• Dieses Thema hat 11 Antworten und 8 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 11 Jahre von Anonym.
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  • #15262
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Ihr Lieben!
    Mitte April erwarten wir Familienzuwachs in Form eines Welpen. Hurra! Habe anschl. Urlaub und kann es kaum erwarten, dass endlich wieder ein Vierbeiner bei uns einzieht! Mir fehlen das Knautschgesicht, die Käsefüße, die Begrüßung und ach… einfach alles!
    Nun zur Frage an Euch: Bin in eine Whg einer Baugenossenschaft gezogen, viel Grün drumherum, Hundeauslaufgebiet, Hundespielplatz, Parks in der Nähe, einfach ideal. Und viele Hunde leben mit ihren Familien in den Wohnungen der Baugenossenschaft. Meine Vormieterin hatte selbst einen Labrador, auch nicht grade klein. Unser Hund (Mischung zwischen Mops und Beagle soll es werden) wird zwischen 30-40 cm groß.
    Ich scheue mich um Erlaubnis für einen Hund zu bitten, wenn hier so viele leben. Will auch keine schlafenden Hunde wecken. Im Mietvertrag steht, Kleintiere (Vogel, Hamster etc.) wären erlaubt. Der Hintergrund, warum ich momentan nicht um Erlaubnis fragen möchte ist, man hat mir einen Monat zu früh die Miete abgebucht und auf 2 Schreiben, mir die Miete rückzuüberweisen bisher nicht reagiert. Könnte Ärger geben.

    Eure Meinung ist mir wichtig!
    Gruß aus Berlin
    Evi

    #56647
    Anonym
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    Ich kann Dir nicht sagen was richtig ist aber hier wo ich wohne müss(t)en wir die Erlaubnis vom Vermieter holen und wenn der Hund nicht mehr da ist, warum auch immer, soll man noch mal bitten vor dem nächsten Hund.
    Ich hatte damals als ich mit meinem ersten Hund hier einzog, tatsächlich gefragt, war alles klar. Ich habe nie wieder was gemeldet, mittlerweile müsste mein Hund ca 26 Jahre alt sein 😀 😀
    Hier sind auch viele Mieter mit Hunden und die meisten haben nicht gefragt. Genau deswegen (schlafende Hunde nicht wecken) frage ich auch nicht mehr.
    Ich habe immer meinen Hund neuen Nachbarn vorgestellt und gesagt wenn sie den Hund hören sollten sie sich bei mir melden und, und, und. Ich habe nie Probleme gehabt.

    #56651
    Anonym
    Inaktiv

    Ich würde schon um Erlaubnis fragen, bzw. einfach den Hund mit angeben.

    Wenn es im Mietvertrag nicht ausdrücklich genehmigt ist, ist es sozusagen eh eine Duldung des Hundes.
    Man kann sich auf “gleiches Recht für Alle” beziehen, wenn in dem Haus schon Hunde wohnen.

    Ein Problem wirds allerdings geben. Ist der Hund nicht ausdrücklich im Mietvertrag genehmigt, reicht es, wenn ein Nachbar sich über den Hund beschwert und dann muss dieser abgeschafft werden oder ihr zieht um.

    Ich hatte sogar mal Probleme, als ein Hund im Mietvertrag genehmigt war, der zweite (der später dazu kam) aber nicht.

    Gruß
    Britta mit Lola & Merlin

    #56664
    Anonym
    Inaktiv

    Kleintiere müssen von jedem Vermieter geduldet werden, aber unter “Kleintiere” gelten im Mietrecht Hunde, Katzen und auch gefährliche oder von einigen Leuten als eklig empfundene Tiere (Ratten, Reptilien…) nunmal nicht. Also wenn Hunde laut Mietvertrag nicht ausdrücklich erlaubt sind, immer um Erlaubnis fragen. Nur eine schriftliche Bestätigung dieser Erlaubnis garantiert dir, dass du nicht in die Verlegenheit kommst, deine Wohnung wechseln oder den Hund wieder abgeben zu müssen. Kein Vermieter MUSS die Hundehaltung erlauben.

    #56945
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Ihr Lieben!
    War heute persönlich bei der Baugenossenschaft, habe alles geklärt und will Euch gleich informieren:
    Hund erlaubt (JUHU) und zuviel gezahlte Miete bekomme ich zurück. Bin ganz glücklich. Eure Kommentare haben mir zur Entscheidung wirklich geholfen! Danke!
    Meine Chili darf ich nur nach goodwill meines Expartners für Stunden holen, mir bricht das Herz. Aber er hat sie bezahlt, die Rechnung auf seinen Namen ausstellen lassen und besteht auf den Hund. Als wenn es ein Fernsehgerät wäre! Heute war Chili für 10 Minuten da, habe anschließend geweint und das bekräftige mich zu meinem Entschluss, eine eigene “Käsefußträgerin auf 4 Pfoten” zu uns zu holen.
    Gruß von Evi (die ohne Köterchen nicht mehr sein mag)

    #56972
    Anonym
    Inaktiv

    [FONT=arial]Hallo![/FONT]
    Ich habe hier was in der Zeitung gefunden.
    [COLOR=red]”Yorkshire Terrier immer erlaubt.”[/COLOR] 😉
    ” Das Halten von Yorkshire -Terriern in der Mietwohnung ist immer erlaubt-unabhängig davon, was im Mietvertrag steht.Der Hintergrund ist,dass sie andere Hausbewohner erfahrungsgemäß nicht belästigen,erläutert der Deutsche Mieterbund (DMB) und beruft sich auf Urteile der Landgerichte Kassel (Az.:1 S 503/96) und Düsseldorf ( Az.:24 S 90/93. Yorkshire – Terrier werden damit im Mietrecht behandelt wie Kleintiere. Denn auch Hamster, Schildkröten, Goldfische oder Ziervögel dürfen Mieter ohne vorherige Zustimmung des Vermieters halten.”
    Trotzdem besser ist das Tier melden. Das ist meine Meinung. 🙂

    #56974
    Anonym
    Inaktiv

    Wow, was ist das denn für ein Urteil? Ok gut, für Halter von Yorkshire-Terriern sicher ein super Ding aber mal ehrlich, auch ein Yorki kann kläffen und zwicken (eine Nachbarin hatte mal so einen Mini-Yorki und der hing Seinerzeit mal dem Pogo am Bein – er hatte sich an Pogos Hinterlauf festgebissen, weil er ihn einfach nicht in “seinem” Revier duldete. War ein Bild für die Götter, Pogo schaute mich nur an nach dem Motto “Ey Frauchen, wasn das für ne komische Klette? Mach das mal bitte weg.”). Was ist z. B. mit dem Mops? Ich kenne keinen kläffenden Mops (Achtung, das ist nur ein eigener Erfahrungswert). Wie kommt ein Gericht überhaupt darauf, so ein Urteil bezogen auf eine einzige Hunderasse zu fällen? Ist irgendwie schon ein wenig unlogisch.

    #56975
    Anonym
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    Keine Ahnung. Ich habe wie gesagt das in der Zeitung gefunden.

    #56978
    Anonym
    Inaktiv

    Ja das Urteil gibt es, ich hatte es schon gelesen, ist wirklich merkwürdig, vergleichen den Hund mit Meerschweinchen. Unsere Meerschweine können auch laut quicken, aber an einen gegebenenfalls kläffenden Yorki reichen sie nicht ran.————————————————————————————In dem vom LG Kassel (siehe unten) zu einem Yorkshire Terrier entschiedenen Fall enthielt der Mietervertrag die folgende Klausel:
    “Zur Tierhaltung (insbesondere von Hunden und Katzen, nicht jedoch von Zierfischen und Ziervögeln) bedarf der Mieter der schriftlichen Zustimmung des Vermieters, ohne sich bei Verweigerung der Zustimmung auf anderweitige Gestattungen durch den Vermieter berufen zu können.”
    Die vorstehend zitierte Vertragsklausel war Gegenstand des Urteils des BGH vom 14.11.2007 Aktenzeichen VIII ZR 340/06, und wurde für unwirksam erklärt!
    Die Haltung von Kleintieren in der Wohnung gehört allgemein zum vertragsgemäßen Gebrauch. Der Mieter bedarf dafür weder einer Genehmigung noch Zustimmung des Vermieters, die Kleintierhaltung kann im Mietvertrag auch nicht wirksam ausgeschlossen werden d.h. eine Klausel, die dem Mieter das Halten jedweden Tieres in der Wohnung verbietet ist unwirksam.
    In Bezug auf die Haltung eines Yorkshire-Terriers hatte das Landgericht Kassel (siehe unten) bereits Zweifel, ob es sich bei einem so kleinen Hund nicht um ein “Kleintier” handeln könne, dessen Haltung also ohne jede Erlaubnis in der Wohung möglich ist.
    Nach dem Urteil des BGH (Urteil vom 14.11.2007 – VIII ZR 340/06) sind Kleintiere jedenfalls solche, die in geschlossenen Behältnissen gehalten werden, also nicht frei in der Wohnung oder dem Haus umherlaufen. Hunde und Katzen sind nach Ansicht des BGH – der insoweit wohl im Interesse der Rechtsklarheit eine klare Abgrenzung vornehmen will keine Kleintiere. Der Yorkshire Terrier ist nach dieser Definition kein Kleintier (da er ein Hund ist). Daraus ergibt sich für die Rechtslage folgendes:
    1. Die Haltung eines Yorkshire Terrier bedarf der Zustimmung des Vermieters, sofern der Mietvertrag eine entsprechende (wirksame) Klausel enthält.
    2. Ausnahmsweise darf ein Yorkshire Terrier in der Wohnung gehalten werden, sofern sich aus einer „umfassende Abwägung der Interessen des Vermieters und des Mieters sowie der weiteren Beteiligten“ nichts gegenteiliges ergibt – so die Abgrenzung des BGH in dem Urteil vom 14.11.2007 (siehe oben). Entsprechendes gilt für die Frage, ob der Vermieter verpflichtet ist, seine Zustimmung zu erteilen.
    In einem älteren Urteil befand das Landgericht Kassel (LG Kassel 1. Zivilkammer, Urteil vom 30. Januar 1997, Az: 1 S 503/96), der Vermieter dürfe seine Zustimmung zu Tierhaltung – wenn es um die Haltung eines Yorkshire Terriers geht – nicht verweigern. Eine solche Weigerung wäre nach Ansicht des Landgerichts Kassel (siehe nachfolgend) rechtmißbräuchlich.
    Hier der Auzug aus dem Gerichtsurteil:
    Im vorliegenden Fall der Haltung eines Yorkshire-Terriers bestehen bereits erhebliche Zweifel, ob die Haltung eines solchen Tieres nicht bereits der in der Klausel des § 9 Mietvertrag ausdrücklich gestatteten Kleintierhaltung zuzurechnen ist, denn Hunde dieser Rasse sind von winzigem Ausmaß, vergleichbar etwa einem Meerschweinchen. Jedenfalls ist in einem solchen Fall die Versagung der Genehmigung rechtsmißbräuchlich, weil diese Tiere, die sich allenfalls durch ein leises, heiseres Krächzen bemerkbar machen können, erfahrungsgemäß nicht in der Lage sind, andere Hausbewohner zu belästigen oder gar eine stärkere Abnutzung der Mietsache herbeizuführen (vgl. LG Düsseldorf WM 1993, 603). Auch die von den Beklagten geltend gemachte Befürchtung, bei einer Gestattung der Hundehaltung sei mit einer Verschmutzung der als Kinderspielplatz vorgesehenen Grünanlage durch Hundekot zu rechnen, ist jedenfalls im vorliegenden Falle nicht gerechtfertigt. LG Kassel 1. Zivilkammer, Urteil vom 30. Januar 1997, Az: 1 S 503/96

    #56980
    Anonym
    Inaktiv

    Ich frage mich, wie kann man diese kleine Hunde mit andere kleine Tiere wie zB. Hamster oder Meerschweinchen vergleichen?
    18-25 cm groß sind die Yorkis.
    deswegen, egal was für einen Hund hast du, besser immer Erlaubnis holen.

    #56981
    Anonym
    Inaktiv

    ..das geht denen wohl um den “Krach” den die machen können…..weil diese Tiere, die sich allenfalls durch ein leises, heiseres Krächzen bemerkbar machen können, erfahrungsgemäß nicht in der Lage sind, andere Hausbewohner zu belästigen steht im Urteil…na da hab ich schon andere Yorkis gehört

    #57041
    Anonym
    Inaktiv

    Salü.

    [B]Daraus ergibt sich für die Rechtslage folgendes:
    [COLOR=red]1. Die Haltung eines Yorkshire Terrier bedarf der Zustimmung des Vermieters, sofern der Mietvertrag eine entsprechende (wirksame) Klausel enthält. [/COLOR]

    2. [COLOR=red]Ausnahmsweise[/COLOR] darf ein Yorkshire Terrier in der Wohnung gehalten werden, [COLOR=red]sofern sich aus einer „umfassende Abwägung der Interessen des Vermieters und des Mieters sowie der weiteren Beteiligten“ nichts gegenteiliges ergibt [/COLOR]- so die Abgrenzung des BGH in dem Urteil vom 14.11.2007 (siehe oben). Entsprechendes gilt für die Frage, ob der Vermieter verpflichtet ist, seine Zustimmung zu erteilen.[/B]

    Gerade juristische Texte besser immer sorgfältig lesen.

    Für mein juristisches Verständnis sagt das Urteil nicht das generell immer erlaubt ist einen Yorki zu halten.

    Nebenbei – ist es immer ratsam sich als Hundehalter eine generelle Haltungserlaubnis für einen (oder auch mehrere Hunde) in den MV schreiben zu lassen.
    Wenn die im MV enthalten ist – wird es auch extremst schwierig für den Vermieter den Hund / oder die Klausel jemals loszuwerden. Fast egal warum.

    Aber genau daher möchten das viele Vermeiter nicht in ihrem MV`s stehen haben, sondern bestehen darauf einem Hund ein Duldung auf Anfrage aussprechen zu können.

    Eine Duldung kann der Vermieter leicht widerrufen. Eine generelle Haltungserlaubnis im Mietvertrag so gut wie nicht.

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