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    Anonym
    Inaktiv

    Ich wurde gebeten, diesen Hilferuf ins Forum zu setzen. Ich stehe im ständigen telefonischen Kontakt mit Ingrid Marxen.
    Peter Löwisch

    Schleswig, 28.01.2008
    Sehr geehrter Herr Löwisch,
    wie gestern besprochen, hier ein Kurzbericht von Frau Karen Fleckenstein, Vorsitzende des Vereins Heimatlos-e.V.-Hunde in Not (http://www.heimatlos-ev.de). Ich habe es so aufgeschrieben, wie Frau Fleckenstein und ihre Helfer es erlebt haben.
    Der Verein arbeitet seit ca. 2 Jahren mit der Tierauffangstelle Wejherowa/ Nähe Danzig zusammen. Die Auffangstelle wurde von Frau Anja Kantna geleitet. Der Kontakt zu
    Frau Kantna wurde durch eine Bekannte von Frau Fleckenstein, welche sich schon lange mit ihrem Verein für den Auslandstierschutz einsetzt, vermittelt.
    Frau Kantna hatte damals das Gelände gepachtet und wollte eine Auffangstelle einrichten, der deutsche Verein sie unterstützen, mit Sach –Geld-und Futtermittelspenden helfen und bei der Vermittlung der Hunde helfen.
    Alle vier bis sechs Wochen fuhr der deutsche Verein nach Wejherowa, brachte Futter, Decken, Verbandsmaterial, 6000 Flaschen Flohmittel, Hundeschampon für die Reinigung der verschmutzten Hunde hin. Ausserdem Desinfektionsmittel, Kühlschränke, einen Computer für die Registrierung der Hunde und sie finanzierten einen Wasser-und Elektroanschluss. Alles wurde durch den kleinen Verein mit ein paar Mitgliedern, durch Spenden und durch das Geld für die Vermittlungsgebühr der Hunde finanziert, welchen der Verein dann aus Polen mitbrachte.
    Da der Zustand der Hunde in Wejherowa nicht besser wurde, kaufte der Verein eine gesamte Tierarztpraxis in Deutschland auf, einschließlich Fliesen für den Behandlungsraum und brachte ihn nach Polen.
    Nach einiger Zeit glaubte der Verein, dass sich die Zustände etwas bessern, zumindest sah es so aus, wenn sie angemeldet kamen und ihre Spenden brachten. Ein paar Hundehütten waren zumindest schon gekauft, Wasser und Strom funktionierte und Futter wurde immer wieder gebracht.
    Allerdings war der Zustand der Hunde immer noch erbärmlich, die dortigen und mitgebrachten Hunde hatten Knochenbrüche, Beckenbrüche und viele andere Krankheiten. Durch einen Angestellten der Auffangstation, welcher ihnen zuflüsterte „ Wenn ihr wüstet, was hier wirklich los ist !“, bekamen sie heimlich Bilder und Videoaufnahmen zugespielt, die zeigten das wahre Grauen.
    Ein Tierarzt war in den zwei Jahren nicht da. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass die Frau Kantna am Tod von ca. 500 Hunden mitverantwortlich war. Dieser Bericht ging auch vor einiger Zeit durch das polnische Fernsehen, aber wer kann das hier schon sehen ? Wer weiss, wie die Hunde in den Tötungsstationen umgebracht werden ( an den Hinterbeinen an einer Art Flaschenzug hochgezogen und mit einem Knüppel erschlagen), kann sich vorstellen, wie diese Auffangstelle geführt wurde.
    Dem kleinen Verein fiel immer nur auf, das Hunde, welche beim nächsten Mal mitfahren sollten, verschwunden waren und viele andere auch und es waren ständig neue da, einer erbärmlicher als der andere. Auf Nachfrage wurden nur ausweichende Antworten gegeben, welche dann auch noch übersetzt werden mussten.
    Heimatlos-e.V.hat schon tausende Euro für Tierarztkosten in Deutschland ausgegeben, um die mitgebrachten Hunde vermitteln zu können für viele blieb aber nur die Erlösung.
    Das Fass zum Überlaufen brachte aber die Frage von Frau Kantna, ob der Verein die Chips aus den beerdigten Hunden rausschneiden könnte, diese sollten sie wieder mitbringen, man könnte sie ja nochmals verwenden.
    Daraufhin ermittelte die polnische Staatsanwaltschaft 8 Monate, Frau Fleckenstein von Heimatlos-e.V. setzte sich mit dem Verpächter des Grundstücks in Verbindung, der übertrug ihr alle Vollmachten ( der Pachtvertrag war sowieso schon Mitte letzten Jahres abgelaufen ) und nach langer Vorbereitungszeit wurde am 26.01.2008 das Lager mit Helfe der Polizei, Presse, polnischen Tierschutz OTOZ und Heimatlos-e.V. übernommen.
    Was sich aller Augen bot, war nicht zu beschreiben. Tote Hunde in Abwasserschächten gestapelt, zum Teil nur noch Gerippe, tote Hunde unter den Hütten begraben, mit 10 cm Erde drüber, die Lebenden standen oder lagen darauf. Grosse Mülltüten voller toter Welpen, tote Hunde unter Planen. Überall tote Hunde, die Lebenden haben sich zum Teil gegenseitig angefressen oder aufgefressen. Sie frassen ihren eigenen Kot und tranken ihren eigenen Urin, sie hatten kein Wasser und kein Futter, lagen in Erdlöchern voller Wasser an der Kette oder in Verschlägen ohne Tageslicht.
    Die meisten waren dem Tod näher als dem Leben, aber es stand dort ein Baucontainer voller Futter. Das Futter in den Säcken war verschimmelt, die Büchsen verrostet, es wurde einfach nicht mehr gefüttert.
    Der polnische Tierschutz hat das Lager übernommen, sie haben noch 20.000 Zloty, das sind ca. 4000 Euro und ca. 150 oder noch mehr lebende Hunde, das Gelände ist riesig, hoffentlich sind schon alle gefunden.
    Bitte helft !!! Der Verein braucht Futter, Medikamente, Verbandsmaterial und Geld, um den Hunden ein Dach über dem Kopf zu geben, die Ruine, die dort steht, muss ein Dach bekommen, damit zumindest einige im Trockenen sitzen. OTIZ bestellt Hundehütten, reicht natürlich nicht für alle, dann sind die 4000 Euro weg.
    Wenn ihr noch einen Hund nehmen würdet, wäre toll. Es sind dort überwiegend Mischlinge, aber auch Shar Pais, Dobermänner, Rottis, Listis ( die dürfen wir nicht einführen), Schäferhunde und viele andere mehr und viele, viele Welpen.
    Ich gebe Euch die Kontonummer von Heimatlos-e.V., bitte helft oder setzt Euch mit Frau Fleckenstein in Verbindung (Dresdner Bank, Heimatlos-e.V., BLZ: 214 800 03, Konto: 0210750800).
    Bilder aus dem Lager, der Übernahme, ein kurzes Video des polnischen Fernsehen (übersetzt) stehen auf den Homepage http://www.heimatlos-ev.de, weitere folgen, da sie erst im Polnischen Fernsehen gezeigt werden.
    Im Auftrag Ingrid Marxen (http://www.hundeschule-rainbowway.de)

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