Ansicht von 9 Beiträgen - 1 bis 9 (von insgesamt 9)
  • Autor
    Beiträge
  • #17547
    Anonym
    Inaktiv

    Hi, ich finde, diese Suchhundeführer bringen es auf den Punkt. Nicht der beim Hund sollte angesetzt werden, sondern bei dem Menschen.

    MENSCH & TIER 08.11.2007

    In der Debatte über “Kampfhunde” setze die Politik “irgendwo falsch an”. Das kritisieren Suchhundeführer der Bergrettung. Sie vermissen moderne Richtlinien, was Hundehalter wissen sollten, und wer sie ausbildet und überprüft.

    Suchhunde-Team der Bergrettung. Bild: Hans Neumayr / bergrettung.at Neues Gesetz wird ausgearbeitet
    Nach einer Hundeattacke auf eine Bewohnerin in einem Wohnhaus in Salzburg-Lehen ist in der Politik die Debatte über “Kampfhunde” und Hundehaltung wieder aufgeflammt.

    Bundesweit gibt es nach ähnlichen Vorfällen ebenfalls heiße Diskussionen. Zurzeit wird auf Salzburger Landesebene ein neues Hundehaltungsgesetz ausgearbeitet.

    Fachgerechte Gesetze seien notwendig – davon sind auch die Suchhundeführer der Salzburger Bergrettung überzeugt. Allerdings müssten darin vor allem Richtlinien für Ausbildung von Hunden und Menschen enthalten sein, die auf moderner Forschung beruhen, schlagen sie vor.

    Generell sei jedoch ein Trend zu Kriminalisierung von Hundebesitzern, Abschreckung und flächendeckendem Leinenzwang zu beobachten. Das seien falsche Strategien, sagen die Bergretter.

    Derzeit keine Richtlinien, was zu lehren ist
    Zurzeit gibt es zwar in allen Bundesländern Hundeschulen, wo Hundebesitzer mit ihren Tieren diverse Kurse absolvieren können. Methodisch gebe es bundesweit einen Wildwuchs bis hin zu Missbräuchen von Hunden, weil sie viel zu scharf ausgebildet werden.

    Vorschriften, was Mensch und Hund lernen sollten, um gut miteinander auszukommen, fehlten überall, berichtet Karl Egger, Leiter der Suchhundestaffel bei der Salzburger Bergrettung.

    “Ich glaube, dass die Politik da irgendwo falsch ansetzt”, sagt Egger. Er plädiert für eine bessere Fortbildung aller Hundebesitzer – etwa durch staatlich geprüfte Fachleute: “Es ist natürlich immer tragisch, wenn jemand verletzt wird durch einen Hundebiss – jeder Biss ist einer zu viel. Insgesamt sind die schweren Unfälle dennoch erstaunlich selten, wenn man bedenkt, wie viele fehlerzogene Hunde es gibt.”

    Begriff “Kampfhund” falsch
    Bei der Diskussion über neue Landesgesetze in Österreich geht es hauptsächlich um “Kampfhunde”. Doch schon der Begriff sei falsch, ergänzt der Werfener Suchhunde-Ausbildner und Bergretter Herbert Deutinger.

    Denn Aggressivität, Bissigkeit oder Wohlerzogenheit, Sanftmut und Verträglichkeit dürften nicht bestimmten Hunderassen zugeordnet werden: “Es kann jeder Hund beißen, der sozial unverträglich erzogen oder gehalten wird, sich nicht in die familiären Strukturen seiner Besitzer einfügen oder sich sonst nicht verhalten kann, wie er sollte. Das muss kein Kampfhund sein, das kann irgendeiner sein. Und schuld an Missständen ist nie der Hund. Denn keiner ist zum Kampfhund geboren.”

    “Wer nimmt Hundeführerscheine ab?”
    Eine Frage ist für Bergretter Egger zudem vordringlich: “Wer nimmt Prüfungen für mögliche Hundeführerscheine ab? Es gibt bis heute keine genormte Ausbildung auf diesem Sektor, die modern, einheitlich, hunde- und menschengerecht sowie wissenschaftlich begründet wäre.”

    Der freiwillige Besuch solcher Kurse sei jedoch schon seit längerer Zeit möglich. Die Hundeexperten der Bergrettung treten für die Schaffung eines neuen Berufsbildes ein: Profis, die auf die Ausbildung sanftmütiger Hunde spezialisiert sind, könnten gesetzlich gestützte Trainerfunktionen übernehmen und Prüfungen für Hundeführerscheine abnehmen. In Deutschland gibt es diese Fachleute bereits, die ein Studium absolvieren – die Bezeichnung des neuen Berufs lautet “Hundewirt”.

    http://salzburg.orf.at/stories/234156/

    #20432
    Petra Putensen
    Mitglied

    Es gibt viele Artikel, die in die Richtung gehen, aber so lange es verblendete Politiker und Leute die der Bild-“Zeitung” vertrauen gibt, wird sich nichts ändern.

    Die heutigen Hundegesetze gaukeln “Sicherheit” vor, ohne da anzusetzen, wo es wirklich nötig und auch sinnvoll ist.
    Man kann hinschauen wo man will, überall ist es das gleiche…

    Und die Leute, die es wirklich betrifft, die erreichen auch solche bekloppten Gesetze nicht. Es sind wieder mal nur die kleinen betroffen, die alles dran setzen, ihren Hund gut auszubilden, die alles dafür tun dass ihr Hund keinem was tut und die brav die Steuern zahlen.
    Bei den Verwirrten, vor denen die Menschheit wirklich gefährdet ist weil sie ihren Hund scharf machen, versagt das Gesetz. Die machen eh was sie wollen oder steigen auf andere Hunderassen um. Mittlerweile fällt mir auf, dass ich die “üblichen Verdächtigen” mittlerweile immer mehr mit Kangals oder Riesenschnautzern sehe. Ein Schelm wer böses denkt….

    #20433
    P. Binder
    Mitglied

    Hi Smoky,
    es ist nur so, ein Kangal oder auch ein Riesenschnauzer ist nicht so leichtführig, wie ein Pit. Wenn ein Kangal seine Leute nicht anerkennt, genauso wie Riesenschauzer oder Schwarzer Terrier, der stellt diese an die Wand. Das würde ein Pit niemals tun, bzw zu 99,9 % nicht. Da muß schon was ganz schlimmes passiert sein oder er hat sehr große Schmerzen.
    Ja, wegen dieser Scheinsicherheit arbeiten wir ja in der Hundelobby, das dieses Gesetz/ Rasselisten abgeändert wird.

    #20438
    Petra Putensen
    Mitglied

    Ja, schon, die sind nicht so leichtführig, aber das wird diesen *piiiep* auch völlig egal sein.
    Der Hund soll das tun was sie wollen, danach gehts eh wieder ohne Menschenkontakt in den Keller zurück…

    Hat die Hundelobby schon Ideen wie das mit den “reißenden Bestien” am besten geregelt werden könnte?
    Das schönste wäre eine Regelung wie in Niedersachsen, aber das ist so undenkbar wie dass Weihnachten im Hochsommer ist…

    I

    #20444
    P. Binder
    Mitglied

    wollen eigentlich einmal die 3 Jahresfrist abwarten. sind ja jetzt wohl nur noch ca 1 Jahr. Dann werden ja die Kategorien überprüft. Mal sehen, was die Politik dann macht… und zum anderen gibt es bei der HL eine AG Rasselisten, die arbeitet daran. Wir brauchen immer Leute die mitmachen…

    #20552

    nicht so auf dem Laufenden. Aber wie wird es in Niedersachsen gehandhabt?
    Ich finde diese Kategorisierung der Hunde echt zum …..! Heute morgen gerade hingen 2 unangeleinte Dackel Ronja im Fell. Ich bin schon der Meinung, dass Hunde sich auch mal anzicken dürfen, aber wenn ein Hund in Ronja`s Größe sich so verhalten hätte, wäre das Geschrei wieder groß. Die Kleinen (ich will hier nicht alle über einen Kamm scheren) haben da wirklich Narrenfreiheit.

    #20554
    Petra Putensen
    Mitglied

    In NS gibt es keine Rasselisten, jeder Hund ist gleich. Erst nach einem Vorfall muss man zum Wesenstest.

    #20560

    für die Info.

    #20685
    Birgit Gosch
    Teilnehmer

    Also Ronja, das mit den kleinen Hunden will ich aber überhört haben! Meine Frau Sally, die in unserem Spitzerudel inzwischen die Chefin ist, spielt sich zwar auch gerne auf, aber Frauchen würde es nie tolerieren, wenn sie jemandem im Fell hängen würde. Nur umgekehrt, wenn so ein 30 kg-Hund auf uns zu gerannt kommt und nicht rechtzeitig bremst, dann haben wir immer gleich blaue Flecke unterm Fell. Ich denke, gegenseitige Rücksichtnahme heißt die Devise.

Ansicht von 9 Beiträgen - 1 bis 9 (von insgesamt 9)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

CONTACT US

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Sending

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

Create Account