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  • #14259
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Ihr Lieben,
    Ich erstell jetzt lieber noch einen extra Thread nur für Erziehungsfragen.

    Ich schreibs nochmal kurz: Jordan ist ja jetzt seit eineinhalb Wochen bei uns und war vorher ein Kettenhund in Griechenland. Draußen ist er in manchen Situationen noch sehr unsicher weil ers nicht kennt aber das wird täglich besser.

    Innerhalb der Wohnung gibt es aber auch noch einiges was er lernen muss. zB hat er die Angewohnheit sobald die Haustür aufgeht rauszustürmen und meistens auch die Treppe runter. Alleinbleiben geht schon ganz gut, vor allem wenn er Beschäftigung hat. Trotzdem ist es immer ein Drama wenn ich zur Tür rausgehe, er drückt sich dann immer mit durch und rennt schonmal runter. Das geht ja auch nicht…

    Draußen hab ich auch noch ein bisschen Bauchschmerzen wenn er mit anderen Hunden spielen will. Er ist total überdreht dann und fordert meistens gleich mit Bellen und Knurren zum Spielen auf. Er ist sehr aufdringlich und dominant beim Spielen und ich dachte mir , das gibt bestimmt auch früher oder später Probleme wenn er immer so rüpelhaft auf andere Hunde zugeht.

    Außerdem achtet er dann gar nicht mehr auf mich und reist mir fast den Arm raus wenn er andere Hunde sieht. Er springt an der Leine und führt total den Zirkus auf…
    Was kann ich denn da machen?

    Gibt es vielleicht noch ein gutes Buch was ihr mir empfehlen könnt für Grundgehorsam und “Erziehung im Alltag”?

    LG
    Jenny

    #65174
    Anonym
    Inaktiv

    Ich würde dir folgendes raten:
    Der Hund hat abzusitzen, bevor es nach draußen geht und du gehst auch erst dann mit ihm raus, wenn er sich beruhigt hat. Sollte er herumzappeln, dann lümmel dich noch mal in aller Ruhe auf die Couch und versuch es ein paar Minuten später noch einmal. Er wird schnell begreifen, dass er mit seinem Drängeln nicht weit kommt. Das nützt dir natürlich in der Folge auch dann etwas, wenn du gar nicht mit ihm Gassi gehen willst, sondern einfach mal allein vor die Tür musst. Grundsätzlich würde ich auch die Regel einführen, dass du zuerst durch die Tür gehst, nicht dein Hund. Damit verhinderst du, dass er unkontrolliert nach draußen stürmt, z. B. wenn er gerade mal nicht angeleint ist, weil du z. B. nur Besuch hereinlassen willst.

    Wenn er draußen so stürmisch auf andere Hunde zugeht, dann musst du solche Begegnungen üben in dem du gezielt an Plätzen vorbeigehst, an denen erfahrungsgemäß viele Hunde zu treffen sind. Du leinst Jordan dann aber nicht ab oder lässt dich von ihm zu den anderen Hunden ziehen. Du gehst straffen Schrittes deinen Weg an den Hunden vorbei, notfalls wechselst du auch die Richtung komplett. Er muss merken, dass er mit seiner stürmischen Art genau das Gegenteil von dem erreicht, was er will. Erst wenn du ruhig mit ihm auf andere Hunde zugehen kannst, kannst du ihn ableinen und einen Freibefehl geben. Er sollte in nächster Zukunft nicht eigenmächtig entscheiden, wann er auf fremde Hunde zugehen darf. Ignorier sein Zerren an der Leine so gut es geht und gib ihn immer nur dann frei, wenn er artig ist.
    Habt ihr einen Abbruchbefehl? Also kannst du ihn aus einer Rangelei sicher herausrufen? Wenn nicht, sollte ihr ihm das (mit Hilfe eines Trainers) beibringen, bis es wirklich sitzt. So kannst du ihn später Kontakt mit anderen Hunden aufnehmen lassen, ihn aber notfalls aus der Situation herausholen, wenn du das Gefühl hast, die Stimmung schlägt bald um.

    #65195
    Anonym
    Inaktiv

    Mein Jannis ist ein ehemaliger Strassenhund aus Griechenland, und ich erinnere mich noch sehr gut an das anfängliche Gezerre…und dass ich für meinen Hund überhaupt nicht vorhanden war…
    In den ersten Wochen bin ich mit Jannis weit rausgefahren (wo mich keiner kennt) und habe den Spieß sozusagen umgedreht: absolut ohne Worte, Befehle, Kommandos hab ich ständig und abrupt die Richtung gewechselt und Jannis durch die Gegend gezerrt … so lange, bis er darauf achtete, wo ICH langgehe.

    und immer wieder habe ich “Bankpausen” eingelegt = ich bestimme, wann wir weitergehen, ich bestimme, wann wir pausieren und wie lange….
    das hat so gute 2 bis 3 Wochen gedauert
    heute ist Jannis super-leinenführig

    #65202
    Anonym
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    Hallöchen Jenny,

    in den Beiträgen von @Pogo und @Jannis sind aus meiner Sicht recht nette Tipps enthalten. 😉
    Auch ich würde feste Rituale und “Gesetzmässigkeiten” aufbauen, wie z. B. von @Pogo beschrieben. Z.B. das, bevor man seinem Hund das Halsband überstreift und die Leine fest macht, den Hund zunächst mal Sitz oder Platz machen lässt. Steht Er auf, gibt es eine Negative Resonanz, indem man das Halsband wieder weg legt, sich zehn Minuten auf der Couche oder wo auch immer nieder lässt um dann einen Neustart zu beginnen.
    Aber bitte jedesmal ohne verbal oder sonst wie negativ auf den Hund einzuwirken!!! Dies bedeutet, sofern der Hund nicht “ruhig” sitzen oder liegen bleibt, keinen zusätzlichen Stress machen, den Hund EBEN nicht verbal oder körperlich rügen, sondern ganz relaxt und ruhig vorgehen. Auch und gerade sollte man es tunlichst vermeiden jetzt selber ungehalten, nervös oder genervt zu reagieren, denn dies setzt Dein Hund ganz schnell um!!!

    Ein weiteres Ritual wäre z. B., sofern Besuch kommt, klingelt und Dein Hund rennt als erster an die Türe oder fängt das große gekläffe/gejaule an. Schick Ihn einfach auf seinen Liege-Platz. Die Türe öffnest Du erst sofern Er liegen bleibt und bestätigst Ihn sobald der Postbote oder was weiß ich wieder gegangen ist.

    Noch ein kleines Ritual-Beispiel?

    Ihr seid gerade am essen und der Hund bettelt am Tisch. Ich sage hier nur Liege-Platz und der Hund bekommt nach Euch sein fresschen.

    Bezogen auf den Spieltrieb und die Begeisterung für andere Hunde, solltet Ihr bitte zwei, drei, vier Dinge berücksichtigen:
    1. zum einem freut sich Euer Hund, sich endlich mal artikulieren zu können
    2. Euer Hund gerade mal ein paar Tage bei Euch und hat sich sicherlich noch nicht vollkommen eingewöhnt, bzw. eine optimale Bindung zu Euch hergestellt
    3. wie sieht die allgemeine Auslastung Eures Hundes denn aus?

    Könnte es sein, dass Ihr einen sehr agilen Hund habt der mehr von Euch fordert?

    Gruß Jörg

    #65254
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo,
    Danke für die Tipps die helfen mir schonmal recht gut weiter.

    Morgen werde ich bei zwei Hundetrainern anrufen und mir anhören was die zu uns so sagen, gerade auch wegen seinem Kulturschock. Die werden denke ich auch an allem Erziehung und Gehorsam mit uns arbeiten.

    Ich kann ihn im Moment noch gar nicht ableinen, weil er ja erst so kurz bei uns ist und vor allem Unbekanntem Angst hat, also das würde dann bedeuten dass nur ein Müllwagen vorbeifahren müsste und er ergreift erstmal die Flucht. Deshalb geht das noch nicht solange er nicht gut genug an mich gebunden ist und der Grundgehorsam einigermaßen sitzt. Da ist mir das Risiko einfach zu groß dass was passiert.
    Wir haben zwar eine Schleppleine aber mit der kann er auch nur benutzen wenn wir allein sind oder max 1 Hund da ist, sonst wird das ein Gewurschtel und das Verletzungsrisiko ist zu hoch.

    Jordan ist körperlich nicht ausgelastet das weiß ich. Aber im Moment gibt es ein paar Hindernisse die das verhindern. Er hat noch arge Probleme mit der Stadt an sich, deshalb kann ich mit ihm noch nicht eine Hundeschule bzw Hundesport machen. Wenn es körperlich geht ist Agility geplant. Ich kann ihn ja auch nicht ableinen und mit anderen Hunden spielen lassen oder Ball spielen… geht ja auch nicht. Joggen könnten wir probieren aber da müsste wohl auch noch ein bisschen Erziehung vorraussetzen. In der Wohnung machen wir aber regelmäßig Kopf Sachen, wie Intelligenzspiele und Grundgehorsam. Mit dem Futterdummy üben wir auch das Apportieren.
    Am Wochenende wollen wir immer aufs Land fahren bzw so oft raus wie möglich damit wir ihn an der Schleppleine laufen lassen können. Könnte ich mit ihm Busfahren könnten wir auch hier ein Stück rausfahren und auf den Feldern toben. Aber das hängt alles zusammen.

    Die Tipps beim Rausgehen und mit der Leinenführigkeit werde ich morgen anfangen umzusetzen! 🙂

    #65404
    Anonym
    Inaktiv

    Ich hab jetzt noch eine dringende Frage wie ich mich beim Gassi gehen verhalten soll. Wir haben jetzt gestern schon das mit dem Richtung wechseln usw gemacht… bis jetzt merk ich noch nichts aber das kommt ja auch nicht von einem Mal.

    Jedenfalls ist sein neuestes, dass er an der Leine total bockt wenn er was nicht machen will oder nicht in meine Richtung laufen will. Er springt total an der Leine und wirft sich gegens Geschirr und versucht es abzustreifen. Soll ich ihn da ignorieren oder schonmal “NEIN” sagen und ein bisschen vehementer werden? Ich komme drauf weil ich mir dann noch von meinem Freund anhören musste dass ich ihm meine Dominanz und meine Stellung als Rudelführer mehr zeigen müsste… ich bin da skeptisch.

    Auch noch gestern aufgefallen: Bis vor 2 Tagen hat er an der Straße immer Sitz gemacht nachdem man es gesagt hat, jetzt findet er das auch blöd. Liegt das dran dass er zu abgelenkt ist und einfach noch nicht so weit ist? Oder will er jetzt seine Grenzen austesten?

    Termin bei der Hundetrainerin ist am 28.8.

    LG
    Jenny

    #65475
    Anonym
    Inaktiv

    Nichts übertreiben, in der Ruhe liegt die Kraft! So nach dem Motto “haste Ruhe, haste Zeit”, also lasse Deinem Hund die Zeit und nimm Dir die notwendige Zeit!

    Aus meiner Sicht ist es ganz normal, dass Dein Hund hier so ein wenig anfängt zu rebellieren. Die neue Marschrichtung gefällt Ihm halt nicht und hier bist Du halt extrem gefragt, Deine Ziele dem Hund gegenüber zwar konsequent, bestimmend aber dennoch nicht hart durch zusetzen!
    Bestehe darauf, dass Dein Hund Deine Kommandos umsetzt, werde ruhig ein wenig vehementer. Aber wie gesagt, weder körperlich noch sonst wie hart.
    Bleibe in solchen Situationen ruhig und behalte die Nerven.
    Bei mir würde ein solches Training in etwa so aussehen; z. B. der Hund setzt sich nur widerwillig oder gar nicht an den Strassenrand:
    ich gebe dem Hund einmal das Kommando Sitz, nach zwei/drei Minuten wiederhole ich dieses Kommando. Setzt Er es immer noch nicht um, setze ich von vorne an, dass heißt, der Hund bekommt ein komm Kommando und wir gehen ein paar Schritte zurück, drehen um und halten genau an der Stelle bei dem Er zicken gemacht hat. Macht Er es abermals nicht geht das spielchen von vorne los. Immer und immer wieder, bis Er aufgibt und sich Dir fügt.
    Sofern Er Dein Kommando umsetzt muß natürlich sofort eine positive Bestätigung erfolgen.

    Turnt Dein Hund an der Leine Rum und versucht sich aus dem Geschirr zu ziehen, würde ich diesem ein “Komm” Kommando geben und diesen ohne an der Leine zu rucken, zerren mit einem kontinuierlichen “Zug auf der Leine” mitnehmen und wie zuvor beschrieben neu ansetzen.
    Dies zur Thematik “konsequentes Training”!

    Gruß Jörg

    #65551
    Anonym
    Inaktiv

    Hier muss ich Bhanu durchaus Recht geben. Ich gehe auch stark davon aus, dass er dich austesten will. Wirst du deine konsequente Linie durchziehen oder hast du doch noch irgendwo Schwachstellen? Also ich empfehle auch, konsequent weitermachen, lass dich nicht beirren, auch nicht von den Kommentaren deines Freundes. Schön beharrlich bleiben, wie Bhanu es beschreibt und von Strafen absehen. Die nützen in solchen Situationen meist eh nicht viel, weil man damit keinen großen Lerneffekt erzielt. Besser immer schön loben für alles, was der kleine Rebell richtig macht. Und ja, das dauert nunmal seine Zeit. Ich drück die Daumen.

    #65567
    Anonym
    Inaktiv

    Ich noch mal ;),

    zu meinem letzten Beitrag möchte ich gerne noch folgendes ergänzen:

    In aller Regel trainiere ich unsere und fremde Hunde vorwiegend aus dem Spiel heraus und bestätige Ihr positives verhalten damit, dass es sofort wieder in ein Spiel übergeht.
    Dadurch werden die Hunde oftmals lockerer, aufmerksamer, agiler, arbeiten freudiger und das gerade erlernte verfestigt sich viel besser.

    Ganz wichtig, sofern Du Dich gegenüber Deinem Hund mal wieder durchsetzen musst, sofern Er mal wieder an der Leine seine Spielchen treibt; straffe die Leine entweder immer von der Seite zum Hund oder nach hinten, ansonsten könnte es mal passieren, dass Er es mit Deiner Hilfe schafft sich des Geschirres zu entledigen. (ich gehe mal davon aus, dass Du nur ein 0A15 Geschirr hast.?)
    Darüber hinaus möchte ich Dir empfehlen, wann immer es möglich ist das kleine Kraftpaket adäquat auszulasten!!! Das ist ganz wichtig!!!

    Gruß Jörg

    #67175
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Ihr,
    Lange nichts mehr gehört ich weiß, es hat sich aber auch einiges getan.
    Wir arbeiten seit ca drei Wochen mit einer Hundetrainerin die uns sehr gut hilft. An der Leinenführigkeit arbeiten wir gerade mit dem Halti, es klappt auch ganz gut ich denke er lernt damit schnell dass Nachvornziehen einfach nicht geht.
    Ich hab auch einige Tipps bekommen wie ich damit umgehe wenn er bockt und mich austestet und es klappt auch wirklich sehr gut.

    Das Geschirr ist so ein 0815 Geschirr, noch von der Pflegestelle, ich hab aber schon ein Sicherheitsgeschirr von Blaire bestellt damit er sicher nicht mehr ausbrechen kann. Ist uns schon einmal passiert und war gar nicht lustig.

    Zur Auslastung: Seit zwei Tagen hab ich den “Mut” ihn auch mal laufen zu lassen, ich habe einen Park mit Hundezone gefunden der wirklich übersichtlich ist und keine Straße in der Nähe. Dort hab ich ihn zum Auspowern die letzten zwei Tage auch mal toben lassen, das hat ihn sichtlich gut getan. Aber er ist halt nicht wirklich gut abrufbar. Er kommt wenn er grad will, aber nicht wenn ich das will und wenn andere Hunde da sind ist er so abgelenkt dass ich mit allem Möglichen locken kann und er kommt nicht. Das ist sehr schade dass ich ihn verbal ohne Leine nicht so gut im Griff habe, denn 10 Minuten von hier ist ein kleinerer Park wo eine selten befahrene Straße vorbeiführt. Dort treffen sich aber auch jeden Abend die Hundebesitzer und wenn ich ihn ableinen könnte hätte er da auch viel Spaß. Aber das ist mir eben zu riskant wenn er so wenig auf meine Kommandos achtet. Deshalb: Wie kann ich das Abrufen am besten Trainieren?

    Ein Abbruchkommando haben wir, das ist aber auch noch im Training. Ich mache dass indem es viel Leckerlies mit Kommando “Nimm” gibt und dann zwischendurch ab und zu ein “Nein”. Er soll lernen dass Nein zwar Aufhören und Abbrechen bedeutet, dass es danach aber meistens toll weitergeht. Klappt auch ganz gut, ist aber noch nicht so weit, dass ich ihn damit vom “Eichhörnchen jagen” abhalten könnte.

    Vllt habt ihr ja noch den ein oder anderen guten Tipp für mich wie ich an dem Abrufen arbeiten könnte, ich möchte ihm wirklich so schnell wie möglich das Ermöglichen, aber ohne dass ich nen halben Herzinfarkt bekomme weil er ja über alle Berge sein könnte wenn er lustig ist.

    Noch als Hinweis: Er orientiert sich schon an mir, wenn er nicht stark abgelenkt wird. Wenn ich mit meinem Freund zusammen mit Jordan draußen bin und ich in eine andere Richtung laufe läuft er mir sofort nach wenn er es bemerkt…

    #67209
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Jordan vom 16.09.2010 20:21[/quote_head]Aber er ist halt nicht wirklich gut abrufbar. Er kommt wenn er grad will, aber nicht wenn ich das will und wenn andere Hunde da sind ist er so abgelenkt dass ich mit allem Möglichen locken kann und er kommt nicht […] Wie kann ich das Abrufen am besten Trainieren?[/quote]

    Ganz wichtig: Reagiert er nicht auf dein Rufen dann hol ihn! Wenn du ihn gewähren lässt oder 4, 5 oder gar 10 mal rufst lernt er nur eins und zwar, dass er beim ersten rufen niemals kommen braucht und sich erst so nach dem fünften Mal so langsam Gedanken machen muss. Also einmal rufen, maximal zweimal und wenn er dann nicht antrabt gehst du ihn holen. Zur “Strafe” kannst du ihn dann auch gern anleinen und nach Hause gehen. Er muss lernen, dass es Konsequenzen hat, nicht auf die Kommandos zu hören. Hört er hingegen schon beim ersten rufen, musst du ihn natürlich gebührend belohnen. Wichtig ist aber, dass du einmal gegebenen Kommandos wirklich IMMER durchsetzt. Niemals aufgeben und sagen “na dann mach halt was du willst” oder sowas in der Art.

    Zum gezielten Training hat Kaykoo vor einiger Zeit einen tollen Text geschrieben und zwar zur [URL=http://www.stadthunde.com/community/forum_postings/view/30507/page:2]FUTTERPFEIFE[/URL]. Klick auf den Link und lies dir die Methode einfach mal durch. Vielleicht ist das was für euch. Oft wird auch das Training mit der Schleppleine empfohlen – so hat er etwas Freiraum, kann aber dennoch auf Distanz kontrolliert werden. Großer Haken an dieser Trainingsform ist die Tatsache, dass der Hund ja zumeinst nicht doof ist und sehrwohl recht schnell den Unterschied zwischen “Schleppleine dran” und “Schleppleine ab” erkennt. Die Folge dessen kannst du dir ja ausmalen.

    #67211
    Anonym
    Inaktiv

    Fast “Bingo” @Pogo :D, zumindest bezogen auf Deinen ersten Absatz.

    Die neuerdings genannte “Futterpfeiffe” gibt es bereits seit dem ersten Weltkrieg und nannte sich damals “Hundepfeiffe”!
    Ich kenne kaum einen Jäger der von dieser keinen Gebrauch macht. Dies ist sicherlich ein nützliches Instrument, aber das Teil nutzt Dir nichts, sofern der Hund seine eigenen “Bedürfnisse/Triebe” dem überordnet!

    Vielleicht hilft Dir dieses nachstehende Forum ein klein wenig weiter?:
    http://www.stadthunde.com/community/forum_postings/view/152554/habt-ihr-auch-schon-mal-fehler-gemacht-%85-%85.html

    oder wie wäre es analog zu dieser Problematik mit diesem Thread?:
    http://www.stadthunde.com/community/forum_postings/view/88929/page:4

    Im Prinzip geht es um ein und dieselbe Sache, auch sofern das Kind einen anderen Namen trägt!

    Gruß Jörg

    P.S.: zu der allgemeinen Problematik findet Ihr in diesem Post eventuell auch noch kleine Tipps:
    http://www.stadthunde.com/community/forum_postings/view/30507/page:6

    #67242
    Anonym
    Inaktiv

    Bezogen auf die “neuerdings” bezeichnete Futterpfeiffe, möchte ich gerne noch mal kurz Bezug nehmen.

    Im ersten und zweiten Weltkrieg hat man Hunde als sogenannte “Botenhunde und/oder Einmalgebrauchshunde” ausgebildet!
    Den Begriff “Boten.-/Kurierhund” brauche ich hier vermutlich nicht weiter zu definieren; diese wurden so konditioniert, dass diese über diese “Hundpfeiffe”, sprich wörtlich in eine “freundliche” andere Stellung herangerufen wurden.
    Der “Einmal-Gebrauchshund” hatte eine erheblich bessere Ausbildung/Konditionierung; diese Hunde trugen in Ihren Rucksäcken Sprengstoff und wurden in die feindlichen Stellungen delegiert. Naturgemäß kamen diese Hunde nie wieder zurück!

    Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, dass dieser Herr, der hier über die Hundepfeiffe schreibt, grundsätzlich gesehen nicht falsch liegt.

    Das Geheimnis, das keines ist, liegt schlicht und einfach gesagt in einer optimalen Konditionierung und einer optimalen Beziehung zwischen Mensch und Hund!

    Gruß Jörg

    #67796
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo,
    Danke für die Tipps. Heute und gestern hat er mal wieder voll den Clown raushängen lassen und ist wirklich einfach abgedüst und hat mich nicht beachtet. Selbst wenn er dann kommt rennt er einfach an mir vorbei.
    Ich hab in dem anderen Thread jetzt einige Dinge gelesen die ich gern umsetzen möchte.
    Erstmal die Sache mit der Pfeife, kombiniert mit einer Leberwurst-Tube. Das mach ich aber nur wenn er in unmittelbarer Umgebung ist und natürlich nach langem Angewöhnen dass der Pfiff immer Futter bzw Futtertube bedeutet. Die Pfeife ist mir sympathisch weil er meistens schon merkt wenn ich auf 180 genervt ihn versuch zurück zu rufen und er mal wieder voll auf mich pfeift. Da muss ich mich schon immer beherrschen, aber Jordan merkt natürlich trotzdem dass es jetzt ein ernstes notwendiges “Komm” ist, zu dem er dann erst recht nicht kommt.

    Sein großes Problem ist aber glaube ich nicht dass er nicht weiß was er tun soll wenn ich rufe, sondern dass ihm einfach alles wichtiger ist als ich. Ähnlich wie in dem anderen Thread. Wir klickern sowieso schon wenn er mich anguckt, das werde ich denke ich mit “zum Gassi gehen nehmen” und weiter bestärken. Wenn er mich dann mal nicht beachtet bringts vllt auch wenn ich mich mal verstecke. Wenn ich vor ihm weglaufe oder die Richtung Wechsel dann folgt er mir meistens oder sucht mich. Meistens.

    Also ich muss beim Gassi ohne Leine einfach mehr Aufmerksamkeit von ihm bekommen, sollte ich da auch mehr Grundkommandos und Suchspiele und sowas einbauen?
    Futterdummy haben wir ja auch, ich denke ich werd es jetzt so machen dass er sein Futter früh und abends nur noch aus dem Dummy bekommt, da kann ich das zurückkommen auch schon gut üben und verfestigen, dass er sich von sich aus gar nicht so weit und so gern entfernt.

    Das macht mich auch immer unheimlich nervös wenn er sich so weit entfernt und ich gar nicht mehr im Umkreis bin um notfalls einzugreifen. Meine alte Hündin bzw auch andere Hunde wuseln ja immer um den Besitzer rum und Jordan macht immer totale Alleingänge.

    #67825
    Anonym
    Inaktiv

    Hi Jenny,

    gehe ich recht in der Vermutung, dass Euch die Beiträge hier in diesem Thread nicht allzu viel gebracht haben und das Ihr nach wie vor, allgemein in der Erziehung, scheitert?
    So ungern ich dies auch empfehle, möchte ich Euch dennoch dazu anraten Euch einen adäquaten Trainer zur Hilfe zu nehmen.
    Ihr führt hier einen Dsh und um es auf den Punkt zu bringen vermutlich einen kanadischen Dsh!
    Ich vermute, dass Ihr hier denn doch mehr als überfordert seit.?
    Im Prinzip ist es ein “kinderspiel” einen Dsh zu erziehen und/oder einen kanadischen Dsh.
    Nur, ich vermute, dass Du mit Deiner allgemeinen Verunsicherung, Nervostität und Inkonsequenz von Deinem Hund nicht unbedingt als adäquater Hundeführer akzeptiert wirst!
    Hier wirst Du/Ihr “härter” in den allgemeinen Gehorsam einsteigen müssen! Ich vermute, dass Du und Dein Partner dazu nicht in der Lage seit! Von daher gesehen rate ich Euch an, Euch ädquate Hilfe seitens Dritter zu besorgen.

    Gruß Jörg

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