Lernen es manche Eltern denn nie?

mein hund mag kinder leider auch nicht besonders. weil er fremde menschen erst kennenlernen muß, da macht er keinen unterschied, ob kind oder erwachsener. er ignoriert kids einfach, außer wenn er angestiert wird, oder wenn sie vor ihm schreiend die arme hochreissen, dann bellt er wenn man ihn nicht ablenkt.
da gabs schon einige blöde aktionen. als er noch jünger war, rennt er am zaun eines kinderspielplatzes entlang, etwa zwei/dreijähriger auf der anderen zaunseite. nettes beschnüffeln beiderseits. plötzlich reißt der bursche einen stecken hoch (keine ahnung wo er den plötzlich her hatte) und wummert damit auf den zaun. hund schreckt sich und bellt. wir haben ihn einfach gerufen und gar nix zum kindsvater gesagt, weil situation nicht einpägen und so. aber irgendwie war er danach vorsichtiger mit kindern.
dann gehen wir mal am abend am gehsteig entlang und da sitzen ur viele kinder auf beiden seiten in augenhöhe des hundes. eh schon blöde situation. eng und alle stieren den hund an. als er genau in gesichtshöhe eines ca. 8jährigen burschens ist, springt der auf, fährt mit dem kopf nach vorne und schreit den hund ur an. so als mutprobe vor den größeren kindern. mein hund hätte ihn lässig ins gesicht beißen können und ich hätte nicht mal reagieren können, so schnell ging das. der hund hat gottseidank nichts gemacht sondern ist einen schritt zwischen die parkenden autos gehupft. wir konnten leider nicht ruhig bleiben und mußten wahnsinnig mit dem jungen schimpfen. und die älteren kinder haben auch ur gebrüllt mit ihm . naja, sicher auch keine gute erfahrung für das hundsi.
dann geht einmal mein freund von einem mit hecke abgegrenzten wiesenstück auf den weg. kommt genau ein kleines mädl daher und umarmt den hund. mein freund hat gedacht er fällt in ohnmacht vor schreck. gottseidank war der hund genauso perplex.
dann gehen wir in ein landgasthaus. am parkplatz davor rast plötzlich ein 7/8 jähriger bursche auf den hund zu. alle schrecken sich. hund bellt furchtbar böse. wir erklären dem kind und den anwesenden eltern, hund hat leider angst vor kindern und möchte nicht gestreichelt werden. beim reingehen bedrängt er den hund nochmals und wir erklären nochmals. dann setzen wir uns in einen anderen raum wie die family. hund liegt unter dem tisch. wir studieren die speisekarte. aufeinmal bellt der hund ur. hat das kind unbemerkt (ich mein, war der nicht normal oder was, der war ja nicht mehr so jung) versucht zum hund unter den tisch zu klettern. hund hat in kussdistanz zum kindergesicht gebellt. gottseidank ist er kein schnapper.
kind konnte dann endlich überzeugt werden, daß hund nicht sein freund wird.
den nächsten hund hole ich mir aber bereits als welpe von einem züchter mit verständigen kindern. und dann werden gezielt gute kindererfahrungen gemacht. weil ein kinderfreundlicher hund wär in diesen situtionen schon einfacher.
lg!
jasmin
 
ja kinderfreundlicher hund ist gut, ich hab einen kinderfreundlichen hund, nur ich schütze ihn vor kleinkindern - ausgenommen ich kenne die kinder, dann bin ich aber trotzdem mit argusauge dabei - was bringt es einen gut sozialisierten welpen der von kleinauf gelernt hat mit kindern umzugehen, wenn dann jedoch kinder an ohren,schwanz ziehen oder versuchen auf pfote zu steigen oder mit stecken auf den hundekopf schlagen wollen, genaus schon erlebt, das ein 8 jähriger auf emy hingetreten hat, einfach so ...und dann wird leider auch aus einem kinderfreundlichen hund vielleicht einer der sich dann doch nicht alles gefallen lässt und grenzen zeigt
 
Das mit dem gut sozialisierten Welpen vom Züchter ist leider auch keine Garantie, dass Hund dann Kinder mag. :(

Unsere Züchterin hat mindestens 9 Kinder (ganz bin ich nie mit dem Zählen mitgekommen :o) und als der Dari klein war, mochte er
Kinder auch total gerne und war in meinem früheren Arbeitsort immer Hauptattraktion bei den Kindergartenkindern.

Naja, irgendwann, so ca. als die Kinder anfingen, mit ihren Gesichtern in seiner Augenhöhe zu sein, mochte er keine Kinder mehr und
fand und findet sie nach wie vor ziemlich bedrohlich.
 
Bin froh dass ich mit Maggy die Therapiehundeausbildung mach und insofern hat sie ein dickes fell was grobheiten angeht udn kann auch mit stressganz gut umgehen...

Eine - wohl mehr für mich als sie - bedrohliche und ungute situation war, als wir zu einer Bekannten fahren wollten, bei der U-Bahn Station Kagran auf den Bus warten und ich die Püppy neben mir platziere.

Eine klassische Sozialhilfeempfänger-Klischee-Familie erreicht mein Blickfeld. Die 4 Jungs steuern zielsicher auf Maggy zu. Aus der Ferne erreichen mich schon die "uuuuuuuuuur süüüüüüüüß" und "voll liiiiiiiieeeeeeeb"-Rufe von den Knirpsen. Ich schätze, die JUngs waren zwischen 3 und 8 Jahren alt.

wir haben zum Glück diese Situation schon geübt, seit Maggy 12 Wochen alt ist (Mehrere Menschen bedrängen sie). Insofern lag Maggy auch entspannt neben mir auf der Seite und hat sich das nackte Bauchi kraulen lassen und von mir Kekse bekommen (und ich hab Stoßgebete gen Himmel gesandt, dass der Bus bald kommt).

Von dem abgesehen, dass es für Maggy o.k. war und ich die Jungs ganz genau im Auge hatte (die haben nämlich etwas seltsam gewirkt, ein wenig "hinten nach" - geistig, mein ich), hat es mich aber schon geärgert, dass sich die Mutter zwar die Mühe gemacht hat, zumindest herzukommen und Sohn Nr. 5 im Kinderwagen heranzukarren, aber mehr als "schön lieb sein" hat sie auch nicht rausgebracht. (Wie gesagt, die Situation war ok und Maggy hat keinerlei Anzeichen von Stress geäußert und die Jungs haben auch wirklich nett gestreichelt).

Allerdings hatte Maggy noch ein bisschen Schmutz am nackten Bereich des Bauchs vom Spazierengehen (und sie war damals noch recht bodennah :o) und die Jungs haben auf einmal angefangen zu schreien "He, die hat da Kacka auf dem Bauch, igitt!" und haben sich über ihr rosa Babybäuchlein lustig gemacht. Und ich muss sagen, dass mich das schon sehr gestört hat - von der Lärmbelästigung abgesehen. Denn da hatte Maggy plötzlich die Rute eingeklemmt (auf dem Rücken liegend - hat erbärmlich ausgesehen) und wenn ich eine Rute hätte, hätte ich sie wohl auch eingeklemmt...

Ich mein, da lasst sich Maggy so ergeben und treuherzig streicheln und dann wird ihr wegen einem 2 mal 0,5 cm messenden Streifen getrockneten Matsches unterstellt, sie wäre grauslich und unsauber? Und dann machen sich diese blöden G'schroppen über dieses sensible rosa-nackte Bauchi meines treudoofen Hundes lustig ?!?

Ich hab die Jungs sofort weggeschickt als sie sich so aufgeführt haben - allerdings haben die das erst mit etwas nachdruck und der Aufforderung "sofort die Pfoten wegzunehmen, da ich sonst auch zum schreien anfange" getan...

Tat mir sehr leid für Maggy. Die findet zwar Kinder immernoch egal (sie hat weder angst noch biedert sie sich an) aber mir persönlich hat das schon irgendwie einen knick in der Seele verpasst und ich hab mich damals nur so zusammengerissen, weil sie eh schon stress hatte und ich diesen mit meiner Aufregung nicht noch verstärken wollte - Heute würde ich früher und offensiver reagieren.
 
klassische Sozialhilfeempfänger-Klischee-Familie erreicht mein Blickfeld

haben nämlich etwas seltsam gewirkt, ein wenig "hinten nach" - geistig, mein ich


machen sich diese blöden G'schroppen lustig ?!?

erst mit etwas nachdruck und der Aufforderung "sofort die Pfoten wegzunehmen, da ich sonst auch zum schreien anfange" getan...

Ich glaube, man muss das jetzt nicht näher kommentieren :rolleyes:

In der Therapiehundeausbildung hat vielleicht dein Hund, aber nicht so ein intoleranter Mensch wie du etwas verloren.
 
du musst mir schon nachsehen, dass ich es nicht toleriere, dass mein Hund respektlos behandelt wird.

In der Therapiehundearbeit ist es sehr wichtig zu erkennen, wann es weder für Kinder noch für den Hund etwas bringt. Und wenn die Kinder sich über meinen Hund lustig machen und bösartig werden, dann ist nunmal schluss.

Das hat nichts mit intoleranz zu tun, sondern mit Menschenverstand und von den Gschroppen (ja, so nenne ich diese 4 weiterhin, auch wenn ich Kinder mag) lass ich mir die Gutmütigkeit meines Hundes nicht ruinieren. Und ich habe sie ja zuerst freundlich aufmerksam gemacht, dass Maggy jetzt nicht mehr mag. Darauf haben sie gesagt "Doch, das gefällt der". Ich hab mir sogar die mühe gemacht, ihnen zu erklären, warum ihr das nimmer gefällt. Daraufhin haben sie gefragt, was passiert, wenn sie trotzdem weiter machen und da hab ich gesagt, dass ICH sonst zum schreien anfange. Denn das war kein "Ich versteh es nicht, erklär es mir bitte"-Fragen, sondern ein "Ich schau mal, wie weit ich gehen kann"-Fragen.
Kinder brauchen Grenzen. Ob meine pädagogisch korrekt vermittelt waren, darüber kann man streiten. Mein Ziel habe ich jedenfalls erreicht und beide (hund und Kinder) sind unbeschadet aus dieser entglittenen Situation herausgekommen. Insofern heiligt für mich der Zweck die Mittel.

Dass diese Kinder leider zweifelsohne einen geistigen Rückstand zu verkiefeln haben, hätte auch ein blinder mit Krückstock erkannt, denn die 4 konnten kaum einen ganzen Satz bzw diese aneinandergereihten Wortfragmente richtig aussprechen. Obs daran liegt, dass sich die Mutter zu wenig kümmert oder dass sie wirklich gehandicapt sind, weiß ich nicht (darüber habe ich aber auch nichts geschrieben - sie "geistig behindert" zu nennen wäre eine unterstellung. Dass sie aber - warum auch immer - hinten nach waren, war ein absolut unabstreitbarer Zustand).

Da du aber nicht dabei warst, steht es dir nicht zu mich intolerant zu nennen, nur weil ich die Geschichte aus meiner Sichtweise wiedergebe und meine Eindrücke schildere. Und meine Worte nun herumzudrehen ist auch nicht die feine Englische, gell ;)

Dass diese Familie das Klischee perfekt erfüllt hat - dafür kann ich nix. Setz dich doch mal einen Tag lang zu mir an den Aufnahmeschalter ins Krankenhaus - da wirst du das wort "Intoleranz" neu definieren und bekommst leider sehr viele Klischees bestätigt.

Ich bin niemandem gegenüber voreingenommen und selbst der stinkendste Unterstandslose der besoffen durch die Gegend wankt, kann gern kontakt zu meinem Hund aufnehmen, solange er sich benimmt. Aber sobald man sich deppat aufführt, darf man von mir mit einer ebensolchen reaktion rechnen.
 
Ja genau, besser wirds sein.

Gefällt mir immer gut, wie viele hier im Internet für toleranz und Respekt plädieren... In der Realität findet man solche Leute meistens in der ersten Reihe der Schaulustigen, wenns darum geht einem Menschen in Not zu helfen oder Zivilcourage zu beweisen :rolleyes:
 
@pinkSogg:

Lass dich nicht provozieren... du hast das sehr gut erklärt, wie und was du meinst, wenn jemand partou nicht verstehen will und anderes in deine Zeilen hineininterpretieren will soll er das tun - seine Meinung bleibt ihm ungenommen.

Ich verstehe dich sehr gut - hätte auch nicht anders reagiert - wobei mein Hund (der ja keine Kinder will) sich ganz bestimmt kein Bauchi hätte kraulen lassen (das lässt er sich übrigens von niemanden - außer von mir und einigen Familienmitgliedern).

Ich glaube auch das Hunde sehr wohl verstehen was andere über sie sprechen, bzw. merken sie das es um sie geht und sich der dazugehörige Mensch ärgert bzw. verspannt.

Es gab schon einige dir mir gesagt haben das Thyson "hässlich", "schiarch" und "dumm" ist, weiters sei er ein "Bastard" und "einfach nur grauslich" - mir tut sowas immer in der Seele weh - nur weil ein Hund nicht meinem Geschmack entspricht bedeutet das nicht, dass ich etwas "hässlich" nennen kann - Thyson merkt sowas immer (eben weil ich mich dann in der Situation verkrampfe, nehm ich an) und schaut mich dann immer total betroffen und traurig an - was mir dann noch mehr weh tut. :o

Mein Hund ist bestimmt nicht der schönste Hund der Welt und entspricht sicher nicht dem gängigen Schöhnheitsideal das derzeit einfach "Mode" macht (zum Leidwesen der Hunde) - aber MIR persönlich gefällt mein Hund und trotz seiner "Kindermake" ist er für mich ein perfekter und wahnsinnig intelligenter Hund - für mich würde dieser Hund wörtlich gesprochen durchs Feuer gehen und mich mit seinem Leben beschützen wenn es sein müsste - und dafür allein hab ich ihn schon unendlich lieb :o

Ich stehe allerdings auch auf dem Standpunkt, dass dann die Grenze erreicht ist, mir steht es nicht zu über Schöhnheit oder nicht zu urteilen, außerdem hat es was mit Anstand, Höflichkeit und Respekt zu tun ;) Kinder wissen es oft nicht besser - aber Erwachsene sollten ein gewisses Taktgefühl schon an den Tag legen können - ich schau ja auch nicht in einen Kinderwagen und sag dann "Mah, is des Kind aber schiarch".... :D:D
 
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