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  • #14005
    Anonym
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    Hier ist ein paar interessante Infos zur Hundenahrung! =)

    Proteine sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle. Ein Teil dieser Aminosäuren kann vom Hund synthetisiert werden, der andere und bei weitem größere Teil ist essentiell, muss also über die Nahrung zugeführt werden.

    Protein ist unerlässlich für Aufbau und Erhaltung der Körpersubstanz. Als Bausubstanz ist es Bestandteil jeder einzelnen Zelle, besonders wichtig für Knochen, Sehnen und Muskeln.
    Als Wirkstoffe übernehmen Proteine wichtige Aufgaben im Stoffwechsel, sind sowohl an der Steuerung wie auch am Transport beteiligt. Außerdem spielen sie eine entscheidende Rolle im Immunsystem.

    Über die Nahrung aufgenommenes Protein wird zunächst im Magen-Darm-Trakt in Aminosäuren zerlegt. Von dort aus gelangen sie zur Leber, dem zentralen Verteiler, der die Aminosäuren zu den Körperteilen schickt, wo sie benötigt werden.
    Werden sie dort als Bausubstanz benötigt, müssen sie wieder zu Proteinen zusammen gebaut werden. Die Aminosäurestruktur der benötigten Proteine ist hierbei vorgegeben. Fehlt eine Aminosäure in dieser Struktur (“limitierende Aminosäure”), so kann das Protein nicht gebildet werden. Bei einer unausgewogenen Zufuhr essentieller Aminosäuren kann also Körpersubstanz nicht oder nur in unzureichendem Maße gebildet werden und z.B. Muskelschwäche auftreten.

    Der Eiweißbedarf eines Hundes mit normaler Aktivität und mit über 30kg Lebendgewicht liegt bei mindestens 2g je kg Körpergewicht und Tag, dieser Bedarf steigt mit sinkendem Lebendgewicht, so dass ein Hund von 5kg Lebendgewicht bereits mindestens 3g je kg Körpergewicht benötigt.
    Diese Angaben beziehen sich auf verdauliches Protein, nicht auf Rohprotein.

    Durch die Beteiligung des Proteins an nahezu allen lebenswichtigen Prozessen im Körper wirkt sich auch ein Mangel vielfältig aus. Das Immunsystem wird geschwächt, der Körper nicht mehr entgiftet und Körpersubstanz nicht mehr synthetisiert. Äußerliche Anzeichen eines Proteinmangels sind Untergewicht, Trägheit und ein stumpfes Fell.
    Eine Überversorgung schädigt ebenfalls Stoffwechsel und Körpersubstanz, vor allem die Knochen, aber auch Leber und Niere werden über Gebühr belastet. Erste äußerliche Anzeichen sind Übergewicht (ungenutztes Protein wird zu Fett umgebaut), verfärbter/stinkender Urin (Protein wird zu Harnstoff abgebaut) sowie Aas- und Kotaufnahme (enthält Basen, die der Übersäuerung entgegen wirken).

    Tierisches Eiweiß hat eine höhere Wertigkeit als pflanzliches, da die enthaltenen Aminosäuren dem Körpereiweiß des Hundes eher entsprechen und somit verdaulicher sind.
    Verdaulichkeit tierisches Protein: ~ 95%, Verdaulichkeit pflanzliches Protein: ~ 60%
    Es ist davon auszugehen, dass durch die höhere Verdaulichkeit tierischen Eiweiß’ die oberen Toleranzen hier wesentlich größer sind als die des pflanzlichen Eiweiß’.

    Pfotengrüße von Babybär Duke

    #49333
    Anonym
    Inaktiv

    _____UND_____DIES_____NOCH…..

    Fleisch ist in der Hundeernährung die größte Bedeutung beizumessen, da die gesamte Hundeorganismus auf die Verdauung von Beutetieren ausgelegt ist.
    Diese besonders hochwertige Eiweißquelle enthält die für den Hund optimale Aminosäurenzusammensetzung, die Verdaulichkeit von fettarmem Fleisch liegt bei 98% (Ausnahme: Schweinefleisch, dessen Wertigkeit niedriger ist). Der Proteingehalt hochwertiger Fleischquellen beträgt mindestens 18% in der Frisch- und dementsprechend 50% in der Trockensubstanz.

    Die Wertigkeit einer Fleischquelle lässt sich am ehesten aus dem Anteil der besonders hochwertigen Aminosäuren Lysin und Methionin ersehen. Allerdings ist darauf zu achten, dass diese Säuren in der Analyse, nicht bei der Zusammensetzung stehen. In letzterem Fall wurden sie künstlich zugefügt und sagen nichts über die Qualität des Fleisches aus. Außerdem können diese Säuren auch in anderen Komponenten, wie z.B. Flachsöl enthalten sein, sind ergo nicht zwangsläufig ein Indikator für eine hochwertige Fleischquelle.

    Weiterhin ist bei importiertem, insbesondere amerikanischem Futter die genaue Bezeichnung der Fleischquelle von Bedeutung:
    Die Silbe “fleisch” muss auf jeden Fall enthalten sein, um eine hochwertige Eiweißquelle zu gewährleisten. fleischmehl (“meal”)steht für reines, getrocknetes Fleisch, fleisch (““) ist ebenfalls rein, allerdings geben die Werte das Gewicht vor dem Trocknen, also dem Entziehen der Feuchtigkeit (immerhin rund 65%) an. Im Endprodukt rutscht der Fleischanteil damit um einige Plätze nach hinten.
    Wird die Eiweißquelle einfach nur mit
    (“-by-product”) bezeichnet, handelt es sich um tierische Nebenerzeugnisse, mehl (“-by-product-meal”) bezeichnet dementsprechend getrocknete tierische Nebenerzeugnisse.
    Da es im deutschen Futtermittelrecht die Unterscheidung zwischen
    und fleisch und den entsprechenden Mehlen nicht gibt, lässt sich bei deutschen Futtersorten auch nicht feststellen, ob Fleisch oder Nebenprodukte verwendet wurden. Um sicher zu gehen, dass kein findiger Importeur die deutsche Gesetzgebung ausgenutzt hat, sollte man sich bei amerikanischem Futter immer auch die Originalzusammensetzung angeschaut haben.
    Bei jeder tierischen Proteinquelle wird natürlich nur die Zutat als solche deklariert. Schädliche Substanzen, mit denen das geschlachtete Tier oder sein Futter zuvor behandelt wurden, finden keine Erwähnung. Hierauf ist besonders bei Geflügelfleisch zu achten, da dies in der konventionellen Haltung meist mit Antibiotika versetzt ist. Ferner bedeutet deklariertes
    fleischmehl, dass die Komponente bereits als Mehl angeliefert wurde – Zusatzstoffe, die der Produzent dieses Mehls bereits zugefügt hat, müssen vom Futtermittelhersteller nicht deklariert werden.

    Fisch stellt eine ebenfalls hochwertige Alternative zu Fleisch dar.
    Er hat einen hohen Anteil an Vitamin D und ungesättigten Fettsäuren, der allerdings nur bei frischem Fisch zu Buche schlägt, dem Fischmehl sind die Öle und damit auch das Vitamin D sowie die ungesättigten Fette entzogen.

    Da es kein Fertigfutter gibt, das allein auf Fleisch-/Fischbasis aufgebaut ist, die Aminosäurenzusammensetzung des fleischlichen Proteins aber die für den Hund ideale ist, sollte das Futtermittel dem Rechnung tragen, indem die nicht-fleischlichen Inhaltsstoffe so gewählt werden, dass das Gesamtfutter ein dem des Fleisches ähnliches Aminosäurenverhältnis aufweist.
    Die folgende Tabelle enthält exemplarische Aminosäurengehalte, an denen man sich beim Vergleich der Relationen orientieren kann:

    Aminosäure—– Rindfleisch—— Hühnerfleisch Lachs
    Arginin 1,52 % ——1,17 %—– 1,21 %
    Cystein 0,19 % —–0,25 %—— 0,22%
    Histidin 0,66 % —–0,54 %—– 0,6 %
    Isoleucin 0,9 % —–0,92 %—– 0,97 %
    Leucin 1,6 %—– 1,35 % —–1,64 %
    Lysin 1,82 % ——1,51 %—– 1,9 %
    Methionin 0,53 %—– 0,49 %—– 0,61 %
    Phenylalalin 0,83 % —— 0,72 %—– 0,79 %
    Taurin 0,36 %—– 0,34 %—– k.A.
    Theonin 0,85 %—– 0,77 %—– 0,91 %
    Tryptophan 0,25 % —— 0,2 % —— 0,23 %
    Tyrosin 0,83 % —– 0,6 %—— 0,7 %
    Valin 1,1 % —– 0,9 % —— 1,12 %

    #49334
    Anonym
    Inaktiv

    ……..und die ZUSATZSTOFFE! 8)

    Die Zusatzstoffe bezeichnen alle synthetischen Zusätze des Futters.
    Hierzu gehören synthetisierte Nährstoffe, sowie Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe.

    Geschmacksverstärker sind schädlich und sollten in einem hochwertigen Futter auch nicht notwendig sein, weder künstliche Aromastoffe noch natürliche Verstärker wie Zucker oder Karamel.
    Das gleiche gilt für Farbstoffe.

    Konservierungsstoffe sind erforderlich, um dem Futter eine Mindesthaltbarkeit zu geben. Die gängigste Form des Haltbarmachens ist die Konservierung mit Hilfe von Antioxidantien.
    Natürliche Antioxidantien sind Vitamin C und E, auch und gerade in synthetischer Form sind sie rein künstlichen Laborerzeugnissen vorzuziehen, da sie zwar der Natur nachempfunden, dabei aber stabil genug sind, Fett zwölf Monate lang vor dem Ranzigwerden zu schützen. Künstliche Konservierungsstoffe wie BHA/BHT können allerdings bereits in den Ausgangsprodukten enthalten sein, ohne dass sie deklariert werden müssen.
    Schädliche, weil dem Organismus in kaum einer Weise entsprechende Antioxidantien sind BHA, BHT, Ethoxyquin und Propylgallat. Derlei Zusätze werden gern hinter dem Begriff “EWG-Zusatzstoffe” versteckt, ein gutes Hundefutter sollte auch frei davon sein.

    Die häufigsten Zusatzstoffe:
    E201 – Natriumsorbat
    E202 – Kaliumsorbat
    E203 – Kalziumsorbat
    E300 – Vitamin C
    E301,302,304,316 – Vitamin-C-Verbindungen
    E306-309 – Vitamin E
    E310 – Propylgallat
    E320 – Butylhydroxyanisol (BHA)
    E321 – Butylhydroxytoluol (BHT)
    E324 – Ethoxyquin

    #49335
    Anonym
    Inaktiv

    Interessante Texte. Kannst du mal bitte noch die Quellen angeben, wo du die Texte her hast? So kann sich jeder selbst ein Bild über die Seriosität der Artikel machen. Dankeschön :]

    #49337
    Anonym
    Inaktiv

    Jepp!
    Ist auch einfacher war nicht sicher ob der http://www.-Info-Hinweis nun erlaubt oder nicht…….gehst du einfach…..www.hundundfutter.de 🙂

    #49338
    Anonym
    Inaktiv

    Und hier noch was zum GETREIDE

    Getreide ist sehr reich an Kohlenhydraten und hat eine relativ hohe Akzeptanz. Allerdings steht es nicht auf dem natürlichen Speiseplan eines Hundes: Die Zeit, in der Getreide überhaupt erntbar ist, beschränkt sich auf wenige Wochen des Jahres, und selbst das würde dem Hund wenig nutzen, da er Zellulose, den Baustoff pflanzlicher Zellwände, nicht verwerten kann und somit Getreide unverdaut wieder ausscheiden müsste. Einziger Berührungspunkt mit Getreide wären also die Mägen im Herbst erjagter Kleinstbeutetiere.

    Will man allerdings dem im Vergleich zum Wildhund deutlich niedrigeren Proteinbedarf des Haushundes gerecht werden, kommt man um den Einsatz von Getreide nicht herum. So lange es in aufgeschlossenem Zustand vorliegt, ist es ein adäquater Energielieferant.

    Besonders hochwertig sind Vollkornprodukte (im Englischen als “whole-meal”, nicht als “ground” bezeichnet), da sie noch die Randschichten und damit wertvolle Eiweiße, Vitamine und Mineralien enthalten.

    Wichtig ist das Verhältnis von Fleisch und Getreide. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass Getreide so gut wie kein Wasser enthält, also in der Feucht- ungefähr so viel wie in der Trockensubstanz wiegt.
    Ein zu hoher Getreideanteil macht sich durch Unausgeglichenheit und breiigen, hellen Kot bemerkbar.

    Kartoffeln sind proteinarme und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel, sie enthalten eine Reihe wertvoller Nährstoffe und sind ein adäquater Getreideersatz.

    #49339
    Anonym
    Inaktiv

    Ich danke dir. Jetzt ists perfekt. Naja solche Quellenangaben müssten eigentlich erlaubt sein, da sie im Normalfall zwingend dazu gehören, wenn man einen Text von einer anderen Homepage oder aus einem Buch 1:1 oder als indirektes Zitat übernimmt. Da die Page ne reine Infopage ist, dürfte das Stadthundeteam auch kein Problem damit haben 😉

    #49341
    Anonym
    Inaktiv

    So..hier nun der widerliche Part…..DIE NEBENERZEUNISSE!

    Nebenerzeugnisse sind all die Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
    Die unglaubliche Welt der Nebenerzeugnisse ist schwierig zu durchschauen, und da in Nebenprodukten keine Nährstoffe enthalten sind, die nicht auch von anderen Komponenten geliefert werden könnten, sollte im Zweifelsfall von Futtern mit :evil:undefinierten :evil:Nebenerzeugnissen abgesehen werden!!!

    Per definitionem sind tierische Nebenerzeugnisse: Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere. Also Schlachtabfälle.
    Schlachttiere werden nach geltendem Recht in “Fleisch”, also alle Teile, die für den menschlichem Verzehr geeignet sind, und “tierische Nebenerzeugnisse” unterteilt.
    Die Nebenprodukte ihrerseits werden nochmals in drei Kategorien unterteilt. Material der Kategorie 3 darf in Tierfutter verarbeitet werden. Hierzu zählen z.B. Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl, wobei Letzteres als Versteck für Schlimmeres dienen kann.
    Futter, bei dem enthaltene Nebenerzeugnisse nicht zu 100% offen deklariert werden, muss als minderwertig eingestuft werden.

    Findige Futtermittelhersteller setzten einst die Mär vom Wolf, der sich zuerst auf den Beutetiermagen stürze, in die Welt. Tatsächlich werden lediglich die Mägen von Kleinstbeutetieren mitgefressen, ohne Nahrungsknappheit werden die Mägen größerer Beutetiere nicht einmal angenagt.
    Dennoch hält sich diese Geschichte zur Rechtfertigung der Beifügung von Nebenerzeugnissen und teilweise sogar eines hohen Anteils pflanzlicher Komponenten am Gesamtfutter hartnäckig.

    Unter den pflanzlichen Nebenprodukten ist ausschließlich minderwertiges Material zu finden. Hierzu zählen z.B. Melasse, Erdnussschalen und Rübenschnitzel.

    Nebenerzeugnisse sind meist in Futtersorten derjenigen Hersteller zu finden, die einem großen Lebensmittelkonzern angehören und Tierfutterherstellung als Abfallverwertung betreiben, es lohnt sich also immer, einen Blick hinterwww.gbpics.eu den Markennamen zu werfen.

    #49342
    Anonym
    Inaktiv

    :::W:A:S:S:E:R:::
    Hiesige Trockenfutter haben einen durchschnittlichen Feuchtigkeitsgehalt von 10%.
    Zum Vergleich:
    Der Körper des Hundes besteht zu 60%, die aufgenommenen Teile eines Beutetieres bestehen sogar zu 70% aus Wasser.
    Zwar kann der Hundeorganismus im Bedarfsfall auch Wasser aus der Verbrennung von Energieträgern (Proteine, Fette, Kohlenhydrate) gewinnen, Optimum bleibt aber eine ausreichende Wasserzufuhr von außen.
    Wie alle anderen Nährstoffe wird auch Wasser nach der Aufnahme vom Verdauungstrakt aus bedarfsgerecht im Körper verteilt. Und schon diese Verteilung erfordert einen angemessenen Wasseranteil, da das Blut als Transportweg ohne ausreichend Wasser zähflüssig werden und die Pumpe Herz unnötig belasten würde. Ferner ist Wasser wichtig für den Säuren-Basen-Haushalt (also den pH-Wert), als Lösungsmittel und bei diversen enzymatischen Reaktionen.
    Von entscheidender und sehr plastischer Bedeutung ist die Rolle des Wassers im Wärmehaushalt des Körpers:
    Bei erhöhter Körpertemperatur (z.B. bei Hitze) wird Wärme vornehmlich über Wasserdampf (Hecheln) abgegeben.

    Ausgeschieden wird Wasser also sowohl über die Lunge (Atem) als auch über Darm (Kot) und Nieren (Urin). Die Abgabe über die Nieren macht hierbei lediglich 25% der aufgenommenen Wassermenge aus, woran sich ungefähr ermessen lässt, wieviel Wasser anderweitig verarbeitet wird.

    ___”Ein erwachsener Hund benötigt etwa 70ml Wasser pro kg Lebendgewicht täglich.”___

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