An der Leine "hintenrum"...

Jamies Mama

Super Knochen
Hallo ihr Lieben!
Ich bräuchte mal Euren Rat zu einem kleinen aber etwas nervigen Problem:
Mein Jamie muss an der Leine nie fußgehen, da er recht ängstlich ist und schonmal ausweichen oder sich hinter mir verstecken möchte, also kann er seine 2m Leine meistens nach Belieben ausnutzen und vor, neben oder hinter mir gehen. Allerdings kommts öfter vor, dass er hinten geht und dann dort die Seite wechselt, dabei wickelt sich die Leine um mich rum und ich muss hinten umgreifen, was gerade jetzt, wo ich meistens mit 2 Hunden (James und Pflegi) gehe, in ein ziemliches Gewurschtel ausartet. Das macht er schon immer, an manchen Tagen im 10 Sekunden Takt :rolleyes: und ich schaffs nicht, es ihm abzugewöhnen! Hab schon probiert mit ganz viel loben, wenn ers nicht macht, mit schimpfen, mit Korrigieren seiner Richtung duch leichtes Ziehen an der Leine...Naja, er scheint einfach nicht zu kapieren, was genau er falsch macht bzw. ich kanns ihm nicht vermitteln, obwohl er sonst so sensibel ist und auf jedes Minisignal reagiert!
Wie gesagt, es ist nix schlimmes, aber ich würde es gerne schaffen, dass er damit aufhört, sonst hauts mich bald auf der Straße auf, weil er mich mit der Leine gefesselt hat:D.
Freu mich über Ratschläge!
glg Alice
 
ich kenn das auch :) ich trage jetzt immer eine Bauchtasche, an der ich die Leinen befestige...die Hunde merken recht schnell das die Leine immer kürzer wird, wenn sie so herum turnen und gehen von alleine wieder auf die richtige Seite :)...
 
Kannst Du vielleicht manchmal mit Deinem Hund alleine - kurz?!, aber doch so, daß diese Situation entsteht - gehen und ihm zeigen, wie er sich verhalten muß ? Da hast Du beide Hände zur Verfügung und kannst ihm ein Hörzeichen für das Auswickeln beibringen, indem Du ihn sanft zurückführst und das Hörzeichen dazu sagst.
Meines ist "Nicht hinter mir". Da weiß er, daß er hinter mir zurück gehen muß.
Ich bin viele Jahre mit 2 Hunden gegangen. 10 Jahre hatte ich auch zu mindestens 5/7 der Zeit eine Pflegehünding, die immer an der Leine sein mußte, weil sie nicht erzogen worden , aber jagd- und sonst noch angriffslustig war..
.(Sie lernte bei mir schon noch Freilauf mit "zu mir", aber das wendete ich nur an, wenn ich mir sehr sicher war - denn sie war in ihrer Tierheimzeit und kurz danach auch abgehauen...)
Es hat aber ganz gut geklappt mit "nicht hinter mir" bei beiden...;)

Sollte es nicht klappen mit dem Alleine-Gehen: Kannst Du jeweils einen Hund vielleicht in Sicht anhängen und die Situation unauffällig geschickt künstlich herstellen und üben - ? - ;)

Viel Erfolg!

LG

F-K
 
Danke!
Das Hauptproblem ist wohl, dass er meist hinter mir läuft, wenn ihm etwas nicht geheuer ist und in der Stressituation stehen die Ohren natürlich auf Durchzug und mit Leckerlis is auch nix zu machen...auch die Leine, die kürzer wird is ihm da egal.
Aber das mit dem extra Kommando stell ich mir vor, dass es klappen könnte! Oft hab ich eh jemanden mit, der mir die Kleine beim Gassigehen nimmt, so dass ich nur den Jamie hab, da werd ich das versuchen!
glg Alice
 
Ich brauche nicht zu betonen, daß der Hund natürlich sehr gelobt et werden muß (mit Stimme und - wenn er gerne frißt - auch anfangs gleich, dann immer wieder, sobald er an richtiger Stelle ist, mit Leckerli) , wenn er wieder an der richtigen Seite angekommen ist - und zwar auch, wenn es einbißchen gedauert hat. Er muß es erst verstehen und dann auch die Sicherheit entwickeln, wenn er es durchführt. - gerade, wo er aus Unsicherheit nach hinten geht..

(Machst Du mit dem Hund Prüfungsunteroednung? Da ist es günstig, wenn Du für das zur Fußseite3 gehen, ganz eine andere Bewegung, z.B. das "Einspringen" , machst, nicht das Hintenrumgehen...Frag, bitte, für den Fall, im Kurs...)

So - ich muß wieder hinaus mit meinem Hund..

Alles Gute!

LG

F-K
 
Danke, FK!
Ja, loben versteht sich von selbst...wenn ers denn mal richtig macht:rolleyes:...fressen tut er draußen nur an außergewöhnlich guten Tagen, sonst machen wir alles über Stimme, das klappt eh.
Wegen Prüfung etc. brauchen wir uns keine Gedanken machen, sowas machen wir vorerst garnicht... Ich könnt statt "Sitz" auch "Banane" sagen und keinen würds stören:p, also da hab ich freie Hand!
glg Alice
 
Danke, FK!
t...wenn ers denn mal richtig macht:rolleyes:...

Ich bin mir nicht mehr sicher (hat mich auf dem letzten Spaziergang noch beschäftigt!)

:D ,ob ich Dich richtig verstehe:
Du lobst erst, wenn er es - selbständig - ? - richtig macht?

Ich meine jedenfalls: Wenn ein Hund etwas lernen muß, einen Bewegungsablauf, muß ich im Stadium des Lernens trotz meiner Mithilfe, hier also des behutsamen mit der Leine Zurückführens, das - nicht selbständig! - erreichte Ziel positiv verstärken. So wird das Ziel für ihn erst attraktiv und er strebt es bei - mit Deinem Hund wahrscheinlich längeren, häufigeren, geduldigen! - Wiederholungen mit der Zeit immer selbständiger an. Der Hund muß auf diese Bewegung mit diesem Ziel gleichsam "konditioniert" werden (früher hat man gesagt "dressiert" - was ja nicht per se schlecht ist! - es hängt von der Methode ab. Selbverständlich reißt Du ihn nicht herum, sondern zeigst ihm schon unterwegs das angenehme Ziel, indem Du ihn mit sanftem Lob oder an "gutem Tag" mit d e m Leckerli in der zweiten Hand herumlockst, das er dann am Ziel bekommt, bzw. ein sehr freudiges stimmliches Lob und vielleicht Streicheln verstärkt die Ankunft an Deiner Seite! ). So versteht er, begreift er, was Du willst und wird gleichzeitig motiviert, das - nach der - ihm entsprechenden - Zeit selbständig auszuführen. :)
Das Lob muß auch dann immer noch - eher jedes Mal - kommen. Ein Hund ist auch ein Opportunist. Es muß sich lohnen - bei Deinem Hund noch dazu die Überwindung seiner Unsicherheit muß sehr belohnt werden!...(Wir machen ja etwas - besonders etwas anfangs nicht Angenehmes! - auch lieber , wenn Aussicht ist, daß wir etwas dafür bekommen! ;) )

Jetzt habe ich Dir aber ein Loch in den Bauch geredet :o - verzeih, :D , bitte!

Toi, toi, toi!

F-K
 
Hi!
Das mit dem Loben hab ich wohl missverständlich formuliert - ich warte natürlich nicht, dass ein Blitz göttlicher Eingebung vom Himmel fährt und der James plötzlich von alleine die Weisheit erlangt:D. Natürlich helf ich ihm, wenn er die falsche Richtung ansteuert, indem ich ihn an der Leine auf die richtige Seite führe, allerdings ist er oft SOOO stur, dass er trotz Leinenzug drauf besteht, auf die andere Seite zu gehen...Dackel eben:p. Sobald ich ihn davon überzeugt hab, dass er auf die richtige Seite geht, kommt eh ein großes Lob. Das meine ich mit "richtig machen"!
Heute haben wird schon geübt, allerdings nicht in einer Stressituation, sondern weil er so viel geschnüffelt hat und daher immer hinter mir war. Das hat ca. beim 5. mal schon besser geklappt, also nur ein ganz leichtes Führen und Kommando ("Komm rüber", denn wir haben ein Kommando "hinten", das könnte er zu leicht mit "nicht hinten" verwechseln) und kein Gezerre und Gewurschtel! Werden weiter fleißig sein! Danke für deine guten Tipps!
glg Alice
 
Danke für die Antwort - ich war nicht ganz sicher wegen Deiner Formulierung, "mal eben richtig..."
Und Du verstehst sicher, daß ich nach dem Prinzip handelte, mal lieber ein Wort zu viel als eines zu wenig - weil ich nicht wollte, daß Ihr beide es schwerer habt als nötig...;)

Habe übrigens zwei Dackel in Pflege gehabt und mit entsprechender "Bestechung" sogar im Wald frei lassen können. War lustig, wie die keine Röhre auf den Wegen im Wienerwald unkonntrolliert lassen konnten. ( Mein 1/4 - Terrier schaut auch gerne bei Löchern nach! ;) ) Aber - wie gesagt - Bestechung schmeckte auch gut. Der eine ist durch eine ausreichend große schon mal durchgelaufen :D , aber eben nur die Wegesbreite. (Die sind so eine Art Wasserableitung, die Röhren, von denen ich spreche...).Na ich war aber schon froh, als er wieder auftauchte...:) !! ;)

Alles Gute weiter!

F-K
 
Hihi, ja Rohre und Höhlen ziehen Dackeltiere magisch an :D meiner kriecht sogar unter die Küchenkästen! Ich hab allerdings das Glück, dass er im Freilauf superbrav ist, der geht nie außer Sichtweite und kommt sogar wieder, wenn ein Hasi vor ihm läuft! Da siegt der Feigling in ihm über den Jäger:p, ist sehr praktisch! Außerdem ist er ja nur ein halber Dackel...daher die kurzen Beine und der Sturkopf *gg*!
glg Alice
 
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