(Bitte an die Admins: die Regeln ändern sich scheinbar durch Geisterhand, ohne, dass es einem mitgeteilt wird. Sollte ein Thread über einen privaten, nicht-kommerziellen Film mit ein wenig Kunstblut auch schon unter Verbote fallen, dann seht es mir bitte nach, nichts dergleichen in den Regeln gefunden zu haben....)
'n Abend!
Hier also mein erster "richtiger" Film, "richtig" weil ich zum ersten Mal nen Schauspieler rumkommandieren durfte, Script, Storyboard und Szenario geschrieben hab, und naja, das ganze bring ich auch hoffentlich Montag zuende.
Mittwoch bekam Jonas, mein Schauspieler, der hier "Luder" spielt, nämlich das Blut nicht mehr für die nächste Szene aus dem Gesicht gewaschen und wir mussten abbrechen.
Meine Dozenten - der Film ist eine Hausaufgabe: "Dreht einen Film über eure Leidenschaft, maximal 7 Minuten, bis Mittwoch, 7. Mai 2008" - finden es furchtbar lustig, dann auch noch die Deadline auf jenen Montag vorzuverlegen... diese 2 Tage machen einen gewaltigen Unterschied: für 4 Minuten Film drehst du locker 6 Stunden. Und ich muss Montag noch 2 Minuten besorgen, und am Wochenende geht's nicht
Die Idee für den Film basiert auf einer Szene in einer Geschichte, die ich am Schreiben bin:
So, nun schrieb ich dazu also ein Szenario und hoffte, einen Schauspieler zu finden, der diesen Mist gratis mitmacht. Ideal wollte ich Matthi aus meiner Klasse fragen, aber der hatte keine Zeit. Er passte vom Typ her in Ryos/Luders Rolle: kommt dauernd zu spät (mit Kater), hat wirre Haare und ganz toll leuchtende Augen. Nun gut, also wollte ich gleich nach England, um dort Charlie McDonnell anzubetteln. Das Geld blieb mir zum Glück erspart, mein Klassenkamerad Jonas las nämlich das Szenario und hatte nur einen Kommentar: "Kraaaaaaaaaaaaaaank". Und so fand ich meinen Schauspieler
Das Ende/den Höhepunkt des Films stell ich mir so vor. Montag werden wir die Szene drehen, und wenn's nicht regnet, dann hab ich nämlich extra dafür 2 große Gießkannen gekauft. Nur gucken mich die Leute komisch an, wenn ich auf der Suche nach Assistenten frage: "Hi, hast du Lust, Jonas nasszumachen/vollzuspritzen/...?"... Hm. Versteh ich nicht.
Die Szene stell ich mir sehr schwermütig, deprimierend und gleichzeitig schön vor. Ein Pan/Tilt geht vom Fenster, aus der Jonas die Schale warf, runter auf den Bürgersteig. Da liegt dann die Bananenschale im Regen und verblutet, das Blut formt einen Fluss mit dem Regen... und ab und zu liegt da nicht die Bananenschale, sondern Jonas.
Falls es noch nicht deutlich sein sollte: weil die Szene weiter oben aus dem 100 Seiten langen Kontext gerissen ist, hat Jonas eine etwas andere Rolle und spielt einen Jungen mit gewissen geistigen Macken. Er sieht sich selbst in der zu allem Übel auch noch blutenden Banane, in Hunden auf der Straße,...
Jonas wartet, bis er dran ist.
Mein Szenario-Dozent fand das Szenario zwar fantastisch, praktisch aber nicht umsetzbar, schon allein wegen der blutenden Banane. Ich solle es bleiben lassen. Nun...
Einen solchen Raum wollte ich als Drehort... ahahahahaha!!! Bescheidenheit kann wehtun, auf so kleinem Raum hätte sich das nicht verwirklichen lassen! Die Studio-Lüge!
http://i74.photobucket.com/albums/i261/matheis/random/Image1-1.jpg
Das hier war dann so nett, sein ideales Zimmer zur Verfügung zu stellen. Die wichtigsten Standorte, Bett und Tisch, hatten jeweils ein Fenster, wodurch sie auch gut belichtet waren. Als wir mit den Aufnahmen fertig waren, durfte ich erstmal Blut schrubben, eh Janchen-Diego zurück ist...
Auch meine Hunde spielen mit! Miyu sieht man nur für Sekundenbruchteile, während Toya Jonas' Schizofrenie verkörpert.
Und das ist ein Regisseur unter Zeitdruck
'n Abend!
Hier also mein erster "richtiger" Film, "richtig" weil ich zum ersten Mal nen Schauspieler rumkommandieren durfte, Script, Storyboard und Szenario geschrieben hab, und naja, das ganze bring ich auch hoffentlich Montag zuende.
Mittwoch bekam Jonas, mein Schauspieler, der hier "Luder" spielt, nämlich das Blut nicht mehr für die nächste Szene aus dem Gesicht gewaschen und wir mussten abbrechen.
Meine Dozenten - der Film ist eine Hausaufgabe: "Dreht einen Film über eure Leidenschaft, maximal 7 Minuten, bis Mittwoch, 7. Mai 2008" - finden es furchtbar lustig, dann auch noch die Deadline auf jenen Montag vorzuverlegen... diese 2 Tage machen einen gewaltigen Unterschied: für 4 Minuten Film drehst du locker 6 Stunden. Und ich muss Montag noch 2 Minuten besorgen, und am Wochenende geht's nicht
Die Idee für den Film basiert auf einer Szene in einer Geschichte, die ich am Schreiben bin:
Er wollte Essen holen gehen, doch dazu taten ihm die Glieder zu weh. So nahm er, mit Bedacht, die Letzte seiner gestohlenen Bananen in die Hand und betrachtete sie voller Respekt: die Letzte ihrer Art – zumindest in diesem Zimmer. Er glaubte, sich selbst in ihr wiederzuerkennen. Gelblich, voller Leberflecken, weich im Inneren und recht krumm. Während er sie schälte, kam er sich immer bananiger vor: er wurde hin und wieder auch geschält. Als er dann hineinbiss, verging ihm beinahe der Appetit, denn seine Identifikation mit dieser Banane war inzwischen an einem Punkt angelangt, wo er glaubte, sich selbst den Kopf abzubeißen. Seine Zunge stieß auf wenig Hirn in der Banane. Auch dies erinnerte ihn an sich selbst. Eigentlich, wenn er ehrlich war, war er doch eine gewaltige Matschbirne. Während er die Banane nicht mehr aß, sondern, ihre imaginären Schreie ignorierend, zerfleischte, drang Miyavi an sein Gehör:
„Hätte ich deinem Schrei Aufmerksamkeit geschenkt, hätten wir vielleicht noch einmal neu anfangen können“
Nun lauschte er schon nach Schreien – doch die Banane schrie nicht. Jetzt erst merkte er, dass er nur noch die leere Schale in der Hand hielt. In Ryo zog sich alles zusammen. Hatte er dieser Banane nicht mehr Aufmerksamkeit schenken wollen, war sie nicht die letzte ihrer Art gewesen, wenn auch nur in diesem Zimmer? Verdammt. Er lebte viel zu unbewusst, ließ alles unbemerkt an sich vorbeiziehen. Bananen, Abitur, Erfolg – entweder griff er erst gar nicht danach, oder er konsumierte es gedankenlos, ohne es dabei zu schätzen. Seine Kunden waren da ganz ähnlich. Drauf und wieder runter, ohne sich dabei wirklich für ihn zu interessieren. Und so versank er immer tiefer in solch deprimierenden Gedanken, bis er die Resonanz davon in seiner Brust spürte. Er beschloss, etwas fröhlichere Musik aufzulegen. Dir en grey riet ihm:
„Töte die Stimme in dir, wende den Blick ab. In Dunkelheit ertrinkend, irre umher.“
So, nun schrieb ich dazu also ein Szenario und hoffte, einen Schauspieler zu finden, der diesen Mist gratis mitmacht. Ideal wollte ich Matthi aus meiner Klasse fragen, aber der hatte keine Zeit. Er passte vom Typ her in Ryos/Luders Rolle: kommt dauernd zu spät (mit Kater), hat wirre Haare und ganz toll leuchtende Augen. Nun gut, also wollte ich gleich nach England, um dort Charlie McDonnell anzubetteln. Das Geld blieb mir zum Glück erspart, mein Klassenkamerad Jonas las nämlich das Szenario und hatte nur einen Kommentar: "Kraaaaaaaaaaaaaaank". Und so fand ich meinen Schauspieler
Das Ende/den Höhepunkt des Films stell ich mir so vor. Montag werden wir die Szene drehen, und wenn's nicht regnet, dann hab ich nämlich extra dafür 2 große Gießkannen gekauft. Nur gucken mich die Leute komisch an, wenn ich auf der Suche nach Assistenten frage: "Hi, hast du Lust, Jonas nasszumachen/vollzuspritzen/...?"... Hm. Versteh ich nicht.
Die Szene stell ich mir sehr schwermütig, deprimierend und gleichzeitig schön vor. Ein Pan/Tilt geht vom Fenster, aus der Jonas die Schale warf, runter auf den Bürgersteig. Da liegt dann die Bananenschale im Regen und verblutet, das Blut formt einen Fluss mit dem Regen... und ab und zu liegt da nicht die Bananenschale, sondern Jonas.
Falls es noch nicht deutlich sein sollte: weil die Szene weiter oben aus dem 100 Seiten langen Kontext gerissen ist, hat Jonas eine etwas andere Rolle und spielt einen Jungen mit gewissen geistigen Macken. Er sieht sich selbst in der zu allem Übel auch noch blutenden Banane, in Hunden auf der Straße,...
Jonas wartet, bis er dran ist.
Mein Szenario-Dozent fand das Szenario zwar fantastisch, praktisch aber nicht umsetzbar, schon allein wegen der blutenden Banane. Ich solle es bleiben lassen. Nun...
Einen solchen Raum wollte ich als Drehort... ahahahahaha!!! Bescheidenheit kann wehtun, auf so kleinem Raum hätte sich das nicht verwirklichen lassen! Die Studio-Lüge!
http://i74.photobucket.com/albums/i261/matheis/random/Image1-1.jpg
Das hier war dann so nett, sein ideales Zimmer zur Verfügung zu stellen. Die wichtigsten Standorte, Bett und Tisch, hatten jeweils ein Fenster, wodurch sie auch gut belichtet waren. Als wir mit den Aufnahmen fertig waren, durfte ich erstmal Blut schrubben, eh Janchen-Diego zurück ist...
Auch meine Hunde spielen mit! Miyu sieht man nur für Sekundenbruchteile, während Toya Jonas' Schizofrenie verkörpert.
Und das ist ein Regisseur unter Zeitdruck