parvohund da war. Auch die geimpften und getesteten, einfach Nummer sicher.

Parvo ist überall. Ständig. Staupe bricht regelmäßig aus, immer wenn die Füchse ein Populationshoch haben.

Es tut mir leid für Ihren Hund, aber vor Seuchen schützt nur dasMitdenken, Impfen und Testen.

Edit: Ah ja und mit ungeimpften, potentiellen Spreadern können Sie auch bei inländischen Hunden "vom Züchter" fix rechnen. Wir haben, unter anderem, einen "Verein für ganzheitliche Hundehaltung", dessen Mitglieder nicht ans Impfen glauben.
 
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