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  • #15298
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, wie ihr zu der “Idee” der niedersächsischen Landesregierung steht, die derzeit ausgebrütet wird, dass bei Haltung von Hunden über 20 kg oder größer 40cm rasseunabhängig ein “Hundeführerschein” Pflicht werden soll, sowie ein Hundehaltungsverbot für bestimmte Personengruppen wie z.B. Straffällige/Drogensüchtige.

    Ich persönlich bin an dem Punkt angekommen, dass ich einen Eignungstest für JEDEN MENSCHEN gut fände, egal was für einen Hund er halten möchte; unabhängig von Gewicht, Größe, Rasse.
    Wer einen Fisch aus dem Wasser holen will, braucht auch einen Angelschein! 👿
    Es ist doch schnurzpiepeegal, was es für ein Hund ist: wenn der Halter sich nicht um eine gescheite Erziehung kümmert, können auch kleine Hunde Fehlverhalten zeigen, dass in schlimmsten Fällen zu Unfällen führen kann. Aber es reicht ja schon, wenn ein kleiner Kläffer die ganze Nachbarschaft mit seinem Organ tyranisiert. Ausserdem könnte damit vielleicht auch ein wenig Vernachlässigung von Hunden eingedämmt werden!?
    Nur die Kosten die ich bisher gehört habe (bis 700€) sollten dringend überdacht werden, denn das steht in keinem Verhältnis.
    Was denkt ihr?

    #27298
    Anonym
    Inaktiv

    Ich finde ein bisschen Wissen kann keinem Hundebesitzer schaden.

    Und gerade mit dem ersten Hund stellen sich immer wieder einfachste Fragen. Geht los mit artgerechter Haltung, Bedüfnisse des Hundes und deren Kommunikation bis hin zur Grunderziehung.
    Und vielleicht überlegt sich es der ein oder andere noch mal sich einen Hund anzuschaffen, weil er durch sein mehr an Wissen festgestellt hat, dass er gar kein Hundemensch ist.

    Die Kosten sollten aber für jeden machbar sein. Sonst hat es ja implizit die gleiche Aussage wie die überzogenen Hundesteuern: Keine Hunde in der Stadt!

    LG Anja

    #27310
    Anonym
    Inaktiv

    Eine Diskussion zum Hundeführerschein gab es hier im Forum schonmal, allerdings nicht mit aktuellem Anlass aus der Politik.

    Ich seh das wie du March, ich finds auch albern, das nach Gewicht oder Größe zu differenzieren. Auch ein Dackel kann kraftvoll zubeißen und dem Chihuahua von der Oma nebenan würde ein wenig Erziehung auch nicht schaden. Noch dazu gehts in solch einem Führerschein ja nicht nur darum, dass die Hunde gut erzogen sind, sondern auch dass deren Besitzer wissen, wie man mit Hunden umzugehen hat. Manch einer denkt tatsächlich dass 2 Mal am Tag Gassi gehen reicht. Also ich hab nix gegen solch einen Führerschein aber dann bitte für alle.

    Im von mir angesprochenen Thread gabs da aber auch die Anmerkung: Wie will man das überwachen/durchsetzen? Es gibt so viele Hunde die steuerlich nicht gemeldet sind und das, obwohl es eigentlich Pflicht ist (wenn auch eine lästige) und ich selbst bin auch noch nie auf die Hundemarke hin kontrolliert worden. Also ich denke es wird sich nicht viel ändern. Verantwortungsbewusste Hundehalter machen den Schein – wobei es bei ihnen sicher nicht nötig wäre. Die schwarzen Schafe bleiben weiterhin schwarze Schafe und man hat nicht viel gekonnt.

    Was mich jetzt aber noch interessieren würde: Wie definieren die bitte Straffällige? Sind das Leute, die sich in Bezug auf ihre Tiere schonmal strafbar gemacht haben (also Körperverletzung z. B. indem der Hund auf Kommando zugebissen hat oder ähnliches) oder worum geht es da? Es ist ja erwiesener Maßen so, dass Tiere (also auch Hunde) sehr viel zur Resozialisierung beitragen. Also worum einem Ex-“Knasti” keinen Hund erlauben, wenn er vielleicht einen positiven Einfluss auf ihn hat? Immerhin bringt er Struktur in ein Leben, bei dem es vorher vielleicht keine gab? Genauso bedenklich finde ich den Begriff “Drogensüchtige”. Wer ist denn damit gemeint? Heroinabhängige? Kokser? Leute die Gras rauchen oder auch der Alki, dem wir tagtäglich auf der Straße begegnen? Ab wann ist man Drogensüchtig? Und auch hier die Frage: Könnte ein Tier süchtigen Menschen nicht vielleicht helfen, nicht mehr rückfällig zu werden oder trotz Sucht (man kann durchaus auch in Maßen konsumieren – ist ja gerade bei Gras und Koks Gang und Gäbe) verantwortungsvoll mit seinem Tier umgehen.

    Bei solch einer Regelung werden schon wieder Personengruppen denunziert, ausgegrenzt und kriminalisiert, die es vielleicht gar nicht verdient haben. Wer sich so einen Rotz nur immer ausdenkt? Klar, den Gedanken dahinter kann ich schon verstehen: Ein betrunkener hat seinen Hund schlechter unter Kontrolle als ein nüchterner Mensch und klar landen auch mal Hunde im Tierheim, weil ihre Besitzer in den Knast wandern. Aber sollte man dann nicht auch chronisch Kranken einen Hund verbieten, da diese ja ab und an für länger Zeit im Krankenhaus liegen könnten? Sollte man dann nicht gleich generell Hunde verbieten, weil ja jeder ein potentieller Straftäter oder Süchtiger ist? Sowas geht schneller als man denkt. Also wonach wird das entschieden?

    #27330
    Anonym
    Inaktiv

    Eeeeeey! Keinen Hundeführerschein auch für kleine Hunde! Wofür hab ich einen kleinen Hund ;).
    Spaß beiseite, es müsste ein Hundeführerschein definitiv für alle her. Es sollte aber dann auch kontrolliert werden wg den schwarzen Schafen, die noch nicht mal ihre Hunde anmelden. Wie so oft egal in welcher Haltung kann man sich über einige Dinge streiten. Aber ich habe immer noch Leute getroffen, die der Meinung sind ein Klaps beim Hund ist in Ordnung. Find ich gaaaaaaanz schlimm, weil ein American Stafford, der mit der Zeitung erzogen wurde, mich dann überhaupt nicht gut mit einer Zeitung in der Hand fand. Und damit für mich zur Gefahr wurde. Und ganz klar, die Vorstellung vor allem bei kleinen Hunden, die brauchen wenig Auslauf usw., gibts noch bei so vielen Menschen. Irgendwann kam ein Bericht von einem so vernachlässigten JackRussel. Obwohl Herrchen und Frauchen Rentner waren. Ich hab geheult, weil der Hund richtig schlimme Verhaltensstörungen wie Scheibe lecken hatte. Und gleichzeitig war ich richtig sauer, weil sie den gaaaaanzen Tag Zeit hatten. Wie oft wünsche ich mir das manchmal wg Tobi meinen Alltag auch selber bestimmen zu können.

    #27336
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Pogo vom 17.06.2009 20:26[/quote_head] Wie will man das überwachen/durchsetzen? [/quote]
    Der Anfang müsste gemacht werden, indem Züchter/Tierheime einen Hund nur abgeben, gegen Vorlage eines Sachkundenachweises. Es gibt genug arbeitswillige Arbeitslose. Statt 1€-Jobber (zumindest war der Typ der mir das Ticket verpasst hat einer)für die Kontrolle des Leinenzwangs während der Brut-und Setzzeit einzustellen, könnten (von der Hundesteuer) “echte” Arbeitsplätze geschaffen werden, die eben die Kontrollen auf der Straße durchführen. Und spricht etwas dagegen, die Tierärzte mit einer Meldepflicht von nicht “geprüften” Haltern einzubinden?

    [quote][quote_head]Zitat von Pogo vom 17.06.2009 20:26[/quote_head]Was mich jetzt aber noch interessieren würde: Wie definieren die bitte Straffällige?Genauso bedenklich finde ich den Begriff “Drogensüchtige”.[/quote]
    Das habe ich mich auch schon gefragt. Was ist mit Chefarzt Prof.Dr.Dr. Gottinweiss, der sich täglich seine Pillen selbst verschreibt, der ist doch auch abhängig. und was ist mit den Obdachlosen(die oft echt fitte Hunde haben), der täglich seinen Pegel hält. Und was ist, wenn jmd. seine Prüfung besteht und später süchtig nach was auch immer wird?
    Generelle Ausgrenzung bestimmter Personengruppen finde ich nicht gerecht und erst recht nicht kontrollierbar. Und vorallem wer will sich aufschwingen zu bestimmen, wer vielleicht in das Raster der ausgegrenzten Personen fällt?

    #27340
    Anonym
    Inaktiv

    Wie gut der umgang mit Hunden Gefängnisinsassen tun kann ,weiß der [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/lifestyle/interviews/jan-hinrik-drevs-underdogs.html]Regisseur von Underdogs[/URL]…

    Und ein Paradebeispiel für die Beziehung von Obdachlosen zu ihren Hunden ist [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/reportagen/noahs-stadt-begegnungen.html]Straßenzeitungsverkäufer Gerrit[/URL]

    viel Spaß beim Lesen!

    #27341
    Anonym
    Inaktiv

    Hey Leute,

    Also ich finde grunsätzlich die Unterscheidung zwischen einen kleinen und großen Hund nicht in Ordnung. Deshalb bin ich natürlich absolut für einen Hundeführerschein, aber für JEDEN! Ich hab so einiger Zeit auch schonmal einen Thread zu diesem Thema hier geöffnet, da steht alles drin, also bei Intresse:

    [URL=http://www.stadthunde.com/community/forum_postings/view/7388/her-mit-dem-hundefuehrerschein.html]Her mit dem Hundeführerschein![/URL]

    Um nochmal auf das Thema klein und groß zu kommen. Bei der Wohnungssuche hatte ich auch so meine Probleme mit den Vermietern deswegen. Als mit meinem Freund und Murphy umgezogen bin, haben wir wirklich verzweifelt eine Wohnung gesucht. Mal hatten wir Murphy mit, mal haben wir Zuhause gelassen. Mal haben wir es am Telefon schon gleich gesagt, dass wir einen Hund haben, mal erst nach der Besichtigung. Aber fast jedes blöde Mal verlief das Gespräch ungefähr so ab:

    “Wie siehts denn mit Haustieren aus?”

    “Naja. was haben sie denn für eins?”

    “Einen Hund.”

    “Oh, sie haben einen Hund? Was ist denn das für einer?”

    “Ein Labrador/Goldie Mix, ein ganz Lieber.”

    “Mhm, also so ein großer ne?”

    “Naja, nicht ganz so groß, mittelgroß ist er.”

    “Den lassen sie aber nicht allein in der Wohnung oder?!”

    “(Häh???) Äähhhm, doch. Der kann auch wirklich gut alleine bleiben. Das haben wir von Anfang an mit ihm geübt. Er ist super erzogen, bellt nicht, macht nichts kaputt und ist natürlich mit fremden Menschen und anderen Hunden und Tieren absolut sozialverträglich.”

    “Naja, ich weiß nicht. Also wenns ein kleiner Hund wäre, dann von mir aus, aber so ein Großer? Nee, das geht nicht. Tut mir Leid”.

    Manchmal hab ich sogar versucht Murphy noch ein bisschen aufzupimpen, indem ich gesagt hab, dass er ein angehender Rettungshund ist oder sowas. Aber das war den Leute auch egal.

    Meine Erfahungen haben mir auch einfach gezeigt, dass die kleinen Hunde bei schlechter oder mangelhafter Erziehung, einfach wirklich die stressigeren, lautesten und garstigeren Hunde sind als die Großen. Deshalb muss ich wieder mal meinen Jonny beipflichten :-). Die Beispiele die er genannt hat, kenne ich leider auch nur allzu gut.

    Deshalb muss unbedingt ein Führerschein für Hundehaltung her. Vielleicht wird dann auch endlich mal verhindert, das harmlose Hunde ganz schlimm durch schelchter Erziehung oder Gewalt verkorkst werden und dann einfach eingeschläfert werden (alles schon erlebt), oder das noch andere Hunde ausgesetzt werden um sie schnell wieder loszuwerden, weil irgendwelche bescheuerten Menschen, sich das Weihnachts-, oder Geburtstagsgeschenk ganz anders vorgestellt haben. Aber es gibt ja nicht mal einen Führerschein dazu, dass man in der Lage ist Kinder groß zu ziehen, deshalb würde ich die Chance als relativ gering einschätzen.

    In diesem Sinne: Bitte, bitte Hundeführerschein!

    Liebe Grüße,
    Murphy und Co.

    #27350
    Anonym
    Inaktiv

    Hundeführerschein wäre ne feine Sache. Aber wie schon erwähnt wird die Kontrolle durchaus schwierig. Man könnte dadurch einiges eindämmen. Verwahrlosung, Aussetzen, schlechte Erziehung etc. pp.

    Pogo sieht das am realistischten. Dem Text ist nichts mehr hinzuzufügen.

    Aber 700 Euro ist schon ne Stange Geld. Das ist mehr als mein Monatsgehalt. Aber ich denke das wird (wenn es mal soweit kommen sollte) noch ein Mittelmaß geben. So wenig das es relativ bezahlbar wird aber trotzdem noch hoch genug, damit nicht jeder Hans und Franz loszieht und sich einen Hund besorgt.

    Es kann nicht genug Menschen geben, die sich mit der Verantwortung der Tierhaltung im Allgemeinen auseinandersetzen. Bloss so wie ich das sehe wird das Utopie bleiben. Bin da ein kleiner Schwarzmaler… Es ist einfacher ein Gesetz durchzubringen, indem es nur um Leinenpflicht geht, als den Führerschein durchzusetzen. Klappt ja bei der Steuer auch nicht wirklich.

    #27364
    Anonym
    Inaktiv

    Hach Babybär, so sehr ich deine Meinung teile so unrealistisch ist sie auch ;( Die Hundesteuer ist nunmal eine Luxussteuer und somit nicht zweckbestimmt. Ein kostenloser Hundeführerschein ist somit also nicht drin, denn woher soll das Geld denn kommen? Die Steuer, die wir Hundehalter berappen, kommt anderen Dingen zugute (fragt mich jetzt nicht, WAS damit bezahlt wird – das entscheidet jede Kommune für sich) denen sie dann nur wieder fehlen würde. Es würde also entweder die Hundesteuer nochmals erhöht werden oder irgendwo anders an der Preisschraube gedreht werden, damit dieses Modell Bestand hat.

    #27542
    Anonym
    Inaktiv

    Holla hab mir mal die Post´s durchgelesen, sind ja einige markige sprüche dabei…! aber das mit dem “Hundeführerschein” und dessen Regelung/Anwendung könnt ihr euch auf der Seite vom Ordnungsamt Düsseldorf mal durchlesen, gibt´s als pdf zum download.
    [URL=http://www.duesseldorf.de/ordnungsamt/hunde/index.shtml/ URL]

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