Sorgerecht

Du, AristoCat, das hat durchaus Hand und Fuß was du da schreibst... Stimmt, dass es in unserer Gesellschaft leider immer noch selbstverständlich ist, dass der Mann arbeitet und die Frau die Kinder erzieht... Traurig.

Wobei Männer, die sich für ihre Kinder nach der Trennung nicht mehr interessieren, auch absolut das Letzte sind:mad: *find*
 
Sicher versteh ichs, aber nachdem er hier als Volldepp vom Dienst hingestellt wurd, wollt er das eben das dass hier steht.
Ich kanns irgendwie schon verstehen.

also bitte :rolleyes: er war auch net ganz auf der rolle. und wie gesagt, sowas kann ich nicht nachvollziehen.
die familie hat hier mit niemanden was zutun. keiner denkt noch an diese user :rolleyes: ...
ist jetzt net auf dich bezogen ;)

lg
 
Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

Ich kann mir keine Situation vorstellen, die mich von meinem Sohn (5) trennen würde. Ich würde alles Mögliche und Unmögliche unternehmen, um ihn nicht zu verlieren.
Das einzige Motiv auf das Sorgerecht zu verzichten, wäre das Wissen, dass es der absolut einzige Ausweg (aus welchen Gründen auch immer) aus einer tatsächlich vollständig verzweifelten Lage wäre und es ihm sonst schlecht(er) gehen würde.

In Wahrheit kann ich mir aber trotz Ausmalen sämtlicher Katastrophen keine derartige Situation vorstellen! (Zum Glück! :o )


Bzgl. Sorgerecht Mann / Frau bzw. Vater / Mutter:

Ich finde es absolut verwerflich, wenn sich ein Vater nicht ausreichend um sein Kind kümmert, Ausreden wie seine Arbeit oder sein Geschlecht zählen bei mir überhaupt nicht!

Trotzdem muss ich sagen, dass ich es bei Müttern doch noch etwas schlimmer finde, wenn sie sich von ihrem Kind abwenden, auch wenn mein Mann und ich tatsächlich "halbe-halbe" bei der Kinderbetreuung bzw. dem Haushalt gemacht haben (ging auch gar nicht anders, wir haben beide studiert).
Bei aller Gleichberechtigung ist es immer noch die Frau, die das Kind in sich wachsen spürt, die es (eventuell) stillt und dadurch eine doch etwas "andere" Form der Zuneigung zu ihrem Kind fühlt. (Stichwort: "Mutterliebe")
 
in dem von mir beschriebenen fall hat glaub ich der alkohol die frau dazu gebracht sich zuerst vom vater des kindes zu trennen und sich dann überhaupt nicht mehr fürs kind zu interessieren :(
zuerst war sie die perfekte mutter!
 
Wobei Männer, die sich für ihre Kinder nach der Trennung nicht mehr interessieren, auch absolut das Letzte sind:mad: *find*

Seh ich ganz genau so. :mad:


JanieB schrieb:
Trotzdem muss ich sagen, dass ich es bei Müttern doch noch etwas schlimmer finde, wenn sie sich von ihrem Kind abwenden, auch wenn mein Mann und ich tatsächlich "halbe-halbe" bei der Kinderbetreuung bzw. dem Haushalt gemacht haben (ging auch gar nicht anders, wir haben beide studiert).
Bei aller Gleichberechtigung ist es immer noch die Frau, die das Kind in sich wachsen spürt, die es (eventuell) stillt und dadurch eine doch etwas "andere" Form der Zuneigung zu ihrem Kind fühlt. (Stichwort: "Mutterliebe")

Warum?
 
Darum: ;)

Bei aller Gleichberechtigung ist es immer noch die Frau, die das Kind in sich wachsen spürt, die es (eventuell) stillt und dadurch eine doch etwas "andere" Form der Zuneigung zu ihrem Kind fühlt. (Stichwort: "Mutterliebe")

Hab gerade meinen Mann gefragt, was er davon hält und er ist auch der Meinung, dass trotz aller - in keinster Weise in Frage gestellter - Liebe zu seinem Sohn, die Bindung zwischen Mutter und Kind etwas Besonderes ist (sei es wegen der Schwangerschaft, der Stillzeit, den Hormon, evolutionsbiologischen oder irgendwelchen sonstigen Gründen) und das obwohl wir beide in etwa gleich viel Zeit in die Kinderbetreuung investiert haben.

Deswegen finde ich es noch ein bisschen tragischer, wenn sich eine Mutter von ihrem Kind abwendet.

Ich möchte aber nochmal betonen, dass ich es auch eine absolute Sauerei finde, wenn sich der Vater nicht um sein Kind kümmert!
 
wenn es für meine Kinder besser ohne mich wäre, würde ich das Sorgerecht abtreten...ganz klar...

jemand der sein eigenes Leben nicht im Griff hat, kann nicht auch noch für jemand anders sorgen...die Kinder erleiden mehr seelische Schäden durch Mütter oder Väter, die nicht in der Lage sind, die Kinder ordentlich zu versorgen..sprich sie werden vernachlässigt, als wenn sie gleich weg kommen...
 
jetzt kapier ich erst um wen es geht......aber egal

wie schon gesagt manchmal ist es besser wenn man ohne dem jeweiligen Elternteil aufwächst, ich habe meinen "Vater" seit 15 Jahren nicht mehr gesehen und das ist gut so.
 
Bzgl. Sorgerecht Mann / Frau bzw. Vater / Mutter:

Ich finde es absolut verwerflich, wenn sich ein Vater nicht ausreichend um sein Kind kümmert, Ausreden wie seine Arbeit oder sein Geschlecht zählen bei mir überhaupt nicht!

quote]



Nun ich habe vor ein paar Wochen einen geschiedenen Mann kennengelernt der 5 Kinder von seiner Ex-Ehefrau zu versorgen hat.

Er ist Dipl. Krankenpfleger und arbeitet sich im wahrsten Sinne direkt zum Herzinfarkt hin. Wenn er nicht im Spital Dienst hat, so meldet er sich noch zusätzlich bei einer anderen Firma, die "Springer" vermittelt....der Mann arbeitet wirklich rund um die Uhr und hat dadurch kaum Zeit die Kinder zu sehen und für eine neue Beziehung sowieso nicht....der Mann ist tot, wenn der nach Hause kommt von der vielen Arbeit...... (übrigens wollte sie die Scheidung , nicht er)

LG

Amaz
 
@Amaz:

Deswegen:
Offensichtlich steht niemand einer Frau zu, sich für ein Leben ohne Kind zu entscheiden.
Männer tun das ständig, macht aber nix. Ist ja verständlich. Der muss ja arbeiten (ach, die Frau nicht?) der ist ja ein Mann (keine Entschuldigung)

habe ich das:

Ausreden wie seine Arbeit oder sein Geschlecht zählen bei mir überhaupt nicht!
geschrieben.

Es ist dabei darum gegangen, dass ein Mann seine Kinder abgibt, weil er eigene Interessen verfolgt (z.B. Arbeit um sich vielleicht ein schickes Auto, Urlaube, etc. zu leisten). Das von dir dargestellte Beispiel eines Vaters, der sich für seine Kinder aufopfert, hat damit gar nichts zu tun bzw. war von mir natürlich nicht gemeint!
 
@Amaz:

Deswegen:


habe ich das:

geschrieben.

Es ist dabei darum gegangen, dass ein Mann seine Kinder abgibt, weil er eigene Interessen verfolgt (z.B. Arbeit um sich vielleicht ein schickes Auto, Urlaube, etc. zu leisten). Das von dir dargestellte Beispiel eines Vaters, der sich für seine Kinder aufopfert, hat damit gar nichts zu tun bzw. war von mir natürlich nicht gemeint!


Ich weiß, dass Du dies nicht gemeint hast, aber bei ihm ist es wiederum umgekehrt der Fall, er möchte ja seine Kinder mehr sehen, die bei seiner Ex-Frau wohnen, kann aber nicht, weil er sich wegen den Unterhaltsverpflichtungen zu Tode arbeiten muss....bei 5 Kindern kann man sich ausmalen wie hoch die sein müssen.....

Es gibt genug Väter, die von ihren Kindern nach der Scheidung nix wissen möchten.....hier möchte ein Vater weiterhin seiner Vaterrolle gerecht werden doch aufgrund der Kinderanzahl ist er gezwungen jede freie Minute zu arbeiten.....der steuert wirklich direkt dem Herzinfarkt zu......


Das ist die traurige andere Seite....

LG

Amaz
 
@ das Beispiel von Amaz:

Egal, ob männlich oder weiblich: so viele Kinder muss man sich auch leisten können.

Wenn das so ist, dann ist es gut, wenn nicht, selber schuld, muss man halt vorher überlegen.

Und da Alimente nach dem Einkommen berechnet werden, kann ihn niemand dazu zwingen, mehr zu arbeiten, als er arbeiten kann. Wenn er gar nicht kann, springt in Ö der Staat ein, verhungern müssen die Kids nicht.
Es ist auch dumm und kurzsichtig, denn am Besten für seine Kinder wäre wohl, wenn er erstens lange fit bleibt und zweitens auch Zeit hat, um sich persönlich um sie zu kümmern. Jetzt den Märtyrer spielen, das bringt wenig.
 
Ich würde mein Kind auch NIE NIE NIEMALS hergeben :eek:

@Amaz
Der Mann tut mir nicht halb so leid wie die Kinder selbst. Denn die sind die armen. Er verkriecht sich in Arbeit...
Geld ist nicht alles auf dieser Welt und wie Cato schon gesagt hat werden die Alimente sowieso Gehaltsmäßig aufgeteilt, es ist also egal wie viel er arbeitet.
Er verpasst die wertvolle Zeit mit seinen Kindern, nichts und niemand kann ihm das wieder zurückgeben. Glaube mir, irgendwann kommt die Zeit wo er sein Verhalten bereuen wird und versucht alles wieder gut zu machen. Da wird er aber erkennen dass das nicht möglich ist...

Glaubs mir, ich weiß haargenau wovon ich rede!
 
Er verpasst die wertvolle Zeit mit seinen Kindern, nichts und niemand kann ihm das wieder zurückgeben. Glaube mir, irgendwann kommt die Zeit wo er sein Verhalten bereuen wird und versucht alles wieder gut zu machen. Da wird er aber erkennen dass das nicht möglich ist...
ist meinem ex bei seinen kindern genau so gegangen. manche reue, sei sie auch ehrlich gemeint, kommt einfach zu spät.:(
 
ist meinem ex bei seinen kindern genau so gegangen. manche reue, sei sie auch ehrlich gemeint, kommt einfach zu spät.:(

Mein Vater war leider auch so. Heute gibt er ehrlich zu dass es ein Fehler war und versucht es wieder gut zu machen. Gut machen kann ers zwar nicht, aber ich hab ihm verziehen und wir haben mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Aber es ist trotzdem schade dass er nicht bzw. nur selten da war als wir es am nötigsten gehabt hätten :(
 
Hab gerade meinen Mann gefragt, was er davon hält und er ist auch der Meinung, dass trotz aller - in keinster Weise in Frage gestellter - Liebe zu seinem Sohn, die Bindung zwischen Mutter und Kind etwas Besonderes ist (sei es wegen der Schwangerschaft, der Stillzeit, den Hormon, evolutionsbiologischen oder irgendwelchen sonstigen Gründen) und das obwohl wir beide in etwa gleich viel Zeit in die Kinderbetreuung investiert haben.

Deswegen finde ich es noch ein bisschen tragischer, wenn sich eine Mutter von ihrem Kind abwendet.


Das mag bis zu einem gewissen Grad stimmen.
Was jedoch machst du, wenn das Kind gerne beim Vater bleiben möchte?
Vielleicht weil die Mutter ausziehen müsste, woanders hin, und das Kind möchte nicht den Freundeskreis wechseln oder die Schule?
Zwingst du dann dein Kind, weil es so sein MUSS ?
Oder einfach nur, weil das Kind den Papa ein klein wenig lieber hat?
Oder hat dann die Mutter versagt?
 
Mein Vater war leider auch so. Heute gibt er ehrlich zu dass es ein Fehler war und versucht es wieder gut zu machen. Gut machen kann ers zwar nicht, aber ich hab ihm verziehen und wir haben mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Aber es ist trotzdem schade dass er nicht bzw. nur selten da war als wir es am nötigsten gehabt hätten :(
das ist schön! bei meinen beiden mädels ist das anders. es war ihm immer alles andere wichtiger als seine kinder. sie haben es von klein auf nie anders erlebt. sich aber auch nicht gekränkt oder so. aber heute ist er ihnen genau so egal, wie sie ihm das früher waren. damit wird er wohl fertig werden müssen. sie sind erwachsen und wissen, was sie tun.
 
boah - 6 seiten hab ich gebraucht um zu checken um wen es wirklich geht:eek:

zum eigentlichen thema: meine eltern sind geschieden, aber sie haben beide verantwortung für mich übernommen und waren immer für mich da:)
ein kind ist im normalfall eine entscheidung von beiden elternteilen. wenn ein elternteil allerdings nach der geburt psychisch nicht mehr in der lage ist sich um das kind zu kümmern ist eine abtretung des sorgerechts ein vernünftiger schritt. wenn ich sehe/höre/erlebe wie viele eltern mit ihren kindern umgehen (mangelnder respekt, "wurschtigkeit", etc) dann wundert mich das sozialverhalten vieler kinder leider nicht. :(
 
Du, AristoCat, das hat durchaus Hand und Fuß was du da schreibst... Stimmt, dass es in unserer Gesellschaft leider immer noch selbstverständlich ist, dass der Mann arbeitet und die Frau die Kinder erzieht... Traurig.

Wobei Männer, die sich für ihre Kinder nach der Trennung nicht mehr interessieren, auch absolut das Letzte sind:mad: *find*


Urteil da auch nicht so schnell... Viele Männer werden regelrecht "ausgenknocked" in Sachen erziehung. Frag mal eine beliebige Anzahl von Leuten, wer für das Kind wichtiger ist: Mutter oder Vater? Der Großteil sagt natürlich "Mutter". Und so zieht sich das durch die ganze Erziehung.
Eh klar, der Vater kann bei der Geburt nichts machen und dieses "Erlebnis" auch nicht nachvollziehen, er hat nicht diese "Magische, Hormongesteuerte Bindung" zum Kind, wie eine Mutter, und er kann ein Kind auch nicht stillen.

Wenns ein Mädchen ist, ist es sowieso super schwer für einen Vater mit der Tochter auch einen gemeinsamen nenner zu kommen. Natürlich kann man ausflüge machen, Gemeinsam Zeit verbringen, Basteln, Brettspiele spielen, kuscheln usw.. aber dieses Verbundenheitsgefühl steht dem der Mutter sicher um einiges nach.

und auch die ersten 2-3 Jahre sind für Väter häufig mit einem Ohnmächtigkeitsgefühl verbunden. Die "primitiven" Bedürfnisse eines Säuglings (also Bedürfnis nach Nähe, Nahrung, Wohlbefinden) sind nicht immer leicht nachzuvollziehen.

Und wenns dann zum großen Bruch kommt, bleibt ein Vater, der sein Kind kaum kennt. Gerne auch von der Ex wie eine Kuh gemelkt wird und der sich den Kontakt zu seinem Kind nur gegen die Alimente erkaufen kann. Von den nach wie vor bestehenden alltäglichen Streiterein red ich mal garnicht.

Außerdem werden viele Scheidungskinder dann von dem Partner, bei dem sie leben, gegen den weggegangenen Partner aufgehusst (meine Mutter hat das bei mir auch gemacht und tlw sogar geschafft).

Was also soll ein Vater machen, dem sozusagen nur noch gesagt wird "Zahl die Alimente, weil das ist deine Pflicht und alles andre ist ein großzügiges Wohlwollen".

ICH würde als Vater in einer solchen Situation wahrscheinlich auch früher oder später kapitulieren und meine Schuldigkeit finanziell decken. Wie schon auf vorheriger Seite erwähnt: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 
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