• Dieses Thema hat 4 Antworten und 5 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 10 Jahre, 1 Monat von Anonym.
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  • #13599
    Anonym
    Inaktiv

    Also eines mal Eingangs voraus: Die Fussl bekommt jetzt nur noch “Barf” und seitdem “staubsaugt” sie ihren Napf leer – in Sekunden. =)
    Fussl ist ja ein Yorkshire und irgendwie hatte ich Anfangs im Kopf sie wäre irgendwie zu klein für “sowas”. Hab also erst Dosen oder gekochtes getestet. Trockenfutter spuckt sie eh aus nach dem ersten Ablecken. So richtig glücklich ist sie aber erst jetzt mit ihrem rohen Fleisch.

    Nun hab ich mir dazu ein paar Gedanken gemacht und gegoogelt und so weiter. Ergebnis: Barfen ist anscheinend ein Modewort. Aber die Jugend denkt halt immer, sie könnte das Rad neu erfinden. :rolleyes:
    Ich bin ein bereits etwas älteres Semester und erinnere mich noch gut an meinen ersten Schäferhund vor ca 35 Jahren. Jalk bekam als Mahlzeit Fleisch. Punktum. Bestenfalls mit Matzingers Hundeflocken gemischt. Damals ging man zum Metzger und sagte “1k Hundefutter bitte” – Ende der Ansage. Und das ging in jedem stinknormalen Supermarkt so. Ich sehe den Hund noch vor mir – einen kompletten Schlund in der Schnauze – etwa 50cm lang mit Resten von Leber mit dran – glückselig die “Beute” schütteln. Der Flur wurde öfter mal neu gestrichen. 😀
    Heute heisst das also Barfen … na was es nicht alles gibt.
    Komplizierter als Fertignahrung ist das doch garnicht. Ich esse ehrlich gesagt nichts aus der Dose, wenn ich es vermeiden kann. Aber im Laufe der Jahre wurde Dosen- oder Trockenfutter einfach immer “normaler”. So wie Pampers. Kann heute noch jemand in Mullwindel und Steckkissen wickeln? ?( Weiß noch wer, wie man frische Pastinaken zubereitet (hää was issn das) ? Naja, es kommt sicher wieder in Mode. So wie Hunde mit Fleisch zu füttern. Dauert halt, bis man ein Wort dafür gefunden hat denke ich. 😛

    Musst ich einfach mal so loswerden – soll sich bitte keiner angegriffen fühlen, kann ja jeder halten wie er mag. Mahlzeit 🙂

    #41325
    Anonym
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    Hallo Fussl,
    habe mich köstlich amüsiert und mal wieder schlapp gelacht 😀 😀 😀

    #41264
    Anonym
    Inaktiv

    Ich glaube ja nicht, dass man das Rad immer wieder neu erfindet. Das Wort BARF kommt ja aus dem Englischen und ist eigentlich eine Abkürzung für Bones And Raw Food – also ganz einfach “rohes Fleisch und Knochen”. Da das aber eben etwas lang ist und die heutige Zeit recht schnelllebig, hat sich BARF halt eingebürgert. Ich finds auch albern das so zu nennen und wenn mich jemand fragt sage ich zumeist, dass mein Hund rohes Fleisch bekommt und nicht, dass ich ihn “barfe”. Einfach nur “Hundefutter” im Laden zu verlangen würde ja leider nicht zum erwünschten Ergebnis führen, dann dann würde mir ja der Sack TroFu oder Dose XYZ empfohlen werden. Ich glaube das Problem ist halt einfach, dass sich einige Sachen ziemlich eingebürgert haben und die althergebrachten somit immer mehr in Vergessenheit geraten. Wenn man sie dann wieder mal ausbuddelt denkt manch einer, dass sei was neues und besonders tolles. Dass das oft nicht so ist, sollte ja mittlerweile jeder begriffen haben. Oft weiß man bei einem neu gecoverten Song gar nicht mehr, wer das Original wirklich komponiert hat, weil das vermeintliche Original auch schon ein nur ein Cover war und das wirkliche Original z. B. bereits aus den 20er Jahren stammt. So geht es mir zumindest oft. So ist das nun mal 😉

    #41249
    Anonym
    Inaktiv

    Ich kann mich Pogo nur anschließen. Leute die sich einen Hund holen wollen bzw. “neu” in der Hundehaltung sind, denken glaub ich gar nicht an Frischfleischfütterung. Bei denen muss meist nur eine Entscheidung zwisch TF und Dose fallen, wie es ja auch so schön im Fernsehen präsentiert wird.
    In Rostock habe ich nach meiner Ausbildung in einem Zoofachgeschäft gearbeitet. Dort musste ich gezwungener Maßen Fertigfutter an den man bringen. Oft habe ich den Leuten (gerade mit Allergikerhunden) empfohlen sich mal mit der Frischfleischfütterung ausseinander zu setzen. Die meisten meinten: “ROHES FLEISCH? IGITT! das mag der eh nicht. Und mein TA sagt, das rohes Fleisch ungesund ist.” Meiner Meinung haben die meisten keine Lust auf den Geruch, die Arbeit oder sind sich unsicher ob sie ihren Hundi auch wirklich mit allem versorgen können. Bei den Tierärzten seh ich das Problem, das fast jeder einen Vertag mit einem bestimmten Futterhersteller hat. Und die natürlich auch vermarkten will. 👿

    #39902
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Pogo vom 20.02.2011 17:26[/quote_head]Das Wort BARF kommt ja aus dem Englischen und ist eigentlich eine Abkürzung für Bones And Raw Food – also ganz einfach “rohes Fleisch und Knochen”.[/quote]

    es gibt auch die variante mit “Born Again Raw Feeders”, was den beitrag über die “wiedergeburt der rohfütterung” greifbarer macht…war halt nur ein bisschen in vergessenheit geraten. gerade in den nachkriegsjahren gab es für die meisten wichtigere themen, als eine gesunde ernährung der hunde. und dann kam auch schon das fertigfutter, was bis heute von den meisten hundehaltern gefüttert wird. nun mag man darüber streiten, ob den hunden dieser halter damit ein gefallen getan wird oder nicht. fakt bleibt, dass auch das fertigfutter – neben den medizinischen möglichkeiten etc. – seinen beitrag zu längerer lebenszeit der hunde in den letzten jahrzehnten geliefert hat. im schnitt eine 1/3 längere lebenserwartung als zu zeiten der tischfütterung. früher wie heute gilt aber: wenn ein hund auf z.b. rindfleisch allergisch ist, dann ist es egal, ob er rindfleisch aus der dose oder roh gefüttert bekommt. klar ist aber auch, dass allergische reaktionen immer mehr zunehmen (heute zeigen ca. 10-15% aller hunde allergische reaktionen), was wohl aber eher an den modernen lebensumständen, der fortschreitenden zucht und an zusätzen wie künstlichen vitaminen im futter liegt, deren wirkung in den meisten fällen noch nicht final erforscht ist. von den ca. 15% sind ca. 5% futtermittelallergien, in den meisten fällen sind die auslöser proteine in fleisch und milch. der rest sind umweltallergene.

    es ist doch wie es ist: die meisten hundehalter hören höchstwahrscheinlich irgenwann von barf und vielleicht auch gutes. trotzdem bleiben sehr, sehr viele bei ihrer fütterung, das zeigen ja auch etliche diskussionen hier im forum. da bringen dann argumente genauso wenig, wie der versuch einen barfer von trockenfutter zu überzeugen. und es gibt vielleicht auch einige barfer, bei denen der hund mit einem guten futter aus der dose besser ernährt wäre. letztlich liegt wie so oft die wahrheit wohl irgendwo dazwischen 😉

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