Ansicht von 13 Beiträgen - 1 bis 13 (von insgesamt 13)
  • Autor
    Beiträge
  • #14081
    Anonym
    Inaktiv

    Liebe Mitstadthunde,

    manche von EUch haben es ja schon mitbekommen: das Em laboriert seit ca. 3 bis 4 Wochen an einem Durchfall herum. Nachdem Hausmittel nicht anschlugen (fasten, Hühnchen-Reis, diatab), sind wir zur Tierklinik. Dort gab man für 6 Tage Metronidazol. In dieser Zeit war alles super, Kot fest, allet schick. Kaum haben wir es abgesetzt, wurde es erst wieder matschig und dann – wieder schlug die Behandlung mit Diät, Kohletabletten und Co nicht an – wieder dünnflüssig-schleimig. Ich heute also wieder zur Tierklinik. Jetzt soll ich das Metronidazol für 3 Wochen (!) geben. Das soll den aus dem Takt geratenen Darm wohl wieder einrenken.

    Zitat Wikipedia: “Darüber hinaus wird Metronidazol bei Hunden auch bei einer bakteriellen Überwucherung des Dünndarms (Small Intestinal Bacterial Overgrowth, SIBO) eingesetzt.”

    Aber zerstört ein Antibiotikum die Darmflora nicht erst recht? Kennt jemand dieses Mittel und/oder hat sogar Erfahrung damit?

    Danke und viele Grüße
    V. mit daneben schnarchender Em, die gerade ganz schön was mitmacht

    #73030
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Em und Vic,
    ist erster Linie wird Metronidazol eigentlich gegen Giardien verwendet (da die oftmals gegen Panacur schon resistent sind). Aber im Allgemeinen ist es ein Antiprotozoikum (wirkt gegen Giardien, Trichomanden, Amöben …) und ein Antibiotikum, allerdings gegen anaerobe Bakterien. Das es den aus dem Takt geratenen Darm wieder einrenkt ist also nicht ganz falsch, denn je nachdem welche Bakterien im Darm nun zu viel sind (der Verdacht liegt bei Em nun wahrscheinlich auf die anaeroben), soll damit das normale “Gleichgewicht” wieder hergestellt werden. Je nach Dosierung wirkt es eben gegen Protozoen und/oder die anaerobe Bakterien. Eine geringere Nebenwirkung ist also die Zerstörung der “guten” Darmflora, die weniger tolle ist, dass es für Niere und Leber nicht ganz ungefährlich ist, da es über beide ausgeschieden wird. Leider sind 3 Wochen aber immer noch nicht wirklich so sehr viel, oftmals wird es sogar 6-8 Wochen gegeben um wirklich alles wieder ins “Gleichgewicht” zu bekommen. Eine Unterstützung der natürlichen Darmflora durch aufbauende Mittel kann aber auch da nicht schaden und sollte dem sogar entgegen kommen.
    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Gute Besserung für Em!

    Viele Grüße von Marlon und Frauchen

    #73047
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Marlon,

    danke, das hat sogar sehr geholfen. Es kann tatsächlich sein, dass wir – wenn der Durchfall nach den 3 Wochen wiederkommt – das Mittel noch länger anwenden müssen. An den unterstützenden Aufbau der Darmflora habe ich auch schon gedacht; wollte diese Mittel (Enzyme) allerdings erst nach der Metronidazol-Behandlung geben. Macht es Sinn, das schon parallel zu tun? Für den Leberschutz gibt es HepatoSan, ansonsten achte ich ohnehin auf eine Leber- und Nierenschonende Diät. Bin aber offen und dankbar für sämtliche Vorschläge.

    Liebe Grüße, V.

    #73052
    Anonym
    Inaktiv

    Hey Em,

    da die Darmflora wohl eh schon sehr aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann ein unterstützender Aufbau der “guten” Bakterien sicherlich nicht schaden (neben dem Abbau der weniger Guten), also auch schon während der Gabe vom Metronidazol und auch noch eine Weile danach, da das ja normalerweise die “Guten” nicht zerstört. Es gibt da viele gute Präparate, die unter anderem Bakterien zum Aufbau der Darmflora enthalten.

    Weiterhin gute Besserung!
    Liebe Grüße Marlon

    #73321
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Zusammen,
    Maxi nimmt seit nunmehr ca. 3 Jahre Metronidazol. Warum? Sie hat eine chronische Bauspeicheldrüsenentzündung. Es ist die Wahl zwischen Pest oder Cholera…aber es geht ihr gut.
    Ernährung wurde umsgestellt und sie bekommt noch weitere Nahrungsergänzungsmittel, die sie stabil halten. Zwischenzeitlich bekommt sie jeweils 2x 1/4 pro Tag.
    Das Absetzen hatte seinerzeit dazu geführt, dass die Durchfälle wieder kamen. Es werden regelmäßig Blutuntersuchungen gemacht, um das ganze zu kontrolieren.
    Nun ist Maxi 12 Jahre und wurde bereits zum Tode verurteilt durch die Diagnose. Sie ist immer noch da und wir freuen uns über jeden Tag, den wir zusamenn verbringen.
    Viele Grüße – Jeanne

    #73326
    Anonym
    Inaktiv

    Seit 3 Jahren, Wahnsinn! Scheinbar kann man aber damit leben – alles Gute für die Maus! Beim Em wurde das Metronidazol wieder nach 5 Tagen abgesetzt, da die Durchfälle unverändert blieben und auch die Spuckerei wieder losging. Jetzt wird vermutet, es kommt von Herz und/ooder Leber, morgen Ultraschalltermin … Heute geht es ihr gut, der Kreislauf ist stabil und ich war gerade sogar ein 2-Stunden-Runde mit ihr machen. Freue mich mittlerweile auch über jeden guten Tag.

    #73331
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo ihr beiden Hübschen,

    Frauchen und ich wünschen euch Gute Besserung und noch ein laaaaaanges schönes Hundeleben! Ich bin auch schwer herzkrank und sollte schon vor 2 Jahren sterben. Ich muss zwar auch eine Menge Tabletten nehmen, aber wir freuen uns auch über jeden Tag =)!
    Liebe Grüße, Marlon

    #73335
    Anonym
    Inaktiv

    Hey ihr Lieben…..,
    Em- Baby….,

    also ick drück alle Pfoten das ihr noch ein langes Leben mit gaaaaanz vielen guten Tagen habt!!!!!!

    Sam

    #74861
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo.Hier mal ein Erfahrungsbericht.Unser Westi Max leidet seit nunmehr 4 Jahren an einer chron. Darmentzündung.Vielleicht Morbus Chron. oder IBD,keiner weiß es.Er litt fast täglich an massivem Durchfall,teils wässrig,mit Blutbeimengungen,grasfressen,extremen Darmgeräuschen und starken Bauchschmerzen.Bauchspeicheldrüse o.k.,erhöhte Leukozyten.Alle Diäten und Futterumstellungen hallfen nichts,selbst Royal Canin sensitiv vom Tierarzt schmiss er hinten wieder raus.Behandlung mit Prednisolon und Sulfasalazin half nicht.Jetzt bekommt er seit einem Jahr Metronidazol eine viertel täglich und ein Wunder ist geschehen.Ihm geht es super,keine Symptome mehr.Ja,man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera aber nun ist Max schon 12 Jahre und er hat deutlich an Lebensqualität gewonnen.Vielleicht hat ja jemand auch Erfahrung und noch einige nützliche Tipps für mich.Bis bald.

    #75152
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo.
    Habe leider keine Tipps für dich. Eher Fragen. Unser Hund Kira kommt aus Albanien und ist ein kompletter Mischling. Sie ist jetzt 1 Jahr und 1 Monat alt. Haben sie seid November letzten Jahres. Sie hatte alle paar Wochen mal Durchfall, was mit der Zeit aber immer schlimmer geworden ist. Kot- und Blutuntersuchungen waren ok. Beim Röntgen mit Kontrastmittel ist raus gekommen, dass der Magen zu langsam arbeitet. Dann hat sie Antibiotika bekommen. Da hatte sie kein Durchfall mehr. Was aber nach der Eingabe wieder kam. Haben dann eine Magenspiegelung machen lassen. Dort kam raus, dass vor allem der Magenausgang total hart und entzunden ist. Der Tierarzt hat dann noch ein paar Proben genommen, welche in die Patologie eingeschickt wurde. Dort kam raus das der ganze Magen vernarbt ist und auch die Schleimhaut verändert ist, wodurch auch die natürliche Schutzfunktion gestört ist. Was da jetzt vernarbt ist bleibt auch so, da kann man auch operativ nichts machten. Um die Entzündung weg zu bekommen bekommt sie Metronidazol 2x täglich je 250 mg (für 20 Tage) und Prednisolon auch 2x täglich je 15 mg, nach 3 Tagen dann 10 mg, nach weiteren 3 Tagen dann 5 mg, dann 2,5 mg und dann 1,25 mg (also immer 3 Tage). Er meint sie könnte eine Futtermittelallergie haben, was wir jetzt auch austesten können. Hat irgendjemand Erfahrungen in dem Bereich?

    #75153
    Anonym
    Inaktiv

    Erfahrung mit Vernarbungen nicht.Aber jedes Futter dieser Welt haben wir schon getestet.Max verträgt kein Huhn,kein Getreide jeglicher Art,keine Pute,eigentlich gar nichts.Der Tierarzt sagte Pferd sei gut aber auch da Durchfälle.Jetzt bekommt er Rinti sensible Lamm und Kartoffeln,da diese eben ohne Gluten sind.Kein Reis,keine Nudeln.Aber eben immer Metronidazol ,sonst geht gar nichts.Max ist ja schon 12 Jahre und jetzt machen wir mit ihm keine Experimente mehr.Man sagte mir dass man bei entzündeter Schleimhaut lieber Nassfutter füttert.Trocken liegt zu schwer im Magen.Letztendlich musst du es selbst herausfinden,was du am besten fütterst.Kein Tipp von ausserhalb hat mir je geholfen.Und wie gesagt, wir haben alle sensitiv und allergen Sorten durchgefüttert.Ach ja,auch gebarft und gekocht habe ich,keine Besserung,im Gegenteil.Alles Gute und frohe Ostern…

    #75469
    Anonym
    Inaktiv

    Bei uns ist das Wunder geschehen: das Em ist wieder ganz gesund! Ich habe zwar – gegen meine Überzeugungen – zumindest vorübergehend das Barfen aufgegeben, wir füttern im Moment Rinti Sensible Dosen Lamm&Reis und Huhn&Reis, und Madame geht es sehr gut. Füttere zusätzlich Verdauungsenzyme Almazyme-H, die eigentlich gebarfte Hunde mit Bauchspeicheldrüsenentzündungen bekommen. Habe bei Swanie Simon gelesen, dass Hunde mit chronischem Durchfall zu füttern sind wie Bauchspeicheldrüsenpatienten – bei uns hat es geholfen! Hoffe, das Futter bald wieder selbst zubereiten zu können. Und hoffe, auch von Euch ein Happy End zu hören!

    #75508
    Anonym
    Inaktiv

    Freut mich zu hören, dass es Dir jetzt wieder gut geht Emily – super

Ansicht von 13 Beiträgen - 1 bis 13 (von insgesamt 13)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

CONTACT US

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Sending

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

Create Account