• Dieses Thema hat 8 Antworten und 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 11 Jahre von Anonym.
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  • #15322
    Anonym
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    hei!
    vielleicht kennt sich ja jemand damit aus:
    ich meine gelesen zu haben, das der yorkshire terrier als einzigster hund zu den kleintieren gezählt wird und man deswegen für seine haltung nicht die erlaubnis des vermieters bräuchte.

    kann das zufällig jemand bestätigen oder entkräften?

    danke 🙂

    lieber gruß

    #59278
    Anonym
    Inaktiv

    Also…laut Internet gibt es dazu verschiedene Aussagen und auch Gerichtsurteile…

    Ob auch ein Yorkshire-Terrier zu den Kleintieren zäht ist in der Rechtssprechung umstritten.

    [U]Yorkshire-Terrier ist Kleintierhaltung[/U]

    Eine Mieterin wollte sich einen Yorkshire-Terrier zulegen und bat dafür die Vermieterin um die vertraglich festgelegte Erlaubnis. Die Vermieterin verweigerte die Zustimmung und wurde deshalb verklagt. Das Gericht entschied, Yorkshire-Terrier seien der Kleintierhaltung zuzurechnen, denn diese Hunde seien winzig klein, etwa so groß wie Meerschweinchen. Für die Haltung von Kleintieren sei die Zustimmung des Vermieters nicht erforderlich. Diese Hunde können sich allenfalls durch leises, heiseres Krächzen bemerkbar machen und seien erfahrungsgemäß nicht in der Lage, andere Hausbewohner zu belästigen oder die Wohnung stärker abzunutzen.
    (LG Kassel, AZ 1 S 503/96)

    Das habe ich bei [URL=http://toelt-und-hund.de/urteile-hund/mietrecht/index.php]Der Hund im Mietrecht[/URL] dazu gefunden.

    Hoffe es hilft Dir.
    LG von Rabea mit Enya und Floyd

    #59279
    Anonym
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    wow, das ging ja schnell, danke!!!

    könnte man das ganze dann auch auf ähnlich kleine hunde, wie zb chihuahuas beziehen?

    ist jetzt im moment sowieso noch kein thema für mich, ich hab mich nur gewundert, warum außgerechnet ein yorkshire terrier als kleintier gezählt wird.

    noch mal danke!!

    grüßle

    #59282
    Anonym
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    hey, ich arbeit selbst bei einer Hausverwaltung. bei uns ist jeder hund ein “hund”. und jeder, der einen hund halten möchte, benötigt die zustimmung des vermieters.

    wenn im mietvertrag hundehaltung nicht ausdrücklich verboten wird (was rechtlich ok ist), muss dieser mieter eine vereinbarung unterschreiben, dass er für alle schäden am mietobjekt haftbar gemacht wird und dass, sollte es im haus zu (nachvollziehbaren) beschwerden kommen, die genehmigung zur hundehaltung jederzeit wieder entzogen werden kann.

    das zählt bei uns für yorkshire terrier, chihuahuas und auch bernhardiner.

    denn ein aufgedrehter, ständig jaulender und kläffender yorkshire terrier wird doch sicher eher probleme machen als ein bernahrdiner, der den ganzen tag faul rumliegt. will damit nur sagen, dass wir das nicht rasseabhängig machen. jeder hund zählt als hund.

    wie die deutsche rechtssprechung im einzelfall entscheidet, kann man eh nicht vorhersagen…

    einen yorkshire terrier mit einem meerschweinchen gleichzusetzen find ich schon eher einen fall für die schmunzelkiste… 😛

    #59284
    Anonym
    Inaktiv

    also ich kenn es auch nurdas man die erlaubniss vom vermieter braucht egal ob gross oder kleine hunde
    sollte es anders sein ist das neu
    was ich mir eigendlich kaum vorstellen kann
    lg wir

    #59285

    ja, also wie paco schon schreibt, finde ich das auch nicht unbedingt rasseabhängig. manchmal sind kleine hunde nerviger wie große. bei uns im wohnhaus leben mittlerweile 6 hunde (labbi, staff-dalmatiner, beagle, und mischlinge und ein yorkshire…) und der kleinste macht den größten lärm. von den anderen hört man so gut wie gar nix…aber unsere hausverwaltung scheint ein herz für tiere zu haben…auch wir bekommen ja demnächst noch einen 2 und damit gibt es keine probleme

    lg
    enzo

    #59288
    Anonym
    Inaktiv

    hei!

    na klar, eigentlich ist nicht größen, rasse oder sonst was abhängig, ob ein hund zum kläffer wird.

    aber enya hat ja freundlicherweise das urteil rausgesucht, nachdem ein yorkshire laut richter mit einem meerli zu vergleichen wär (ähem 🙂 )

    was mich einfach mal interessieren würde, in wie weit sich dieses einzelurteil auswirken kann?
    @paco, vielleicht weißt du da mehr?

    wenn jetzt in meinem mietvertag steht, die erlaubnis vom vermieter wird benötigt, wa swären gründe, wieso er ablehnen könnte? und würde es sich auswirken, wenn ich mir speziell jetzt eine yorki holen würde? für kleintiere (also jetzt die echten 🙂 ) brauche ich ja keine erlaubnis oder?

    gruß!!

    #59297
    Anonym
    Inaktiv

    Salü Maexx.

    schau mal hier…
    http://www.stadthunde.com/community/forum_postings/view/130781/page:3

    Also genau genommen und um sicher zu gehen, brauchst du auch für einen Yorkshire die Erlaubnis des Vermieters.

    Nur wird der Vermieter es halt (juristisch gesehen) sehr schwer haben wenn er dir diese Erlaubnis verweigern möchte, da er dafür entsprechende Gründe vortragen muss/müsste.

    [B] Quelle: Deutscher Mieterbund / Mietrecht

    Erlaubt der Mietvertrag ausdrücklich die Tierhaltung, kann sich der Mieter ohne weiteres Hund oder Katze oder andere Haustiere zulegen. Nur wenn sich das “niedliche Haustier” als hochgiftige Königskobra oder als gefährlicher Kampfhund entpuppt, kann und muss der Vermieter die Abschaffung des Tieres fordern.

    Verbietet der Mietvertrag jegliche Form von Haustierhaltung ist das unwirksam. Kleintiere, wie z.B. Vögel, Fische oder Hamster darf der Mieter immer halten, egal was im Mietvertrag steht.

    Wirksam wäre allerdings eine Mietvertragsklausel, nach der z.B. die Hundehaltung verboten ist. Dann darf sich der Mieter keinen Hund anschaffen, tut er es doch, kann der Vermieter die Abschaffung des Hundes verlangen.

    Steht im Mietvertrag, dass die Hundehaltung von einer Zustimmung des Vermieters abhängt, muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Der kann “frei” entscheiden, allerdings darf er nicht willkürlich der einen Mietpartei den Hund erlauben, und der anderen nicht. Soweit bereits Hunde im Mietshaus gehalten werden, braucht der Vermieter triftige Gründe, wenn er einen anderen anfragenden Mieter die Hundehaltung verbieten will. Die Abschaffung des “erlaubten” Hundes während der Mietzeit kann nur gefordert werden, wenn schwerwiegende Belästigungen oder Gefahren von diesem Hund für die Mitbewohner ausgehen.

    Ist im Mietvertrag nichts zum Thema Tierhaltung geregelt oder ist die Vertragsklausel unwirksam, kann zumindest der Mieter eines Einfamilienhauses auch einen Hund halten. In Mehrfamilienhäusern sollte sicherheitshalber der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Katzen dürfen, wenn im Mietvertrag nichts geregelt ist, gehalten werden, erst recht Kleintiere. [/B]

    Wichtig – verlangt der Mietvertrag die Erlaubnis des Vermieters zur Haltung eines Hundes, kann der Vermieter es juristisch gesehen so gut wie aus keinem Grund ablehnen, WENN der der Vermieter auch nur einer anderen Mietpartei die Hundehaltung erlaubt hat!

    #59298
    Anonym
    Inaktiv

    ok, danke, dann ist mir das klar 🙂

    gruß

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