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  • #13594
    Anonym
    Inaktiv

    Hunde brauchen nicht nur Fleisch, sondern auch pflanzliche Nahrungsanteile. Schließlich fressen ihre Vorfahren, die Wölfe, in freier Wildbahn auch pflanzliches und faseriges Material aus dem Darminhalt von Beutetieren. Aus diesem Grund enthalten die Hundefutter am Markt auch Mais, Getreide oder Gemüse.

    Wir haben 19 Alleinfuttermittel eingekauft, mit denen der gesamte Nährstoffbedarf des Tieres gedeckt werden soll. ÖKO-TEST ließ im Labor prüfen, ob die Trockenfutter eine optimale Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen gewährleisten und ob sie problematische Substanzen enthalten. Da es für uns viel zu aufwendig wäre, Fütterungsversuche zu machen, wie das große Hersteller in der Regel tun, können wir nichts darüber sagen, wie gut verdaulich oder langfristig verträglich ein Futter für ein bestimmtes Tier ist. Für die ernährungsphysiologische Bewertung hat ein Experte des Instituts für Tierernährung der Freien Universität Berlin beurteilt, ob die Versorgung mit den geprüften Stoffen optimal ist.

    ——————————————————————————–
    Das Testergebnis

    Vier Alleinfutter für Hunde schneiden mit “sehr gut” ab, 15 sind “gut”. Die ernährungsphysiologische Bewertung fällt im Schnitt positiv aus, doch ist der Gehalt einzelner Inhaltsstoffe nicht immer optimal.

    Die Beurteilung Ernährungsphysiologie setzt sich aus mehreren Teilergebnissen zusammen. Die meisten Kritikpunkte haben wir bei der Versorgung mit Mineralstoffen. Grund ist meist, dass in den Produkten zu viel des Guten steckt. Zu viele Mineralien belasten den Organismus des Hundes unnötig, zu viel Phosphor beispielsweise begünstigt die Bildung von Harnsteinen. Nicht nur die Menge, auch das Verhältnis von Phosphor und Kalzium zueinander muss stimmen, damit diese beiden Elemente optimal vom Organismus verarbeitet werden können. Beim Kalzium-Phosphor-Verhältnis schneiden vier Futter nur mit “gut” ab. Was den Gehalt der beiden Elemente betrifft, erreichen fünf Produkte nur “befriedigend”, zwei sogar nur “ausreichend”.

    #37272
    Anonym
    Inaktiv

    Wat willstn da jetzt diskutieren?

    Ich kann erstmal nur 2 Dinge sagen:
    1. Mais und anderes Getreide befindet sich im Trockenfutter ganz bestimmt nicht, um den Hund mit den nötigen Bestandteilen zu versorgen. Mais ist ein billiges “Streckungsmittel”, was zusätzlich auch noch ganz gut sättigt und vor allem auch dick macht. Wirklich verwertbar ist er für den Hund aber nicht. Dass Wölfe den Mageninhalt von ihren Beutetieren fressen ist recht gut von verschiedenen Wolfsbeobachtern widerlegt worden (ich erinnere hier ganz gern an Günther Bloch). Sie fressen das Zeug zwar auch [i]mal[/i] mit, aber auch nur eher in der Not. Brauchen tun sie es nicht wirklich. Dafür wird immer wieder beobachtet, dass sie wohl diverse Kräuter zu sich nehmen. Darüber weiß ich jetzt aber nicht viel mehr. So und selbst [i]wenn[/i] sie tatsächlich gern und oft den Mageninhalt von Pflanzenfressern verputzen würden, so ist die pflanzliche Kost dort durch den Verdauungsvorgang der Tierchen soweit vorzerlegt, dass der Hund sie durchaus verwerten könnte im Gegensatz dazu, wenn er die Pflanzen so fressen würde. Die Magensäure eines Hundes kann nämlich “Grünzeug” gar nicht so recht aufspalten, da sie nunmal für Fleisch ausgelegt ist. Deshalb ja auch für Barfer immer der Hinweis, das Gemüse bitte zu pürrieren, damit es mehr Angriffsfläche bietet.

    2. Die Stiftung Warentest sowie Ökotest beurteilen durchaus die Zusammensetzung der Tiernahrung objektiv, daran kann ich jetzt nicht rütteln ABER sie gehen dabei nicht darauf ein, woher die Bestandteile stammen. Also für ihre Tests ist es absolut unerheblich, ob Vitamin A, Kalzium und all die anderen Sachen künstlich zugefügt wurden oder ob sie schon in den Rohstoffen ausreichend vorhanden sind bzw. ob das verwendet Fleisch Lebensmittequalität hat oder vielleicht von kranken Tieren oder gar aus deren Hinterlassenschaften stammt. D. h. sie beurteilen lediglich, ob der Hund gut oder schlecht mit bestimmten Nährstoffen versorgt wird, schweigen sich aber darüber aus, ob es sich um zugesetzte Stoffe handelt oder um qualitativ hochwertige Rohstoffe. Und das finde ich schon sehr traurig verlässt sich doch der Otto-Normal-Tierhalter gern auf die Testurteile und wägt sich gut beraten verfüttert seinem Liebling aber nichts weiter als “Dreck” (sorry für den Ausdruck) der angereichert mit den nötigen Nährstoffen, Konservierungsmitteln und Lockstoffen (damit Fiffi überhaupt rangeht) als Tierfutter verkauft wird.
    Ich finde diese Test sind nicht wirklich aussagekräftig, auch wenn hier das Testergebnis nicht wirklich positiv ausgefallen ist.

    Übrigens das Testergebnis hat durchaus seine logische Ursache:
    Die Futtermittelhersteller müssen eine ausreichende Versorgung mit den notwendigen Nährstoffen garantieren können und das bedeutet, dass es schlimmer ist, wenn zu wenig von etwas enthalten ist. Also packen sie sicherheitshalber oft lieber etwas mehr davon rein, damit sie auf der sicheren Seite sind.

    Ach ja und noch was: Der Halter steht vor noch einem Problem, wenn er solches perfekt angereichertes Fertigfutter kauft. Sobald er nämlich zufüttert (ob Leckerchen oder eben auch mal was ganz Besonderes z. B. einen Fleischknochen oder Ähnliches) kann er sich sicher sein, dass der Hund definitiv mit irgendwas überversorgt wird. Es steht nicht umsonst “Alleinfuttermittel” drauf. Wer zufüttert, muss mit den Konsequenzen leben und die Futtermittelindustrie ist fein raus.

    #37278
    Anonym
    Inaktiv

    Nicht diskutieren….informieren.
    Wobei…meinem Text fehlt die Hälfte…das ist aus der INFO von ÖKO-TEST….hab ich unten drunter gesetzt…komisch wo ist der Rest? ?( Das dnze war doppelt oder gar 3.mal so lang..hm…..seltsam… 🙁

    #37279
    Anonym
    Inaktiv

    Eigentlich stammt der Hund ja vom Wolf ab. Das heißt, in grauer Vorzeit und freier Wildbahn hat Bello Beutetiere gerissen, an Aas geknabbert und seine vegetarische Seite ausgelebt, indem er Pflanzen sowie pflanzliches und faseriges Material aus dem Darminhalt von Tieren gefressen hat.

    Heutzutage geht es bei der Fütterung der Vierbeiner zwar etwas zivilisierter zu, aus Wolfszeiten blieben aber die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse. So sind Hunde beispielsweise nicht so sehr auf Nahrung tierischer Herkunft fixiert wie Katzen. Die Futtermittel am Markt versuchen den Bedürfnissen gerecht zu werden, und so stecken in den Produkten für Hunde auch jede Menge pflanzlicher Anteile wie Mais, Getreide und Gemüse.

    Wir haben 20 Alleinfuttermittel aus Supermärkten und Discountern, aber auch aus dem Fachhandel untersuchen lassen. Alleinfuttermittel heißen sie, weil mit ihnen alleine der gesamte Nährstoffbedarf des Tieres gedeckt werden soll. Wir ließen im Labor prüfen, ob die Trockenfutter eine optimale Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen gewährleisten und ob sie problematische Substanzen enthalten. Da es für uns viel zu aufwändig wäre, Fütterungsversuche zu machen, wie das große Hersteller in der Regel tun, können wir nichts darüber sagen, wie gut verdaulich oder langfristig verträglich ein Futter ist. Für die ernährungsphysiologische Bewertung haben die Experten der veterinärmedizinischen Universität Wien beurteilt, ob die Versorgung mit den geprüften Stoffen optimal ist. Dabei wurde der Bedarf nicht auf einen fiktiven Durchschnittshund berechnet, sondern berücksichtigt, dass Hunde je nach Größe, Rasse, Alter und Bewegung unterschiedlich viel Energie und damit Futter brauchen

    Das Testergebnis:
    Sieben Futter schneiden mit “sehr gut” ab, 13 sind “gut”. Die ernährungsphysiologische Bewertung fällt im Schnitt positiv aus, allerdings ist der Gehalt einzelner Inhaltsstoffe bei einigen Futtern keineswegs optimal.

    Die meisten Kritikpunkte haben wir bei der Versorgung mit Mineralstoffen. Beim Gehalt an Phosphor und Calcium gibt es neben “sehr guten” und “guten” Noten achtmal “befriedigend” und zweimal “ausreichend”. Grund ist meist, dass in den Produkten zu viel des Guten steckt. Zu viele Mineralien belasten den Organismus des Hundes unnötig, zu viel Phosphor beispielsweise begünstigt die Bildung von Harnsteinen.

    Nicht nur die Menge, auch das Verhältnis von Phosphor und Calcium zueinander muss stimmen, damit diese beiden Elemente optimal vom Organismus verarbeitet werden können. Hier schneidet Oscar Bestes Hundefutter mit Hühnerfleisch, Reis & Gemüse von Plus nur mit “befriedigend” ab, Orlando Vollnahrungsmix von Lidl sowie Artus Dog Vollnahrung für Hunde Ringe mit Fleisch von Penny Markt sind sogar nur “ausreichend

    Hunde brauchen Eiweiß für sehr viele Vorgänge im Körper, zu wenig führt auf Dauer zu Mangelerscheinungen, zu viel belastet den Organismus besonders bei älteren Hunden. Die Versorgung mit Eiweiß ist bei allen Produkten im Test “sehr gut” oder “gut”, die Werte für die übrigen Rohnährstoffe Fett, Faser und Asche sind meist in Ordnung, nur beim Orlando Vollnahrungsmix kritisieren die Experten einen etwas zu hohen Gehalt an Rohasche. Ein hoher Rohaschegehalt kann darauf hinweisen, dass sehr viel knochenhaltiges Material verwendet wurde.

    Die meisten Trockenfutter enthalten viel Getreide oder Mais. Wir haben sie deshalb auf die Schimmelpilzgifte Deoxynivalenol (DON) und Ochratoxin A untersuchen lassen, die bei diesen Pflanzenarten auftreten können. DON steckt in allen Futter­mitteln. Für menschliche Lebensmittel gelten Höchstwerte für dieses Gift, das unter anderem zellschädigend wirken kann. Welche Wirkung DON auf Hunde hat, ist noch nicht ausreichend erforscht. Eine Studie zeigt den Rückgang der Futteraufnahme bei Hunden ab einer DON-Menge von 4500 µg/kg. Für Schweinefutter hat das Verbraucher­ministerium einen Orien­tie­rungswert von 1000 µg/kg veröffentlicht. Für Heimtiernahrung ist die Problematik bisher nicht thematisiert worden. Da es keine weiteren Daten für Hunde gibt, haben wir uns an der Größenordnung dieses Wertes orientiert und die vier Futter negativ bewertet, bei denen mehr als1000 µg DON pro Kilogramm

    Beim Test wurde auch die Übereinstimmung der Werte, die auf der Verpackung deklariert sind, mit dem, was tatsächlich im Beutel steckt, verglichen. Laut Futtermittelverordnung dürfen die Werte nur um einen gewissen Prozentsatz voneinander abweichen. Unterschreitungen gibt es bei Oscar Bestes Hundefutter mit Hühnerfleisch, Reis & Gemüse und dem Royal Canin Special Club C.C bei der Angabe des Rohfetts. Eine absolute Übereinstimmung ist schwer zu erreichen, weil auch die Nährstoffe in den Ausgangsprodukten schwanken, außerdem wirken sie sich ernährungsphysiologisch betrachtet nicht negativ aus, wir haben die Abweichungen daher nicht abgewertet.

    ——————————————————————————–
    Interview

    Prof. Dr. Jürgen Zentek hat für ÖKO-TEST die Hundefutter untersucht. Er arbeitet am Institut für Ernährung an der veterinärmedizinischen Universität Wien und hat selbst einen Hund durchzufüttern.

    Eine Frage des Anspruchs

    ÖKO-TEST: Es gibt sehr teure Produkte, die unter Hundeexperten als “Premiumfutter” gehandelt werden. Was ist das eigentlich?
    Zentek: Der Begriff Premiumfutter ist nicht geschützt, gemeint sind aber Futter, meist aus dem Fachhandel, mit hoher Energiedichte und besonderen qualitativen Eigenschaften. Sie enthalten sehr ausgesuchte und kontrollierte Rohwaren, man erwartet von ihnen eine gute Verdaulichkeit und Verträglichkeit beim Hund. Das sind aber Dinge, die wir mit den Prüfungen im Labor nicht testen können.

    ÖKO-TEST: Ist Discounter oder Feinkostladen, billig oder Premium auch bei Hundefutter reine Geschmacksache?
    Zentek: Man kann seinen Hund auch mit preiswertem Futter bedarfsdeckend versorgen. Welches Futter ich schließlich benutze, ist eine Frage der praktischen Erfahrung und auch der Ansprüche. Jeder Hundebesitzer merkt am Zustand des Fells und an der Menge und Konsistenz des Kots, wie sein Hund mit unterschiedlichen Produkten zurechtkommt, und das kann ein derartiger Test naturgemäß nicht zeigen.

    ÖKO-TEST: Was tun, wenn der Hund ein Futter nicht verträgt?
    Zentek: Zunächst einen Futterwechsel versuchen. Dabei langsam vorgehen und das neue Produkt drei Tage lang unter das alte mischen. Wenn sich mit dem neuen Futter nichts ändert, besser einen Tierarzt zu Rate ziehen. Unverträglichkeitssymptome wie Durchfall oder Juckreiz müssen nicht immer mit dem Futter zusammenhängen. Allergien zum Beispiel gegen bestimmte Proteine klärt man am besten in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt.

    ….so nu binnich zu Ende! 😀

    #37320
    Anonym
    Inaktiv

    ich habe mir letztes jahr das ökotestbuch gekauft, wo sowohl naß- und
    trockenfutter getestet wurden.

    fazit: das teuerste ist nicht immer das beste.

    raffo bekommt nur trockenfutter, weil es
    für die zähne besser ist.

    und täglich einen denta stick für die zähne.

    ich kaufe nie das das teuerste futter.

    gruß
    raffo

    #37326
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von raffo vom 12.09.2009 11:58[/quote_head]raffo bekommt nur trockenfutter, weil es
    für die zähne besser ist.[/quote]
    Noch besser für die Zähne ist rohes Fleisch (da müssen sie ordentlich drauf rum kauen, bis sie mundgerechte Stücke erhalten) und ab und an ein richtiger Knochen 😉
    Was ich damit sagen will: Dieses Argument lasse ich nicht als “Pro” für Trockenfutter gelten *stänker* Nein, nicht persönlich nehmen, soll jeder so machen wie er denkt. Aber schau doch mal auf die deklarierte Zusammensetzung des Futters. Wieviel % Fleisch ist denn enthalten (Fleisch, nicht “tierische Nebenerzeugnisse”)? Ach ja und schau auch mal bei den Denta-Stix nach ob da nicht sogar Zucker drin ist. Dann ist das nämlich eher schädlich für die Beißerchen. Versuchs doch wirklich mal mit nem Knochen ab und zu. Ist effektiver und gesünder.

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