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  • #13676
    Anonym
    Inaktiv

    [FONT=verdana][SIZE=16][COLOR=blue]Hey Stadthunde! Ich wollte gerne von euch mal wissen, was ihr so von typischen Rasse-Überzüchtungen haltet.

    Ich hab heute bei “Menschen, Tier & Doktoren” einen Mops gesehen der stark geröchelt hat und deshalb dringend behandelt werden sollte. Vermutung war, dass der Gaumensegel zu lang war und deshalb die Atmung behinderte. Die Ärztin hat aber noch dazu gesagt, dass eine Nakose bei solchen Rassen ein noch höheres Risiko birgt, als bei anderen Hunden. Ich weiß nicht mehr genau warum, aber es soll bei solchen Rassen gefährlich sein, weil die so einen kleinen Schädel haben und überhaupt alles bei einem Mops so klein und eng geraten ist. Das Erstickungsrisiko steigt stark, wenn sich alles in der OP verkrampfen sollte. Auserdem sind die Nasenlöcher meißtens zu klein, was die Atmung dazu auch noch einschränkt. Dies kann sogar zu Herzleiden führen. Ich fand das so schlimm.

    Aber das ist nur ein Beispiel von Überzüchtung. Typisch sind zum Beispiel auch die zu großen Köpfe von Chihuahuas. Ich hab gehört, dass Hündinnen bei der Geburt voll die Probleme haben sollen, weil sie selbst schon einen sehr kleinen Körper haben, aber die Köpfe der Welpen sehr groß sind. Sprich, da muss oft ein Kaiserschnitt her, damit die Mutter nicht stirbt und die Welpen dazu.

    Oder da gibt es auch noch die hängenden Augenlider zum Beispiel von Deutschen Doggen, Boxern oder Bassets. Durch die hängenden Lider liegen die Schleimhäute frei und können somit nicht mehr als Schutzfunktion der Augen funktionieren. Tränenflüssigkeiten laufen nicht mehr richtig ab und der Hund leidet ständig an Bindehaut-,und Hornhautentzündungen.

    Genauso auch die oft zu klein gezüchteten Augen von Collies, nur weil sie dann lieblicher und süßer aussehen. Trübungen der Augenlinse, Netzhautablösungen und sogar Erblindung haben daruas erfolgt und den armen Hunden das Leben schwer gemacht.

    Ich persönlich finde sowas wirklich sehr schlimm. Man kann doch nicht mit Absicht die Gesundheit der Hunde gefährden nur weil die Menschen dass dann hübsch oder toll finden. Am wichtigsten ist doch, dass der Hund gesund ist, oder nicht?! Nichts gegen Mops-, oder Chihuahua Liebhaber, die kleinen sind echt speziell und besonders, aber ob süß oder nicht, ich finde dass man den Hunden ja eigentlich sozusagen Krankheiten anzüchtet. Gott sei Dank verbessern sich die Rassezüchter langsam und es gibt viele, viele Rassehunde aus gescheihter Zucht die vollkommen von diesen Sachen in Ruhe gelassen werden. Das typische Hüftleiden der Schäferhunde hat ja auch deutlich abgnommen, aber als ich heute den Mopf gesehen habe, konnte ich nur den Kopf schütteln. Ich kann sowas einfach nicht nachvollziehen, dass man so extreme Nasen züchten muss, dass die Hunde gar nicht mehr richtig atmen können, nur damit es putzig aussieht.

    Was habt ihr für Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema?[/COLOR][/SIZE][/FONT]

    #24385
    Anonym
    Inaktiv

    Das Problem der Überzüchtungen hat aber nicht nur mit dem schnellen Geld zu tun. Ok die Nachkommen der “Gebärmaschinen” sind sicher mit einer Vielzahl von Erkrankungen bestückt allerdings geht es den (um beim Beispiel zu bleiben) aus hygienischer Zucht hervorgehenden Möpsen nicht viel besser. Der Rassestandard besagt nunmal, dass sie einen kurzen Fang haben müssen und große Augen – nur dann entsprechen sie dem Kindchenschema. Allein diese unnatürliche Gesichtsform verschafft dem armen Tier unendliche Leiden (wie im Eingangspost beschrieben). Das ist ein Manko der Rasse und das kann nur behoben werden, wenn man doch mal wieder etwas “langnasigeres” einkreuzen würde, um den Tieren eine normale Atmung zu ermöglichen. Das Problem bei der ganzen Sache ist und bleibt das widernatürliche ästhetische Empfinden der Rassel[I]iebhaber[/I]. Ich finde es sehr traurig, dass sich solche Menschen dann immer noch als Tierfreunde oder Hundeliebhaber bezeichnen. Aus Tierliebe einem Hund ein beschwerdereiches Leben vorprogrammieren? Das ist ein Widerspruch in sich.

    #24394
    Anonym
    Inaktiv

    [COLOR=orangered]@Pogo, ja genau das meine ich!!! Wie kann man als Hundeliebhaber eine Rasse lieben, die unter den körperlich gezüchteten Bedingungen leiden?! Das geht mir einfach nicht in den Kopf rein! Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren und würde auch gerne mal die Doggen-, Chihuahua und vor allen Dingen Mopsbesitzer gerne in diese Diskussion einladen. Vielleicht können diese uns vielleicht erklären, wieso sie diese Rasse so lieben und wie sie mit den vielleicht vorhandenen Problemen umgehen.[/COLOR]

    #24397
    Anonym
    Inaktiv

    Den nicht jeder VDH-Züchter ist ein Engel und nicht jeder Hobbyzüchter ist ein Bengel…

    Dieser Spruch trifft es sehr gut. Wir haben sehr lange überlegt, welcher Rasse wir gerecht werden können, was eine artgerechte Haltung angeht, haben viel gelesen und auch Züchter kontaktiert. Dank einiger VDH-Züchter waren wir fast so weit, keinen Hund mehr zu uns zu nehmen. Es gab nur Forderungen über Forderungen, wahrscheinlich wäre ein polizeiliches Führungszeugnis noch das Minimum gewesen. So ist es kein Wunder, dass viele Menschen bei solchen Erfahrungen doch einen Hobbyzüchter suchen.
    Wir haben dank vieler Recherchen im Internet jemanden gefunden, der uns wirklich gut beraten hat und der uns auch zugehört hat.
    Natürlich soll man nie alle über einen Kamm scheren, denn es gibt überall schwarze Schafe. Wie John bereits geschrieben hat. Schlimm nur, was Menschen Tieren antun, wenn Geld im Spiel ist. Doch schauen wir mal, wie die Menschen miteinander umgehen – warum sollen sie da zu Tieren nett sein?
    Mittlerweile ist es doch schon möglich, das menschliche Erbgut zu manipulieren. Wer weiß, was da noch auf uns zukommt?

    #24403
    Anonym
    Inaktiv

    vielleicht gibt es ja grund zur hoffnung.ich habe ende letzten jahres auf einer hundeausstellung einen welpen getroffen.der sah einem mops sehr ähnlich hatte aber eine ordentliche schnauze und nase.auf meine frage was er ist, stellte sich heraus das es ein mops ist.die besitzerin erklärte mir das seit neuem neue linien gezüchtet werden.ihr ist wichtig das die lebensqualität des hundes stimmt und darum hat sie sich für einen aus neuer linie entschieden.der kann auch richtig atmen ist nicht so schnell aus der puste und kann seine mimik wieder einsetzen.ich fand das sehr positiv.vielleicht kommen ja noch mehr leute zu diesen erkenntnissen.solange aber die nachfrage besteht wird es wohl auch weiter züchtungen geben die für das tier negativ sind.

    #24410
    Anonym
    Inaktiv

    Das sind ja endlich mal positive Nachrichten. Andere Züchter sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Aber es ist wirklich traurig, dass sich so lange nichts ändern wird, bis die Nachfrage dieser “Möchtegern-Hundeliebhaber” weniger wird…

    #24414
    Anonym
    Inaktiv

    Ich glaube aus ähnlichem Grund ist der “Puggle” enstanden – eine Kreuzung aus Mops und Beagle. Der Züchter wollte einen Hund hervorbringen, der zwar niedlich ist, aber wieder etwas mehr Fang hat um ungehindert atmen zu können. Leider gibt es noch viel zu Wenige, die diesen Bestrebungen folgen.

    #24574
    Anonym
    Inaktiv

    Ich finde die Überzüchtungen Tierquälerei aber man kann es nur ändern indem man solche Hunde nicht mehr kauft aber es gibt zuviele Leute die diese Überzüchtungen auch noch schön finden!!! 👿 ?(
    Solange es Käufer für die Tiere gibt werden sie auch noch weiter gezüchtet!!!

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