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  • #15442
    Anonym
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    Wir wollen im Sommer nach Bayern.Der Tierarzt rät ,rechtzeitig ne Impfung gegen Zecken zu machen.Hat jemand erfahrung damit,gibts Nebenwirkungen?

    #56147
    Anonym
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    Hallo Akito,
    also mir wurde vom Tierarzt davon abgeraten wegen der Nebenwirkungen und ich kenne auch einen Hund der aufgrund der Nebenwirkung wie Lähmungen …. lange behandelt werden mußte. Ich weiß nicht ob es schon besser ist oder ob die Impfung inzwischen ungefährlicher ist aber ich würde davon Abstand nehmen.

    #56268
    Anonym
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    Meinst du jetzt die Borreliose? Soweit ich weiß, gibt es verschiedene Borrelienstämme und man kann wohl bisher nur gegen einen (oder ein paar wenige?) davon impfen und das ist ausgerechnet einer, der hier in Deutschland extrem selten ist. Also in meinen Augen ist das rausgeschmissenes Geld. Für Menschen gibt es diese Impfung hier übrigens nicht, würde mich wundern wenn es stattdessen schon eine wirksame Borrelioseimpfung für Hunde geben würde. Im Normalfall läuft es ja dann doch anders herum.

    #56170
    Anonym
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    danke euch beiden für die antwort.ihr habt mich gerettet,frauchen will mich doch nicht impfen lassen.akito

    #56478
    Anonym
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    Also ich kann Euch nach eigenen Erfahrungen nur von einer Impfung abraten. Es gibt keine “Zeckenimpfung”. Bei uns in Deutschland gibt es verschiedene Zeckenarten und die Impfung, die es gibt, soll vor Borreliose schützen. Allerdings hat die Sache zwei Haken. Erstens ist mir kein Fall bekannt, bei dem ein Hund an Borreliose erkrankt ist und die Krankheit ausgebrochen ist, nachdem der Hund von einer Zecke gebissen wurde. Zweitens geht der Wirkstoff der zur Verfügung stehenden Impfung nur gegen eine Borrelienart und die kommt hier in Deutschland am seltensten vor. Das heisst also, dass trotz Impfung kein Schutz vor einer Erkrankung besteht. Im Gegenteil: von einer Züchterin weiss ich, dass sie ihre ersten HUnde gegen Borreliose hat durchimpfen lassen (jedes Jahr, so wie es der Tieratzt empfohlen hat) und beide sind an Borreliose erkrankt. Komisch, oder? Meine Hunde werden von einem Tierheilpraktiker betreut, von dem ich weiss, dass er viele Hunde mit Borreliosesymptomen behandelt. Alle diese Hunde wurden gegen Borreliose geimpft!
    Außerdem sollte diese Impfung auf gar keinen Fall während der sogenannten “Zeckensaison” durchgeführt werden. Dass diese ekeligen Tierchen schon wieder aktiv sind, trotz des langen Winters, wurde gerade gestern Abend im Fernsehen berichtet. Was aber noch viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass Zecken Überträger von noch viel mehr Krankheiten sind, gegen die es gar keine Impfung gibt, wie z.B. Anaplasma und Babesiose. Mein letztes Jahr verstorbener Hund hatte Anaplasma und mein neuer Hund hatte bereits Anaplasma und Babesiose, als ich ihn bekommen habe. Leider werden diese Krankheiten in Deutschland totgeschwiegen, warum auch immer. Sie werden als sogenannte Mittelmeerkrankheiten hingestellt und angeblich gehören zu den Risikogruppen nur Hunde, die in den Mittelmeerländern gelebt oder Urlaub gemacht haben. Das stimmt aber nicht. In Deutschland gibt es seit Jahren diese Krankheiten genauso häufig, wie in den südlichen Ländern, weil die dafür verantwortlichen Zecken auch bei uns mittlerweile verbreitet sind. Man kann also nur dazu raten, mit entsprechenden Mitteln Prophylaxe zu betreiben und die Hunde so oft wie möglich nach den lästigen Krabbelviechern abzusuchen. Ich kann zur Vorbeugung aber auch nicht die sogenannten Spot-on-Produkte empfehlen, wie z.B. Frontline. Der Wirkstoff ist ein Nervengift, der die Zecken absterben lässt. Dieses Nervengift geht aber auch in die Blutbahn des Hundes…………….
    Ich arbeite zur Vorbeugung mit den Produkten: Scalibor – Protectorband. Der Wirkstoff Deltamethrin soll nach Auskunft meiner ehemaligen Tierärztin nicht in die Blutbahn gehen. Als zusätzliches Spot-on-Produkt greife ich auf das pflanzliche bogacare Margosa zurück. Außerdem habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, als ich meine Tiere auf eine chemiefreie Nahrung umgestellt habe. Dadurch entwickeln die Hunde einen anderen (neutralen) Körpergeruch und wurden seither auch weniger von Zecken befallen.
    Von unserem Tierheilpraktiker aus München weiss ich, dass mittlerweile die Tierärzte im süddeutschen Raum die Borrelioseimpfung ablehnen, weil sie erkannt haben, dass das Risiko in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Nach meinen Informationen können Pferde ebenfalls an Borreliose erkranken, werden aber wohl nicht geimpft, weil sie zu wertvoll sind. Über die sogenannten Mittelmeerkrankheiten, die also gar keine mehr sind, könnt ihr Näheres beim Institut Parasitus Ex e.V. in Niederkassel erfahren. Zum Thema “Zeckenimpfung” empfehle ich die Internetseite der Tierarztpraxis Dr. Julia Frangipani = http://www.dr-frangipani.de/borreliose-print.html sowie http://www.r-m-l.de/faq/borrel.html wo Ihr einen Beitrag von Prof. Dr. Roland Friedrich findet.
    Ich will hier auf keinen Fall Panik verbreiten aber jeder Hundebesitzer sollte einfach informiert sein über die vielseitigen Möglichkeiten einer Erkrankung durch Zeckenbisse. Leider haben wir noch keinen Tierarzt gefunden, der zu diesem Thema umfassende Aufklärung betreibt. Hier ist jeder Hundebesitzer selbst gefordert kritisch zu sein. Die Symptome der jeweiligen Erkrankungen sind leider so vielseitig, dass sie oft nicht richtig zugeordnet werden und viele Tiere werden oftmals jahrelang falsch behandelt. Allerdings rechtzeitig erkannt und mit dem richtigen Antibiotikum behandelt, sind auch diese Krankheiten in den Griff zu kriegen. Ich wünsche Euch trotzdem einen schönen Urlaub mit entsprechender Prophylaxe und “Augen auf”.

    #56479
    Anonym
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    Em Hallo!Ein ganz liebes Waulöle an Alle.Bin neu hier und die Sissy,wenn ich mich mal vorstellen darf?

    #56480
    Anonym
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    Also falls mir jemand geantwortet hat?Sorry,entweder ich bin so Banane oder irgendwas stimmt da nicht?!

    #56482
    Anonym
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    Hey Sissi
    du bist im falschen Tread.
    Schau mal unter Vorstellung
    Der Henry

    #56483
    Anonym
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    Danke Henry.Bin schon unterwegs

    #57657
    Anonym
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    Welche Methode ist am besten? Die Zecken mit einer entsprechende Zange heraus ziehen? oder
    Zeckenhalsbänder? oder
    Naturmittel wie Knoblauch oder sonst irgentwas?

    #57666
    Anonym
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    Mit Zeckenhalsbändern habe ich keine Erfahrung.
    Aber ich füttere seit Jahren Knoblauch, mit Erfolg.
    Meine verstorbene Sally hatte in 12,5 Jahren 2 Zecken. Lola hat in ihren 5 Jahren noch keine gehabt. Ob es bei Merlin wirkt, werde ich ja bald sehen…..

    Allerdings füttere ich keine Knoblauchzehen. Man muß schon aufpassen. Zuviel Knoblauch ist schädlich für den Hund.
    Ich hole aus der Apo Knoblauchgranulat und mache eine Messerspitze übers Futter.

    Gruß
    Britta mit Lola & Merlin

    #57758
    Anonym
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    Hier mal ein schöner Beitrag über die niedlichen kleinen Krabbeltierchen:

    [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/gesundheit/parasiten.html]Parasiten-Special[/URL]

    *schüttel*
    😉

    #57775
    Anonym
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    Salü.

    [B]Akita – Anaplamsa[/B]
    ***
    Die Prävalenz von Antikörpern, welche einen vorausgegangenen Kontakt mit dem Erreger bestätigen, liegt in Deutschland bei 1,9 bis 2,6 %. In Risikogruppen, wie Waldarbeitern oder Förstern, liegt sie mit 11,4 bis 18,4 % deutlich höher. Trotzdem ist bisher in Deutschland bisher kein gesicherter Fall einer akuten Erkrankung an humaner granulozytärer Anaplasmose bekannt.
    ***

    Heisst – es ist kein einziger an Anaplasmose erkrankter Mensch in Deutschland bekannt, aber bis zu 2,6% der Bevölkerung (auf 100 Millionen Menschen 2,6 Millionen) die Kontakt mit dem Erreger hatten und dessen Imunsystem selber den Erreger mit eigens gebildeten Antikörpern bezwungen hat.

    Überdies ist Anaplasmose bei Mensch wie Tier sehr sehr einfach zu *heilen* sprich den Erreger zu töten. Vier Wochen Doxycyclin und gut.

    Also vielmehr
    [B]Akita -umfassende Aufklärung[/B]
    ist da überhaupt nicht zu leisten.

    Alles mehr ist das was Du nicht betreiben willst – substanzlose Panikmache.

    [B]Akita – Babesiose[/B]
    Ist in Deutschland noch seltener als Anaplasmose.
    Im Osten der Usa gab es seit den 1950er Jahren knapp 140 erkrankte Menschen – allerdings haben bis zu 7% der Bevölkerung Antikörper gegen Babesiose. Sprich – ihr Immunsystem hat den Erreger selbstständig bezwungen.

    Aber auch eine chronische Babesiose bei Mensch und Tier ist mit herkömmlichen Antibiotikakombinationen in weniger als 20 Tagen erfolgreich theratiert.

    Schwieriger als die Therapie ist bei der Babesiose eine richtige Diagnose.

    Von daher – so what – das selbe wie oben Akita. Wenn Du keine substanzlose Panikmache betreiben möchtest, dann lass es doch einfach 😉

    [B]Akita – Deltamethrin[/B]
    Ist ein stink normales und in Pflanzenschutzmitteln (wie auch in Zecken- und Flohhalsbändern) bereits seit längeren eingesetztes Insektizid.

    Es ist in der Gefahrenstoffklasse T (=Giftig).

    Deltamethrin ist ein Nervengift welches das verschliessen der Nervenkanäle bei Insekten (wie auch Säugetieren!) verhindert. Dadurch führt es bei Insekten (aufgrund der im Verhältnis zur geringen Körpermasse hohen Dosis – anders als bei grösseren Lebewesen) zu unkontrollierten Nervenimpulsen und lähmt damit das Insekt.

    Eine *Tierärztin* welche dir erzählt das Deltamethrin *ungiftig/ungefährlich/unbedenklich* (ganz unabhängig davon ob es in die Blutbahn oder ins Zentrale-Nervensystem geht) sein soll – solltest Du absolut meiden, weil sie dann nicht weis was sie erzählt!

    Allgemein sind natürliche alle Mittel gegen Zecken pharmakologisch entweder Wirksam (inkl. Nebenwirkungen/Wechselwirkungen), oder Wirkstofffreier und wirkungsloser Hokospokos 😉

    [B]Schokolade- ***zu Deltamethrin Scalibor Zeckenhalsband*** – Die Wirkung hielt scheinbar sogar wenn ich mal einen Tag vergaß die Bänder anzulegen. [/B]
    Das ist auch vollkommen logisch, weil des insektizide Nervengift Deltamethrin vom Halsband aus über das Fell und die Haut des Hundes verteilt wird!

    [B]Schokolade- Auch wird nicht erklärt, warum der Hund das Halsband erst eine Woche tragen muss, bevor die Wirkung eintritt.
    Ich habe es aber dennoch befolgt. [/B]
    Das kann ich dir ganz leicht erklären, bzw. habe es einen Absatz weiter oben schon getan.

    Weil sich das insektizide Nervengift Deltamethrin erstmal vom Halsband aus auf dem Fell und der Haut des Hundes Verteilen muss, da es ein Kontaktgift ist.
    Sprich die Zecken (und Insekten – Zecken sind ja Acaria sprich Milbenartige 😉 ) müssen direkten Kontakt mit dem Nervengift haben damit es wirkt.

    Daher dauert es eine Weile, bis nach dem Anlegen das Halsbandes der ganze Hund *geschützt* ist.

    [B]Schokolade – der Wirkstoff verteilt sich auf die Haut, und nicht ins Blut. [/B]
    Richtig, nicht ins Blut, dafür aber im Zentralen-Nervensystem 😉

    [B]Schokolade – Letztendlich sollen sie dadurch auf dem Hund nutzlos herumstreunen, weil sie keine Böcke haben sich in ihm reinzubeißen, da Hund auch nicht entsprechend riecht also die Mistviechjer sich dadurch wieder trollen. [/B]
    Das ist sehr sehr niedlich durch die Rosabrille ausgedrückt – eh – umschrieben.

    Korrekter wäre zu sagen – durch den Kontakt mit dem Nervengift Deltamethrin werden Insekten in kurzer Zeit bewegungsunfähig. Sie erliegen durch die Nervenlähmung dem „knock-down“-Effekt und sind dann nicht mehr in der Lage einzubeissen.

    [B]Schoklade – Und Knoblauch, also ich denke soviel Knoblauch frißt wahrscheinlich kein Hund wie man braucht um die Krabbeltiere abzuhalten.[/B]
    Na das wollen wir alle hoffen das kein Hund *so viel* Knoblauch frisst.

    Denn Knoblauch ist wie Zwiebeln in Hoher Dosis extrem gefährlich – weil die darin enthaltende Schwefelverbindung Alliin zur Bildung von *Heinzkörpern* und damit zu einer Lebensbedrohlichen *Heinzkörperanämie* führen kann.

    Also Hunden unter 15 Kilo würde ich gar keinen Knoblauch geben.
    Grösseren Hunden sollte Mensch nicht regelmässig Knoblauch füttern und auch Hunden ab 30 Kilo sollten Maximal 2 Zehen alle Zwei Tage bekommen.

    Wie gesagt – um Akutgefährlich zu sein müssten grosse Hunde *riesige Mengen* (100g aufwärts) an Knoblauch bekommen, aber auch regelmässig relativ grosse Mengen KÖNNEN gefährlich werden.
    Bei kleinen Hunden wegen der schlechten Dosierbarkeit besser ganz auf Knoblauch (und alle Zwiebelgewächse allg.) verzichten.

    Ohhhh was ein Roman wieder – ich brauche mehr Kaffee und Donuts 😉

    #57786
    Anonym
    Inaktiv

    Tja und was hilft nun zuverlässig gegen Zecken, ohne auch für den Hund und/oder seinen Besitzer gefährlich zu werden? Wahrscheinlich nur das Meiden von Dickicht, Unterholz und ungemähten Wiesen ;(

    #57835
    Anonym
    Inaktiv

    Salü Pogo.

    Ja – so ungefähr.

    Also alles was zuverlässig Zecken tötet oder abhält, sind chemisch/pharmazeutisch wirksame Akarizide. So ziemlich alle (mit einigen wenigen nicht sehr wirksamen Ausnahmen) wirken dann auf das zentrale Nervensystem.

    Klassische Akarizide welche über die Atemwege der Milbenartigen wirken – wie sie sehr erfolgreich auf Pflanzen eingesetzt werden – kann Mensch weder Hund, noch Halter zumuten.
    Wobei sie am besten wirken würden (allerdings halt auch auf Hund und Halter!).

    Im Prinzip ist das Thema Zecken bei Hunden ähnlich dem was Verkehrsunfälle bei Menschen betrifft.

    Sie sind nicht ganz vermeidbar und ein extremes Mass an Sicherheit (Vollschutzanzug, Helm, Fahrgastzelle aus Titan…) sind unpraktikabel und übertrieben.

    Am sinnigsten ist es extreme Situationen zu meiden.

    Bezogen auf Zecken beim Hund würd ich sagen – in den Zeiten wo Zecken besonders aktiv sind (also immer dann wenn die Temperaturen in kurzer Zeit um viele Grad steigen, Frühjahr allg., Morgenstunden im Sommer usw.) dichtes Unterholz und hohe Wiesen möglichst meiden.

    Ansonsten den Hudn sehr regelmäsig absuchen und Zecken entfernen (auskämmen) bevor sie eingebissen haben, oder möglichst kurz nachdem sie eingebissen haben.
    Also so rasch, das die ihre Speichelsäfte noch nicht mit Blut mischen und in den Hund *pumpen* um die Gerinnung zu vermeiden.

    Also im Prinzip versuchen den Hund wenig in Situationen zu bringen wo er recht sicher Zecken einsammelt und zugleich regelmässig nach Zecken absuchen.

    Wie gesagt – die bekannten Wirkstoffe gegen Zecken helfen ja schon, nur sind die halt bei weitem nicht sooooo unbedenklich wie Viele es sich wünschen. Leider.

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