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    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Isabella,
    wir haben eine ausführliche Antwort für dich bekommen, du erhältst sie per Mail.
    Hier ein Teil davon für alle anderen auch als Information:
    zunächst möchte ich dir mögliche Erklärungen geben, warum die Hündin so agiert. Verschiedenen Hunderassen haben ein größeres Bedürfnis nach Individualdistanz. Ein Herdenschutzhund fordert respektvolle Abstände ab 2 m, andere möchten keinen Fremdkontakt unter 50 cm. Das betrifft Menschen und/oder Hunde. Welpen, die bis zur Abgabe wenige oder ungute Erfahrungen mit (bestimmten) Menschen gemacht haben oder zugesehen haben, wie Bindungspartner ungute Interaktionen hatten, zeigen in ihren neuen Familien dann auch größeres Vermeideverhalten bis hin zu Abwehr von Kontaktaufnahmen, die in ihren Augen distanzunterschreitend und fordernd erfolgen, zum Beispiel ein Zugehen mit Blick und zugreifender Hand.
    Dass deine Hündin nicht knurrt, kann verschiedene Gründe haben. Ich denke, dass sie im gesamten Kontext hündisches Verhalten zeigt, das seine Ursache/n in den genannten Punkten haben könnte. Leider macht das Probleme in der Gesellschaft, die einem Hund beides nicht zubilligt. Wasserspritzen stoppt Verhalten und ist eine positive Strafe, die dem Hund etwas Unangenehmes zufügt. Die Leckerli dienen als positive Verstärker. Statt zu strafen, ohne eine Alternative zu bieten, wäre Folgendes eine Möglichkeit, im Alltag nachhaltiger zu helfen:
    Arbeite daran, deiner Hündin im Teamwork mit dir eine höhere Toleranz aufzutrainieren. Wichtig könnte sein, der Hündin über ein vorher gut trainiertes Signalwort, etwa „Anfassen“, anzukündigen, dass jetzt ein unkontrollierte oder unerwünschte Fremdberührung stattfinden wird, die sie zu dulden gelernt hat. Wie dieses Signalwort auftrainiert wird, kannst du in meinem Anleitungsvideo „Unsicherer Hund“ im DER HUND Club anschauen. Zudem rate ich, ein Beruhigungssignalwort einzutrainieren, wie „Easy“. Dieses Wort soll beim Hund zu sofortiger Entspannung von Leib, Seele und Geist führen. „Easy“, flüsterst du der Hündin in entspannten Schmusephasen zu und es wird damit an den entspannten Zustand gekoppelt.

    Weitere Tipps dazu gibt es auch im Club-Video von Anja Hazel, die dir hier geantwortet hat.

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