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    Anonym
    Inaktiv

    Kinder

    Mini – Hundeführer
    Liebe Kinder,
    “Hundeleute wissen, dass gerade Kinder und Hunde gut miteinander auskommen und es oft eine innige Freundschaft zwischen ihnen gibt.
    Beim Zusammenleben oder bei der zufälligen Begegnung mit einem Hund, gibt es wichtige Regeln, die Ihr kennen solltet. Wenn Ihr sie aufmerksam lest und beachtet, könnt Ihr zukünftig stolz angeben, dass Ihr neben der Fremdsprache “Englisch” auch die Fremdsprache “Hundisch” könnt !!!
    Wir haben 13 wichtige Regeln zusammengestellt:
    1. Regel:
    Behandle einen Hund so, wie Du selbst behandelt werden möchtest !
    Auch Du kannst es nicht leiden, wenn man Dir an den Ohren oder Haaren zieht, Dir jemand in der Nase bohrt oder auf Deine Zehen tritt. Denk nur dran, wie eklig Du es findest, wenn irgendwelche Tanten, Dich abknutschen oder Dich tätscheln.
    Viele Hunde mögen es nicht so gerne, wenn Fremde sie anfassen.
    2. Regel:
    Auch wenn ein Hund noch so niedlich und lieb aussieht -> geh nie ohne zu fragen (Eltern & Besitzer), zu ihm hin!
    Du kannst nicht wissen, welche schlechten Erfahrungen der Hund schon gemacht hat. Vielleicht ist er schon einmal von einem Kind mit Steinen beworfen oder geschlagen worden, und hat deshalb Angst vor Kindern und mag sie nicht. Woher soll er wissen, dass Du lieb zu ihm bist, und ihm nicht am Schwanz ziehen willst?
    Also gehe nie an einen fremden Hund ran, frage vorher sein Frauchen oder Herrchen und Deine Eltern. Wenn Du an einen Hund heran trittst, sprich freundlich mit ihm. Er merkt dann, dass in Deiner Stimme nichts bedrohliches ist.
    Und ausserdem:
    Auch Dir bekannte Hunde wollen manchmal ihre Ruhe. Wenn Sie z.B. fressen oder auf Ihrem Platz liegen und schlafen, laß sie bitte in Ruhe. Das Lager des Hundes ist sein Reich, also störe ihn dort nicht!
    3. Regel:
    Vermeide alles, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte!
    Der Hund ist ein Rudeltier, das heißt er möchte in einer Familie leben, wo jeder seine Aufgaben hat. Und er möchte wissen, welche Aufgaben er übernehmen soll.
    Am schönsten ist es für den Hund, wenn er nicht der Chef in der Familie sein muß, sondern einen Hundehalter hat, den er ganz toll und stark findet. Manche Menschen kennen die Hundesprache nicht und wissen nicht, dass der Hund in seiner Rangordnung, immer zwischen Stärkeren und Schwächeren unterscheidet.
    Wenn der Hund nun denkt, dass er der Boss in der Familie ist, kann es passieren, dass er Dich als Bedrohung ansieht, und in einem Kampf mit Dir testen will, ob Du stärker als er bist.
    Sollte ein Hund, wenn auch nur ein kleiner, seine Schnelligkeit oder seine Zähne einsetzen, haben wir Menschen kaum eine Chance.
    Wir Menschen können aber unsere Klugheit benutzen, um dem Hund zu zeigen, dass wir ranghöher sind als er.
    Klug bist Du, wenn Du:
    – einem Hund nicht auf den Kopf fäßt,
    – keine Zerrspiele mit ihm machst,
    – ihm nicht in die Augen starrst,
    – ihm nicht sein Futter wegnimmst,
    – ihn nicht auf dein Bett oder das Sofa läßt,
    – beim Spielen nicht hinter ihm herläufst, sondern ihn hinter Dir herlaufen läßt!

    4. Regel:
    Schau einem Hund nicht starr in die Augen!
    Wenn sich zwei fremde Hunde begegnen, so versuchen sie zuerst über ihre Körpersprache zu entscheiden, wer wohl der Stärkere ist. Das “Sich in die Augen starren“ ist dabei ein ganz wichtiges Mittel. Wenn ein Hund den Kopf wegdreht, ist entschieden, wer stärker ist, und beide sind froh, dass sie nicht kämpfen müssen.
    So einfach ist das eigentlich in der Hundewelt.
    Wenn aber keiner wegsieht, so muß gekämpft werden. Da der Hund den Menschen, wie einen Hund sieht, forderst Du den Hund zum Kampf heraus, wenn Du ihm in die Augen starrst.
    5. Regel:
    Komm nicht in die Nähe des Hundeschwanzes, zieh nicht daran und tritt nicht darauf !
    Für den Hund ist sein Schwanz, auch Rute genannt, ein wichtiges Mittel, um sich mit anderen zu unterhalten. Wenn er fröhlich ist, wedelt er schnell damit, wenn er sauer ist, wedelt er langsam damit. Hat der Hund große Angst, so klemmt er die Rute zwischen seine Beine. Dann kann es passieren, dass er nach allem, was ihm zu nahe kommt, schnappt oder beißt.
    Also: Hände weg vom Schwanz eines Hundes !
    INFO: Wenn Du ihm aus Versehen auf die Rute trittst, schnappt er nicht aus Rache, sondern aus einem Reflex heraus. Er will Dich gar nicht beißen!
    6. Regel:
    Störe keinem Hund beim Fressen und versuche niemals ihm das Futter wegzunehmen!
    Fressen ist für jeden Hund eines der wichtigsten Dinge im Leben. So wie Du leckere Süßigkeiten alleine essen wilst, kämpft der Hund, wenn es sein muß, um sein Futter.
    Schon als kleiner Hund, lernt der Welpe sein Futter zu verteidigen, er versucht die besten Stücke zu bekommen, damit er groß und stark wird. Wenn er groß ist, verhält er sich auch so. Etwas weg nehmen, darf ihm nur sein Chef.
    Also: Finger weg vom Hundenapf !
    7. Regel:
    Wenn Du mit einem Hund spielst, komm seinen Zähnen nicht zu nah !

    Hunde spielen wahnsinnig gerne, selbst als alte Omis und Opis rennen sie ihrem Ball oder Spielzeug hinterher. Damit der Hund bei allem Eifer nicht vergißt, dass die Menschenhand nicht so gerne gezwickt wird, muß man schon von klein auf üben, dass der Hund vorsichtig sein muß – schnappt zum Beispiel der kleine Welpe in die Hand, einfach mal “Aua!” rufen und das Spiel beenden. Dann merkt der Hund: Spiel ich zu doll, ist das Spiel zu Ende.
    Also: Weil Du nicht weißt, ob der Hund vorsichtig spielt, achte auf seine Zähne, komm ihnen nicht zu nah !
    8. Regel:
    Versuche nie, raufende Hund zu trennen !
    Viele Hund spielen gerne mit anderen Hunden. Dabei kann es so gehen, wie es manchmal bei euch geht: Plötzlich wird aus dem Spiel Ernst. Ein Wort gibt das andere und schon ist eine handfeste Rauferei im Gange.
    Ausserdem hast Du inzwischen gelernt, dass es Gründe gibt, warum Hunde kämpfen:
    – wenn es um die Rangordnung geht;
    – wenn es um Futter geht;
    – wenn sich ein Hund verteidigen muß.
    Ein kämpferischer Hund konzentriert sich so auf seinen Gegner, dass er nicht mehr hört und reagiert.
    Im Kampf ist er blind, taub und gefühllos. Darum merkt er nicht, wenn er eine Hand beißt, die ihm helfen will. Also versuche nie alleine, die beiden Raufbolde zu trennen. Hole Erwachsene zu Hilfe.

    Also: Gehe niemals dazwischen und versuche streitende Hunde zu trennen. Du kannst ganz schlimm verletzt werden !

    9. Regel:
    Egal, ob Du Angst hast oder nicht. Laufe niemals- auf gar keinen Fall, vor einem Hund weg !!!
    Jeder Hund hat mehr oder weniger einen Hetz- oder Jagdinstinkt. Dafür kann er nichts. Das ist etwas, was in ihm steckt. Wenn sich jemand- oder irgendetwas- sich schnell von ihm entfernt, dann denkt er, er muß hinterher, um ihn festzuhalten und einzufangen. Manche Hunde wenden auch Tricks an und zwicken zum Beispiel in die Beine, um den Weglaufenden anzuhalten. Es wäre doch dumm, wenn der Hund das bei Dir tun würde. Es hilft übrigens auch nicht, auf eine Bank, einen Stuhl oder einen Tisch zu klettern. Wo Du hinkommst, kann der Hund meist auch hin. Sie können nämlich nicht nur sehr gut laufen, sondern meist auch erstaunlich gut springen und klettern.
    Also: Laufe niemals – auf gar keinen Fall – vor einem Hund weg !!!

    10.Regel:
    Hunde haben keine Hände.
    Du hast zwei Hände. Der Hund hat nur seine Schnauze mit den Zähnen, um etwas festzuhalten. Wenn ein Hund nach Dir greift, halte still. Das mag jetzt noch so blöd klingen. Trotzdem: Nicht bewegen- still halten !!!
    Wenn ein Hund versucht Dich festzuhalten, hat er bestimmt Gründe dafür:
    – Vielleicht hat er Angst und will Deine Hand festhalten, damit sie ihm nichts tut, oder er will verhindern, dass Du wegläufst. Vielleicht hast Du ihn geärgert, ohne es selbst zu wissen, und nun will er Dir zeigen, wer der Stärkere ist oder er wollte einfach nur mit Dir spielen und weiß nicht so recht, wie man so etwas macht. Und er denkt nicht daran, dass Deine Haut so dünn ist.
    Die meisten Hund wollen gar nicht beißen, sondern festhalten. Das piekst zwar mehr oder weniger stark, gibt vielleicht auch mal kleine Löcher, ist aber meist gar nicht so schlimm, wenn man stillhält. Schau Dir mal so ein Hundegebiss an.Alle größeren Zähne zeigen nach innen. Klar! Wenn man versucht, etwas herauszuziehen, bleibt man hängen und das gibt dann schon größere Löcher.
    Widerstand reizt den Hund nur weiter . Etwas was sich nicht bewegt, ist für den Hund uninteressant.
    Also: Nicht bewegen- stillhalten !!!

    11. Regel:
    Wenn Du mit einem Hund spielst, achte sicherhaltshalber darauf, dass ein Erwachsener in der Nähe ist… … auch wenn es schwerfällt !!!
    Hunde sind phantastische Spielkameraden. Dabei kann es aber vorkommen, dass sie vor lauter Spielen vergessen, dass das Fell von den´’Menschenhunden’´dünner ist als das eigene. Oder sie wollen es einfach nicht loslassen (wie das Deinem großen Bruder, Deiner Schwester oder Deinem Freund auch manchmal so einfällt).
    Wie gut, dass man dann jemanden zu Hilfe rufen kann. Erwachsene sind nun mal größer und meist kräftiger als Kinder. Das bedeutet aber für den Hund meist ganz automatisch, dass die Erwachsenen auch ein bisschen mehr zu sagen haben.
    Hunde sind in ihrer Art sehr schlaue Tiere. Sie “denken” aber anders als wir. Darum verstehen sie auch unsere Sprache nicht. Das führt oft zu Unstimmigkeiten.
    Denke also daran: Wenn Dir ein Erwachsener im Zusammenhang mit einem Hund etwas verbietet, muss das unbedingt befolgt werden. Man will Dich dann nicht ärgern, sondern sorgt sich vielleicht um Dich.
    Also: Nur mit dem Hund spielen, wenn ein Erwachsener dabei ist !!!

    12. Regel:
    Du mußt jeden Hund neu kennenlernen.
    Fritz und Franz sind Zwillinge. Das heißt, sie sind nicht nur Brüder, sondern auch auf den Tag genau gleich alt. Sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Trotzdem kann man mit dem Fritz ganz toll spielen und mit dem Franz gibts immer Streit. So verschieden sind die beiden. Das ist bei Hunden ganz genauso. Ein Dackel ist freundlich- ein anderer knurrt. Kurz gesagt: Zwei Hunde können gleich aussehen, sind aber vielleicht ganz verschieden.
    Kein Hund ist wie der andere ! Auch wenn sie Zwillinge sind.
    Zeigt Dir der Hund, dass ihm Deine Bekanntschaft nicht angenehm ist, lass ihn in Ruhe. Versuche nie ihn trotzdem zu streicheln oder sogar zu umarmen.
    Du weißt ja nicht, ob er schon schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hat.
    Aber keine Angst: In den meisten Fällen sind Hunde freundlich, wenn Du nett zu ihnen bist. Schlecht ist nur, wenn Du gerade dem einen begegnest, der nicht so freundlich ist !
    Darum denk daran: Kein Hund ist wie der andere. Bei jedem Hund mußt Du erst herausfinden, ob er Dich mag !!!

    Ein WORT an die ELTERN und ERZIEHER:
    Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass der Hund kein Prügelknabe ist, sondern dass man seine Persönlichkeit respektieren muss. Der Hund wird umgekehrt das Kind richtig behandeln, wenn er sich als vollwertiges Familienmitglied fühlt, welches seinen Platz im Rudel (Familie) hat. Es liegt im Interesse eines friedvollen Zusammenlebens, wenn sie dem Hund dieses Gefühl geben. Dann wird er vor allem auch dem Kind ein geduldiger Spielgefährte, mehr noch: ein zuverlässiger Beschützer sein !
    Lesen Sie mit Ihren Kindern die Regeln und erläutern Sie bitte noch offene Fragen. Sollten Sie nicht weiter wissen, so scheuen Sie nicht den Anruf oder mailen Sie an Dog’S Life und nehmen Sie Bezug auf die Kinderregeln.
    Zuletzt noch etwas Wichtiges: Schenken Sie Ihrem Kind keinen Hund, weil er dann in den Augen des Kindes zu einer “Sache” wird. Geben Sie dem Kind vielmehr das Gefühl, dass der Hund ein Teil der Familie ist, dass man auf ihn dieselbe Rücksicht nehmen muss wie auf alle anderen Familienmitglieder.
    Bitte schauen Sie sich auch die Seiten ‘Kitas & Schulen’ und ‘Gewaltprävention’ im ‘Bady – Project’ an. Dort finden Sie weitere nützliche Informationen im Umgang mit Hunden und Kindern.
    “Im Namen aller Kinder: Lasst sie mit Hunden leben !!!”
    Zitat von Eberhard Trumler
    Hausbiologische Station Wolfswinkel

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