Hund zu 2 Wohnungskatern?

Kedi

Junior Knochen
Hi liebe HundeexpertInnen,

ich bin vor die Situation gestellt, ein 2-jähriges Maltesermädchen aufzunehmen und es so vor dem Tierheim zu bewahren. Die Pelznase ist etwas scheu, eher unerzogen, die Besitzerin eine ziemlich chaotische, laute Frau, die ihr Leben nach der Trennung vom Mann und als Alleinerzieherin zweier Kinder verständlicherweise nicht auf die Reihe kriegt. Ich kenne sie allerdings kaum - die große Sympathie hat sich meinerseits nicht eingestellt (zum Hundi schon!).

Nun hab ich vereinbart, die Hundedame Donnerstag Abend mal probeweise mit meinen Katern bekannt zu machen und auch abgeklärt, dass ich die Kleine in die Arbeit mitnehmen kann. Nun zu meiner Frage: Welche Anfängerfehler kann ich vermeiden? Habt ihr Erfahrung, wie ein fremder Hund mit Wohnungskatern umgeht? Würdet ihr mir zu dem Wagnis raten oder nicht?

Liebe Grüße,
Kedi
 
hallo kedi!

unsere amy bekamen wir als welpe, folgedessen ist sie mit unseren beiden katzen aufgewachsen. lena allerdings war bereits ca. 1 jahr (kommt aus spanien, daher wissen wir nicht wie alt sie ist) und war angeblich bei einem jäger. lena war allerdings am anfang sehr sehr ängstlich und lies die katzen auf sich herumliegen. mittlerweile ist es so (sie ist jetzt ein halbes jahr bei uns), dass sie den katzen im garten nachstellt und ihnen nachläuft, einstweilen sind sie immer entkommen, und wenn wir anwesend sind und sie beginnt den katzen nachzulaufen genügt ein lautes "lena, nein!", dann stoppt sie sofort.

fazit: im haus sind sie die besten freunde, im garten kann lena schon mal anfangen die katzen zu jagen.

da du aber keinen garten hast, könnte die sache evt. ganz gut funktionieren. ich würde halt immer, wenn sie versucht hinzuschnappen ein lautes pfui oder nein zu sagen. ich habe auch schon von leuten gehört, dass ein maulkorb am anfang zum aneinander gewöhnen gut sein kann - muss aber jeder für sich selbst ausmachen - ich habe es nicht getan. wir haben aber auch 10 bäume, ein freigehege (2 m hoch) wo sich die katzen "in SIcherheit bringen " können und gartenzäune wo den katzen nichts passiert wenn sie zum nachbar flüchten. amy läuft den katzen auch manchmal nach, aber wenn sie die katzen zu fassen bekommt dann spielt sie mit ihnen - egal ob die katze mag oder nicht! aber unsere katzen wissen sich zu wehren (bei amy wohlgemerkt!!) es kann schon mal ganz heftig aussehen wenn amy mit unserem gino spielt, für leute die nicht wissen dass es ein spiel ist, ist das manchmal ganz schön schockierend :D !!!

ich hoffe dir ein kleinwenig geholfen zu haben!
 
Würde sagen, kommt ganz auf den Charakter aller Beteiligter an. Je aufgeschlossener und kontaktfreudiger sie sind, desto besser sind die Chancen. Meine "alte", 4-jährige reine Wohnungskatze hatte bis letztes Jahr noch nie einen Hund gesehen, jetzt kommt sie mit den 2 Wilden, stets hinter ihr Nachjagenden gut zurecht, sie sucht trotz allem immer deren Nähe und kommt zu mir ins Bett schlafen obwohl der Hund schon drin liegt. Hab sie aber anfangs (wochenlang) immer getrennt in einem Zimmer gehalten wo die Hunde nicht reindurften, das ist das Wichtigste denke ich, dass die Katze sich dorthin zurückziehen kann, wo sie dann auch sicher ist. Katzen sind ja generell neugierig und sobald sie dann merken, es passiert ihnen nicht wirklich was, dürfte es dann schon passen. Der Hund muss jedenfalls lernen, das er die Katze zu respektieren hat ohne Ausnahme, er darf nicht dazugehen wenn sie frisst usw. Meine Hundis warten schon vor der Türe bis Katze fertig ist mit Fressen, dann dürfen sie hineinstürmen und Teller ausschlecken.

Ob sie sich das Katze nachlaufen jemals abgewöhnen werden weiß ich nicht. Aber bis zu einem gewissen Punkt glaube ich sogar dass es der Katze gefällt.
 
hallo!
haben deine kater schon hundeerfahrung?
ich habe 3 schon ältere katzen mit hundeerfahrung und ein neuer hund kam dazu.da wir nicht wussten wie der hund auf katzen reagiert, waren wir die ersten tage sehr aufmerksam und haben genau beobachtet wie sie miteinander umgehen.der hund ist den katzen zwar nachgelaufen,ließ sich aber gut abrufen.die katzen haben den hund aber ganz freundlich aufgenommen und sind sofort neugierig näher gekommen.bereits am zweiten abend lagen alle beieinander auf der sitzgarnitur und heute ist eine innige freundschaft zwischen hund und einer katze da,die anderen tolerieren den hund freundlich.
meine tiere fressen alle gemeinsam und nebeneinander,da es dabei keine probleme gibt.wichtig ist sicher,dass der hund sich gut abrufen lässt und die katzen ausreichende rückzugsmöglichkeiten (auch nach oben) haben.ansonsten halt sehr genau aufpassen in den ersten tagen und unerwünschtes verhalten des hundes den katzen gegenüber sofort unterbinden.
 
Ich glaube, das könnte eher an den Katern als am Hund scheitern (schon wegen der Größe). Lass den Katern einfach die Möglichkeit sich zurückzuziehen und alles möglichst von oben zu beobachten, dann sehe ich keine Problem. Meistens sind es die Hunde, die vor den Katzen beschützt werden müssen.
 
Ich denke auch dass eher der Hund ein Problem haben wird.Malteser sind ja nicht sehr gross. Aber mit Rückzugsmöglichkeit, vor allem nach oben und in ein anderes Zimmer klappt es bestimmt. Viel Glück dabei.
 
Ich dank euch herzlich für eure Antworten! Die Tipps hätten mir sehr geholfen, wenn es sich die Hundebesitzerin nicht wieder anders überlegt hätte. Jetzt will sie das Maltesermädi doch behalten und den Katerchefs bleibt ihr Revier.
Liebe Grüße,
Kedi
 
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