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  • #14181
    Anonym
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    Hallo, meine Hündin wird im November ein Jahr alt, ich kam bisher immer gut mit ihr zurecht, nur seid ein paar Monaten geht sie des öfteren grundlos auf andre Hündinnen los, würde ich Sie nicht wegzerren würde Sie den andren Hund blutig beissen auch bei einigen Rüden kennt Sie auch keine Grenze. Eigentlich zeigt Sie dieses Verhalten erst nach ihrer ersten läufigkeit.Nun meine Frage, warum macht Sie das? Wie soll ich reagieren wenn Sie wieder einen Hund anfällt und könnte eine Kastration helfen?

    #22154
    Anonym
    Inaktiv

    Ich würde erst einmal den Tierarzt alles abklären lassen – durch das Erwachsen werden, haben sich ja ihre Hormone umgestellt – und Schilddrüsenerkrankungen z.B. sind gar nicht so selten bei Hunden – die können durchaus zu aggressivem Verhalten führen. Der wird Dich dann – sollte etwas vorliegen – beraten. Ansonsten würde ich ganz schnell zu einem guten Trainer gehen. Es ist leider häufiger so, dass Hündinnen untereinander sehr böse sein können. Und das muss man ihr natürlich schnellstens abgewöhnen. Aber – wie gesagt – erst einmal zum TA.

    #22155
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo!
    Das hört sich nach einem ernsthaften Problem an…Als Erstes ein Literaturtipp: ” Tipps vom Hundeflüsterer: Einfache Maßnahmen für die gelungene Beziehung zwischen Mensch und Hund” von Cesar Millan. Ich glaube nicht, dass eine kastration das Problem lösen, aber die Symptome erleichtern würde. Des weiteren würde ich immer zu einer Kastration raten, da es die Gefahr der Krebsbildung doch erheblich verringert, aber das ist meine subjektive Sicht der Dinge.
    Viel wichtiger ist aber, dass du deinen Hund in den Griff bekommst und dafür wird viel Disziplin notwendig sein.
    Eine Freundin von mir, Anne, hat eine Border-Mix-Hündin, Mina, die ähnlich wie Suny total abging. Die Basis: Du bist absolut konsequent und dominant gegenüber Suny. D.h. der Hund machts NICHTS was du nicht erlaubst. Die ersten Tage, Wochen…gehts du mit deiner Hündin immer an der Leine, wenn du dich in besiedelten Gebiet bzw. in der Nähe anderer Hunde etc. befindest, dabei muss Suny neben bzw. schräg hinter dir gehen. sobald Suny vorprescht gibt es einen kleinen seitlichen Ruck, nur ganz kurz! Sobald sie wieder neben die geht muss die Leine wieder völlig locker durchhängen. Triffst du auf andere Hund, geh flott weiter und versuch selber den anderen Hund nicht wahrzunehmen. Sobald Suny auf den anderen Hund anspringt, flott weitergehen, kurzen seitlichen Ruck und den Laut “sch”. Versuch völlig ruhig zu bleiben und einfach stoisch weiterzugehen. Das wird die ersten Male nicht klappen, aber immer besser werden. Versprochen! Wichtig ist auch, dass du Suny immer ausreichend forderst, damit sie auch entspannt mit dir trainieren kann. D.h. wenn es bei dir räumlich machbar ist geh am besten mit ihr, bevor ihr jemanden trefft, auf eine einsame Strecke/Wiese und beweg sie ordentlich, sobald du das Gefühl hast, dass sie entspannt und gelöst ist, nimm sie an die Leine und lass die wie oben beschrieben neben dir gehen. Sie darf nicht schnuffeln o.ä., erst wenn du stehen bleibst, und ihr eine Stelle dazu freigibst. … das Ganze klingt drastisch, ist aber super effektiv! Lies dir Cesar`s Buch mal durch 🙂 Jetzt hab ich dir wahrscheinlich ein riesen Kotelett an die Backe gelabbert, ich bin nur froh, dass sowohl Anne Mina als auch ich meine beiden Jackies mit dieser absolut natürlichen Methode 100 % in den Griff bekommen habe!!!!

    Liebe Grüße an euch beide!

    Steffi, Justus und Pan Tau

    #22156
    Anonym
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    P.S.: Ich habe ziemlich wirr geschrieben, hoffe du kannst folgen, ansonsten meld dich 😉

    Lieben Gruß

    Steffi, Justus und Pan Tau

    #22158
    Anonym
    Inaktiv

    Danke für die Tipps, ich hab mir das empfohlene Buch heute bestellt und freue mich auf neue Anregungen. Beim Tierarzt waren wir, alles ok und einen Termin wegen einer Kastration haben wir auch aber nicht weil Suny dominant ist. Ich trainiere gerade mit ihr entspannt an der Leine zu gehen, sie zieht nämlich noch fürchterlich.

    #22159
    Anonym
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    Das Problem wird sich ja nicht von heute auf morgen lösen und ich möchte trotzdem weiterhin mit ihr auf die Hundewiese gehen, wie reagiere ich am besten wenn Sie wieder auf einen anderen Hund los geht?

    #22161
    Anonym
    Inaktiv

    Am besten lässt du sie auf der Hundewiese an einer Langlauf- oder Schleppleine. Damit kannst du ihr Verhalten auch auf etwas größerer Distanz korrigieren und sie kann dennoch ein wenig Freiheit genießen. Sollte sie es dennoch schaffen, einen anderen Hund zu attackieren (was du aber auf jeden Fall vermeiden solltest, sonst hat das ganze Training nicht viel Sinn), hat sich bisher immer eine Ladung Wasser bewährt, die man einfach über die erhitzen Gemüter gießt. Ok ist jetzt in der kalten Jahreszeit vielleicht nicht so günstig aber ist im Normalfall sehr effektiv. Also am besten immer eine Flasche Wasser dabei haben.
    Ohne Wasser kann man sich beißende Hunde am besten trennen, wenn beide Hundebesitzer ihre Hunde jeweils an den Hinterläufen wegziehen. Niemals versuchen das Halsband zu greifen! Die Gefahr dabei selbst gebissen zu werden ist einfach viel zu groß.

    Aber nochmal die Bitte:
    Du solltest wirklich alles tun um deinen Hund zu “lesen” und somit schon BEVOR sie wirklich aggressiv reagieren kann, schon entgegenwirken. Siehst du z. B. dass sie die Nackenhaare aufstellt oder in Lauer- bzw. Angriffshaltung übergeht, sofort einen Impuls an der Leine geben oder durch freundliches aber bestimmtes Rufen den Hund auf dich aufmerksam machen und ihm eine Alternativhandlung anbieten. Lass sie z. B. absitzen und gib ihr, wenn sie das gemacht hat, ein Leckerchen oder ihren Lieblingsball als Belohnung. Sollte sie wieder den anderen Hund anvisieren, nochmal das Gleiche und ggf. vom betreffenden Hund etwas entfernen. Ich wünsche euch viel Erfolg!!!

    #22168
    Anonym
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    Richtig, das Problem wird sich leider nicht von heute auf morgen lösen…ich würde erstmal nicht mehr auf die Hundewiese gehen, wenn dort viel Betrieb ist, denn mir persönlich wäre das Risiko zu groß, für einen selbst, den eigenen Hund aber auch für den betroffenen Hund. Hast du ein paar Hunde mit denen sich Suny ausnahmslos gut versteht? Dann triff dich nur mit diesen, auch zum Üben. Sprich die Hunde gehen dir angeleint entgegen und du gehst mit Suny “Bei-Fuß” vorbei…Klappt dieses nach mehreren Tagen Training, dann können die anderen Personen ihre Hunde loslassen und du übst mit Suny an der Leine ruhig zu bleiben während andere Hund um sie herum spielen. Dann kannst du das Ganze steigern, indem du in belebteren Zeiten auf die Wiese gehts usw…Eine Schleppleine ist nicht schlecht, aber kannst du 10m schnell genug einholen? Und wenn es zu einem Kampf kommt, ist die Gefahr das die beiden Hunde sich darin vertüddeln nicht unwesentlich! 1. Instanz: Du wirst der Boss deines Hundes. 2. Instanz: Viel leichter wenn 1 der Fall ist 😉 du bist diejenige (oder bist du ein Herrchen? 🙂 nicht geguckt, ich bleibe bei einer “sie” 😉 ) die verantwortlich ist, das heißt deine Hündin muss ihr Rudel gar nicht mehr nach außen gegen andere Hündinnen verteidigen, denn das macht in einem guten Rudel immer nur der Boss. Du wirst sehen, Suny wird ruhiger, wenn sie verstanden hat, dass du die Dinge in die Hand nimmst / das du verantwortlich bist! Ich kann mit meinen beiden Haudegen mittlerweile mit durchhängender Leine an kläffenden Hunden vorbeigehen! Aber das ging wie du schon gesagt hast nicht von heute auf morgen…Hunde halt 😉 Wenn Suny an der Leine vorprescht, nur einen seitlichen Ruck (niemals nach oben oder nach hinten!) zu dir hin, “sch” und weiter gehen, NIE anhalten. Und nicht spazieren gehen, sondern stramm maschieren (ich habe für die Zeit des Trainings das joggen eingestellt 😀 ). Viele Hundebsitzer schmeißen ihre Hunde mit Befehlen zu, meist sind diese aber nie sorgfältig auf eine Situation hin ausgeprägt worden…daher das “sch” es bedeutet dem Hund “nur” das er sich abweichend von dem verhält was er soll…läuft Justus mehr als geschätzte 10 m voraus, lass ich ein “sch” erklingen und schwupps bleibt mein Jack-Russell aus einer Jagdzucht in einem Wald brav stehen und wartet auf mich! Ich war völlig perplex von diesem Erfolg, denn ich habe wirklich schon zig Methoden durch. Super wäre natürlich, wenn du an die DVD´s von Cesar Millan, leider nur auf amerkinisch/englisch bekommen könntest, die zeigen nochmal die richtige Handhabung der Leine und das Timing…Sobald Justus oder Pan Tau auch nur ein Ziel fixieren, kommt der kurze seitliche Ruck an der Leine oder aber ohne Leine ein “sch” Timing, das a und o 🙂 Ich wünsche dir viel Erfolg und bei Fragen immer ran…ich weiß wie das ist…

    Lieben Gruß

    Steffi, Justus und Pan Tau

    #22230
    Anonym
    Inaktiv

    Hündinnen sind meist agressiver als männliche Artgenossen. Ich würde in der ersten Zeit nur an der normalen Führerleine gehen. Sollte sie agressiv reagieren anderen Hunden gegenüber wie gesagt weitergehen und ein deutliches “nein” “Aus” oder was auch immer du für ein Wort hast. die Hündin wird nun erwachsen und sieht dich absolut nicht als Boss an. Das musst du in den Griff kriegen. Entziehe ihr sämtliche Privilegien. Luxus kann nur der genießen der auch was dafür tut. Fütter sie aus der Handsetze Befehle konsequent durch, runter von Couch und Bett (falls sie überhaupt rauf darf). DU bestimmst wann was wie gemacht wird und nciht sie. Das wir wahrscheinlich sehr lange dauern, das diese Öster manchmal sehr bockig sein können, aber der Chef hat nun mal den längeren Atem. Viel Glück

    #22317
    Anonym
    Inaktiv

    Huhu!

    Puh, eine schwierige Sache.

    Ersteinmal stößt mir der missverständliche Begriff der Dominanz etwas auf. Dominanz ist keine Eigenschaft wie eine Fellfarbe, sondern eine deutlich subtilere Angelegenheit. Dominanz wird immer bestimmt durch die agierenden oder eben nur reagierenden Beteiligten und das Umfeld, ist also relativ und immer auf die Situation bezogen: Wer trifft in welcher Situation die Entscheidungen, wer beschneidet wen wann in seiner Aktionsfreiheit? Und wer folgt den Entscheidungen und läßt sich begrenzen? Derselbe Hund kann sich in der einen Situation sehr dominant verhalten, in einer anderen aber völlig dominiert werden.
    Insofern wäre es wichtig, Suny genauer kennen zu lernen, nicht nur ihre körpersprachlichen Signale während Hundebegegnungen, sondern auch ihr sonstiges Verhalten, ihren Alltag, ihre Lebensumstände. Das geht per Ferndiagnose schlecht, daher würde ich Dir den Besuch bei einem modernen Hundetrainer empfehlen, der verhaltenskundlich geschult ist, einen Hausbesuch bei Dir macht und ein genaues Profil von Suny erstellt – und Dir danach einen entsprechenden Trainingsplan erstellt.

    Ich persönlich würde Suny nicht kastrieren lassen, zumindest nicht jetzt und nicht aus diesen Gründen. Dass eine Kastration vor Gesäugekrebs schützt, ist (Zitat Dr. Gansloßer) ein typischer Fall von einseitiger und fehlinterpretierter Statistik. Vor Gebärmutterkrebs schützt sie natürlich, aber ob die prophylaktische Entfernung sämtlicher krebsgefährdeter Organe eine akzeptable Lösung ist, wage ich anzuzweifeln 😉
    Zudem kann der Schuss, was ihr Verhalten angeht, deutlich nach hinten losgehen. Suny zeigt offenbar ein sehr offensives Verhalten. Eine Kastration würde die körpereigene Produktion von Östrogen reduzieren, Suny würde also vermehrt Testosteron produzieren. Testosteron, das männliche Hormon, unterstützt selbstbewusstes, offensives Verhalten sogar noch. Deshalb raten kompetente Tierärzte und Verhaltenstrainer von der Kastration einer zu dominierendem, durchsetzungsfähigen und offensiven Verhalten neigenden Hündin eher ab – es ist gut möglich, dass sich ihr Verhalten danach noch verschlimmert und diese Verschlimmerung dann nicht mehr rückgängig zu machen ist.

    Ganz wichtig wäre, dass Suny mit ihrem jetzigen Verhalten keine Erfolge mehr haben kann. Ich persönlich würde Hundebegegnungen auch meiden, bis die Ursache ihres Verhaltens genau abgeklärt und ein sinnvoller Trainingsplan erstellt ist. Da Suny in der Pubertät ist und offenbar ihre Grenzen austestet, wäre es auf jeden Fall sinnvoll, sie absolut konsequent zu behandeln: Tabu-Zonen im Haus, sämtliche Entscheidungen werden von Dir getroffen, beachte sie nur, wenn sie sich erwünscht verhält, Manipulationsverhalten und Aufdringlichkeit mit absoluter Ignoranz quittieren. Im Gegenzug sollte sie aber natürlich auch sinnvoll ausgelastet werden.

    Die Leinenführigkeit solltet ihr ebenfalls üben, solange sie an der Leine zieht, wirst Du sie kaum bei Hundebegegnungen kontrollieren können. Die Idee, dem Hund nicht zu gestatten, seinen Menschen zu überholen, finde ich bei Hunden, die zu aggressivem Verhalten an der Leine neigen, grundsätzlich nicht schlecht. Lupold (gleich alt wie Suny) darf auch nur neben oder seitlich hinter mir auf der ihm zugewiesenen Seite gehen, mich nicht überholen, nicht einfach stehenbleiben oder die Seite wechseln, obwohl er kein aggressives Verhalten zeigt – das ist bei einem recht starken Rüden, der von einer zierlichen Frau geführt wird, schon praktisch 😉
    Aber ich würde die Leinenführigkeit nicht mit Leinenrucken aufbauen, das kann schnell nach hinten losgehen und zu einem Vertrauensverlust führen und das Halsband sowie Hundebegegnungen mit negativen Verknüpfungen belegen.

    Ich empfehle zu dem Thema das Buch “Hilfe, mein Hund zieht” von Turid Rugaas.
    Natürlich funktioniert nicht bei jedem Hund jede Methode. Bei vielen Hunden reicht es, wenn Du abrupt stehen bleibst, sobald die Leine sich spannt, und erst dann weiter gehst, wenn der Hund dich ansieht und die Leine wieder locker ist. Dass das bei Suny so leicht geht, wage ich eher zu bezweifeln. Andere Hunde lernen die Leinenführigkeit erst, wenn Du jedesmal sofort die Richtung wechselst, sobald sie Dich überholen, und damit wieder vorne gehst – und so einen gewissen psychischen Druck bzw Stress aufbaust. Meine Terrierdame hat 5 Jahre wie wild an der Leine gezerrt und geht brav neben mir, seit ich sie sofort frontal mit dem Körper begrenze, sobald sie versucht mich zu überholen. Wichtig ist, dass Du die Leinenführigkeit immer übst, bei jedem Spaziergang. Jeder Versuch, Dich zu überholen, hat die Konsequenz, für die Du Dich entschieden hast. Mal ja, mal nein gibt es nicht. Das ist sehr mühsam, aber leider notwendig, wenn der Hund nicht von vorneherein so an die Leine gewöhnt wurde.
    Im Gegenzug kannst Du das korrekte Gehen in gleicher Höhe an durchhängender Leine positiv verstärken, indem Du es klickst (sollte sie eingeclickert sein) oder ihr in dieser Position Leckerchen aus der Hand fütterst.
    Das A und O ist, dass Dein Hund an der Leine auf Dich achtet und sich an Dir orientiert.

    Bei einem Hund, der derzeit eher weniger kooperativ ist, würde ich auch überlegen, ihn vermehrt für sein Futter arbeiten zu lassen. Damit wird die Kooperation mit Dir einen ganz anderen Stellenwert erlangen und Suny kann es sich einfach nicht mehr leisten, Dich zu ignorieren.
    Kann Suny apportieren? Dann würde ich mir einen Futterbeutel anschaffen und sie teilweise oder komplett für die nächste Zeit aus diesem Beutel ernähren. Das ist nicht als Strafe zu bewerten, sondern für die meisten Hunde ein echter Gewinn. Ihr Interesse wird dann auf den Spaziergängen viel mehr der kontrollierten “Jagd” auf ihren Beutel gelten als dem Raufen mit anderen Hunden. Im Magazin von Stadthunde.com findest Du einen ausführlicheren Artikel zu dem Thema. Verstau den Beutel aber sicher in einer Tasche, damit Suny nicht auf die Idee kommt, Dich zu belästigen oder den Beutel gegen andere zu verteidigen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute, halt uns doch bitte auf dem Laufenden,
    Julia

    #22323
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo, ich bin noch nicht so lange dabei deshalb bin ich meistens nur am lesen. Aber bei diesem Artikel würde ich gerne mal meine Meinung dazu schreiben 😀
    Mein Bailey ist eigentlich ein ganz toller aber hat auch immer an der Leine gezogen und wenn wir beim Agility waren mir den letzten Nerv geraubt. Obwohl da ganz viele tolle super ausgebildete Hundetrainer sind konnte mir keiner helfen und ich habe immer wieder die gleichen Tips bekommen – Rucke einmal kräftig an der Leine, dreh dich in die andere Richtung wenn er zieht und und und – es hat nichts gewirkt. Letztes mal war nun eine junge Frau mit einem Aussi da der super toll gehorcht hat. Die meinte irgendwann zu mir: dein Hund verarscht dich und treibt dich… Ich konnte es gar nicht glauben, er gehorcht sonst echt gut.
    Nun ihr Tip den ich umgehend umgesetzt habe und mein Hund wie verwandelt hat: wenn du deinen Hund an der Leine führst und er/sie zieht an der selbigen gehe rückwärts und rucke LEICHT an der Leine (wie bei einem Pferd die Zügel). Der Hund muß sich automatisch nach hinten richten. Dann gehe deinen Weg, nämlich immer genau da wo dein Hund gerade steht, gehe quasi durch ihn hindurch. Mache Wendungen und Drehungen und gehe immer dahin wo er gerade steht – er (der Hund) hat kein Recht auf diesen Platz, es ist dein Platz, du bist der Boss. Bitte versteh mich nicht falsch, das ganze soll völlig gewaltfrei von statten gehen. Mach dich groß (von der Körperhaltung her) und ignoriere ihn. In dieser Übungsphase wird überhaupt gar nicht mit ihm gesprochen. Das funktioniert nach dem Prinzip Aktion – Reaktion. Der Hund hat die Aufgabe zu gucken wo du hin gehst, nicht umgekehrt. Bei meinem hat es sehr schnell geklappt, bei jedem Gassi gehen haben wir eine Übungsrunde mit der Leine und inzwischen kann ich mit durchhängender Leine laufen, sehr entspannend.
    Ansonsten kann ich hier nur die Bücher von Jan Fenell empfehlen “Mit Hunden sprechen, Mit Hunden leben”. Eine völlig gewaltfreie Erziehung die auf eine normale Hierarchie im Rudel begründet ist.
    Bei Fragen gerne mailen…
    Lg Bailey und Michaela

    #22560
    Anonym
    Inaktiv

    Habe einmal folgendes gehört:

    Viele Hunde manipulieren ihr Herrchen. Wenn das gelingt, halten sie das Herrchen für einen Trottel, den sie “draussen” vor anderen Hunden beschützen müssen.

    Wir haben dann mal darauf geachtet, ob bei uns der Hund die Menschen manipuliert. Bei Frauchen war dies der Fall, bei Herrchen weniger. Und passenderweise war Amy beim Gassi mit Frauchen auch immer streitlustiger.

    Es scheint also zu stimmen: Wenn der Hund sein Herrchen oder Frauchen als “stark” ansieht, dann ist er auch friedlicher zu anderen Hunden.

    #26158
    Anonym
    Inaktiv

    Du hast ja schon allerhand Tips bekommen. Ich habe auch noch einiges, will es aber kurz machen: 1. Ein müder Hund ist ein lieber Hund. Also pwer Deine Kleine schön aus. 2. Du bist der Herr über alle Resourcen (Futter, Spielzeug, Aufmerksamkeit, Liege und Kuschelplatz) Du allein entscheidest wann und wie lange ihr entwas zusteht. 3. Gib ihr keine Kommandos von denen Du weißt Du kannst sie nicht durchsetzen denn damit zeigst du nur deine Machtlosigkeit. 4. Dein Hund muss sich nicht mit jedem verstehen, es genügt wenn du als ihr Chef ihr deutlich machen kannst dass du auf sie aufpasst und sie keine veranlassung hat es selbst tun zu müssen.
    Lass Dich nicht unterkriegen!

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