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  • #14180
    Anonym
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    Hallo,
    im Januar erwarten wir Nachwuchs und wir würden gerne wissen wie wir mit Jack umgehen sollen damit er nicht eifersüchtig wird.
    Es ist für uns natürlich selbstverständlich das wir uns weiterhin intensiv mit ihm beschäftigen; spielen, Streicheleinheiten, Spaziergänge usw. kein Thema.
    Ich habe nur von vielen Gehört das mein Mann aus dem Krankenhaus eine Windel und einen getragenen Strampler mitnehmen soll, damit der Hund den Geruch schonmal kennt. Wenn man dann aus dem Krankenhaus nach Hause kommt, soll der Hund das Kind ruhig beschnuppern. Man soll den Hund viel mit einbinden, heißt das er beim Wickeln dabei ist oder wenn man stillt daneben liegen darf. Hört sich für mich eigentlich auch logisch an.
    Jetzt habe ich heute einen Bericht im Fressnapf Jornal gelesen das dies genau falsch ist. Man sollte den Hund nicht ins Kinderzimmer lassen, und der Hund soll die ersten zwei Wochen keinen Kontakt zum Kind haben. Nicht schnuppern, garnichts. Und die Methode mit der Windel wäre total falsch weil der Hund sonst das Kind vor jedem beschützen würde.
    Jetzt sind wir sehr verunsichert und wissen nicht was richtig ist. Habt ihr vielleicht selbst Erfahrung mit Baby und Hund, wie habt ihr euch verhalten?
    Schonmal danke für eure Antworten.
    LG Melanie und Jack

    #22204
    Anonym
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    Hallo Melanie,

    erstmal vorweg: Ich finde es klasse, dass Du Dir soviele Gedanken darum machst, wie Du Jack auch weiterhin in das Familienleben voll mit einbinden und wie Du einen soliden Grundstein für die Kind-Hund-Beziehung legen kannst!

    Die Ratschläge des Fressnapf-Journals kannst Du meiner Meinung nach getrost vergessen. In dieser Frage würde ich den Fressnapf auch nicht als kompetente Instanz anerkennen 😉

    Ich finde es sehr löblich, dass Ihr Jack auch weiterhin voll ins Geschehen einbinden wollt. Das ist auch genau richtig so. Bedenk bitte nur: Das wird vielleicht schwieriger, als Du Dir das jetzt vorstellen magst. Euer Leben wird erst einmal Kopf stehen und Jack wird zwangsläufig öfter mal zurückstehen müssen. Am Besten wäre es deshalb, ihn so früh wie möglich an etwas weniger “Verwöhnaroma” zu gewöhnen – natürlich langsam und Schritt für Schritt. Vor allem Du wirst mit dem Baby eine Menge um die Ohren haben, vielleicht könnt Ihr Jacks Beziehung zu Deinem Mann ja ein wenig intensivieren, damit er eine Bezugsperson hat? So wird ihm der krasse Umschwung nicht so schwer fallen. Denn sonst kann es leicht passieren, dass er seinen rasanten sozialen Abstieg – der nicht einmal bewusst geschehen muss, aber in Folge des Zeitmangels wahrscheinlich stattfinden wird – als sehr schmerzlich empfindet und dieses negative Erlebnis mit dem Neuankömmling verbindet.

    Als Vorbereitung würde ich zunächst einmal damit beginnen, Jack positive Erfahrungen mit Kindern generell machen zu lassen. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, ihn öfter mit anderen Kindern zusammen zu bringen, natürlich unter Deiner Aufsicht, wo er lernt, dass Kinder etwas tolles sind (Leckerchen!). Du kannst zeitgleich lernen, wie Jack sich Kindern gegenüber verhält.
    Die Idee mit dem Strampler finde ich prima – oder hast Du schon einmal über eine Hausgeburt nachgedacht? Ich kenne viele junge Mütter, die sich bei ihrer Hebamme sehr gut aufgehoben gefühlt haben, und Mann und Hund waren live zuhause dabei 😉
    Wenn der kleine Spatz da ist, zeig ihn Deinem Hund ruhig, achte aber drauf, dass du es souverän und mit größter Selbstverständlichkeit tust. Lass Jack ruhig schnuppern, zieh ihm aber vorher ein Geschirr an, um ihn im Zweifelsfall aus der Schusslinie ziehen zu können, sollte er zu stürmisch werden. Lass Jack danach einfach immer mit dabei sein, beim Wickeln, beim Stillen, beim Spielen, sorg dafür, dass er das Kleine mit etwas Positivem verbindet – Streicheln, Leckerchen.
    Ich gehe davon aus, dass Jack ein normaler, gesunder, gepflegter, geimpfter und entwurmter Hund ist, dann besteht für Dein Baby keinerlei Risiko.
    Kritisch kann es werden, wenn der Spatz anfängt, zu krabbeln und den Hund erkunden zu wollen, seine Spielsachen und sein Futter ausprobieren möchte. Da musst Du blitzschnell sein und immer ein Auge drauf haben, um brenzligen Situationen vorbeugen zu können – denn Jack wird das Baby sehr wahrscheinlich wie einen Welpen behandeln und wie diesen erziehen wollen.
    Vorher wird es wahrscheinlich eher wenig Konfliktpotenzial geben.

    Ich kann Dir zu dem Thema das Buch “Kind und Hund” von Manuela von Schewick sehr empfehlen.

    Halt uns doch mal auf dem Laufenden, wie es bei Euch weitergeht!

    Liebe Grüße,
    Jule

    #22293
    Anonym
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    mein jack russell war damals ein jahr alt, als mein sohn auf die welt kam. er hat die ganze schwangerschaft miterlebt und als ich mit baby aus dem krankenhaus zu meiner freundin kam, wo mein hund während meines krankenhaus aufenthaltes war, wusste der hund sofort, dass das baby zu uns gehört… meine hebamme hatte mir damals schon gesagt, dass ich das baby auf den boden legen soll und der ludger einmal alles beschnuppern soll. das haben wir auch sofort getan und ich habe noch nie erlebt, dass der ludger so intensiv an irgendetwas geschnuppert hat wie an meinem baby. er hat dann noch ne vollgeschissene windel bekommen und dann war der fall gegessen. der ludger war nie eifersüchtig und hat einen grossen beschützerinstinkt enwickelt, wie zum beispiel, immer neben dem babybett liegen zu wollen…er hat sich von meinem kurzen alles gefallen lassen und der ludger hat nie irgendwas gemacht. bei fremden kindern ist er komisch, aber beim eigenen….mein sohn – jetzt 6, hat sich aber auch nie besonders für den hund interessiert…
    noch etwas ist interessant: mein sohn ist allergisch gegen hunde, aber nachweislich nicht gegen unseren…und die argumente auf die hygiene bezogen….unser hund wird immer entwurmt und kinder, die auch mal mit dreck und tieren in berührung kommen, leiden nachweislich seltener an allergien, als die, die in klinisch reinem umfeld aufwachsen.
    alles gute!!!

    #22294
    Anonym
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    [quote][quote_head]Zitat von Ludger Francis vom 15.11.2008 16:46[/quote_head]meine hebamme hatte mir damals schon gesagt, dass ich das baby auf den boden legen soll und der ludger einmal alles beschnuppern soll. [/quote]
    Oh diese Vorgehensweise finde ich aber schon recht… riskant. Ich meine woher weiß man denn vorher, ob der Hund nicht doch auf die Idee kommt, nach dem Kind zu schnappen? Nein, das würde ich definitiv niemals auf diese Art und Weise ausprobieren wollen.

    [quote][quote_head]Zitat von Ludger Francis vom 15.11.2008 16:46[/quote_head]
    mein sohn ist allergisch gegen hunde, aber nachweislich nicht gegen unseren…und die argumente auf die hygiene bezogen….unser hund wird immer entwurmt und kinder, die auch mal mit dreck und tieren in berührung kommen, leiden nachweislich seltener an allergien, als die, die in klinisch reinem umfeld aufwachsen.
    alles gute!!! [/quote]
    Da kann ich dir nur zustimmen. Ich bin auf einige Tierarten allergisch (allen voran Nagetiere, aber auch Katze und Pferd) und eben auch auf Hund im allgemeinen positiv getestet wurden. Das zur Theorie. In der Praxis ist es so, dass ich auf ganz wenige Hunde allergisch reagiere, aber in schätzungsweise 90 bis 95 % der Fälle reagiere ich gar nicht. Auf Pogo nicht und auch nicht auf die meisten Hunde, mit denen ich zu tun habe. Es sind nur ganz vereinzelt mal bei meist langhaarigen Hunden Reaktionen zu beobachten. Wobei ich bis heute nicht weiß, woran genau das liegt.

    #22295
    Anonym
    Inaktiv

    Mit unserem damaligen Hund Whisky gab es erst mal gar keine Probleme, als unsere Tochter geboren wurde. Er bekam genug Aufmerksamkeit von Mann und älteren Geschwistern, durfte immer dabei sein und auch schnuppern, allerdings hatte ich das Baby immer am Arm. Das Problem ging los,als sie krabbelte. Sobald sie nur in seine Nähe kam, fing er an zu knurren und das einzige was half, war die Beiden auseinder zu halten. Sobald sie auf 2 Beinen lief, erledigte sich das Problem zu unserer Erleichterung von selbst, scheinbar akzeptierte er sie erst da als überlegenen Menschen. Und etwas Dreck hat, wen der Hund gesund und entwurmt ist, noch keinem Baby geschadet. Tom und Jack schlecken unserem kleinen Enkel auch die Händchen, wenn er sie aus dem Bett streckt.Und da er so selten da ist, konnte man sie gar nicht aneinander gewöhnen.
    Aber jetzt kann er krabbeln und ich bin mal neugierig und etwas nervös, was passiert, wenn er zu Weihnachten kommt…..
    Viel Spaß mit Hund und Nachwuchs und einfach auf alles gefasst sein!
    GLgKarinmit Jack und Tom

    #22298
    Anonym
    Inaktiv

    Zu Pogo:

    die vorstellung, einen auf dem boden liegenden säugling von nem hund beschnuppern zu lassen, mag vielleicht befremdlich klingen…wobei es wohl auch auf die grösse des hundes ankommt…meiner hat jedenfalls die grösse einer ratte, so hatte ich keinerlei bedenken…
    jetzt sind 6 jahre vorbei und es gab nicht eine brenzlige situation zwischen hund und kind. ich finde, der erfolg sollte recht geben….

    #22303
    Anonym
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    Hey ich habe generell den Erfolg ja nicht ausgeschlossen. Ich wollte lediglich auf das Risiko hinweisen, dass bei solch einer Aktion durchaus schlimmeres passieren kann (und dabei ist die Größe des Hundes eigentlich relativ egal). Ein auf dem Boden liegender Säugling ist ein leichtes “Opfer” und wird von einem Hund wahrscheinlich eher nicht als ein über ihm stehendes Rudelmitglied betrachtet. Es mag Ausnahmen geben, aber euren Erfolg als Beweis für das Funktionieren dieser Methode zu sehen, halte ich für hochgradig gefährlich – gerade Rüden (bei Hündinnen kann durchaus der Mutterinstikt durchkommen und alles ist perfekt). Glückwunsch, dass es bei euch so toll geklappt hat. Mit Pogo würde ich so eine Methode aber definitiv nie im Leben ausprobieren.

    #51580
    Anonym
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    Das hir ist ein sehr interesanter Thema, da mein Mann und ich beschlossen haben ein Baby zu bekommen. Ich breite mich jetzt schon mal indem ich mir viele Infos hole wie ich das dann später mal machen kann mit Hund und Kind, ohne das sich mein Hund benachteiligt fühlt. UNd zum Glück weiß ich schon mal das Sie Kinder, egal welchen alters liebt! Aber ich freue mich schon auf mehr Tipps!

    #51584
    Anonym
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    Find ich gut, dass du dich im Vorfeld schon so sehr mit dem Thema beschäftigst und es ist natürlich auch eine super Voraussetzung, dass Niki Kinder generell erstmal mag. Ein klein wenig will ich deinen Optimismus aber dennoch bremsen (sorry, der Klugscheißer kommt wieder durch): Durchaus möglich, dass Nikita auf das eigene Baby gar nicht so freudig reagiert wie auf fremde Kinder. Ein neues Rudelmitglied ist in erster Linie nämlich mal eins für den Hund: Konkurrenz! Da kann selbst der liebste Hund schonmal schmollen, zicken oder gar Schlimmeres. Das würde ich nicht unterschätzen aber bei guter Vorbereitung sollte es da eigentlich keine Probleme geben. :]

    #51604
    Anonym
    Inaktiv

    Hey Jack…ich denke da genauso wie die anderen…den Beitarg von Fressnapf kannste in die Tonne hauen..son Quatsch…meine Freundin ist auch grad in der Phase und sie bezieht den Hund auch viel mit ein und das klappt super….keine Eifersucht weil sich keiner vernachlässigt fühlt…also alles gut….
    allerdings mit dem Säugling auf dem Boden würde ich nicht sofort machen erst wenn sie sich aneinandere gewöhnt haben und der Hund das Baby als Rudelmitglied akzepiert hat (dann dürfte er schon krabbeln können)…selbst dann unter Beobachtung.. :]

    lg Franzi und Joy

    #51618
    Anonym
    Inaktiv

    Also mal zu Thema Baby auf dem Boden. Ich würde das auch nicht gerade machen. Man weiß nie wie ein Hund reagiert. Lieber das Baby auf dem Arm halten und den Hund an dem Baby schnuppern lasse. So würde ich es machen.
    Ja wenn man ein eigenes Kind hat ist das immer etwas anderst, wie mit fremden Kinder. Aber ich bin guter Dinge =) werde Sie von Anfang an mit einbeziehen und ich denke das Sie sich dann über den neuen SPielkameraden wirt. :]

    #51653
    Anonym
    Inaktiv

    Salü,

    [B]Nikita – Lieber das Baby auf dem Arm halten und den Hund an dem Baby schnuppern lasse. So würde ich es machen.[/B]

    Da ist eher schlechter als das Kleinkind (neutral) auf dem Boden liegen beschnuppern zu lassen, da Du dem Hund durch das Halten des Kindes auf deinem Arm, körpersprachlich signalisierst das dass Baby höherrangig dem Hund ist (was es ja auch ist – nur sollte Mensch das dem Hund nicht bei frühen Kontakten mit Kleinstkindern auf die Nase binden).

    Liegt das Kleinkind auf dem Boden, ist die Situation aus Sicht des Hundes (und nur darauf kommt es idF. an) neutraler.

    Richtig ist auch wie Pogo sagte, das der Hlater einschätzen kann wie der generell mit Kindern umgeht und auch wie gross/schwer der Hund an sich ist.

    Bei gut sozialisierten und geprägten Hunden ist die Sache mit dem eigenem Nachwuchs idR. keinerlei Problem.

    Bei Hudnen deren *Frühgesichte* undbekannt ist – sollte mensch da allerdings generell vorsichtiger sein.

    #56374
    Anonym
    Inaktiv

    Wir haben gar keine Möglichkeit des vorab Beschnuppern lassen durch Windel oder so gehabt. Hab ambulant entbunden und Pivo kam wenig später wieder nachhause und durfte sofort das Baby begutachten. Die zwei wurden auf Anhieb ein Herz und eine Seele.
    Und obwohl wir Pivo nicht mehr aufs Bett lassen wollten, bereue ich es nicht, dass er weiterhin mit im Bett schläft. Er lässt die Kleine fein schlfen, tritt nicht drauf und guckt immer nach ihr.
    Hatte vorher auch so meine Bedenken, aber die waren umsonst und es klappt alles bestens. Der Alltag war wenige Tage nach der Geburt schon wieder da.
    Wichtig ist nur, dass der Hund weiß wieviel er beim Baby darf.

    #56377
    Anonym
    Inaktiv

    Als unser Kleiner auf die Welt kam, hab ich schon einige Wochen vorher Kinderwagen, Maxi Cosi und Laufstall hingestellt. Somit konnten meine beiden (Sirus war da noch nicht bei uns) sich erstmal an diese Dinge gewöhnen. Auch das mit der Pampers haben wir gemacht. Zuhause hab ich das Baby dann in den Laufstall gelegt, aber so, dass sie dran konnten zum schnuppern. Erschien mir sicherer.
    Der Alltag sah dann so aus, dass Susi beim Fläschchen geben immer neben mir saß und Bona zu meinen Füßen. Sie durften überall mit und haben ihn sofort akzeptiert.

    #60416
    Anonym
    Inaktiv

    Ich würde es folgendermassen machen: Reduziere während der Schwangerschaft Spiel & Spass mit dem Hund. Sobald das Baby da ist, darf dies intensiv nachgeholt werden. Wenn das Baby schläft oder sonstwie weg ist, dem Hund wieder etwas weniger Aufmerksamkeit schenken. Heisst für den Hund: Wenn das Baby dabei ist, gibts Action, Kuscheleinheiten, Leckerlis – wenn das Baby nicht da ist (schläft), ist nix los. So kann Hundi das kleine Bündel positiv verknüpfen…

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