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  • #14254
    Anonym
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    Hallo zusammen,

    bei uns im Haus wohnt eine ältere Dame, die seit kurzem Witwe ist. Früher (30-40Jahr her) hatten sie einen Dackel, der nach ihren Erzählungen wohl der Rudelchef war und seine Menschen sehr gut erzogen hatte. (Mitessen am Tisch, Sofaplatz verteidigen etc.) War scheinbar so einer, der hochgenommen wird wenn ein größerer Hund ankommt und dann vom Arm runter böse kläfft. Sie selbst ist sich nicht bewusst, was da alles schief gelaufen ist und was man hätte besser machen können/sollen. Wenn ich versuche zu erklären, versteht sie es auch nicht so wirklich.

    Seit sie nun allein ist, hat es sich so entwickelt, dass sie 2-3 Mal die Woche Abends mit March (angeleint!) nochmal eine kleine Runde um den Block geht.

    Jetzt ist es so, dass ich der Dame mehrfach versucht habe, einige Grundregeln zu erklären, aber sie ist einfach zu lieb und zu weich um sich gegen den Terrierdickschädel immer durchzusetzen und March nutzt das aus. Z.B. missachtet sie Befehle.. das obligatorische mehrfache Befehle wiederholen “Sitz!Sitz!Sitz” kommt immer wieder vor und obwohl March nicht “richtig” sitzt (sofort wieder aufsteht), bekommt sie dann doch ein Leckerlie zugesteckt, oder March springt sie gar an um noch schneller den begehrten Happen zu bekommen. Oder March löst die Befehle von alleine auf usw.

    Ich mache mir nun ein bisschen Sorgen, ob das meine ganze “gute Arbeit und Müh” :rolleyes: der Erziehung von March kaputt macht, oder ob March das trennen kann, bei wem sie sich was erlauben darf und wo nicht.

    Ich möchte diese Spaziergänge ungern “abschaffen” weil ich sehe, wieviel Freude es der Dame macht und ihr sicher hilft über ihren Verlust hinwegzukommen. Auch ist eine zusätzliche Runde für March ja was schönes. Aber ich möchte auch nicht, dass mein Hund vielleicht verzogen wird, oder sich irgendwelche blöden Marotten angewöhnt.

    Wie schätzt ihr das ein? Hat jemand Erfahrung mit solchen Situationen?
    Muss ich energischer erklären und verlangen, wie mein Hund behandelt werden soll, oder meint ihr ich kann da ein Auge zudrücken?

    LG Chris

    #61246
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo chris,

    als wir 5 Wochen am Stück weg waren, war Freddy bei den Eltern von meinem Lebensgefährten.
    gleiches spiel wie bei dir, obwohl ich vorher ausdrücklich gesagt habe. nicht aufs Sofa, Sessel usw., Befehle müssen beachtet und halt das was du auch schon gesagt hast.
    Wir bekamen einen Hund wieder der nicht mehr auf “Sitz” hören wollte und dann meinte ausmüpfig zu werden. Was folgte waren 3 Wochen konsequentes üben und unterordnen.
    Ein Hund zieht bei sowas immer den größt möglichen Vorteil aus der Sache. Und wenn dieses Verhalten sich dann erstmal gefestigt hat, wirds schwer wieder los zu werden. Außerdem was der arme hund irgendwann nicht mehr, was nun richitg oder falsch ist. Veilleicht solltest du einfach mitgehen oder aber der Damen klipp und klar sagen, wie der Hund behandelt werden soll und das “Regelverstöße” nicht gewollt sind.

    #61257
    Anonym
    Inaktiv

    March, ehrliche Antwort? Gib deinen Hund der Frau nicht mehr! Es sei denn, du stehst auf verzogene Terrier, die dir auf der Nase herumtanzen. Ist ja nicht böse gemeint, ich weiß wie das mit solchen Leuten so ist. Hab da genug so gutmütige Leute in meinem Bekanntenkreis. Auch sie verstehen nicht wirklich, dass man klare Regeln aufstellen muss. Aber da ich das weiß, dürfen genau diese Leute eben mit dem Pogo nur in extremen Ausnahmefällen eine Runde drehen. Natürlich können Hunde schon super unterscheiden zwischen “bei der darf ich das und bei der halt nicht” ABER wie Freddy schon schrieb, sie versuchen dann doch auch bei Herrchen/Frauchen solche Dinge einreißen zu lassen, die sie bei den anderen Gassigehern dürfen. Man darf eben nicht vergessen, dass es einen Hund auch sehr verunsichert, wenn er unklare Kommandos und inkonsequente Führung bekommt.

    #61261
    Anonym
    Inaktiv

    Aus gesundheitlichen Gründen muß ich ab und zu meine Söhne (20 und 18 Jahre alt) mit Liese Gassi gehen lassen. Beiden hab ich eingeschärft, ihr keine Befehle mehr zu geben, wenn sie merken, dass Madame erst beim 2.Mal gehorcht. Bis jetzt klappte es wohl gut, merkte ich auch daran, dass ich ohne PRobleme den Hund wieder “übernommen” hab.
    In Deinem Fall ist das was Anderes. Ich stimme Pogo zu, dass Du der Dame den Hund nicht mehr geben solltest, wenn sie sich nicht an die Regeln hält. Könnte es villt helfen, wenn Ihr zunächst gemeinsam die abendliche Runde dreht, damit sie die Befehle übernehmen kann? Wenn sie auch die Hintergründe nicht verstehen möchte, kann sie jedoch das “Ritual” 1:1 übernehmen…

    #61266
    Anonym
    Inaktiv

    Ich danke euch für eure posts! 🙂

    Dann werde ich mit ihr jetzt ein paar mal zusammen raus gehen und sehen, ob ihr das hilft zu verstehen, wie ich es gern hätte. Wenn das auch nix nutzt, werde ich die Bremse ziehen, denn mein “funktionierender” Hund ist mir definitv wichtiger als ihr Seelenheil!

    @Pogo
    Ja bitte, immer ehrlich! 😉

    #61268
    Anonym
    Inaktiv

    Ich denke oder hab die Erfahrung gemacht, dass Hunde sehr gut unterscheiden können, bei wem sie was machen können. Selbstverständlich probieren sie es dann auch bei Herrchen und Frauchen aus, aber das hat man superschnell wieder im Griff. Nelson war auch mal 3 Wochen bei einer netten Bekannten im Urlaub – ich hab ihr so ein paar Dinge vorher gezeigt und gesagt, wir waren vorher zusammen spazieren und trotzdem wurde er soooooooo verwöhnt. Zuhause probierte er es dann auch so 1 – 2 Tage, danach wusste er wieder, was Sache ist. Man sollte auch froh sein, wenn man jemanden hat, dem man seinen Hund ohne schlechtes Gewissen geben kann – auch wenn der vielleicht ein wenig verwöhnt. Selbstverständlich gibt es Regeln, die sie einhalten muss – aber ein wenig Nachsicht schadet sicher nicht. Ist doch wie bei Kindern auch – Oma und Opa dürfen nachsichtiger sein.

    #61297
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Emily vom 02.06.2010 22:44[/quote_head]Lass Omi ihre Freude, March wird es bei dir eh nicht wagen. [/quote]
    Dem würde ich mal dezent wiedersprechen wollen. Klar gibt es sicher Dinge, die sie sich bei Herrchen/Frauchen nicht trauen würde aber das dann auch nur, wenn man wirklich konsequent bleibt. Soll heißen, die Arbeit, die man mit seinem Hund hat, ist meiner Meinung nach dennoch größer, als wenn alle an einem Strang ziehen. Klar, kenne das ja auch von Pogo. Mir darf er z. B. das Gesicht nicht abschlecken, das weiß er auch ganz genau und versucht es gar nicht erst. Bei Anderen darf er das und diese schlabbert er gnadenlos in Grund und Boden. Dennoch würde ich da ein wenig aufpassen.

    #61300
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Chris!
    Nun mal von Terrier- zu Terrierfrauchen :D. Ich denke wie Nelson und Emmi. Da ich Dich auch so einschätze, dass Du sehr engagiert
    mit Deinem Hund bist, akzeptiert Dich March als Alphatier und kann sehr wohl differenzieren.
    Faye wird unter der Woche gelegentlich von meinen Eltern ausgeführt und betreut(=Oma und Opa). Da benimmt sie sich ganz anders als mir gegenüber und probiert sich auch nicht bei mir im Anschluss aus. Faye liebt meine Eltern abgöttisch, aber ernst nehmen tut sie sie nicht wirklich.
    Sicher kannst Du Grundregeln ansprechen, aber lass Euch Dreien den Spaß und den Vorteil, den alle davon haben.
    Liebe Grüße Tonia

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