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    Anonym
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    Von Virginie Montet

    Aufzählung Der Fall eines Football-Profis brachte stattliche Dimension der Szene ans Licht. Aufzählung Die blutrünstigen Kämpfe bringen vor allem viel Geld.

    Washington. (afp) Der Fall Michael Vick hat es ans Tageslicht gebracht: Einer der bestverdienenden Football-Spieler der USA muss sich vor Gericht verantworten, weil er Hundekämpfe organisiert hat, einen blutrünstigen Zeitvertreib, der im ganzen Land zunehmend Anhänger findet. Der ehemalige Quarterback der Atlanta Falcons hat nun bereits vor der drohenden Verurteilung am 10. Dezember seine Haftstrafe angetreten. Seit Montag ist der 27-Jährige, der schon im August seine Schuld eingestanden hatte, im Gefängnis von Warsaw/Virginia auf eigenen Wunsch inhaftiert.
    Landesweit 40.000 Fans

    Die brutalen Kämpfe, meistens mit Pitbull-Terriern, sind in allen 50 US-Bundesstaaten verboten – und finden doch überall statt. “Das Phänomen greift um sich. Zuerst gab es Hundekämpfe vor allem im Süden, jetzt sind sie überall: In Chicago, New York, Indiana, Baltimore, Wisconsin”, sagt Michael Roach vom Verein gegen Tierquälerei in Chicago. Wie stets bei illegalen Machenschaften geht es um Geld – um sehr viel Geld.

    “Es gibt Hundekämpfe auf drei Ebenen”, erläutert Roach. “Sie werden auf der Straße ausgefochten, wo meistens auch Drogen und Waffen mit im Spiel sind, als Hobby – und es gibt echte Profis.” Schon auf der Straße kommen Wetteinsätze bis zu 30.000 Dollar pro Kampf zusammen. Bei den von illegalen Züchtern organisierten Profi-Kämpfen aber geht es manchmal um eine halbe Million Dollar. Die Zahl der Fans, die sich über das Internet organisieren, schätzt Roach auf rund 20.000 bis 40.000.

    Als illegaler Züchter soll sich auch Michael Vicks betätigt haben. Der Spitzenverdiener der Football-Liga soll seit 2001 Kampfhunde ausgebildet und für Kämpfe zur Verfügung gestellt haben. Auf Vicks Farm im Süden von Virginia wurden 66 Hunde beschlagnahmt, davon 55 Pitbulls. Sie waren so angekettet, dass sie einander reizen und erregen, aber nicht berühren konnten – eine alte Methode, um die Tiere für den Kampf aufzustacheln. Die Höchststrafe für Vick läge bei fünf Jahren, die Staatsanwaltschaft hat nach seinem Geständnis jedoch nur 12 bis 18 Monate beantragt.
    Keine Gnade für Verlierer

    Die Begeisterung für Hundekämpfe “gehört zur Kultur der Straßenbanden in den Städten”, sagt Laurie Maxwell von der Tierschutz-Organisation Humane Society. In den vergangenen Jahren habe es in den Tierheimen eine regelrechte Flut von verletzten und vernarbten Pitbulls gegeben. Die bei Kämpfen verwundeten Hunde machen der Tierschützerin zufolge landesweit 30 Prozent der Tierheiminsassen aus, in den Städten seien es sogar bis zu 75 Prozent. Doch gerettete Kampfhunde haben keine Chance mehr: Sie sind zu gefährlich und müssen eingeschläfert werden.

    In heruntergekommenen Stadtteilen, in denen Straßenbanden und Drogenkriminalität herrschen, werden Pitbulls auch zum Einschüchtern der Anwohner benutzt. Und manche Straßenbanden stehlen Hunde, um sie bei Kämpfen einzusetzen. Diese finden laut Roach in verlassenen Gebäuden, Kellern, Garagen, Lagerhäusern und manchmal in Wohnungen statt. Manche Hunde müssten sogar auf Laufbändern ihre Ausdauer trainieren: Damit sie auf dem Band bleiben, würden Katzen oder Kaninchen in Säcken über ihren Köpfen aufgehängt.

    Eine Untersuchung des Vereins gegen Tierquälerei in Chicago ergab, dass etwa 40 Prozent der Grundschüler in der Stadt entweder schon einen Hundekampf gesehen oder davon gehört hatten. Das grausame Spiel kann zwischen 15 Minuten und sechs Stunden dauern. Wenn ein Hund den anderen am Hals packt und eine Maulsperre einsetzt, wird ihm ein Stock ins Maul geschoben, damit er loslässt. Dann werden die Tiere erneut aufeinander gehetzt.

    Zum grausamen Ritual gehört es der Anklageschrift des Justizministeriums zufolge auch, dass unterlegene Hunde ertränkt, erhängt, erschossen oder mit Stromschlägen getötet werden. Manche werden auch mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt. “Das soll eine Drohbotschaft an die Gegner sein. So ergeht es einem Verlierer”, erklärt Tierschützer Roach.

    21. November 2007
    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=313322

    #25039
    Anonym
    Inaktiv

    Dass ist so schrecklich!Aber auch dass zeigt wieder,das es niemals aufhören wird!Oh mein Gott!Ich habe schon einige traurige Bilder gesehen,von diesen armen,leidgeprüften Hunden!Es bricht einem dass Herz!Wenn man bedenkt,dass diese Rasse eigentlich so lieb und wahre Familienhunde sind,und solche Freaks dass alles zerstören und die Hunde zum Tode verurteilen,dann gehören diese Menschen auch zum Tode verurteilt!!!!

    #25060
    Anonym
    Inaktiv

    8o ;( X(

    Absolute sprachlosigkeit über diese Grausamkeit! Solche Menschen sind widerlich.

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