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  • #59833
    Anonym
    Inaktiv

    _______ “SILVESTERABEND”_______

    Gestern Abend ging ich noch mal raus, kurz nach Mitternacht, um nachzusehen, ob auch alle Heizlampen in den Ziegen-, Hühner- und Putenhäusern arbeiten. Die Temperatur drohte auf Null oder sogar noch darunter abzufallen. Alle Hunde waren längst schlafen gegangen und die Nacht war still. Beim Betreten der Veranda begrüßte mich die Sicht auf einen kristallklaren Himmel mit Scharen von Sternen. Meine Taschenlampe anknipsend machte ich mich auf den Weg zum Schuppen (wir weigern uns, uns eine dieser verdammten “Rund-um-die-Uhr” Monsterdinger anzuschaffen, die die Sterne vom Scheinen abhalten).

    Am frühen Abend hatte ich ein bisschen Stroh gebracht, um den Tieren auf der Farm ein frisches Bett zu machen; dabei war mir draußen vor dem Gatter ein Bündel heruntergefallen, dass ich nicht mehr aufgehoben hatte.

    Während ich den Weg herunter lief, sah ich im Schnee ein paar blutige Pfotenabdrücke, die aus dem Wald herauskamen und in dem Strohbündel am Gatter endeten. Zusammengerollt auf den Strohhaufen lag ein Hund. Mittelgroß. Schwer auszumachen in der Dunkelheit, welche Art Hund; könnte alles mögliche gewesen sein. Aber ganz sicher ein Hund dunkler Farbe. Ich legte meine Hand auf den Rücken und fühlte kalte Rippen. Ich zog meine Handschuhe aus und tastete hinter den Vorderlauf. Ein Herzschlag. Dann hörte ich einen schwachen Schlag. Das Ende der Rute ging auf und ab, hinterließ kleine Abdrücke im Schnee, aber der Kopf bewegte sich nicht. Ich blickte in die tiefbraunen Augen, die zu sagen schienen “Bitte jage mich nicht weg, ich kann keinen Schritt mehr laufen”. Die Läufe waren gebrochen und bluteten. Ich sah, kontrollierte, ob die Heizlampen funktionierten und nahm den durchfrorenen Hund vorsichtig an mich. Kein Widerstand, nur das Klopfen der Rute. Nicht viel Gewicht für die Größe des Bündels. Ich machte mich auf den Weg zur Vordertür.

    Drinnen angekommen legte ich den Hund in der Tür ab. Keine Bewegung. Während ich kontrollierte, ob alles noch schlief, machte ich mich auf die Suche nach einer Decke. Ich war mir ziemlich sicher, dass wir die letzte Hundedecke bei unserer Rettungsaktion von neulich verwendet hatten. Im Schrank nichts, im Trockner nichts, auf der Couch nichts. Ich ging ins Schlafzimmer und zog vorsichtig die vom Bett herunter. Auch wenn sie schon alt war und an den Rändern auszufransen begann, es war die letzte Verfügbare. Ich faltete sie und legte sie auf die Heizklappe, ganz nah beim Ofen. Dann nahm ich den Hund und legte ihn oben drauf.

    Nach Mitternacht an Sylvester, in einer sehr ländlichen Gegend von Südwest-Missouri – keine Chance heute Abend noch einen Tierarzt aufzutreiben. Wir würden es morgen versuchen müssen. Ich ging in die Küche, nahm eine Dose Hühnerbrühe aus der Gefriertruhe und warf sie in die Mikrowelle. Ich ging zurück ins Wohnzimmer und setzte die Schale nah an die Decke, in Reichweite der kalten Schnauze. Noch ein paar Schwanzklopfer war die einzige Bewegung. Ich langte hinunter und legte meine Hand unter das Kinn, vorsichtig den Kopf anhebend. Jetzt hier drin, konnte ich sehen, dass der Hund schwarz war, zumindest an den Stellen, die noch nicht grau geworden waren. Fast das ganze Gesicht zeigte die weißen Anzeichen vergangener Zeit und die Pupillen, umrandet von diesen dunkelbraunen Augen, waren blau. Die Ohren gehörten einem Labrador und auch der Schwanz, der jedes Mal klopfte, wenn ich nähern kam. Der Körper war dünn und knochig. Keine Vorderzähne mehr. Die Reißzähne waren abgewetzt oder bis auf kleine Stummel abgebrochen und ganz hinten konnte ich drei Zähne sehen. Ich wollte nicht nachsehen, ob der alte Hund ein Rüde oder eine Hündin war. War ja eigentlich ohnehin egal. Ich sagte dem alten Hund, dass ich ins Bett gehen würde und tätschelte seinen Kopf, was er wieder mit einem Schwanzklopfen erwiderte.

    Auf dem Weg ins Schlafzimmer fragte ich mich, wie um alles in der Welt der Hund zu unserer Farm gekommen war. Er kam durch die Wälder, die groß und unbewohnt waren. Ich fragte mich auch warum ausgerechnet hier. Die Antwort war einfach. Die Hand Gottes hatte den alten Hund zum richtigen Ort gebracht.

    Es ist jetzt morgens und ich bin seit ein paar Stunden auf. Die Schale mit der Brühe war leer und die Decke war so, wie ich sie verlassen hatte. Keine blutigen Pfotenabdrücke auf dem Teppich, nur auf der alten Decke. Kurz nachdem ich zu Bett gegangen war, hatte der alte Hund die Hühnerbrühe aufgeschlabbert und die Schale sauber geleckt. Die Decke war leicht aufgeworfen und der alte Hund hatte sich zu einem fest Ball zusammengerollt, die Nase unter den Schwanz gesteckt. Als ich mich bückte, um guten Morgen zu sagen, antwortete kein Schwanzklopfen mehr. Ich wusste, dass der alter Hund in der Nacht über die Regenbogenbrücke gegangen war. Kniend vor dem alten Hund, dankte ich Gott für die alte Decke die übrig geblieben war und für die Hände, die den Hund zur Regenbogen-Farm geleitet hatten. In dem Moment fiel mir das Gedicht ein, dass Walt für uns geschrieben hatte:

    “Hör die Freundlichkeit, sanfte Worte,
    verloren oft hinter Tränen
    Leg deine Hand auf meine Schulter
    lass sie meine Ängste nehmen.”

    Walt Zientek

    _________________________________________________________________________________________________
    ICH FINDE DIESE GESCHICHTE SO WUNDERBAR WIE AUCH TRAURIG. ;(

    #59957
    Anonym
    Inaktiv

    “Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter,Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen.”

    < Marcus Porcius Cato (234-149 v. Christus), römischer Politiker und Schriftsteller

    #59982
    Anonym
    Inaktiv

    Von der Erschaffung des Hundes

    Als Gott die Erde, die Tiere und die Menschen geschaffen hatte, wollte er den Menschen

    noch einen treuen Begleiter und eine Verbindung zum Tierreich schaffen. Und so schuf

    Gott noch ein Tier und sagte zu diesem: “Liebe den Menschen, den ich nach meinem

    Ebenbilde geschaffen habe. Ihn sollst du verehren. Du sollst ihn in der Wildnis schützen, seine

    Kinder bewachen und ihn begleiten, wo immer er hingeht. Du sollst sein Kamerad und sein

    Lebensgefährte sein.”

    Und Gott sprach weiter:

    “Damit du dies alles vermagst, statte ich dich aus mit Eigenschaften, die anderen Tieren

    fehlen und die dem Menschen ebenbürtig sind: Treue, Ergebenheit und Verständnis.

    An Loyalität wirst du sogar den Menschen übertreffen und wirst blind für seine Fehler sein.

    Auch an Verständnis wirst du den Menschen übertreffen,

    denn es fehlt dir die Macht des Wortes.

    Kein Fehler der Zunge kann dadurch das Verhältnis zwischen dir und dem Menschen trüben.

    Du wirst nur durch dein Herz und durch deine treuen Augen zu deinem Menschen sprechen.

    Gehe an seiner Seite, schlafe vor seiner Tür, behüte ihn und schütze ihn,

    trage seine Lasten, teileseine trüben Gedanken, liebe ihn und tröste ihn.

    Und für all das wird der Mensch immer für dich sorgen, dir all das geben, was du

    brauchst und wünscht, nämlich Nahrung, Unterkunft und Liebe.

    Sei deshalb still und sei der Freund des Menschen.

    Führe ihn auf seinem Weg vom Dunkel ans Licht. Führe ihn durch die Gefahren bis

    zum Land, das ich ihm verheißen habe.

    Dies sei dein Geschick und wird dich selbst zu deiner Unsterblichkeit führen.”

    So sprach Gott. Und es war gut. Und der Hund erhörte seine Worte und tat bis heute,

    wie ihm geheißen.

    (Verfasser unbekannt)

    #64422
    Bianka Kuklinski
    Teilnehmer

    10 goldene Tipps für Hunde – sollte jeder Hund lesen

    1. Wenn dein Mensch die Frechheit besaß, dich zu baden, lass dich auf keinen Fall abtrocknen! Statt dessen solltest du ins Schlafzimmer der Menschen rennen, aufs Bett springen, dich in den Kissen und Decken wälzen und so abtrocknen. Dieses Spiel ist besonders lustig kurz bevor die Menschen schlafen gehen wollen.

    2. Benimm dich wie ein Krimineller, der auf frischer Tat ertappt wurde. Wenn die Menschen heimkommen, leg die Ohren zurück, klemme den Schwanz zwischen den Hinterläufen ein, und lass den Kopf hängen, als ob du was ganz besonders Schlimmes angestellt hättest. Du kannst dann beobachten, wie die Menschen hektisch im Haus herumlaufen und nachsehen, was du angestellt hast. (Anmerkung: dieses Spiel ist nur wirksam, wenn du ganz brav warst)

    3. Lass dir von deinen Menschen einen ganz tollen neuen Trick zeigen. Bemühe dich, ihn ganz perfekt zu erlernen. Wenn deine Menschen dann diesen Trick ihren Freunden demonstrieren wollen, schau sie mit fragendem Blick an. Gib vor, du hättest keine Ahnung, was du jetzt tun sollst. Wenn die Freunde dann wieder weg sind, zeig deinen Menschen, dass du doch nichts verlernt hast.

    4. Lehre deine Menschen, geduldig zu sein. Wenn sie mit dir hinausgehen, um eine Pfütze zu machen, schnüffle jeden Zentimeter des Gartens ab und überlege ganz genau, welcher Platz jetzt richtig wäre. Die Menschen warten sicherlich geduldig. Besonders lustig ist dieses Spiel im Winter und gesteigert wird der Reiz noch, wenn dein Mensch mit dir in der Nacht draußen ist und vielleicht nur einen Bademantel über dem dünnen Pyjama trägt

    5. Ziehe allgemeine Aufmerksamkeit auf dich. Wenn ihr spazieren geht, entschließe dich zu einem Platz, wo besonders viele Menschen sind, ein Häufchen zu machen. Lass Dir Zeit und achte darauf, dass alle zusehen. Besonders beliebt ist dieses Spiel, wenn deine Menschen vergessen haben, ein Plastiksäckchen mitzunehmen.

    6. Beim Spaziergang an der Leine musst du abwechselnd an der Leine ziehen und dann wieder schrecklich husten, besonders wenn andere Menschen vorbeigehen.

    7. Mache deinen eigenen Spielregeln. Wenn deine Menschen wollen, dass du das Stöckchen zurückbringst, solltest du dies zeitweise tun, aber nicht immer. Zwischendurch musst du deinen Menschen Gelegenheit geben, das Stöckchen selbst zu apportieren.

    8. Versteck dich vor deinen Menschen. Wenn deine Menschen heimkommen, begrüße sie nicht an der Türe. Stattdessen verkriechst du dich und sie werden glauben, dir sei etwas Fürchterliches zugestoßen! Komme nicht aus deinem Versteck heraus, bevor die Menschen nicht in Panik den Tränen nahe sind.

    9. Wenn dich dein Mensch ruft, solltest du diesen Befehl auf keinen Fall zu schnell befolgen. Er wird dich mit seiner liebsten Stimme rufen, niederknien und dich mit einem Leckerbissen überzeugen, dass es am besten ist, dich doch dazu zu entschließen, zu ihm zu kommen.

    10. Am Morgen solltest du immer 1 Stunde bevor der Wecker läutet aufwachen und deinen Menschen zu verstehen geben, dass du hinaus musst. Wenn sie dann verschlafen und nur mit einem dünnen Nachthemd bekleidet an der Tür auf dich warten, lass dir Zeit. Sobald du fertig bist – lauf zurück ins Haus, hüpf in dein Körbchen (oder noch besser ins angewärmte Menschenbett) und fall in einen tiefen Schlaf. Menschen sind nicht in der Lage, noch einmal für kurze Zeit einzuschlafen und dieses Spiel wird sie absolut verrückt machen! Aber es ist lustig.

    FAZIT:
    Wenn du diese 10 Vorschläge übernimmst, gehört alle Aufmerksamkeit Dir und Du wirst weiterhin der Mittelpunkt des Familiengeschehens bleiben.

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