• Dieses Thema hat 14 Antworten und 8 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 10 Jahre, 1 Monat von Anonym.
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  • #13624
    Anonym
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    Hallo,

    ich komme grade vom Tierarzt und bin ein wenig verwirrt. Zum einen sagte er, dass Elvis auf Futter für große Welpen umgestellt werden muss, wegen einer Phosforreduzierung die wohl im Futter für kleine Rassen nicht so einfach wäre. Er meinte ich sollte dann Welpenfutter für Hunderassen ob 30kg kaufen.

    Weiter meinte er auch, das Welpenfutter ohnehin eine Glaubensfrage wäre, da in der Natur es ja auch keine Welpennahrung gäbe, sondern diese auch direkt auf Fleisch umgestellt werden. Nun frage ich mich, kann ich meinen bald 4 Monate alten Welpen einfach auf erwachsenen Nahrung umstellen, denn die frisst er erfahrungsgemäss deutlich lieber als Welpennahrung ?( Futterstand im Futterladen usw ist immer der Hit und bei meiner Hundesitterin beklaut er die großen Hunde auch lieber, als sein Futter zu nehmen.

    Nun ist meine Frage, kann ich meinen Hund den nun wirklich umstellen auf adult Futter. Oder enthalte ich ihm da etwas wichtiges vor, oder erzählt mir das einfach nur die Werbung. Umstellen soll ich ihn ja eh, auf 30kg Rassen Futter, aber wenn ich eh dabei bin und dann wieder umstellen muss auf adult… ist direkt adult nicht einfacher?

    Ich weiß, sehr chaotisch :rolleyes:aber ich hoffe, ihr könnt mir trotzdem helfen

    #61407
    Anonym
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    Zum Einen gebe ich deinem Tierarzt recht. Die Herstellung von Welpenfutter ist eine extrem neumodische Erfindung. Weder die ganz frühen Vorfahren unserer Haushunde haben welches gehabt (sie ernährten sich von Fleisch ohne Präferenzen bestimmter Teile für Welpen oder erwachsene Tiere) und später wurden sie von Abfällen ernährt, wo aber auch kein Unterschied gemacht wurde, bezüglich des Alters der Hunde. Das zur Theorie. Jetzt noch ein praktisches Beispiel von mir selbst:
    Der Pogo hat Welpenfutter gar nicht vertragen. Lag nicht am Futter selbst sondern daran, dass er eine Magenausgangsverengung hatte und somit das Trockenfutter im Magen aufquoll, von dort aber nicht weiter kam und er sich somit ständig übergeben hat. Die Tierärztin meinte, ich solle es mit Nassfutter probieren und naja, damals hab ich irgendwie kein Nassfutter für Welpen gefunden und somit welches für adulte Tiere gekauft und verfüttert. Es hat dem Dicken nicht geschadet. Er hat sich super entwickelt und ist kerngesund. Heute Barfe ich ihn, ernähre ihn also von rohem Fleisch und auch das bekommt ihm super. Also keine Sorge, es geht auch ohne Welpenfutter, Seniorenfutter, Futter für sensible Hunde usw.

    #61427
    Anonym
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    Unser Nelson und auch seine Vorgängerin haben kein Welpenfutter bekommen, viele Züchter und auch TA sind der Meinung – wie Pogo auch sagt – Welpenfutter ist eine neumodische Erfindung und nicht wirklich erforderlich. Es ist natürlich eine gute Einnahmequelle für die Industrie, aber unsere beiden Hunde sind wohlgeraten und haben keinerlei “Schäden” davongetragen, obwohl sie von Angang an mit Erwachsenenfutter ernährt wurden. Die Hunde meiner Großeltern vor langen Jahren sind nur mit Tischresten (ungewürzt natürlich) und rohem Pferdefleisch ernährt worden und waren viel weniger krank und viel robuster als unsere Hunde heute. Ich würde Deinem Tierarzt vertrauen.

    #61429
    Anonym
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    ich habe bei großen Rassen sogar schon gehört, dass man Welpenfutter BLOSS NICHT geben solle, da die Kleinen dann viel zu schnell wachsen und es Knochen- , Organ- und Gelenkschäden geben kann. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber Vorsicht ist da sicherlich geboten.

    #65910
    Anonym
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    Hallo Henry,

    Du pauschalisierst^^

    Nicht alle Welpen bekommen vorprogrammierter Weise Gelenksprobs usw, weil sie Welpenfutter bekommen haben.

    Richtig ist, dass es inzwischen speziell abgestimmtes Futter für die verschiedenen Grössen gibt und ich habe in über 20 Jahren nicht einen Hund mit Gelenksprobs o.ä. gehabt, die haben alle Welpenfutter bekommen.

    Natürlich kann das passieren, aber das liegt dann meisst an dem falschen Futter, an zu wenig oder so zuviel und auch genetische Veranlagung spielt eine Rolle.

    Es gibt reichlich Hunde in DE, die mit Welpenfutter gezogen wurden und gar nix haben und teilweise steinalt sind.

    Gegenteil gibts auch reichlich, ob das aber ausschliesslich durch das welpenfutter kommt, können wir hier nicht beurteilen abschliessend.
    Viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle, genauso nämlich Überbelastung des Hundes usw.

    Ich habe noch nie eine Wissenschaft aus dem Futter betrieben und hatte immer gesunde Hunde.

    Meine Hunde haben immer Troku, zwischendurch mal roh und vor allem grünen Pansen bekommen.

    Nach Deiner Aussage hätten die alle tierische gesundheitliche Probleme haben müssen.

    Hatte aber keiner.

    Das Ammenmärchen, dass TroFu schädlich ist für die Nieren usw, ist längst wissenschaftlich belegt.

    Was man also füttert, ob Trofo, Dose, barf usw. kann jeder halten wieder will.

    Und: der Hund ist vorwiegend Fleischfresser, aber beileibe nicht nur, auch das ist inzwischen längst differenziert.

    Aas und pflanzlichen Anzeil nimmt er genauso zu sich.

    Sorry aber ich hasse Pauschalisierungen die Aussagen dass der Welpe mit Welpenfutter vorprogrammiert (also auf jeden Fall), Gelenkprobs usw bekommt.

    Das ist, entschuldige bitte, NONSENS.

    Und wenn man das richtige Futter für die richtige Rasse wählt, dann beschleunigt da gar nix.

    Beschleunigt wird nur wenn man für einen Schäferhund bspw. Futter für Deutsche Doggen wählt, genau wie Futter für Chihuahua einen DSH verfüttert zu einer Unterversorgung führt.

    Für das Wachstum von Muskeln, Bänder, Gelenke usw. sind auch nicht Kohlenhydrate in der Hauptsache verantwortlich, sondern Eiweiss, Selen, Proteine und Aminosäuren usw.

    Kohlenhydrate sind ein Energielieferant in der Hauptsache.

    Generell zum Futter für Adulte bleibt zu sagen: es kommt an was der Hund verträgt.

    Nicht alle Hunde vertragen jede Futtermarke und/oder jedes Futter.

    LG
    Petra, Luzie und Olli

    #65916
    Anonym
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    Ich habe da mal eine Frage , was ist denn grüner Pansen ? Ist das nicht das gleiche wie normaler Pansen ?

    #65921
    Anonym
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    Danke für den Hinweis , werde der Leika den mal vom Metzger besorgen , habe der Leika sonst nur den weissen gereinigten Pansen gegeben ,oder den getrockneten (Fressnapf usw .)

    #65904
    Anonym
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    Naja, so ganz pauschal kann ich berichten, dass meine Lieselotte ganz plötzlich anfing zu humpeln, als sie vom Welpen zum Junghund “wechselte”. Gemäß den Angaben der Züchterin fütterten wir anfangs Welpen-Trofu und wollten dann umsteigen auf Junghund-Futter. Lieses Humpeln veranlaßte mich aber, mal dem ganzen Ernährungskram auf den Grund zu gehen, auch nachdem ich in den verschiedensten Futtermärkten nur verständnislos angesehen wurde. Die Lösung war ganz einfach: Sie ist einfach zu schnell gewachsen und das Futter war die Ursache. Ähm, so bin ich übrigens zum Barfen gekommen…und siehe da, nach kürzester Zeit war das Humpeln weg, sie wuchs nicht mehr so rasant, sondern schön gleichmäßig. Ichhab mir aber sagen lassen, dass das auch rassebedingt ist.

    #61333
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 25.08.2010 09:24[/quote_head]Nicht alle Welpen bekommen vorprogrammierter Weise Gelenksprobs usw, weil sie Welpenfutter bekommen haben.[/quote]
    Stimmt auffallend, was aber noch lange nicht bedeutet, dass das Füttern von Welpenfutter sinnvoll ist.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 25.08.2010 09:24[/quote_head]Das Ammenmärchen, dass TroFu schädlich ist für die Nieren usw, ist längst wissenschaftlich belegt.[/quote]
    Du meinst wahrscheinlich widerlegt… aber da würden mich jetzt mal deine Quellen interessieren. Es gibt da nämlich durchaus wissenschaftliche Literatur, die genau dieses von dir als Ammenmärchen betitelte Phänomen beschreiben. Bei wissenschaftlichen Studien zum Thema Hundeernährung muss man immer darauf achten, in wessen Auftrag diese betrieben wurden. Zumeist stecken nämlich große Futtermittelhersteller dahinter und bei solchen Veröffentlichungen kann man getrost davon ausgehen, dass die Zahlen zugunsten der Futtermittelindustrie ausfallen.
    Der Punkt ist schonmal der: Trockenfutter ist trocken (wie der Name schon sagt), wohingegen Fleisch einen hohen Feuchtigkeitsanteil hat (der noch dazu viele wichtige Nährstoffe für den Hund enthält). Die Tiere sind auch nicht unbedingt so schlau, den gesteigerten Flüssigkeitsbedarf angemessen zu decken, indem sie genug trinken. Das wiederum führt dazu, dass die Nieren nicht “ordentlich durchgespült” werden und es können so Schäden entstehen. Natürlich heißt das nicht, dass das so sein MUSS, aber wenn ich das Risiko verhindern kann, dann tu ich das.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 25.08.2010 09:24[/quote_head]Und: der Hund ist vorwiegend Fleischfresser, aber beileibe nicht nur, auch das ist inzwischen längst differenziert.
    Aas und pflanzlichen Anzeil nimmt er genauso zu sich.[/quote]
    Aas ist übrigens auch nur Fleisch – wenn auch etwas unansehnlicher 😉 Der pflanzliche Anteil an Nahrung bei wildlebenden Hunden ist übrigens auch recht gering (er steigt nur dann an, wenn nicht genug tierische Beute erlegt wird, also in Notsituationen), deshalb spricht man bei Hunden von Carnivoren, also Fleischfressern. Das heißt nicht, dass sie sich 100% ausschließlich von Fleisch ernähren sondern eben, dass Fleisch die ideale und bevorzugte Nahrungsquelle darstellt.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 25.08.2010 09:24[/quote_head]
    Und wenn man das richtige Futter für die richtige Rasse wählt, dann beschleunigt da gar nix.[/quote]
    Diese Aussage ist übrigens in meinen Augen Nonsens. Hast du schonmal in der Natur gesehen, dass Jungtiere andere Nahrung zu sich nehmen als ältere oder dass ein Haflinger anderes Futter verputzt als ein Oldenburger? Alle Hunderassen stammen von gemeinsamen Vorfahren ab und sind somit genetisch auf den gleichen Speiseplan programmiert. Der einzige Unterschied bei der Ernährung unserer Haushunde sollte nicht die Rasse sondern der Energiebedarf des einzelnen Tieres sein – und der ist durchaus innerhalb der gleichen Rassen extrem unterschiedlich – eben je nachdem, ob es ein Schmusehund oder ein Sporthund ist.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 25.08.2010 09:24[/quote_head]
    Beschleunigt wird nur wenn man für einen Schäferhund bspw. Futter für Deutsche Doggen wählt, genau wie Futter für Chihuahua einen DSH verfüttert zu einer Unterversorgung führt.[/quote]
    Warum sollte ein Schäferhund unterversorgt werden, wenn er Futter für kleine Hunde bekommt? Lediglich die Menge ist entscheidend, in der Zusammensetzung unterscheiden sich die Futtersorten meist überhaupt nicht oder nur sehr sehr geringfügig. Lies dir einfach mal die Zusammensetzung auf den Packungen durch und du wirst feststellen, dass sowohl die Inhaltsstoffe als auch die Anteile an Rohasche, Proteinen usw. überall ähnlich sein wird.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 25.08.2010 09:24[/quote_head]
    Nicht alle Hunde vertragen jede Futtermarke und/oder jedes Futter.[/quote]
    Aber ich könnte meine Hand dafür ins Feuer legen, dass 99% aller Hunde Rohfütterung super vertragen. Das müsste einem zu denken geben, wenn man sich überlegt, wie viele Fertigfuttersorten von vielen Hunden nicht vertragen werden. :rolleyes:

    #65948
    Anonym
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    @ Leika:
    Grüner Pansen ist ungewaschener Pansen, also quasi seit der Entnahme bei der Schlachtung nicht weiter verarbeitet.
    Enthalten sind hat Fermente, Lab usw.

    Weisser Pansen ist gereinigter Pansen, dem halt diese ganzen Stoffe überwiegend fehlen, weisser Pansen ist für den Verzehr vom Menschen geeignet
    (Kutteln u.ä.), mich schüttelts^^..würg..

    Mene Hunde bekommen wenn dann nur grünen Pansen, ungekocht, man bekommt ihn gefroren in Futterhäusern usw.

    Wenn Du einen Hundeladen in der Nähe hast, der Frischzeug für Hunde verkauft, bekommst Du ihn dort auch frisch, also nicht eingefroren.

    Früher habe ich das direkt vom Schlachter geholt und selber geschnitten, leider gibts den nicht mehr :-/, also den Schlachter.

    Getrockneter Pansen ist oft auch grüner, aber halt getrocknet, bekommen meine Hunde ab und an als Kauartikel für zwischendurch.

    @Lieselotte:

    Bist Du sicher das es AUSSCHLIESSLICH vom Trofu kam?
    Also meine sind alle mit Welpenfutter gross geworden und keiner hat irgendwelche Schäden dadurch gehabt.

    Mein Setter wurde knapp 12J, war nur zum Impfen beim TA.
    Mein DSH ist jetzt 9 Jahre alt, hatte schon immer leichte HD, die sich aber nie verschlimmert hat, ansonsten kerngesund laut TA.
    Mein JRT: Strotzt vor Gesundheit, ist jetzt 6 Jahre alt.
    Olli ist bis jetzt auch kerngesund und alles ok.

    Ok ich nehm auch nicht irgendein Welpen-Trofu sondern immer für die entsprechende zu erwartende Grösse TroFu und später dann nach Energiebedarf.

    Nie Probs gehabt.

    Bis auf Luzie haben ALLE als Grundnahrung Trofu ihr Leben lang bekommen, keine Nierenschäden, nix….

    Wiegesagt, zu schnelles Wachstum kann ein eintreten, wenn Du ein Produkt nimmst, nach empfohlener Menge fütterst, was eben von der Zusammensetzung nicht nach Grösse unterscheidet.
    Oder aber Du passt die Menge entsprechend an.

    Also reines Barfen bekommen meine Hunde nicht, auch hier gibt es übrigens Stimmen die drauf schwören und welche die es nicht für sinnvoll halten.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich aber nur sagen: Keine Probs mit Welpen-TroFu, keine Probs mit Adult-Tro-Fu.
    Was nun jeder füttert mag ihm überlassen sein, Hauptsache dem Hund bekommt es und er ist gesund.^^

    Es ist mir völlig egal, ob jemand seinen Welpen mit Tro-Fu, Dose oder Barf hochzieht.

    Mich störte nur diese Aussage von Jörg so generell pauschalisiert und so entgültig.

    Solange der Hund gesund ist und nicht nachweislich durch Futter erkrankte, ist das alles völlig ok 🙂

    @Pogo:
    Trofu wurde eigentlich mal erfunden, damit das Futter länger haltbar bleibt.
    Es gibt soviele versch. FroFu Arten, alleine beim Welpenfutter, da unterscheiden sich die Inhalte von den Nährstoffen her schon, wie man ihm Fressnapf gut vergleichen kann.

    Ob Welpenfutter sinnvoll ist oder nicht, es ist nicht weniger oder mehr sinnvoll wie Barf und kostet auch nicht mehr, teilweise sogar weniger auf die Menge gesehen, jedenfalls für mich hier nicht.

    Damit mich keiner falsch versteht: ich will weder Barf verurteilen, noch Welpenfutter in den Vordergrund stellen, aber ich halte nix von Heiligsprechung^^

    Ansonsten weiche ich TROFO selbstverständlich auch vor der Verfütterung ein, denn damit quillt es im Magen nicht mehr nach und es ist gewähleistet, dass der Hund nicht zu wenig trinkt hinterher, was auf die Dauer ganz sicher nicht gut wäre.

    Eventuelle Schäden, liegen dann aber nicht am TrOFU, sondern am Halter der das trocken verfüttert und nicht auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achtet.

    Das kann man simpel ausschliessen durch einweichen und ein Risiko für Nierenschäden besteht hier dann nicht.

    Weisst Du, diese ganze Wissenschaftlerei über Hundefutter, barfen usw. ist endlos. Jeder sieht das anders, jeder sieht es überwiegend subjektiv.

    Kannst Du garantieren, dass das Frischfleisch, was Du verfütterst denn nicht schadstoffbelastet ist?

    Verlässt Du Dich etwa auf Siegel oder Stempel?

    Kannst Du 100% nachvollziehen und garantieren, was das Rind zu fressen bekommen hat, das es keine Hormone ect. bekommen hat?

    Es ist zwar verboten, wird aber trotzdem unter der Hand weiter praktiziert teilweise.
    Ich denke, jeder kann seine Meinung dazu haben wie er will und seinen Hund so füttern, wie er es für richtig hält, solange wie das Tier nicht NACHWEISLICH durch das Futter erkrankt, ist dagegen überhaupt nichts zu sagen.

    Zudem hängt es auch immer von der jeweiligen Lebenssituation des Halters ab, es wäre mir gar nicht möglich nur Barf zu füttern, da ich es gar nicht über längerem Zeitraum auf dem Boot einfrieren kann und wir sind alleine 6 Wochen im Jahr nonstop auf dem Boot. Auch kommt man dort schlecht an Frischfleisch ran, ausser beim normalen Fleischerladen für Menschen und da geb ich das 4fache für zwei Hunde aus.

    Alle meine Hunde hatten kein prob mit Trofu bisher und alle bekommen zwischen durch halt auch Frisch, Pansen usw.

    Und auch meine Welpen hatten keine Nachteile durch Welpenfutter.

    Wohlgemerkt ich spreche nur für meine und für die, die ich gut kenne und da kommen in den Jahren einige zusammen durch Züchterm Hundesport usw.:-)

    Ich habe auch nicht behauptet, das der pflanzliche Anteil sehr hoch ist, aber er ist nunmal vorhanden. Einen Hund also ausschliesslich mit Fleisch, ohne Zusatz von Gr. Pansen oder Gemüseflocken zu ernähren, ist demnach auch nicht wirklich artgerecht, könnte man sagen.

    Und das Argument in der Natur bekommen Welpen auch alle das Gleiche, stimmt zwar, aber weisst du denn wieviel Welpen dabei nicht durchkommen,
    Unter-oder überversorgt sind usw?

    Zumal bei Wölfen oder Wildhunden, Dingos z.B. alle Welpen die gleiche Grösse bekommen, solche Grössenunterschiede wie bei unseren Rassen gibt es da kaum^^

    Muss man auch beachten.
    Von daher ist es auch logisch, dass es da keine grossen Unterschiede gibt.

    Bei unseren Welpen unterschiedlicher Rassen würde das in der Natur vermutlich durchaus negative Auswirkungen haben u.U., wenn sie also rein spekulativ, in einem Dingo- oder Wolfswelpenwurf unter gleichen Bedingungen ernährt werden würden, zumal hier auch noch andere Faktoren zu beachten sind.

    Da wir aber unsere Hunde speziell nach Grösse, Aufgaben usw gezüchtet haben, haben wir also auch das Futter entsprechend angepasst.

    Also kann gut ausgewähltes und abgestimmtes Welpen-TroFo durchaus auch Sinn machen.

    Und beim Barfen sollte man auch sehr gut auf Qualität und Inhalt des Fleisches achten, gerade bei Welpen. Denn da gibt es auch gravierende Unterschiede.

    Ich kenne einige Hunde, die Barfen nicht super vertragen haben, vermutlich auch weil die Halter eben ohne nachzudenken auch minderwertiges Fleisch verfüttert haben usw.

    Würmer, Exzeme usw können auch hier durchaus auftreten.

    Du solltest vorsichtig mit Deiner Hand im Feuer sein 😉

    Aber ich sags nochmal: Jeder so wie er mag, mich störte nur die absolute Generalisierung von Jörg, die so in keinem Fall zu akzeptieren ist m.E.

    Ansonsten möchte ich hier keinen Glaubenskrieg vom Zaune brechen^^..lach..

    LG
    Petra, Luzie und Olli

    #65917
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Trofu wurde eigentlich mal erfunden, damit das Futter länger haltbar bleibt.[/quote]Bist du dir da sicher? Hat man es nicht eher erfunden, um a) der Bequemlichkeit der modernen Konsumenten entgegen zu kommen und um b) die Abfälle aus der Lebensmittelindustrie noch zu Geld machen zu können? Denk mal drüber nach, warum TroFu erst dann in den Handel kam, als für Menschennahrung große Lebensmittelkonzerne entstanden und am Fließband Fertignahrung für den Zweibeiner herstellten. Da fällt so viel ab, was nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist und das wollte man noch loswerden. Also gründeten die Konzerne einfach Tochterunternehmen, die sich auf Tiernahrung spezialisierten.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Es gibt soviele versch. FroFu Arten, alleine beim Welpenfutter, da unterscheiden sich die Inhalte von den Nährstoffen her schon, wie man ihm Fressnapf gut vergleichen kann.[/quote]Na dann vergleich mal und tu mir deine Ergebnisse kund. Ich wette, dass in mindestens 90% der TroFu-Sorten im Fressnapf über 80% Getreideanteil enthalten sind, im Durchschnitt 4 – 10% Fleisch und der Rest ist dann meist sowas wie Rübenschnitzel, manchmal auch lustige Kräutermischungen, zugesetzte Vitamine (die unterscheiden sich bei den meisten Futtersorten wirklich kaum) und Mineralstoffe. Größere Unterschiede wird es da nicht geben und unter uns, den größten Teil des Futtersortiments, was Fressnapf da anbietet, kannste in die Tonne kloppen.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Ob Welpenfutter sinnvoll ist oder nicht, es ist nicht weniger oder mehr sinnvoll wie Barf und kostet auch nicht mehr, teilweise sogar weniger auf die Menge gesehen, jedenfalls für mich hier nicht.[/quote]Beim Preis gebe ich dir durchaus recht, ich widerspreche dir aber in der Aussage über den Sinn.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Damit mich keiner falsch versteht: ich will weder Barf verurteilen, noch Welpenfutter in den Vordergrund stellen, aber ich halte nix von Heiligsprechung^^[/quote]Davon halte ich auch nicht viel, aber man sollte vor gewissen Fakten nicht die Augen verschließen und Trockenfutter (und in diesem Zuge eben auch Welpenfutter) stellt keine natürliche Ernährung da und artgerecht ist sie schon gar nicht.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Ansonsten weiche ich TROFO selbstverständlich auch vor der Verfütterung ein, denn damit quillt es im Magen nicht mehr nach und es ist gewähleistet, dass der Hund nicht zu wenig trinkt hinterher, was auf die Dauer ganz sicher nicht gut wäre.[/quote]Das ist zwar immer noch besser, als das Futter im Magen des Tieres aufquellen zu lassen, eine ausreichende Versorgung mit Wasser ist dadurch aber immer noch nicht undbedingt gewährleistet.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Weisst Du, diese ganze Wissenschaftlerei über Hundefutter, barfen usw. ist endlos. Jeder sieht das anders, jeder sieht es überwiegend subjektiv.[/quote]Das ist wohl so wie du schreibst, nur kann man doch darauf hinweisen, wie eine natürliche Ernährung aussehen sollte und was diese Industrienahrung ist (nämlich alles andere als natürlich). Das gilt übrigens nicht nur für Hundefutter sondern auch für fertiges Nagerfutter oder auch den Mist, den unsere Kühe und Schweine bei der Mast so vorgesetzt bekommen.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Kannst Du garantieren, dass das Frischfleisch, was Du verfütterst denn nicht schadstoffbelastet ist?[/quote]Nein, leider kann ich das nicht, aber ich weiß schonmal, dass das Fleisch nicht schlechter sein kann als das Fleisch, welches im Trockenfutter landet (falls man das überhaupt so nennen kann, bei meist so um die 5% Fleischanteil). Aber ich weiß zumindest eins: das Fleisch mag unter Umständen belastet sein (übrigens nicht mehr als das, was wir Menschen so verdrücken), aber ich verfüttere nicht zusätzlich Klärschlamm (ja, auch solche netten Sachen sind mitunter im Trofu zu finden) und keine minderwertigen Rohstoffe die der Hund gar nicht verdauen kann wie z. B. Mais. Auch kann ich vermeiden, dass mein Hund auf sein Futter allergisch reagiert, weil ich nämlich genau weiß, was ich meinem Hund gebe, also eben Fleisch und Gemüse oder Obst – ohne irgendwelche zugesetzten Vitamine (die in Trofu oft sogar überdosiert sind) oder Konservierungsmittel (die sind in JEDEM Trofu drin, sonst hält sich der Mist nämlich nicht so lange und fängt an babarisch zu stinken) oder gar Lockstoffe wie Zucker, damit das Tier überhaupt diese Pampe frisst (Zucker ist gern getarnt als z. B. Rübenschnitzel oder ähnliches).

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Verlässt Du Dich etwa auf Siegel oder Stempel? Kannst Du 100% nachvollziehen und garantieren, was das Rind zu fressen bekommen hat, das es keine Hormone ect. bekommen hat? Es ist zwar verboten, wird aber trotzdem unter der Hand weiter praktiziert teilweise.[/quote]Nein, aber über mehr Kontrolle verfüge ich leider nicht, da ich keinen Schlachter in der Nähe habe, bei dem ich kontrollieren könnte, welche Qualität das Fleisch tatsächlich hat. Das ist ein großes Manko aber leider nicht zu ändern. Zum Thema Ernährung unserer Futtertiere kann ich übrigens auch das Buch “Katzen würden Mäuse kaufen” empfehlen. Da steht unter anderem beschrieben, wie Kühe “verarscht” werden indem es mittlerweile schon Industriezweige gibt, die besonders attraktive Aromastoffe herstellen (mit so lustigen Namen wie “Bergwiese”), damit die arme Kuh nicht merkt, dass sie gerade das Mehl einer ihrer Artgenossinnen verspeist. Ich brauche jetzt nicht erklären, wie widernatürlich es ist einen reinen Pflanzenfresser kannibalisch zu ernähren. Was das für Risiken mit sich bringt, haben ja die Fleischskandale gezeigt, die in den letzten Jahrzehnten so durch die Presse gingen. Das ist pure Profitgier nicht nur zu Lasten der Tiere sondern auch zu Lasten der Konsumenten. Aber das ist ein anderes Thema.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Ich denke, jeder kann seine Meinung dazu haben wie er will und seinen Hund so füttern, wie er es für richtig hält, solange wie das Tier nicht NACHWEISLICH durch das Futter erkrankt, ist dagegen überhaupt nichts zu sagen.[/quote]Hier liegt der Hase im Pfeffer. Es ist nunmal verdammt schwer nachzuweisen, dass eine Erkrankung die Folge einer jahrelang andauernden “Vergiftung” mit minderwertigem Futter ist. Denn sowas ist ein schleichender Prozess und geht selten von heut auf morgen vonstatten. Gerade beim Thema Nierenschäden kann man das gut nachvollziehen. Jahrelang werden die Nieren in geringen Dosen überlastet und irgendwann kommt es zum Crash. Man kann dann aber nicht feststellen, ob das z. B. durch eine Vergiftung zustande kam, weil das Tier tatsächlich eine große Dosis Gift zu sich genommen hat, oder ob es durch jahrelange geringfügige Überdosierung soweit kam, dass die Nieren versagten. Ebenso ist es eben bei anderen Erkrankungen, die durch das Futter kommen können, aber natürlich auch andere Ursachen haben können. Nachzuweisen ist das schwer, aber wenn man sich mal wirklich näher damit befasst, was tatsächlich im Fertigfutter enthalten ist, wird man schnell zu dem Schluss kommen: Gesund ist das sicher nicht! Ich kann jedem nur raten, sich nicht einfach damit zufrieden zu geben, dass der deklarierte Vitamin- und Mineralstoffgehalt des Futters super abgestimmt ist (ich gebe zu bedenken: Diese Stoffe müssen beim TroFu KÜNSTLICH zugesetzt werden, weil sie beim Herstellungsprozess gänzlich aus den Rohstoffen entfernt werden, es sind KEINE natürlichen Vitamine und Minerale – so wie sie in der natürlichen Nahrungsquelle des Konsumenten vorkommen würden), sondern auch mal zu hinterfragen, aus was sich der Rest so zusammensetzt und wie sinnvoll es ist, einen Fleischfresser mit Futter zu ernähren, welches zu über 80% aus Getreide besteht.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Zudem hängt es auch immer von der jeweiligen Lebenssituation des Halters ab, es wäre mir gar nicht möglich nur Barf zu füttern, da ich es gar nicht über längerem Zeitraum auf dem Boot einfrieren kann und wir sind alleine 6 Wochen im Jahr nonstop auf dem Boot. Auch kommt man dort schlecht an Frischfleisch ran, ausser beim normalen Fleischerladen für Menschen und da geb ich das 4fache für zwei Hunde aus.[/quote]Komisch, früher (also bevor es diese Futtermittelindustrie gab) ging es doch auch… irgendwie.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Einen Hund also ausschliesslich mit Fleisch, ohne Zusatz von Gr. Pansen oder Gemüseflocken zu ernähren, ist demnach auch nicht wirklich artgerecht, könnte man sagen.[/quote]Darüber kann man sich nun streiten. Fakt ist, dass Hunde in freier Wildbahn “Grünzeug” nur fressen, wenn nichts anderes da ist.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Und das Argument in der Natur bekommen Welpen auch alle das Gleiche, stimmt zwar, aber weisst du denn wieviel Welpen dabei nicht durchkommen,
    Unter-oder überversorgt sind usw?[/quote] Der war gut 😀 Dass viele Welpen in der freien Natur oft nicht durchkommen liegt weniger daran, dass sie kein spezielles Welpenfutter bekommen als vielmehr mit der Gesamtsituation:
    1.) in freier Natur ist die Nahrungsgrundlage leider nicht so sicher wie wenn man vom Menschen jeden Tag zur etwa gleichen Zeit die gleiche Menge an Futter zugeführt bekommt. In der Natur soll es durchaus vorkommen, dass mal eben keine Beute erlegt wurde und so die schwächsten Welpen eben nicht überleben können. Dies ist übrigens auch gut so, man nennt es natürliche Selektion und die bewirkt unter anderem, dass die Population stark und widerstandsfähig bleibt, denn pflanzen sich schwache, genetisch “minderwertige” Individuen fort, so ist das Überleben der Population auf Dauer nicht zu sichern. Schau dir nur unsere überzüchteten Hunde an (Bulldoggen, Mastiffs, Schäferhunde, Möpse, Bassets…) – diese würden ohne den Menschen gar nicht überleben können, so kaputt wie sie gezüchtet wurden.
    2.) Erkrankt ein Welpe in der freien Natur, so kann er leider nicht zum Tierarzt gehen und behandelt werden. Entweder sein Immunsystem ist stark genug oder aber er geht zugrunde. Auch das ist natürliche Selektion und stärkt die Population, auch wenns erstmal nicht danach aussieht.
    3.) Eine Über- oder Unterversorgung passiert in freier Natur aus den gleichen Gründen, wie ich sie unter 1. genannt hatte. Nicht immer stehen alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung und so kann es schonmal passieren, dass ein Mangel auftritt. Eine Überversorgung kommt aber so gut wie nie vor.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Zumal bei Wölfen oder Wildhunden, Dingos z.B. alle Welpen die gleiche Grösse bekommen, solche Grössenunterschiede wie bei unseren Rassen gibt es da kaum^^[/quote] Das Verdauungssystem unserer Hunde – egal ob Chihuahua oder Deutsche Dogge ist aber dennoch das gleiche. Es wurde immer nur nach äußerlichen Merkmalen oder nach körperlicher Fitness gezüchtet – nie aber auf die Anpassung an bestimmte Nahrung. Das Verdauungssystem würde nicht durch Züchtung verändert. Wie kommt man denn auf so eine Idee? Ob der Hund groß oder klein wird, spielt doch überhaupt keine Rolle. Die Nahrungsgrundlage ist und bleibt die gleiche, lediglich die benötigte Energie ist eine andere. Es soll auch kleinwüchsige Menschen geben und welche, die über 2m groß werden. Ernähren sie sich, mal abgesehen von der Menge, anders?

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Da wir aber unsere Hunde speziell nach Grösse, Aufgaben usw gezüchtet haben, haben wir also auch das Futter entsprechend angepasst.[/quote] :rolleyes: Siehe weiter oben.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Also kann gut ausgewähltes und abgestimmtes Welpen-TroFo durchaus auch Sinn machen.[/qoute] Ich würde sagen: Ein gut ausgewähltes, ausgewogenes, artgerechtes Futter welches auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Tieres abgestimmt ist, macht immer Sinn. Aber die Gliederung in “Welpe”, “Junghund”, “Adult”, “Senior”, “Sensitiv” und was es nicht alles gibt ist schlicht und einfach Quatsch, denn hier würde man ja davon ausgehen, dass jeder Welpe die genau gleiche Zusammensetzung braucht. Individuell ist das nun gar nicht, denn es zielt auch nur auf eine verdammt große Gruppe ab und wie gesagt, Welpen brauchen keine wirklich andere Ernährung als Erwachsene, von der Muttermilch mal abgesehen. Kinder ernährt man doch nach dem Abstillen auch recht schnell ganz normal (ja ich weiß, es gibt Babybrei) und ich denke mal mit spätestens 4 Jahren bekommen sie komplett die gleiche Nahrung wie Erwachsenen (ich kenn mich da nicht so aus, hab keine Kinder) und das, obwohl sie noch bis zur Pubertät als “Welpen” gelten würden, da sie vorher absolut nicht selbstständig lebensfähig wären. Hunde sind übrigens nur bis etwas zur 10./12. Lebenswoche “Welpen”, nämlich so lange, wie sie noch von der Mutter gesäugt werden. Danach sind sie Junghunde, die noch viel lernen müssen aber keiner speziellen Ernährung bedürfen.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Und beim Barfen sollte man auch sehr gut auf Qualität und Inhalt des Fleisches achten, gerade bei Welpen. Denn da gibt es auch gravierende Unterschiede.[/quote]Stimmt auffallend.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Ich kenne einige Hunde, die Barfen nicht super vertragen haben, vermutlich auch weil die Halter eben ohne nachzudenken auch minderwertiges Fleisch verfüttert haben usw. Würmer, Exzeme usw können auch hier durchaus auftreten.[/quote]Auch das kann vorkommen, das liegt aber, wie du schon andeutest, nicht an der Rohfütterung als solche sondern an der Unfähigkeit des Halters, sich mit der Ernährung wirklich auseinander zu setzen. Ich könnte ja fast wetten, es wurden viele Zusätze gefüttert aus Angst, der Hund könnte einen Mangel erleiden. Ich selbst halte nicht viel von zusätzlichen Vitaminpräparaten, denn durch eine ausgewogene Ernährung wird das Tier (der Mensch übrigens auch) mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralen versorgt. Eine Zufütterung mit Vitaminpräparaten führt nur zu einer Überversorgung und damit nicht selten zu gravierenden Krankheitsbildern, z. B. auch die von dir genannten Ekzeme. Würmer allerdings, bekommen Hunde auch, wenn sie nicht roh gefüttert werden. Das hat also nicht mit dem Barfen zu tun.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]Du solltest vorsichtig mit Deiner Hand im Feuer sein ;-)[/quote]Keine Sorge, ich weiß wovon ich spreche. Wenn ich keine Ahnung hab, halte ich nämlich einfach meine Fresse 😉

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Aber ich sags nochmal: Jeder so wie er mag, mich störte nur die absolute Generalisierung von Jörg, die so in keinem Fall zu akzeptieren ist m.E.[/quote]Generalisieren ist wirklich nicht schön, aber gewisse Dinge sind nunmal nicht von der Hand zu weisen.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 26.08.2010 09:01[/quote_head]
    Ansonsten möchte ich hier keinen Glaubenskrieg vom Zaune brechen^^..lach..[/quote]Ich auch nicht, ich würde mir nur wünschen, dass die Leute anfangen, ein wenig nachzudenken und nicht blind der Industrie vertrauen. Oder isst du jeden Tag Fertiggerichte – ist doch auch alles drin, was der Mensch so täglich braucht. Denkst du also, dass das gesund ist? Es sind tatsächlich alle wichtigen Nährstoffe in den meisten dieser Gerichte enthalten, also warum ernähren wir uns nicht ausschließlich so? Richtig, weil wir merken, dass das nicht gesund sein KANN. Unseren Haustieren muten wir das aber zu. Mal abgesehen davon, dass ich persönlich die Schnauze gestrichen voll hätte, wenn mir jeden Tag der gleiche Mist vorgesetzt wird – ganz ohne Abwechslung. Ach ja richtig, die Lockstoffe lassen mir ja trotzdem das Wasser im Mund zusammen laufen. Schöne moderne Welt, nicht wahr?

    #59353
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo in die Runde!

    Das Argument, in freier Wildbahn gibt es auch kein Welpenfutter, hört man immer wieder, ich halte es aber für nicht tragfähig. Zum einen hat kaum noch jemand von uns einen Hund, der allein in freier Wildnis überleben könnte. Wildhunde wie z.B. Dingos haben fast alle eine sehr ähnliche Statur und Lebensgewohnheit, die sie schon eher mit Wölfen vergleichbar macht. Zum anderen hat der domestizierte Hund – von dem wir hier ja sprechen und der je nach Rasse gravierende Größen- und Gewichtsunterschiede ausfweist – sehr wohl unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse und das auch als Welpe.

    Welpen und Junghunde haben im Vergleich zu erwachsenen Hunden einen deutlich erhöhten Bedarf an Energie, Eiweiß, Calcium, Phosphor, Vitamin A und Vitamin D und vielen weiteren Nährstoffen. Dabei liegen die Bedarfszahlen für Welpen und Junghunde umso höher, je jünger die Hunde sind. Welpen und Junghunde größerer Rassen/Mischlinge haben einen niedrigeren Bedarf an Energie und Nährstoffen als Welpen und Junghunde kleinerer Rassen/Mischlinge.
    Auch das Calcium-/Phosphorverhältnis ist bei Welpen wichtig. Es sollte bei ca. 2 zu 1 in den Anteilen liegen, da das Knochenwachstum einen erhöhten Calciumbedarf mit sich bringt. Bei ausgewachsenen Hunden liegt sollte das Verhältnis bei ca. 1,3 zu 1 liegen.

    Ein ausgewogenens Welpenfutter hat aus meinem Verständnis also schon seine Berechtigung, da es auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt ist. Eine Überversorgung des Welpen kann das Wachstum unnatürlich beschleunigen, was dann zu Gelenkschäden oder O-Beinen führen kann, wenn die “weichen” Welpenknochen übermäßig mit Gewicht belastet werden oder einfach zu schnell wachsen.

    Eine auf Alter und Gewicht abgestimmte Ernährung, d.h. das richtige Maß an Energie und Nährstoffen, ist auch für ausgewachsene Hunde nach neuesten ernährungsphysiologischen Studien z.B.der Uni München vorteilhaft. Tierärzte gehen heute davon aus, dass über die Hälfte der Krankheiten im Alter auf eine falsche Ernährung zurückzuführen sind.

    BARF ist sicher eine gute Form der Hundeernährung, bei der man allerdings ausreichend Vorwissen mitbringen sollte, um Nährstofffehlversorgungen beim Hund zu vermeiden. Außerdem ist die Qualität der Rohstoffe, insbesondere des Fleisches, sehr wichtig. Rohes Fleisch kann für den Hund gefährliche Erreger enthalten, die für den Menschen allerdings vielleicht ungefährlich sind. Wölfe bzw. Wildhunde fressen zwar auch rohes Fleisch. Allerdings sehr selten aus Massentierhaltung.

    #58323
    Anonym
    Inaktiv

    Noch ein kleiner Nachtrag, hatte folgende Anmerkung zu spät endeckt:

    “Das Verdauungssystem unserer Hunde – egal ob Chihuahua oder Deutsche Dogge ist aber dennoch das gleiche. Es wurde immer nur nach äußerlichen Merkmalen oder nach körperlicher Fitness gezüchtet – nie aber auf die Anpassung an bestimmte Nahrung. Das Verdauungssystem würde nicht durch Züchtung verändert.”

    Das stimmt so nicht, denn bei kleinen Hunden macht der Verdauungsapparat ca. 7% der gesamten Körpermasse aus, bei sehr großen nur noch ca. 3%. Das beeinflusst die Futterverwertung und hat damit Einfluss auf den Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes. Dass unterschiedlich große Hunde auch unterschiedlich viel fressen müssen steht ja außer Frage. Der genannte Vergleich mit zwergwüchsigen Menschen hinkt hier etwas, da Zwergwüchsigkeit eher eine Laune der Natur ist.

    Letztlich hat die ganze Züchterei den Stammvater aller Hunde schon ziemlich verändert und eine Vielfalt geschaffen, die nun mal nicht mehr “über einen Kamm zu scheren” ist. Offiziell gibt es heute weit über 300 anerkannte Hunderassen und wahrscheinlich noch viel mehr Mischlinge.

    #58298
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Matze vom 13.01.2011 20:19[/quote_head]Das stimmt so nicht, denn bei kleinen Hunden macht der Verdauungsapparat ca. 7% der gesamten Körpermasse aus, bei sehr großen nur noch ca. 3%. Das beeinflusst die Futterverwertung und hat damit Einfluss auf den Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes.[/quote]
    Selbst wenn das so ist (diesen Fakt kannte ich bisher nicht, danke für die Info), hat das doch keinen Einfluss darauf WAS der Hund entsprechend seiner Größe fressen sollte, sondern eher wieviel. Also dass ein großer Hund, wenn ich das richtig interpretiere, mehr Futter braucht in Prozent seines Körpergewichtes gerechnet als ein Hund einer kleineren Rasse. Die Zusammensetzung des Futters kann dabei jedoch vollkommen gleich sein.

    Was deinen ersten Beitrag angeht, so sehe ich die Unterschiede nicht so gravierend. Bezüglich des Phosphor-Calciumverhältnisses kann ich nur sagen, dass gerade Calcium in Welpenfutter oft in viel zu hoher Dosis enthalten ist. Gerade bei Fertignahrung gibt es nunmal extreme Qualitätsunterschiede, die sich leider nicht am Preis oder am Design der Verpackung erkennen lassen. Und ob ein mit Farb-, Konservierungs- oder Lockstoffen “verseuchtes” Futter weniger gefährlich ist, als rohes Fleisch aus Massentierhaltung (wobei man immer im Hinterkopf behalten sollte, dass das Fertigfutter denselben Masttieren entstammt wie rohes Futterfleisch, allerdings im Fertigfutter wesentlich minderwertigere Bestandteile des Tieres verarbeitet werden und auch oft nicht mehr als 10% Fleisch überhaupt in diesen Futtern enthalten ist), würde ich mal stark bezweifeln.

    Ich hatte es ja schonmal geschrieben, aber Pogo hatte als Welpe das Welpenfutter so gar nicht vertragen (woran das lag, keine Ahnung) so dass ich das nach mehreren Versuchen einfach gelassen habe. Er ist jetzt 10 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Ich weiß, er ist leider nur ein Beispiel und weitere hab ich auch nicht vorzuweisen, aber zumindest ihm hat es nicht geschadet, kein spezielles Welpenfutter bekommen zu haben, was mich zu dem Schluss bringt, dass Welpenfutter absolut überbewertet wird.

    [quote][quote_head]Zitat von Matze vom 13.01.2011 19:58[/quote_head]Eine auf Alter und Gewicht abgestimmte Ernährung, d.h. das richtige Maß an Energie und Nährstoffen, ist auch für ausgewachsene Hunde nach neuesten ernährungsphysiologischen Studien z.B.der Uni München vorteilhaft. [/quote]
    Wäre jetzt zumindest für mich noch interessant, was denn das “richtige Maß” ist und in welchen Futtersorten das tatsächlich so enthalten ist. Wie schon geschrieben, da gibt es teilweise erhebliche Qualitätsunterschiede und was ich irgendwo zu Anfang bemängelt habe ist eben die Tatsache, dass oft Futter als “Welpenfutter”, “Sensitiv” oder auch “Senior” angepriesen wird, bei näherem Blick auf die Zusammensetzung aber zu erkennen ist, dass es sich in nichts von den anderen unterscheidet.

    #58090
    Anonym
    Inaktiv

    Es ist nicht nur die Futtermenge (die häufig viel zu hoch bei der Empfehlung ausfällt!), sondern auch die Quaität der Futterzusammensetzung wichtig. Große Hunde brauchen im Vergleich zu kleinen Hunden deutlich weniger Energie sowie weniger Calcium, Phosphor, Natrium, Vitamin A und Vitamin D (bezieht sich jeweils auf 1kg Körpermasse, also nicht einfach über die Menge des Futters zu steuern). Das gilt für erwachsene als auch für ältere Hunde, wenn man sie miteinander (erwachsene mit erwachsenen, ältere mit älteren Hunden) vergleicht.

    Die Gründe dafür sind das Verhältnis von Körperoberfläche – bei kleinen Hunden relativ größer mit der Folge eines höheren Energieverbrauchs – zu Körpermasse und möglicherweise auch ein unterschiedliches Verhältnis zwischen Erhaltungsbedarf und Leistungsbedarf und teilweise eine höhere Aktivität.

    Zum Calcium-/Phosphorverhältnis: Es gibt ein Verhältnis der Anteile an, keine Mengen. Dieses Verhältnis ist deshalb aussagekräftig, da sich einige Nährstoffe gegenseitig “blockieren” und dann vom Hund nicht verwertet werden können, wenn die Anteile nicht passen. Wie viel Calcium im Futter ist, wird in fast allen Fällen nicht ausgewiesen. Zu viel Calcium würde im Zweifel auch wieder ausgeschieden, ohne irgendwelche gesundheitlichen Auswirkungen. Mineralstoffe mit gesundheitlichen Folgen bei einer Überdosis wie z.B. Zink sind deklarationspflichtig und müssen als Zusatzstoff ausgewiesen werden.

    Die Qualität eines Futters richtig einzuschätzen ist wirklich nicht einfach einzuschätzen, da hast du vollkommen Recht. Getreu dem Motto “Schlechtes muss nicht billig sein” probieren doch etliche Anbieter eine fragwürdige Qualität hinter einem schicken Design zu verstecken. Eine Möglichkeit ist aber, auf die Inhaltstoffe zu schauen: Wer die Zutaten einzeln offen legt, ist meiner Meinung nach von der Qualität seines Futters überzeugter als jemand, der in Gruppen deklariert (Stichwort: Fleisch und tierische Nebenerzeugnise). In beiden Fällen müssen die Inhalte in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile aufgeführt werden. So kannst du zumindest abschätzen, wieviel in etwa enthalten ist.

    Die Zusammensetzung des Futters nach Rohprotein, Rohasche etc. ist nicht sonderlich aussagekräftig. Ein hoher Rohproteinwert kann auch durch z.B. Sojaextrakte erreicht werden. Ein geringerer Wert mit ausschließlich hochwertigem Fleisch hingegen ist aber für die Verwertbarkeit deutlich besser. Ein hoher Rohaschewert kann durch zugesetzte Mineralstoffe erreicht werden usw.
    Einzig die Feuchtigkeitsangabe bei Nassfutter ist interessant, wenn man Futter neben der Qualität der Zutaten vergleichen möchte: Ein Unterschied von 70% zu 80% Feutigkeit im Futter macht bereits 50% mehr “Feststoffe” – also kein Wasser – aus. (100% – 70% = 30% “Feststoffe”; 100% – 80% = 20% “Feststoffe” -> 10% mehr “Feststoffe” absolut bedeutet 50% mehr verwertbare Zutaten!).

    Völlig richtig: Das Fleisch im Fertigfutter stammt höchstwahrscheinlich von den gleichen Tieren wie das, das wir beim Fleischer oder im Supermarkt kaufen. In meinem Beispiel meinte ich auch nur, dass die Rohfütterung des Fleisches beim Barfen ein gewisses Risiko birgt. Im Fertigfutter ist das Fleisch gegart und Erreger wie Keime damit abgetötet.

    Ich persönlich fühle mich bei Futter gut aufgehoben, das zumindest Unterschiede bei Alter und Gewicht des Hundes macht, um die beschriebenen Bedarfe zumindest einigermaßen zu berücksichtigen…und es muss Matze natürlich schmecken. Und ihm schmeckt Nassfutter deutlich besser als Trockenfutter. Und damit sind wir schon wieder beim nächsten Thema, aber dafür gibt es hier ja eine extra Diskussionsrunde 😉

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