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    Anonym
    Inaktiv

    Was nicht jeder weiß!

    _______St.Nikolaus_______
    In der reichen Stadt Patara lebte vor langer, langer Zeit ein Knabe, dessen Name war Nikolaus. Vater und Mutter starben leider an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Die Eltern hinterließen ihm großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Ländereien, Schlösser und Paläste. Auch Pferde, Schafe, Esel und andere Tiere besaß er. Doch er war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Seine Angestellten wollten ihn aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen. Der Stallmeister wollte mit ihm auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister meinte, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.

    Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen. Auch die Tiere spürten, dass er traurig war. Sie drängten sich zu ihm. Vom Weinen müde, wollte er sich schlafen legen. Da stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Eine davon ergriff er und begann zu lesen. “Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag vor seiner Tür und wollte nur Brotsamen die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten sie ihm nicht. Es geschah, dass der Arme starb. Er wurde von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen”.

    Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte Nikolaus. Ich bin schön gekleidet und lebe im Überfluss. Die Bettler draußen beim Stadttor habe ich vergessen. Morgen will ich früh aufstehen und mich nach ihnen umsehen. Am Morgen schlich er sich zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie ihn erblickten, streckten sie die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine. Eilig löste er die schwere Goldkette vom Hals, zog den Ring vom Finger und gab es ihnen. Er schlüpfte aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte alles. Glücklich ging er nach Hause. Er war wieder fröhlich.

    Nikolaus ließ auf seine Kleider Taschen aufnähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles. Mit 12 Jahren wurde Nikolaus weit weg in die Schule gebracht. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.

    Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen Jüngling gesagt hatte: “Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen”. Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große Not. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel.

    Eines Tages kehrte er in die Heimat zurück. In Myra war der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. Ich bin Nikolaus ein Diener Christi, antwortete er. Da führte man ihn ins Gotteshaus und ernannte ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, stand sein alter, grauer Esel vor der Tür. Von da an wurde er sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirt für seine Schafe. In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben.

    An seinem Geburtstag kleidete er sich jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack. Der war gefüllt mit Äpfel, Nüssen, Mandarinen und Honigkuchen. Er schritt durch die Strassen und verteilte die Gaben und machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Und als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer, dass er sich von den Kindern trennen sollte.

    Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352.
    Der Nikolaustag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert
    und kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.

    #47357
    Anonym
    Inaktiv

    Schön Duke….

    #47356
    Anonym
    Inaktiv

    Danke…..aber ich wäre nicht der Babybär…wen ich nicht auch anders ^^ könnte…

    Siehe hier:
    ADVENT

    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken, Schneeflöcklein leis herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
    Und dort vom Fenster her durchbricht, den dunklen Tann ein warmes Licht.
    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer, die Försterin im Herrenzimmer.

    In dieser wunderschönen Nacht, hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege, seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    So kam sie mit sich überein: Am Niklasabend muß es sein.
    Und als das Rehlein ging zur Ruh`, das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie direkt von vorn, den Gatten über Kimm und Korn.

    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase, zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln, derweil die Sternlein traulich funkeln.
    Und in der guten Stube drinnen, da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen, den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen, nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied (was der Gemahl bisher vermied) – ,
    behält ein Teil Filet zurück, als festtägliches Bratenstück
    und packt zum Schluß, es geht auf vier, die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt von fern die Silberschellen, im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist`s der in so tiefer Nacht, im Schnee noch seine Runde macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten, auf einem Hirsch herangeritten!
    “He gute Frau, habt ihr noch Sachen, die armen Menschen freude machen?”
    Des Försters Haus ist tief verschneit, doch seine Frau steht schon bereit:
    “Die sechs Packete heil`ger Mann, `s ist alles was ich geben kann.”

    Die Silberschellen klingen leise, Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt, ein Sternlein blinkt – es ist – ADVENT.

    (Loriot)

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