Du, AristoCat, das hat durchaus Hand und Fuß was du da schreibst... Stimmt, dass es in unserer Gesellschaft leider immer noch selbstverständlich ist, dass der Mann arbeitet und die Frau die Kinder erzieht... Traurig.
Wobei Männer, die sich für ihre Kinder nach der Trennung nicht mehr interessieren, auch absolut das Letzte sind

*find*
Urteil da auch nicht so schnell... Viele Männer werden regelrecht "ausgenknocked" in Sachen erziehung. Frag mal eine beliebige Anzahl von Leuten, wer für das Kind wichtiger ist: Mutter oder Vater? Der Großteil sagt natürlich "Mutter". Und so zieht sich das durch die ganze Erziehung.
Eh klar, der Vater kann bei der Geburt nichts machen und dieses "Erlebnis" auch nicht nachvollziehen, er hat nicht diese "Magische, Hormongesteuerte Bindung" zum Kind, wie eine Mutter, und er kann ein Kind auch nicht stillen.
Wenns ein Mädchen ist, ist es sowieso super schwer für einen Vater mit der Tochter auch einen gemeinsamen nenner zu kommen. Natürlich kann man ausflüge machen, Gemeinsam Zeit verbringen, Basteln, Brettspiele spielen, kuscheln usw.. aber dieses Verbundenheitsgefühl steht dem der Mutter sicher um einiges nach.
und auch die ersten 2-3 Jahre sind für Väter häufig mit einem Ohnmächtigkeitsgefühl verbunden. Die "primitiven" Bedürfnisse eines Säuglings (also Bedürfnis nach Nähe, Nahrung, Wohlbefinden) sind nicht immer leicht nachzuvollziehen.
Und wenns dann zum großen Bruch kommt, bleibt ein Vater, der sein Kind kaum kennt. Gerne auch von der Ex wie eine Kuh gemelkt wird und der sich den Kontakt zu seinem Kind nur gegen die Alimente erkaufen kann. Von den nach wie vor bestehenden alltäglichen Streiterein red ich mal garnicht.
Außerdem werden viele Scheidungskinder dann von dem Partner, bei dem sie leben, gegen den weggegangenen Partner aufgehusst (meine Mutter hat das bei mir auch gemacht und tlw sogar geschafft).
Was also soll ein Vater machen, dem sozusagen nur noch gesagt wird "Zahl die Alimente, weil das ist deine Pflicht und alles andre ist ein großzügiges Wohlwollen".
ICH würde als Vater in einer solchen Situation wahrscheinlich auch früher oder später kapitulieren und meine Schuldigkeit finanziell decken. Wie schon auf vorheriger Seite erwähnt: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.