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  • #15307
    Anonym
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    Hallo Zusammen,

    hoffe unter euch ist jemand, der sich etwas mit Rechtlichem in Versicherungsfragen auskennt.
    Und zwar geht es um Folgendes:
    Während der Brut-und Setzzeit auf einer nicht leinenbefreiter Wiese spielten 3 Hunde unangeleint. Die 3 Halter standen dabei und das Herrchen von einem der 3 kam quer über die Wiese (nicht Weg) noch dazu. Dabei rannte ihm sein eigener Hund in die Beine, er kam zu Fall und zog sich eine schwere Verletzung (mit OP zur Folge) am Bein zu. In Folge beschuldigte das Ehepaar den anderen Hund als “Täter” und die Versicherung von dem kam ins Spiel. Hund 3 erfuhr von diesem Verlauf erst Wochen später und wurde vom Beschuldigten gebeten für die Versicherung als Zeuge auszusagen, da die “Opfer” einiges verdrehten, z.B. wäre es nicht im Spiel passiert, sondern nur der “Täterhund” wär gelaufen, der eigene Hund hätte gelegen, dabei war es ja der eigene usw.
    Der Geschädigte fordert nun Schmerzensgeld.
    Die Versicherung hat bereits ein Angebot gemacht, das aber ausgeschlagen wurde und die Gegenforderung beträgt das dreifache. Nun hat der Zeugenhund mit der Versicherung vom Beschuldigten telefoniert und den wahren Ablauf geschildert. Zeugenhund lief vorweg, die anderen Beiden jagten im Spiel hinterher und es war der eigene Hund, nicht Hund 2!! Damit ist aber nun der Zeugenhund laut Versicherung Mittäter, weil er die Ursache durch Voranlaufen war (Aufforderungscharakter) und so etwaige Forderungen von beide Versicherungen zu gleichen Teilen gedeckt werden müssen.
    (Ja, ich weiss, ist etwas verwirrend, aber ich hoffe ihr könnt mir folgen!? 😉 )
    Meine Fragen nun: Ist das wirklich so, dass Versicherung von Hund 3, also eigentlich nur Zeuge, doch mit rangezogen werden kann?
    Und würdet ihr zuliebe der Gerechtigkeit und Ehrlichkeit die Aussage machen, auch wenn ihr Gefahr lauft, dass die eigene Versicherung in Anspruch genommen werden muss?
    Und zuletzt auch Gefahr lauft, dass der verdrehte Geschädigte aus der Sache Leinenzwang noch einen macht?

    Hoffe ihr habt ein paar Tips!

    LG Chris

    #41900
    Anonym
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    ich hoffe ich habs richtig verstanden und würde als Hundehalter drei folgendes machen:
    klar würde ich den Versicherungen mitteilen was passiert ist, diese müssen dann unter sich ausmachen wer was zahlt… wozu hat man denn eine Versicherung, wenn man sie nicht nutzen kann. Da beide Parteien etwas anderes erzählen muss man wohl eine dritte Person zur Klärung hinzuziehen.

    Was ich nicht so ganz verstehe ist, wieso man dann einen Leinenzwang auferlegt bekommen sollte.
    Für mich sind das klare Fakten, drei Hunde spielen, rennen einen um, was bei uns auf den Feldern auch ab und an passiert. Mensch stürzt, keiner der Hunde hat ihn angegriffen oder auch nur im entferntesten aggressives Verhalten gezeigt. Also kein Grund für Leinen- und Maulkorbzwang 😀
    Einfach nur ein doofer Unfall

    #41907
    Anonym
    Inaktiv

    Ich glaub das Problem hierbei ist unter anderem, dass während der Brut- und Setzzeit in betroffenen Gebieten Hunde generell nicht unangeleint laufen dürfen (wegen Wildern und toten und verschrecken der brütenden Tierchen). Die Tatsache also, dass die Hunde auf einer Wiese in solch einem Gebiet unangeleint gespielt haben, kann schon zu einem Problem werden. Ich weiß ja nicht, wie stark sowas geahndet wird, ob es “nur” als Ordnungswidrigkeit gilt oder gar schlimmeres. Aber es kommt allgemein nicht gut, sowas vor den Ordnungshütern zugeben zu müssen.
    Übrigens kenne ich das von Hundehalterhaftpflichtversicherungen so, dass bei jedem (Beiß-)Vorfall zwischen zwei Hunden bei dem die Hunde unangeleint sind, nur 50% des Schadens getragen werden. Ohne Leine wird allen Beteiligten eine Mitschuld auferlegt. Wie das nun aussieht, wenn es sich nicht um einen Vorfall zwischen zwei Hunden sondern um einen Vorfall zwischen Hund und Mensch handelt, das weiß ich leider nicht. Schwierig wird es aber eben dadurch, dass es auf einem Gebiet passiert ist, wo die Hunde gar nicht hätten frei laufen dürfen. In so einem Fall kann meines Erachtens nach die Versicherung auch sagen, sie zahlt gar nicht. Ist ja fahrlässige Körperverletzung gewesen…
    Ich frage mich wie man als Hundehalter so mies sein kann, andere zu beschuldigen wenn der eigene Köter (sorry für den Ausdruck) einen über den Haufen rennt. Ok gut, er ist nur so losgestürmt, weil er mit den anderen loswetzte aber dennoch… Ich hoffe ihr findet eine passable Lösung 🙁

    #41911
    Anonym
    Inaktiv

    Hi Leute..also ich gebe Pogo vollkommen recht…..das Problem würde mich auch daran hindern mich da einzumischen….und eigentlich würde es mir auch um das Prinzip gehen….er beschuldigt andere wenn es der eigene Hund war…..das sind richtige Halsabschneider denen es nur um die Kohle geht. Wenn es denn wirklich so ist wie Pogo beschreiben hat und die beschuldigten selbst dafür aufkommen müssen weil die Versicherung nicht zahlt….dann würd das ganz schön teuer…und das würde ich ich ganz gewaltig überlegen.(das ist ja auch schon keine Ordnungwirdigkeit sondern eine Straftat)..andereseits…wenn Zeugenhund und der Beschuldigte zusammen halten und eine identische Geschichte erzählen da es sich ja auch so zugetragen hat…siegt vielleicht die Gerechtigkeit..aber in diesem Staat???….mmmhhh..schwierige Situation…..
    Ich als Beschuldigter würde ihn anzeigen wegen Verlaumdung …denn das ist ein klassicher Fall….

    ” Damit ist aber nun der Zeugenhund laut Versicherung Mittäter, weil er die Ursache durch Voranlaufen war ”

    Was ist das denn für ein Quatsch von denen… wenn ein Hund von der Brücke springt..springen den andere hinterher??…ich denke es ist auch hier wieder eine Erziehungssachen…denn wenn ich meinen Hund im Rennspiel nicht abrufen kann muss noch was getan werden….und dafür ist der Besitzer ganz allein verantwortlich was sein Hund tut oder auch nicht….hat der vermeintliche Täter und auch Mitwisser mit den Rechtsanwälten geredet???…

    wuff wuff Joy

    #41913
    Anonym
    Inaktiv

    @Sammy
    Es ging mir um den Leinenzwang durch Brut-und Setzzeit als es passierte, nicht dass es später als Ahndung passieren könnte! 😉

    [quote]Schwierig wird es aber eben dadurch, dass es auf einem Gebiet passiert ist, wo die Hunde gar nicht hätten frei laufen dürfen. In so einem Fall kann meines Erachtens nach die Versicherung auch sagen, sie zahlt gar nicht.[/quote]
    Genau Pogo, das denke ich nämlich auch, aber mein Mann meint, dass sie auch dann aufkommen müssten.
    Weiß hier jemand was nun stimmt in diesem Fall??
    Weil wenn die Versicherung das wirklich abweisen kann und ich als Zeuge “Mittäter” werden könnte, könnte es ja passieren, dass ich aus eigener Tasche zahlen müsste??? 8o

    [quote].andereseits…wenn Zeugenhund und der Beschuldigte zusammen halten und eine identische Geschichte erzählen da es sich ja auch so zugetragen hat…siegt vielleicht die Gerechtigkeit.
    [/quote]
    Joy, leider ist das nicht möglich, weil der Beschuldigte bereits vor Monaten seine Aussage gemacht hat. Direkt nachdem es passierte hat er es seiner Versicherung gemeldet, dass SEIN Hund jemanden umgerannt hat.
    Warum?
    Es ging alles sehr schnell; Hunde liefen, Madame vorweg, Haken geschlagen, der letzte kriegt die Kurve nicht, der Mann fiel, wir gleich zu ihm hin, wollten aufhelfen und er pampte und böse an. Ich hab mich aufgrund seiner Unfreundlichkeit ziemlich schnell verzogen, sobald er wieder stand und der erste Schreck vorbei war. Machte ja auch den Anschein, als wäre es nochmal gut gegangen.
    Die 3 sind da noch stehen geblieben und naja.. das Ehepaar hat ihm dann wohl glaubhaft verkaufen können, seiner wärs gewesen..Wochen später treff ich ihn und er erzählt mir die ganze Story.

    #41933
    Anonym
    Inaktiv

    hallo,

    ich schlage vor, das du deine frage mal in einem rechtsforum stellst!!!!!

    da gibt es auch eine rubik über tierhalterrecht oder so ähnlich.

    ich habe da schon einige kniffliche rechts-
    fragen kostenlos in den griff bekommen.

    http://www.recht.de
    poste mal unter der rubrik
    tierhalterrecht/haftung

    #42043
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Ihr,

    mehr weiß sicher unsere Hunde- und Rechtsexpertin [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/hunde-wissen/recht/unsere-rechtsexpertin.html]Ann-Kathrin Fries[/URL].

    #42078
    Anonym
    Inaktiv

    hallo,

    ja das ist natürlich auch gut.

    ich bin kein freund von langen
    ausschweifungen, sondern poste
    dort, wenn ich ein rechtliches
    problem habe und hab einige
    anwaltskosten gespart.

    #42209
    Anonym
    Inaktiv

    Salü.

    [B]Meine Fragen nun: Ist das wirklich so, dass Versicherung von Hund 3, also eigentlich nur Zeuge, doch mit rangezogen werden kann?[/B]

    Vorweg.
    Eine HaftPFLICHTvers. muss immer (erstmal) zahlen – auch und besonders bei Vorsatz und Fahrlässigkeit – denn – explizit auch für diesen Fall besteht sie.

    Beispiel – Du fährst unter Alkoholeinfluss gegen ein parkendes Auto. Den Schaden MUSS erstmal deine HaftPFLICHT zahlen, genau wie wenn Du nüchtern gewesen währest!

    Ob, die Vers. evtl. berechtigt ist dem *Verursacher* in Regress zu nehmen, kann und wird immer nur ein Gericht entscheiden (weil kaum jemand *freiwillig* Regress leisten wird).
    In den allermeisten Fällen entscheiden die Gerichte gegen die Versicherer und für die Versicherten.

    Zum konkreten Fall.
    Wäre ich Sachbearbeiter bei der Vers. des (vermeintlichen) Täterhundes, würde ich auch versuchen dem Halter von Hund 2 einzureden das seine Vers. Anteile tragen muss, um meinem Unternehmen Kosten zu (er)sparen 😉

    Nun bin ich kein Richter – aber gehe stark davon aus das ein solcher die Vers. des verursachenden Hundes allein für sämtliche Schäden aufkommen lassen wird, weil niemals abschliessend geklärt werden kann, warum welcher andere Hund wie viel % an Teilschuld haben kann.

    Sprich – ein Gericht verdonnert die Vers. zur Zahlung, dessen Vers.nehmer ursächlich für den konkreten Schaden war – und nicht all jene die irgendwie am Verhalten des Verursachers beteiligt gewesen sein könnte.

    Ist auch nur logisch – weil die ausrede – *na hätte der Andere und wäre er dann, wissen Sie* zieht nicht, weil es NUR darum geht wer welchen Schaden direkt verursacht hat.

    Just my 2 Cents 😉

    #42370
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo,

    nach vielen Gesprächen und langem Recherchieren ist nun raus:
    WENN ICH AUSSAGE, KANN ES ALS BUMERANG ZURÜCK KOMMEN!!! 8o

    Heisst also auf gut deutsch, ich kann um der Gerechtigkeit willen nichts, aber auch absolut gar nichts machen, wenn ich nicht Gefahr laufen will, in die eigene Tasche greifen zu müssen!

    Ich, bzw. meine Versicherung könnte mit zur Schadensregulierung herangezogen werden und die könnten später aufgrund des Leinenzwangs an den ich mich nicht gehalten habe, das Geld von mir zurück fordern, auch wenn der Leinenzwang nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall steht!! 🙁
    Ist alles abhängig davon, wenn es vor Gericht kommen sollte, wie der zuständige Richter entscheidet!
    Zwar weiss keiner, wie es sich weiter entwickelt, ob es überhaupt bis vor ein Gericht geht, aber WENN, dann könnte ich echt Probleme kriegen!

    Ich bin ziemlich fassungslos darüber, mal wieder feststellen zu müssen, dass Gerechtigkeit oft nur ein leeres Wort ist! 🙁

    Jetzt muss ich mir noch überlegen, wie ich dem armen beschuldigten Mann klar machen soll, dass ich mir selber näher stehe und ihm Hilfe ausschlage.. fühl mich echt mies.. ;(

    #42376
    Anonym
    Inaktiv

    Salü,

    [B]nach vielen Gesprächen und langem Recherchieren ist nun raus:
    WENN ICH AUSSAGE, KANN ES ALS BUMERANG ZURÜCK KOMMEN!!![/B]

    Wenn Du Zeuge (und nicht Beschuldigter) bist – wirst Du aussagen müssen. Zumindest immer dann wenn Du nicht Verwandt mit anderen Beteiligten bist und/oder dich mit der Aussage nicht SELBST einer Straftat bezichtigen würdest.

    #42389
    Anonym
    Inaktiv

    Ja, hab mich etwas doof ausgedrückt: Es geht erstmal um die schriftliche Aussage für die Versicherung. Sollte es später vor Gericht gehen und ich sage wahrheitsgemäß aus, würde ich mich selbst belasten, weil March ja nicht angeleint war!

    #42696
    Anonym
    Inaktiv

    Jajaja…..die gute “JUSTIZIA”….sie scheint überall auf der Welt

    X(_____T A U B____und___B L I N D ____zu sein!!! 👿

    ich wette drauf die humpelt auch, so lange wie die gerichtlichen Klärungen mancherfalls dauern! X(

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