Karin m. Moritz
Neuer Knochen
Hallo,
ich bin zum ersten Mal hier, habe aber ein riesengroßes Problem und hoffe, daß mir hier jemand einen Tip geben kann.
Ich versuche mal die ganze Geschichte, die eigentlich unheimlich lang ist, kurz zu packen.
- Moritz kam aus einem Tierheim am 11.02.05 zu mir, hatte eine eitrige Entzündung in den oberen Luftwegen, der Eiter tropfte aus der Nase, die Nebenhöhlen waren dicht bis zum Trommelfell, er war deshalb taub, hatte eine beginnende Lungenentzündung, nur noch 2 Zähne, die aber unter Eiter standen und eine schwere Diabetes
Trotz all dieser Probleme trank er wahnsinnig viel (Diabetes) und fraß wie ein Scheunendrescher.
Mit AB Behandlung, Insulin und einer Zahn-OP bekamen wir all diese Probleme in den Griff, sogar so weit, daß nicht einmal ein chronischer Schnupfen zurückblieb. Seine Diabetes-Werte bekamen wir anfangs mit Caninsulin nicht in den Griff, aber seit wir Lantus nehmen, sind die Werte enorm gesunken.
- Vor ca. 2 Wochen fing Moritz dann auf einmal an, sich an den Flanken, hauptsächlich aber nur an einer Seite, wund zu lecken. Wirklich so intensiv, daß er mehrere Stellen hat, wo das blanke Fleisch rausschaut.
- Einige Tage später fing er an, von mal zu mal weniger zu fressen, was für ihn schon sehr ungewöhnlich war.
- Dann fing er an, beim Trinken so seltsame Geräusche von sich zu geben. Er trank ein paar Schlucke Wasser und dann ging er zurück und würgte? oder hustete? Das wurde dann von mal zu mal immer schlimmer
- Er fing ganz plötzlich an, an meinen Pflanzen rumzuknabbern, was er bis dahin nie gemacht hat. Selbst in den Gummibaum biß er einmal rein, gottseidank nicht mehr.
Als er dann anfing auszutrocknen, was ich dadurch bemerkte, daß ich aus seinem Ohr keinen Blutstropfen mehr bekam, brachte ich in in eine Klinik.
Dort stellte die Tierärztin folgendes fest:
- geschwollene Lymphknoten und angeblich einen geröteten Hals. Er wurde an die Infusion gehängt, es wurde ein Hautgeschabsel genommen und eine Pilzkultur angelegt. Beide Ergebnisse bekomme ich erst in 1-2 Wochen.
- Nach 2 Tagen bekam ich ihn abends wieder mit nach Hause, angeblich würde es ihm besser gehen. Ich solle ihm Stronghold drauftun, alle 2 Wochen 1 Ampulle, da die Ärztin davon überzeugt war, daß Moritz eine Flohallergie hat (es konnten weder auf Moritz noch auf einem meiner anderen Tiere ein Floh oder Flohkot gefunden werden). Folgsam wie ich bin, hab ich ihm dann aber trotzdem 1 Ampulle draufgetan, obwohl ich Stronghold nicht kannte.
Moritz trank dann zu Hause ein wenig Wasser, fing sofort wieder mit diesen seltsamen Geräuschen an und kurz drauf erbrach er das ganze Wasser. Gefressen hat er definitiv nichts. Abends hatte er einen Blutzuckerwert von 45, er bekam KEIN Insulin.
Als ich morgens aufstand und er immer noch nichts gefressen hatte und auch nichts fressen wollte, brachte ich ihn in eine andere Tierklinik.
- dort wurden dann 2 Röntgenbilder gemacht, eines von der Lunge und eines vom Unterbauch. Diagnose: chronische Bronchitis und der komplette Darm ist entzündet und aufgebläht
Behandlung: Infusionen und AB speziell für den Darm
Als ich gestern Nachmittag mit der Tierärztin telefonierte, sprach ich sie noch einmal eindringlich darauf an, daß Moritz beim Wasser trinken so seltsame Geräusche machte und zwar wirklich jedesmal und daß er verzweifelt versucht hat, bei mir Pflanzen zu fressen und daß das darauf hindeutet, daß er irgendwo etwas, vermutlich einen Haarballen, sitzen hat, der blockiert und den er nicht rausbekommt.
Die Tierärztin versprach mir dann, heute morgen gleich mit dem Chef zu sprechen, damit evtl. eine Magenspiegelung gemacht wird.
Als ich die Ärztin vorhin anrief, sagte sie mir, daß der Chef keine Magenspiegelung machen wird, da er - aufgrund seiner 20jährigen Erfahrung - davon überzeugt ist, daß Moritz wegen seiner chronischen Bronchitis und seiner schlecht eingestellten Diabetes nicht frißt und trinkt. Was für eine Arroganz.... Ohne den Kater zu kennen, ohne mit mir geredet zu haben, ohne auf meine Wahrnehmung überhaupt einzugehen. Und das bei Blutzuckerwerten unter 100!!!!
Als er total vereitert war und seine Zähne unter Eiter standen, da hätte jeder verstanden, wenn er nichts gefressen hätte. Aber da hat er gefressen wie ein Scheunendrescher. Aber wenn ich das erzähle, dann zählt das nicht. Dann zählt nur die 20jährige Erfahrung, obwohl der Chef ausschließlich Hunde behandelt. Für die Katzen sind die anderen Tierärzte zuständig. Gott, ich bin so sauer.
jetzt steh ich da, hab aus der anderen Klinik bereits eine Rechnung von 250 Euro bekommen, werde hier nochmal mit Sicherheit auch soviel zahlen müssen und Moritz geht es keinen Deut besser.
Achso, ich schreibe hier nochmal schnell die Blutwerte der letzen Untersuchung vom 17.02. rein:
normal
T4 1,5 0.8-3.9
Niere:
Harnstoff-N 30 10-33
Kreatinin 1,0 <2.0
Leber:
Bilirubin <0.1 <0.3
ALT (GPT) 58 bis 375
Gesamteiweiß 9.6 5.7-9.4
Glucose 456 54-100
Cholesterin 357 70-150
Fruktosamin 714 <390
Triglyceride ges. 240 50-100
Basophile Gr. 0 0-1 %
Eosinophile Gr. 26 0-6 %
Lymphocyten 44 15-50 %
Alle anderen Werte sind unauffällig.
Ich habe jetzt vor, heute Nachmittag in die Sprechstunde zu gehen und mit dem Chef persönlich zu sprechen. Wenn dieses Gespräch nichts ergibt, dann werde ich Moritz mit heim nehmen. Dann werde ich mit ihm auf eine große Wiese gehen und hoffen, daß er ganz viel Gras frißt und das, was auch immer, erbricht, was ihm wie ein Kloß im Magen oder wo auch immer steckt.
Was ich dann allerdings machen soll, wenn auch das nichts bringt, das weiß ich nicht. Ich kann doch unmöglich mit ihm noch in eine dritte Tierklinik gehen? Er dreht mir doch vollkommen durch.
Die ganze Geschichte von Moritz habe ich auf meiner HP stehen. Wer möchte, kann sie gerne nachlesen unter http://www.streunerhunde.de/html/moritz.html.
LG Karin mit Moritz
ich bin zum ersten Mal hier, habe aber ein riesengroßes Problem und hoffe, daß mir hier jemand einen Tip geben kann.
Ich versuche mal die ganze Geschichte, die eigentlich unheimlich lang ist, kurz zu packen.
- Moritz kam aus einem Tierheim am 11.02.05 zu mir, hatte eine eitrige Entzündung in den oberen Luftwegen, der Eiter tropfte aus der Nase, die Nebenhöhlen waren dicht bis zum Trommelfell, er war deshalb taub, hatte eine beginnende Lungenentzündung, nur noch 2 Zähne, die aber unter Eiter standen und eine schwere Diabetes
Trotz all dieser Probleme trank er wahnsinnig viel (Diabetes) und fraß wie ein Scheunendrescher.
Mit AB Behandlung, Insulin und einer Zahn-OP bekamen wir all diese Probleme in den Griff, sogar so weit, daß nicht einmal ein chronischer Schnupfen zurückblieb. Seine Diabetes-Werte bekamen wir anfangs mit Caninsulin nicht in den Griff, aber seit wir Lantus nehmen, sind die Werte enorm gesunken.
- Vor ca. 2 Wochen fing Moritz dann auf einmal an, sich an den Flanken, hauptsächlich aber nur an einer Seite, wund zu lecken. Wirklich so intensiv, daß er mehrere Stellen hat, wo das blanke Fleisch rausschaut.
- Einige Tage später fing er an, von mal zu mal weniger zu fressen, was für ihn schon sehr ungewöhnlich war.
- Dann fing er an, beim Trinken so seltsame Geräusche von sich zu geben. Er trank ein paar Schlucke Wasser und dann ging er zurück und würgte? oder hustete? Das wurde dann von mal zu mal immer schlimmer
- Er fing ganz plötzlich an, an meinen Pflanzen rumzuknabbern, was er bis dahin nie gemacht hat. Selbst in den Gummibaum biß er einmal rein, gottseidank nicht mehr.
Als er dann anfing auszutrocknen, was ich dadurch bemerkte, daß ich aus seinem Ohr keinen Blutstropfen mehr bekam, brachte ich in in eine Klinik.
Dort stellte die Tierärztin folgendes fest:
- geschwollene Lymphknoten und angeblich einen geröteten Hals. Er wurde an die Infusion gehängt, es wurde ein Hautgeschabsel genommen und eine Pilzkultur angelegt. Beide Ergebnisse bekomme ich erst in 1-2 Wochen.
- Nach 2 Tagen bekam ich ihn abends wieder mit nach Hause, angeblich würde es ihm besser gehen. Ich solle ihm Stronghold drauftun, alle 2 Wochen 1 Ampulle, da die Ärztin davon überzeugt war, daß Moritz eine Flohallergie hat (es konnten weder auf Moritz noch auf einem meiner anderen Tiere ein Floh oder Flohkot gefunden werden). Folgsam wie ich bin, hab ich ihm dann aber trotzdem 1 Ampulle draufgetan, obwohl ich Stronghold nicht kannte.
Moritz trank dann zu Hause ein wenig Wasser, fing sofort wieder mit diesen seltsamen Geräuschen an und kurz drauf erbrach er das ganze Wasser. Gefressen hat er definitiv nichts. Abends hatte er einen Blutzuckerwert von 45, er bekam KEIN Insulin.
Als ich morgens aufstand und er immer noch nichts gefressen hatte und auch nichts fressen wollte, brachte ich ihn in eine andere Tierklinik.
- dort wurden dann 2 Röntgenbilder gemacht, eines von der Lunge und eines vom Unterbauch. Diagnose: chronische Bronchitis und der komplette Darm ist entzündet und aufgebläht
Behandlung: Infusionen und AB speziell für den Darm
Als ich gestern Nachmittag mit der Tierärztin telefonierte, sprach ich sie noch einmal eindringlich darauf an, daß Moritz beim Wasser trinken so seltsame Geräusche machte und zwar wirklich jedesmal und daß er verzweifelt versucht hat, bei mir Pflanzen zu fressen und daß das darauf hindeutet, daß er irgendwo etwas, vermutlich einen Haarballen, sitzen hat, der blockiert und den er nicht rausbekommt.
Die Tierärztin versprach mir dann, heute morgen gleich mit dem Chef zu sprechen, damit evtl. eine Magenspiegelung gemacht wird.
Als ich die Ärztin vorhin anrief, sagte sie mir, daß der Chef keine Magenspiegelung machen wird, da er - aufgrund seiner 20jährigen Erfahrung - davon überzeugt ist, daß Moritz wegen seiner chronischen Bronchitis und seiner schlecht eingestellten Diabetes nicht frißt und trinkt. Was für eine Arroganz.... Ohne den Kater zu kennen, ohne mit mir geredet zu haben, ohne auf meine Wahrnehmung überhaupt einzugehen. Und das bei Blutzuckerwerten unter 100!!!!
Als er total vereitert war und seine Zähne unter Eiter standen, da hätte jeder verstanden, wenn er nichts gefressen hätte. Aber da hat er gefressen wie ein Scheunendrescher. Aber wenn ich das erzähle, dann zählt das nicht. Dann zählt nur die 20jährige Erfahrung, obwohl der Chef ausschließlich Hunde behandelt. Für die Katzen sind die anderen Tierärzte zuständig. Gott, ich bin so sauer.
jetzt steh ich da, hab aus der anderen Klinik bereits eine Rechnung von 250 Euro bekommen, werde hier nochmal mit Sicherheit auch soviel zahlen müssen und Moritz geht es keinen Deut besser.
Achso, ich schreibe hier nochmal schnell die Blutwerte der letzen Untersuchung vom 17.02. rein:
normal
T4 1,5 0.8-3.9
Niere:
Harnstoff-N 30 10-33
Kreatinin 1,0 <2.0
Leber:
Bilirubin <0.1 <0.3
ALT (GPT) 58 bis 375
Gesamteiweiß 9.6 5.7-9.4
Glucose 456 54-100
Cholesterin 357 70-150
Fruktosamin 714 <390
Triglyceride ges. 240 50-100
Basophile Gr. 0 0-1 %
Eosinophile Gr. 26 0-6 %
Lymphocyten 44 15-50 %
Alle anderen Werte sind unauffällig.
Ich habe jetzt vor, heute Nachmittag in die Sprechstunde zu gehen und mit dem Chef persönlich zu sprechen. Wenn dieses Gespräch nichts ergibt, dann werde ich Moritz mit heim nehmen. Dann werde ich mit ihm auf eine große Wiese gehen und hoffen, daß er ganz viel Gras frißt und das, was auch immer, erbricht, was ihm wie ein Kloß im Magen oder wo auch immer steckt.
Was ich dann allerdings machen soll, wenn auch das nichts bringt, das weiß ich nicht. Ich kann doch unmöglich mit ihm noch in eine dritte Tierklinik gehen? Er dreht mir doch vollkommen durch.
Die ganze Geschichte von Moritz habe ich auf meiner HP stehen. Wer möchte, kann sie gerne nachlesen unter http://www.streunerhunde.de/html/moritz.html.
LG Karin mit Moritz