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  • #14269
    Anonym
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    Liebe Hundefreunde

    Ich habe ein sehr großes Problem welches mich schon seit 2 Jahren sehr plagt.
    Die Familie von meinem Freund (mit dem ich seit einem Jahr zusammen wohne) hat einen Golden Retriever (Cassy).
    Ich finde den Umgang mit dem Hund schrecklich und wollte mal wissen was ihr so dazu sagt.

    Kurz zu den Umständen welche mich stören:

    Die erste Sache die mich von Anfang an traurig gemacht hat ist, dass Cassy den ganzen Tag (wiklich die ganze Zeit ohne Ausnahme) alleine in einem Zimmer auf ihrer Decke liegen muss und nicht aus dem Zimmer kommen darf (sollte sie doch mal aus dem Zimmer ins Wohnzimmer zur Familie schauen kommt nur ein unfreundliches “Decke” ohne ihr einen Blick zu schenken).
    Sie darf weder das Wohnzimmer betreten (wo sich alles an Familienleben abspielt) noch wird sie gestreichelt oder bekommt sonst irgendwelche Aufmerksamkeit.
    Gassi gegangen wird morgens etwa eine halbe Stunde. Nachmittags geht die Mutter meines Freundes (welche selber ständig sagt, dass sie keinen Hund haben will und dass Cassy nervt) kurz vor die Tür, wartet bis sie gepinkel hat und geht wieder rein. Wenn Cass Glück hat geht es dann Abends noch eine Runde raus.
    Draußen wird sie die meiste Zeit nur unfreundlich zurecht gewiesen.
    Der Vater meines Freundes tut zwar immer sehr, sehr streng mit Cassy, aber wirklich gut hören tut sie trotzdem nicht
    (besonders mit dem herkommen hapert es doch sehr).
    Cassy ist schon 11 Jahre alt wird aber oft noch als sehr junger Hund eingeschätzt (typische Frage “11 Monate oder Jahre?). Sie verhät sich noch sehr verspielt und scheint jede Sekunde die sie spielen und laufen kann zu genießen. Bei jedem Wiedersehen mit mir freut sie sich minutenlang und das meiner Meinung nach total übertrieben.

    Mittlerweile befindet sich Cassy zum Glück bei mir und meinem Freund, allerdings ist sie nur zu besuch bei uns und wird irgendwann wieder zurück zu seinen Eltern müssen. Ich heule jedes Mal wenn ich sie wieder dahin lassen muss.
    Sagen kann ich ja nicht wirklich was, da es ja nicht mein Hund ist und der Vater meines Freundes auch sehr von sich und seinen “Erziehungsmethoden” überzeugt ist.

    Was meint ihr bin ich nur zu sensibel oder ist das wirklich so schlimm wie ich es sehe?
    Ich weiß dass Golden Retriever bzw eigentlich ja alle Hunde familienbezogen sind und den Kontakt zu ihrem Menschen suchen (was ich bei Cassy sehr doll merke) und deswegen ist es unerträglich für mich wenn Cassy so alleine im Zimmer liegen muss und komplett ignoriert wird.

    Freue mich auf eure Antworten.

    Liebe Grüße

    #69872
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo,
    ja, da fragt man sich wieder, warum Leute sich einen Hund anschaffen. Wahrscheinlich soll sie nicht in der Wohnung rumhaaren….echt ätzend..

    Wie steht denn dein Freund dazu, besteht nicht die Möglichkeit, dass ihr die Hündin zu euch nehmt oder falls ihr in der Nähe der Eltern wohnt, könntest du regelmäßig mit ihr Gassi gehen.

    So, wie du den Vater schilderst, nimmt der eh keinen Rat an.

    LG
    Britta

    #69874
    Anonym
    Inaktiv

    Meinem Freund habe ich meine Meinung bereits mehrfach gesagt, allerdings kränkt es ihn wie schlecht ich von seinen Eltern rede und deshalb sagt er nciht viel dazu. Wenn Cassy bei uns ist geht er ganz normal und liebevoll mit ihr um und sie darf sich (für mich selbstverständlich) frei in der Wohnung bewegen und sich hinlegen wo sie möchte. Ich denke ihm gefallen diese “Erziehungsmethoden” auch nicht so wirklich will es vor mir aber nicht so zugeben.
    Seine Eltern wohnen in Leipzig und ich und mein Freund in Berlin. Anfangs war Cassy alle paar Wochen mal kurzzeitig bei uns. Nachdem ich miterlebt habe wie es ihr in Leipzig geht versuche ich sie so oft es geht zu uns zu holen. Sie ist jetzt seit 3 Monaten bei uns und ich versuche es mit allen Mitteln sie hierzubehalten. Warum sich der Vater meines Freundes einen Hund angeschafft hat ist mir ein großes Rätzel aber nach seiner Art zu urteilen braucht er jemanden um seine Macht auszuspielen……er nennt sich auch immer im Spaß “Leitwolf” wenn er Cassy gröber anfässt.

    #69875
    Anonym
    Inaktiv

    ….der Leitwolf hat es nicht nötig, grob zu werden…
    soviel dazu.
    Schenkt ihm doch mal ein Buch von Günther Bloch.

    #69876
    Anonym
    Inaktiv

    Für mich ist das eigentlich ein Fall für das Veterinärsamt/den Tierschutz. Jemandem, der ein Rudeltier, das obligat sozial ist, mutwillig von Sozialkontakten isoliert, gehört der Hund weggenommen. Vielleicht war es ja früher üblich, dass der Hund im Zwinger gehalten wurde, keinerlei Kontakt zur Familie hatte und froh sein konnte, wenn er mal kurz raus kam, aber das dürfte mittlerweile zumindest in D überholt sein. Die Haltung in einem Zimmer entspricht für mich schon ziemlich der im Zwinger.

    Was würde denn passieren, wenn Du eine offizielle Stelle einschalten würdest? Was würde Dein Freund sagen? Wäre Dir im Zweifel der Hund wichtiger?

    #69877
    Anonym
    Inaktiv

    Also als erstes beantworte ich mal ein paar Fragen 😉

    ” Was genau meinst Du zb. mit “unfreundlich zurechtweisen”? Werden die Hundehalter laut? Schimpfen sie? Gibt es auch positive Momente oder friedliche gemeinsame Unternehmungen? Wie oft darf Cassy Ihr Zimmer verlassen? Darf sie wirklich nie mit ins Wohnzimmer? Wie ernst ist das gemeint, wenn gesagt wird, man wollte ja eigentlich nie einen Hund haben?”

    Wie gesagt, Cassy MUSS den ganzen Tag auf einer Decke im Jugendzimmer vom Bruder meines Freundes liegen und sobald sie auch nur einen Schritt aus dem Raum macht um zb zur Familie zu schauen die gemeinsam im Wohnzimmer sitzt wird sie nur im lauten, unfreundlichen Tonfall (“DECKE!”) zurück ins Zimmer geschickt. Positive Momente hat sie in der Wohnung keine da sie praktisch nie beachtet wird. Gassi gehen gibt es für sie morgens kurz, dann so gegen 17 Uhr geht die Mutter meines Freundes für max 10 min mit ihr raus “Zitat: nach der Arbeit geh ich so lange mit ihr vor die Wohnung bis sie gepinkelt hat” und Abends gibts ne größere Runde wenn sie Glück hat. Nie einen Hund haben wollte die Mutter und das sagt sie auch oft und deutlich. Sie freut sich richtig wenn Cassy bei uns ist. Der Vater ist in einer ländlichen Gegend aufgewachsen wo sie wohl immer Hunde hatten. Er ist Fernfahrer und somit selten zu Hause wo er seinem Hund (mit dem er vor Fremden nur ekelhaft rumpralt) komplett ignoriert.

    #69878
    Anonym
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    ps. als was ist mir der Hund wichtiger? Mein Freund oder der Frieden in der Familie?

    Also wenn ich mich mit meinem Freund deswegen zerstreiten würde, würde mir das wahrscheinlich nicht viel bringen, da Cassy leider zu seiner Familie gehört. Und seine Familie da ist es mir wirklich egal. Habe mittlerweile solch einen Hass auf diese Menschen, dass ich auch gerne mehr sagen würde (habe schon verschiedene Sachen angedeutet), aber so wie der Vater von sich überzeugt ist und wie egal der Mutter der Hund ist hat das keinen Erfolg

    Cassy ist wirklich ein sehr, sehr lieber und unkomplizierter Hund. Sie ist schon 11 aber verhält sich so ausgelassen wie ein Welpe (ich werde oft gefragt ob sie 11 Jahre oder Monate alt ist). Kann das was damit zu tun haben, dass sie sich nie austoben konnte in ihrem bisherigen Leben?

    #69880
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo,
    da sich dieser Mensch doch so als Wolf sieht, versuch es doch mit Buch oder Film von Günther Bloch, er weist nach, dass die Wölfe nicht isolieren.

    #69881
    Anonym
    Inaktiv

    Huhu,

    grob anfassen klingt nicht gut X(
    Da hat Fergie absolut Recht.

    Sie ist jetzt schon 3 Monate bei Euch?
    Das ist ja für einen älteren Hund auch kein Zustand, wenn sie ständig hin und her geschoben wird. 🙁

    Da würde ich ein vernünftiges, klärendes Gespräch führen – auch mit Deinem Freund. Verzichte auf direkte Vorwürfe und beschränk Dich darauf, was aus dem Hund werden soll. Wenn Du es so verpackst, dass der Hund für die Eltern ja quasi nur eine Belastung ist und Du ihn gerne nimmst, sind sie vielleicht bereit, einzulenken.

    #69882
    Anonym
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    ja…und du hast dich doch in den 3 Monaten soooooo an den Hund gewöhnt, das bricht dir das Herz, wenn du sie wieder abgeben musst….hol dir die Mutter auf deine Seite..

    #69883
    Anonym
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    Günther Bloch habe ich grade mal gegoogelt, hört sich super an! Wäre eine Überlegung dem Vater das zu Weihnachten zu schenken (auch wenn es mich anekelt diesem Menschen was zu schenken). Ich würde nichts lieber als Cassy bei mir zu behalten aber aus mir nicht verständlichen Gründen tut die Familie (der Vater zumindest) dann doch so als ob sie Cassy haben wollen. Ich frage mich nur wozu?! Hin und her fahren ist natürlich nicht so super für Cassy aber mir blieb keine Wahl sonst wäre sie dauerhaft in Leizig geblieben. Cassy verhält sich auch anders als ich es von anderen Hunden kenne (grade in dem Alter).

    #69884
    Anonym
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    Der arme Hund ist überhaupt nicht ausgelastet. Die Rasse ist schließlich für´s Aportieren gezüchtet. Nur spazieren gehen reicht da nicht. Die Frage ist nur, wenn du ihr bei dir den Himmel auf Erden bescherst, und sie dann doch wieder in die Isolation muss, ob man dem armen Hund damit einen Gefallen tut.

    #69885
    Anonym
    Inaktiv

    Ahoi,

    in einem solchen Fall wird das Einschalten einer Behörde nichts bringen. Es gibt keine offizielle Haltungsvorschrift, die hier verletzt wird, und Amtsveterinäre gehen schon bei deutlich drastischeren Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sehr langsam und gemäßigt vor. Wenn dazu noch die Familie erfährt, dass eine Anzeige gegen sie erhoben würde, würde das die Fronten sicher nur verhärten und dem Hund letztlich nicht helfen.

    Natürlich ist es schwer, mit solchen Menschen freundlich und sachlich zu bleiben, aber jetzt gegen sie zu arbeiten würde wahrscheinlich nur bedeuten, den Zugang zu dem Hund zu verlieren. Trotzdem scheinen die Gewohnheiten dort so eingeschliffen zu sein, dass ich versuchen würde, Cassy, den Hund zu Dir zu holen – dauerhaft.

    Danke, Cassy, dass Du mir die Situation noch mal erläutert hast. Nicht immer ist “den ganzen Tag” wirklich wörtlich gemeint, aber in Deinem Fall wohl leider schon…

    Ich würde auf Überzeugung durch Diplomatie und Nachdrücklichkeit setzen. Wenn die Familie 3 Monate ohne ihren Hund auskommt, wird sie auch die nächsten Jahre ohne ihn auskommen. Du kennst diese Menschen am Besten und kannst am Besten einschätzen, wie Du sie überzeugen kannst.

    1.) Du könntest versuchen auf Zeit zu spielen, bis es sich einfach eingebürgert hat, dass Cassy bei Dir bleibt. Ein größeres Problem als die Abwesenheit des Hundes ist bei Deinem Schwigi wahrscheinlich eher das Hergeben-Müssen. Wenn sich das so einspielt, dass Cassy bei Euch ist, fordert sie vielleicht explizit keiner mehr zurück.

    2.) Du könntest an die Vernunft appellieren und erklären, dass Cassy bereits älter ist (auch wenn man ihr das nicht anmerkt) und möglicherweise bald pflegeintensiver wird. Tu so, als würdest Du Dich mit der Mutter solidarisieren und zähl ihr die Schrecken des Zusammenlebens mit einem Hundesenior auf: Der strenge Geruch, das vermehrte Haaren, die Inkontinenz, der Pflegeaufwand wenn der Hund krank, alt, gebrechlich, hinfällig wird, wenn er vielleicht Hilfe beim Laufen braucht, ständig raus muss, weil er nicht mehr lange einhalten kann und öfter auch mal in die Wohnung macht. Wenn sie den Hund ohnehin schon nicht im Haus haben möchte, hast Du vielleicht gute Chancen, dass sie sich durchsetzt und Dir Cassy abtritt, weil Du diese Tortur ja großzügigerweise auf Dich nehmen willst 🙂

    3.) Du könntest versuchen Deinen Freund zu gewinnen, wenn Du ihm klar machst, wieviel der Hund Dir bedeutet und wie wichtig es Dir wäre, wenn Ihr ihn behalten könntet. Vielleicht hat er noch eine gute Idee, wie man seine Eltern überzeugen könnte.

    LG
    Julia

    #69887
    Anonym
    Inaktiv

    Ich bin zwar kein Experte,aber für mich sind und bleinem Hunde Rudeltiere ,die zur Sozialisierung schon alleine ,Familienanschluss brauchen.
    Ständig nur wegsperren oder gar nur in einen Raum ist für mich mit Zwingerhaltung gleichzusetzen und geht schonmal gar nicht

    #69921
    Anonym
    Inaktiv

    @ Fergie
    Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, ob es nicht noch schlimmer für Cassy wird wenn sie es hier so gut hat und dann wieder zurück muss. Aber ich kann sie doch nicht genauso behandeln wie die es tun 🙁

    Zur Zeit sieht es ganz gut aus für Cassy und mich. Seine Eltern haben, als sie Cassy das letzte Mal nach ihrem Besuch hier gelassen haben (vor 3 Monaten) gesagt, in 2 Wochen oder so holen sie sie wieder. Tja seitdem hat mein Freund wenig von ihnen gehört und zum Thema Cassy wurde gar nichts gesprochen. Zum Aportieren ist Cassy auf alle Fälle zu haben 😉 Wenn sie bei uns hat sie auch jeden Tag Beschäftigung und jedes Wochenende gehen wir entweder ganz lange in den Wald oder zum Hundesee baden. Sie ist auch viel ausgeglichener geworden und hört auch viel besser. Habe das Gefühl ihre Erziehung bestand zum größten Teil daraus zu wissen wo ihre Decke ist und dass sie “Ab” versteht……weder ist sie (bevor sie bei uns war) gekommen wenn man sie draußen gerufen hat (zumindest war es schwierig), noch kannte sie Straßen oder wusste dass sie nichts vom Boden fressen soll. Komischerweise hat Cassy seit sie bei uns ist auch zugenommen (sie sah immer sehr dünn aus) obwohl sie viel mehr Bewegung hab. Mach mir da Gedanken ob sie in Leipzig immer genug Fressen bekommen hat. Sie wird auch hier nicht überfüttert oder kriegt zig Leckerlies:/

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