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  • #13861
    Anonym
    Inaktiv

    Mama hat ein großes Blutbild machen lassen und einen Schilddrüsentest, weil ich jetzt so langsam in dei Jahre komme.Bei mir hat der TA eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Ich bekomme Tabletten dagegen, morgens und abends eine.
    Hat jemand schon Erfahrung damit und kann es sein, dass mein RIESENappetit auf die Ausscheidungen von Vegetariern (Pferdeäpfel, Wildkot, Ziegenschiete, Kuhfladen….) damit zusammenhängt?
    Es ist nichts furchtbar Schlimmes und Mama ist echt froh, dass wir das Blutbild haben machen lassen.
    Die Blutabnahme und die Beratung kosteten 25 Euro, das große Blutbild 15 und die Schilddrüsentests noch mal 40 Euro. Nur so als Richtwert.Wir können das allen älteren Hunden nur empfehlen – einmal im Jahr. Bevor sowas an allen Organen größere Schäden anrichtet.

    #50201
    Anonym
    Inaktiv

    Hab da mal was ergooglet!

    Siehe selbst:

    Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). 09.01.2010

    Was ist die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion?

    Grundsätzlich kennt man beim Hund 2 Mechanismen, die zu einer Schädigung des funktionellen Schilddrüsengewebes führen:
    Die häufigste ist die chronisch-entzündliche Veränderung, die völlig unbemerkt verläuft, bis durch die Entzündungsreaktion ein großer Teil des Schilddrüsengewebes zerstört und durch nicht-hormonbildendes Bindegewebe ersetzt worden ist.
    Die zweite (seltenere) Form ist eine autoimmune Thyreoiditis, bei der der Körper Antikörper gegen sein eigenes Schilddrüsengewebe bildet und dieses dadurch zerstört.

    Von der „echten“ Schilddrüsenunterfunktion unterschieden werden muß das sogenannte „Euthyroid sick syndrome“, bei dem die Schilddrüse durch andere Ursachen in ihrer Hormonproduktion gebremst wird.
    Hierzu gehören schwere Erkrankungen wie beispielsweise tiefe bakerielle Entzündungen oder Cushing-Erkrankung ebenso wie zahlreiche Medikamente (Cortison, Phenobarbital, manche Antibiotika etc.).
    Auch bei einer Untersuchung der Schilddrüsenwerte unmittelbar nach oder bei Cortisonbehandlung sind demnach erniedrigte Werte zu erwarten, ohne dass eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt!

    Welche Hunde bekommen eine Schilddrüsenunterfunktion und wann?

    Die meisten Hunde sind in mittlerem Lebensalter, wenn Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Da diese gewöhnlich schleichend beginnen, der Hund oft als erstes einfach nicht mehr so gerne spielt oder spazieren geht (was oft auf das zunehmende Alter zurückgeführt wird), vergeht meist einige Zeit, bis eine Schilddrüsenunterfunktion schließlich diagnostiziert wird.
    Die meisten Tiere sind dann 4-8 Jahre alt. Wahrscheinlich beginnen die ersten Veränderungen in der Schilddrüse bei prädisponierten Hunden bereits im Alter von 2 Jahren.

    Grundsätzlich können alle Hunde eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln. Überdurchschnittlich oft sind Tiere mittelgroßer und großer Rassen betroffen, insbesondere Airedale-Terrier, Golden Retriever, Labrador Retriever, DSH, Dobermann, Boxer, Riesenschnauzer etc. Eine Ausnahme bilden die Dackel, die – obwohl nicht mal mittelgroß – gleichfalls zu dieser Erkrankung neigen.

    Welche typischen Symptome gibt es?

    Keine, daher wird die Schilddrüsenunterfunktion auch gerne „der große Imitator“ genannt. Es gibt eine Vielzahl von Symptomen der Haut und der anderen Organsysteme, von denen einzelne oder viele in allen denkbaren Kombinationen auftreten können. Dies macht die Diagnose mitunter schwierig!

    Hautsymptome sind schlechtes oder verzögertes Haarwachstum (wird oft erst nach dem Scheren bemerkt!), Haarausfall ohne Juckreiz v.a. im Bereich des Körpers, insgesamt schütteres Haarkleid, trockenes und/oder brüchiges Fell, vermehrte Schuppenbildung, Neigung zu Hautinfektionen und Ohrentzündungen mit Bakterien und/oder Hefepilzen, „Rattenschwanz“ v.a. bei langhaarigen Tieren, evtl. auch verstärktes Haaren oder Veränderung der Fellfarbe (selten). Kopf und Beine sind meist unverändert.

    Allgemeine Symptome wie Konditionsmangel, Bewegungsunlust, „Verfressenheit“, Gewichtszunahme, Aufsuchen warmer Plätze bzw. Wärmeintoleranz im Sommer sind häufig.
    Unregelmäßigkeiten bei der Läufigkeit, Gesäugeanbildung mit und ohne Milchproduktion, verringerte Libido und geringere Spermaqualität werden relativ oft gesehen.

    Seltener sind Herzprobleme (Herzrhythmusstörungen, Cardiomyopathien) und Veränderungen neurologischer Art wie nachlassendes Hörvermögen, Taubheit, Lahmheiten, Lähmungserscheinungen auch der Gesichtsnerven und epileptische Anfälle.

    Am Auge können verschiedenste Veränderungen, beispielsweise Hornhautgeschwüre, Lipidosen etc. auftreten.

    Wie wird die Diagnose gestellt?

    Der Vorbericht, die Ergebnisse der Untersuchung des Patienten und verschiedene Blutparameter liefern die Verdachtsdiagnose, die dann durch eine Blutuntersuchung im Speziallabor, bei der verschiedene schilddrüsenspezifische Parameter bestimmt werden, überprüft wird.

    Wie wird behandelt?

    Die Schilddrüsenunterfunktion ist hervorragend behandelbar. Die nicht genügend produzierten Hormone werden in Tablettenform substituiert (Levothyroxin oder T4). Eine Besserung der allgemeinen Symptome tritt meist schon binnen 2 Wochen nach Therapiebeginn auf, Haut- und Fellveränderungen benötigen bis zur sichtbaren Besserung meist mindestens 4-6 Wochen.

    Da Schilddrüsenhormone beim Hunde schlechter als beim Menschen aus dem Darm aufgenommen und viel schneller verstoffwechselt werden, müssen sie – gemessen am Körpergewicht – um ein Vielfaches höher dosiert werden. Die Anfangsdosis beträgt etwa 20 µg/kg 2x täglich (zum Vergleich: die meisten Menschen erhalten 50-100 µg als Tagesdosis!)

    Wie wird die Behandlung kontrolliert?

    Aufnahme und Verstoffwechslung der Schilddrüsentabletten können von zahlreichen Faktoren beeinflusst werden. Um sicherzustellen, dass der Patient die optimale Dosis erhält, wird etwa 2 Monaten nach Behandlungsbeginn die erste Blutspiegelkontrolle durchgeführt. Hier wird exakt 4 Stunden nach der morgendlichen Tablettengabe Blut zur Messung des T4-Blutspiegels entnommen und die Dosierung dann eventuell dem Ergebnis angepasst. Diese Kontrolluntersuchungen werden alle 3-6 Monate wiederholt. Die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion ist i.d.R. lebenslang (Ausnahme: „Euthyroid sick syndrome“).

    Hoffe es bringt etwas Aufklärung. 🙂

    #50206
    Anonym
    Inaktiv

    Wow das nenn ich ausführlich… Meine damalige Hündin hatte eine Schilddrüsenunterfunktion. Sie hat furchtbar Fell verloren und wurde leider erstmal wochenlang gegen eine Pilzinfektion behandelt, da die TÄ erst später ein BB machen lassen hat. Es ging am Lendenbereich los, ca. 5-Markl-Stück große Hautscheiben, die sich samt Fell gelöst haben. Das sah so aus als es angefangen hat:

    und wurde immer schlimmer. Wir haben L-Thyroxin bekommen. Morgens und abends eine. Beim TA kostet das richtig Geld, wenn man einen netten Hausarzt hat, schreibt der einem das auf und bezahlt nur 5 Euro RP-Gebühr je nach Krankenkasse. Innerhalb von drei oder vier Wochen hatte Ria wieder wunderschönes Fell, eine Menge Gewicht verloren und war wieder agil.

    #53638
    Anonym
    Inaktiv

    HUHU!!!! Wir waren die Woche wieder Blut abnehmen und untersuchen, das war voll gemein. Der hat mich wieder gepiekt. Aber heute kam das Ergebnis: Meine Blutwerte sind spitze. Da hat es sich doch gelohnt, die Leberwurstbrote zu essen, die Mama immer um die Tabletten rumpackt, hihi. Ich hab sogar wieder mit der Zoey gespielt, einem Border-Collie-Mädchen. Dafür hatte ich vor den Forthyron 400 Tabletten gar kein Interesse mehr.
    Ach ja, und da haben wir noch was gefunden :
    [URL=http://www.tiergesundheit-aktuell.de/videos/kleintiervideo-280.php]Video Tiergesundheit.de[/URL]
    Wir finden, da wir es echt gut erklärt!

    #53654
    Anonym
    Inaktiv

    Das freut mich aber für dich George!!!

    Hoffe deine Blutwerte bleiben so gut und du uns noch lange erhalten! 🙂

    #53666
    Anonym
    Inaktiv

    Hey das sind tolle Nachrichten! Ich hab mich auch immer so gefreut lach. Ich find das schön das ihr das in den Griff bekommen habt. Also schön weiterhappern die Brote 😀

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