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  • #15497
    Anonym
    Inaktiv

    Hi! Ich bin am überlegen mir ein weiteres Rudelmitglied an zu schaffen. Am interessantesten finde ich Französische Bulldoggen oder Boston Terrier. Hätte ganz gern gewusst was die wesentlichen Charkterunterschiede dieser Rassen sind, vielleicht gibts jemand, der sich mit beiden Rassen auskennt.

    #52031
    Anonym
    Inaktiv

    Interessante Frage, die habe ich mir auch schon des öfteren gestellt. Äußerlich haben sie doch einen recht hohen Verwechslungsfaktor (auch wenn mich jetzt Kenner und Liebhaber dieser Rassen wahrscheinlich dafür am liebsten lynchen würden *g*).

    Aber jetzt mal ne Frage rein aus persönlichem Interesse: Warum muss es unbedingt eine dieser doch sehr überzüchteten Rassen sein? Beide haben einen extrem kurzen Fang und dadurch Atembeschwerden die gerade im Sommer oder bei größerer Anstrengung zum Kreislaufkollaps führen können. Wenn es weniger Liebhaber solcher “Extreme” geben würde, müssten weniger Hunde nur allein aufgrund ihres Aussehens ihr ganzes Leben lang leiden. Ja ich weiß die sind niedlich, aber ist es das wert? Würdet ihr gern ein Kind haben, welches ganz bewusst auf optische Schönheit “gezüchtet” wurde, es dadurch aber Schmerzen oder gesundheitliche Einschränkungen erleiden muss?
    So, jetzt dürft ihr mich endgültig steinigen *duck und weg*

    #52919
    Anonym
    Inaktiv

    Es muss nicht zwangsläufig ein Hund dieser Rassen sein. Und außerdem wo fängt Überzüchtung an? Bei Hunden mit Schlappohren, bei Nackthunden (diese Rassen, sind einige der ersten), ich find das so relativ.
    Hab selber zwei Boxer, wählte auch die aus, die eine längere Nase haben und stelle bisher keine Atemprobleme oder sonstige Einschränkungen fest.

    #52922
    Anonym
    Inaktiv

    Überzüchtung fängt für mich da an, wo den Tieren äußerliche Merkmale angezüchtet werden, aus denen ihnen Nachteile entstehen. Z. B. hat der Mops seinen kurzen Ringelschwanz nicht ohne eine generell verbogene Wirbelsäule (die früher oder später zu Schmerzen führt), bei King Charles Spaniels ist der Schädel oft so klein, dass das Gehirn keinen Platz mehr hat und die Tiere vor Schmerz schreien und Anfälle haben, reinweiße Hunde neigen zu Taubheit, Allergien und Hautproblemen und Hunde mit extrem kurzem Fang haben eben die oben beschriebenen Probleme. Schlappohren werden erst dann zum Problem, wenn sie viel zu lang sind und die Sache mit den Nackthunden ist grenzwertig. Ich weiß jetzt nicht, ob sie dadurch für irgendwelche Leiden prädispositioniert sind, außer vielleicht für Sonnenbrand und Kälteempfindlichkeit aber schon das ist eine erhebliche Einschränkung. Aber selbst ein Labrador oder ein Golden Retriver kann überzüchtet sein, da diese Hunde ja momentan immer noch groß in Mode sind und somit leider oft “vermehrt” wird anstatt vernünftig gezüchtet. Aber das ist wieder eine andere Sache.
    Spike, ich will dir jetzt kein schlechtes Gewissen machen, ich finde aber dennoch, dass das Punkte sind, die man nicht oft genug erwähnen kann und über die man durchaus nachdenken sollte, bevor man sich einen Hund zulegt. Einen Rassehund aus dem Tierheim? Bitte, warum nicht, das arme Geschöpf ist ja nun schonmal auf der Welt und will auch einen neuen Besitzer. Aber einen (überzüchteten) Rassehund extra für Interessenten zu “produzieren” find ich persönlich eben einfach unnötig zumal die Gründe, wegen denen man früher gezielt züchtete, heute nur noch in den seltensten Fällen eine Rolle spielen (also z. B. kurze Beine beim Dackel, damit er in den Fuchsbau kommt oder Rottweiler-Muskelpakete, um den Fleischerkarren zu ziehen und den Hof zu verteidigen).

    #53016
    Anonym
    Inaktiv

    An ist so ziemlich jeder Hund eingeschränkt, der nicht grad ein Wolfshund ist. Denn alle äußerlichen Veränderungen führen zu mindest zu Kommunikationsschwierigkeiten.
    Bei den Retrievern staune ich momentan, kenne persönlich keinen Verhaltensauffälligen (rein auf Genetik bezogen), und das trotz dieser Vermehrung. Da haben andere Rassen deutlich mehr unter solch einem Boom gelitten.
    Um zum Thema zurück zu kommen. Ich denke vor schon recht genau nach welche Rasse ich mir hole, sonst würde ich nicht solche Fragen stellen. Und es gibt auch genügend Rassen, die ich ganz wunderschön finde, die ich mir aber nie im Leben holen würde. Und wie gesagt, Atemprobleme kann ich nicht bestätigen, in so fern, daß die Nasen noch eine gewisse Länge haben.

    #53020
    Anonym
    Inaktiv

    Spikilein das war kein Angriff auf dich… 😉
    Damals war es Hans Meisers Goldie, der Schlagzeilen machte. Überzüchtung und dadurch Verhaltensauffälligkeiten. Wir beim Züchter nicht groß passieren. Da kreuzt man ja die Geschwister oder Eltern mit eigenen “Welpen” untereinander nicht. Die “echten” Züchter achten peinlich genau darauf. Überzüchtung fängt für mich da an, wenn Hunde gesundheitlich leiden müssen, nur um “gut anzukommen” bzw den Niedlichkeitsfaktor oder ein verschrobenes Schönheitsideal zu erreichen. Diese Knautschenasen gehen mal gar nicht. Die Möpse von der Mama einer Bekannten machen Geräusche beim Gehen da wird einem ganz anders…. Auch English Bulldogs. Mit ihrem Überbiss unten. Nicht schön und nicht gesund. Vielen Yorkshire Terrier mussten zu einer Zeit die Zähne gezogen werden, weil die Züchter den Kiefer kleiner gezüchtet haben. Habe lange nix mehr davon gehört also denke ich es ist verworfen worden. Hoffe ich zumindest. Auch die Schäferhunde wurden überzüchtet. Warum haben die wohl so oft HD? Dieses Steilheck sah halt toll aus aber schädlich ohne Ende. Man kann, wie du schon sagst an jeder Rasse einen Makel finden, wegen dem man sagen könnte: Unterstütze ich nicht. ABER nun zu deiner Frage:

    Auszug aus der Zeitschrift “Partner hund”

    Boston Terrier oder Französische Bulldogge?
    Partner Hund – Ausgabe 06/2004

    In der März-Ausgabe Ihrer Zeitschrift waren auf Seite 36 drei Boston Terrier abgebildet. Meine Frage: Haben Sie sich da vielleicht vertan? Sind das nicht französische Bulldoggen? Könnten Sie mir bitte den Unterschied zwischen den beiden Rassen erklären?
    Barbara Wischnia, per E-Mail

    Hans-Joachim Swarovsky,
    Kynologe, antwortet:

    Es ist nicht erstaunlich, dass Sie diese Frage stellen – die beiden Rassen sehen sich tatsächlich sehr ähnlich. Im Standard heißt es zur Unterscheidung, dass der Kopf und Fang beim Boston Terrier etwas länger und trockener ist. Der Fang macht beim Boston Terrier ungefähr ein Drittel der gesamten Kopflänge aus. Außerdem ist der Boston Terrier etwas hochbeiniger als der sehr gedrungene Bully. Die Ähnlichkeit ist übrigens genetisch bedingt: Die französische Bulldogge gehört zu den Vorfahren des Boston Terrier.

    Dann Charakterbeschreibungen von einer Hundezüchterinfoseite:

    Boston Terrier:
    Der Boston Terrier ist ein freundlicher, lebhafter Hund. Die Rasse ist vorzüglich veranlagt und von hoher Intelligenz, was den Boston Terrier zu einem einzigartigen Begleithund werden lässt.

    Franz. Bulldogge:
    Umgänglich, fröhlich, verspielt, sportlich, aufgeweckt. Besonders liebevoll im Umgang mit ihren Besitzern und mit Kindern

    Ich denke aber auch da, es ist vom Hund abhängig. Wie bei jeder anderen Hunderasse auch hat jeder so seinen Charakter. Scheinen ja beide Rassen als Familienhund durchzugehen und lebhaft zu sein.

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