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  • #14265
    Anonym
    Inaktiv

    Ich las folgenden Text und dachte es könnte euch , liebe Forenfreunde vlt. interessieren.
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    Ist kopierstibbitzt 😀

    Wie gehen Hunde mit dem Alleinsein um?
    Manche Tiere sind verzweifelt, wenn sie in der Wohnung zurückgelassen werden – und randalieren. Anderen hingegen sind wenig beeindruckt und friedlich. Wissenschaftler glauben, dass es unter den Vierbeinern Optimisten und Pessimisten gibt.

    __Cambridge__
    Manche Hunde reagieren verängstigt, wenn sie allein zu Hause gelassen werden. Sie bellen, pinkeln die Möbel an – und demolieren im schlimmsten Fall sogar die Inneneinrichtung. Andere Tiere hingegen lässt das Alleinsein völlig kalt. Doch wie lässt sich das unterschiedliche Verhalten erklären? Britische Forscher hatten einen Verdacht: Es gibt optimistische und pessimistische Hunde.

    Eine Studie der Wissenschaftler um Michael Mendl von der University of Bristol in Langford scheint diese These zu bestätigen. Ähnlich wie für manche Menschen das Glas halb voll sei, für andere aber halb leer, rechneten offensichtlich auch manche Hunde eher mit positiven Ereignissen, andere eher mit negativen. Im Fachmagazin “Current Biology” berichten die Wissenschaftler über ihre Studie mit 24 Hunden. Diese waren gerade in ein Tierheim gekommen.

    Zunächst untersuchten sie, ob die Tiere verängstigt reagierten, wenn sie alleine gelassen wurden. Dazu spielten sie mit jedem Hund 20 Minuten in einem geschlossenen Raum. Am darauf folgenden Tag brachten sie das Tier erneut in diesen Raum und ließen es dort fünf Minuten allein. Videokameras beobachteten, wie die Hunde etwa an der Tür scharrten, auf Möbel sprangen, bellten – oder einfach ruhig blieben.

    Im Anschluss an dieses Experiment untersuchten die Wissenschaftler in einem zweiten Versuch, wie die jeweiligen Hunde Entscheidungen trafen. Sie gewöhnten die Vierbeiner zunächst daran, dass ein Fressnapf immer mit Futter gefüllt war, wenn er an einer bestimmten Stelle eines Raumes stand. Stand er hingegen an einem anderen festen Platz, war er leer.

    Optimistische Tiere zeigten sich selten verängstigt

    Nachdem die Hunde diese Regel verinnerlicht hatten, stellten die Forscher einen Fressnapf mit Futter an eine Position, die zwischen den ersten beiden lag. Hunde, die schnell zu diesem Futternapf rannten, als würden sie Fressen erwarten, wurden als optimistische Tiere eingeordnet. Solche, die sich nur zögernd dem Fressnapf näherten, als würden sie nicht davon ausgehen, Futter zu bekommen, galten entsprechend als Pessimisten.

    Der Vergleich der Daten aus beiden Versuchen zeigte einen deutlichen Zusammenhang:
    Die optimistischen Tiere zeigten sich nur selten verängstigt, wenn sie kurz alleine gelassen wurden. Im Gegensatz dazu neigten die pessimistischen Hunde viel häufiger zu destruktivem Verhalten. “Das ist wichtig für Hundebesitzer, wenn sie ihre Tiere richtig behandeln wollen”, sagte Studienautor Mendl. Es zeige sich, dass das Angstverhalten der Hunde bei Isolation kein gutes Zeichen sei – auch wenn manche Tierhalter das annehmen würden.

    Aus der Humanpsychologie sei bereits bekannt, dass die Gefühlslage eines Menschen sein Urteilsvermögen beeinflusst, erklärten die Forscher. Und glückliche Menschen würden eine ambivalente Situation eben eher als positiv bewerteten.
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    Quelle: Spiegel Online, [URL]http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,722514,00.html[/URL]

    Nun ja, vlt. möchtet ihr, liebe Forenfreunde, ja auch kundtun wie ihr es mit dem Thema haltet.

    LG Suza und ihre 2. (wie ich finde) “optimistischen Hunde” Jonny und Duke :]

    [COLOR=red][SIZE=10]Quelle eingefügt vom optimistischen Stadthunde-Moderator, darum bittend, auf die Sache mit dem Urheberrecht zu achten ;-)[/SIZE][/COLOR]

    #68317
    Anonym
    Inaktiv

    Klingt ziemlich interessant, allerdings fehlt mir ein entscheidender Punkt in dieser Studie: In wie weit hat das Verhalten des Besitzers auf den Optimismus bzw. Pessivismus des Hundes Einfluss? Klar wurde die Studie an Hunden durchgeführt, die keinen Besitzer (mehr) haben aber sie wurden ja vorher durch ihr soziales Umfeld geprägt. Also könnte es doch möglich sein, dass der Vorbesitzer einen vielleicht von Grund auf optimistischen Hund durch sein Verhalten zu einem Pessimisten gemacht hat, oder nicht? Das würde mich dann doch noch interessieren.

    #68321
    Anonym
    Inaktiv

    Jepp, @ Pogo…mich interressiert es auch!
    Ich bin ja überzeugt daß Mensch (Halter) Einfluss darauf nehmen und auf längere Zeit dann ein Pessimist/Optimist-Hund entstehen kann.

    #68322
    Anonym
    Inaktiv

    Thema Quelle:

    DANKE Lupold =) (war mir unsicher ob ich es soll/darf….)

    Suza

    #68316
    Anonym
    Inaktiv

    Wie leicht man viele Hunde beeinflussen kann sieht man doch am Besten daran, wenn ich z.B. im Dunkeln alleine mit Nelson unterwegs bin und vollkommen entspannt bin ist es mein Hund auch, bin ich aber angespannt, weil ich z.B. Geräusche höre – dann ist mein Hund auch in Lauerstellung und genauso ist es, wenn uns ein Hund begegnet, den man nicht kennt, je entspannter ich bin, desto entspannter ist auch Nelson – nach der Studie unten würde er zu den Optimisten gehören. Aber das Alleinsein will auch erlernt sein.
    Nur überträgt sich das auch auf das Verhalten der Hunde, wenn sie alleine zu Hause sind und keiner ihnen Gefühle vorgibt?
    Bin sehr gespannt auf die Berichte anderer Forenschreiber

    #68305
    Anonym
    Inaktiv

    [B]Klingt ziemlich interessant, allerdings fehlt mir ein entscheidender Punkt in dieser Studie: In wie weit hat das Verhalten des Besitzers auf den Optimismus bzw. Pessivismus des Hundes Einfluss? Klar wurde die Studie an Hunden durchgeführt, die keinen Besitzer (mehr) haben aber sie wurden ja vorher durch ihr soziales Umfeld geprägt. Also könnte es doch möglich sein, dass der Vorbesitzer einen vielleicht von Grund auf optimistischen Hund durch sein Verhalten zu einem Pessimisten gemacht hat, oder nicht? Das würde mich dann doch noch interessieren.[/B]

    Dem kann ich mich nur anschliessen.

    Damit der Versuch verhaltensbiologisch aussagekräftig/objektiv wäre, müssten die Testhunde idealer Weise ohne menschliche (vor)Prägung im Rudel unter Artgenossen aufgewachsen sein. Oder, ein solcher Test müsste mit Welpen stattfinden die noch nicht von aussen geprägt wurden.

    Das es unter Hunden Optimisten und Pessimisten gibt, halte ich für gegeben.
    Fraglich ist halt nur ob es genetisch Festgelegt oder geprägt ist.

    Ich persönlich denke es ist geprägt/erlernt, da Mensch auch aus einem pessimistischem Hund noch einen guten Optimisten machen kann (gerade auf die Isolationsfrage hin bezogen). Mit Geduld, Fleiss, Wissen und viel Spucke.

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