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  • #77937
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Ihr habt Fragen an unsere Club-Experten? Oder wollt eine Meinung von anderen Club-Mitgliedern? Dann stellt sie hier – wir geben die Fragen an die Experten weiter – und natürlich können auch andere darauf antworten.

    #77959
    Anja Gurr
    Teilnehmer

    Hallo zusammen, wieso gibt mein Hund seinen Ball nicht wieder her und wie kann ich ihn überreden ihn abzu
    geben? Wir haben da echt einen ewigen Kampf

    #77973

    Hallo guten Morgen, unser Hund, Labrador, 12 Monate alt, läuft perfekt an der Leine. Auch der Freilauf ist ohne Ablenkung kein Problem. An der Leine sind andere Menschen auch kein Problem für ihn. Bei anderen Hunden zieht er an der Leine, wenn ich nicht schneller als er bin. Auch wenn ich nicht rechtzeitig dran war, entkommen wir der Situation ohne großes geziehe. Ich lasse ihn auch dennoch nicht hin. Nur, wenn er sich bei mir vorher die Erlaubnis holt. Sind wir allerdings spazieren und er ist frei und es kommen Spaziergänger, Jogger oder andere Hunde ist er nicht abrufbar und im schlimmsten Fall springt er die Spaziergänger oder Jogger auch an. Bin ich dann auf gleicher Höhe und sage komm weiter, geht er weiter. Wie kann ich das anspringen auf Entfernung, wenn er frei läuft verhindern? LG Christine

    #77977
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Anja,
    in der Regel hilft hier ein “gibst du mir, gebe ich dir” Training – also ihm für das Abgeben mit einer anderen Belohnung dafür den Sinn näher bringen … das geht nicht von heute auf morgen – sondern Stück für Stück. Was für deinen Hund besser ist, worauf er anspricht. Tipps dafür kannst du dir auch in unserem Heftarchiv holen – als Club-Mitglied kannst du darin ja suchen.

    #77979
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Christine,
    hier ist die Antwort für dich von Kristina Ziemer-Falke, http://www.ziemer-falke.de:
    Zeigen Hunde für uns problematische Verhaltensweisen, ist es oft sinnvoll, nicht nur zu überlegen, wie wir das Verhalten verhindern können, sondern auch darüber nachzudenken, was der Hund anstelle des falschen Verhaltens tun kann. Damit gibt es quasi zwei wichtige Ebenen, die abgedeckt werden. So könntest du deinen Hund zum Beispiel zeit- und ortsweise an der Leine behalten, wenn du weißt, dass an bestimmten Stellen die Gefahr sehr hoch ist, dass er das Fehlverhalten zeigt. Du könntest auch vorübergehend an Orten spazieren gehen, an denen nichts los ist usw. So verhinderst du, dass sich dein Hund in dem unerwünschten Verhalten weiter üben kann und sich damit selbst belohnt. Dies wären reine Managementmaßnahmen, die als zeitweise Überbrückung wichtig sind, damit sich das Verhalten nicht festigt.
    Parallel zum Management überlegst du dir nun, welches alternative Verhalten – anstatt hinzurennen und anzuspringen – dein Hund zukünftig in diesen Situationen zeigen sollte. Dies könnte beispielswiese ein Rückruf sein. Wenn dein Hund zuverlässig in jeder Situation auf den Rückruf reagiert und zu dir kommt, kann er nicht gleichzeitig zu anderen Hunden oder Menschen rennen. Schön ist, dass der Rückruf mit deinem Hund ohne größere Ablenkung schon ohne Probleme klappt. Damit hast du eine gute Grundlage, auf die du aufbauen kannst.
    Nun gilt es, den Rückruf so zu trainieren, dass er auch unter Ablenkung funktioniert. Hierzu gibt es zahlreiche Übungen und Kniffe, die oft individuell auf den Hund und dessen Persönlichkeit angepasst werden. Ziehe dazu gerne einen Hundetrainer deines Vertrauens zu Rate, der Sie individuell unterstützen kann, da ein gut strukturiertes Rückruftraining sehr komplex ist. Eine Stellschraube kann zum Beispiel sein, mit den richtigen Belohnungen zu trainieren. Ein Rückruf, der später in allen Lebenslagen greifen soll, sollte sich für den Hund immer lohnen. Gerade, wenn der Hund dafür eine attraktive Ablenkung links liegen lassen soll. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten.
    Am besten sind immer die Belohnungen, die ein aktuelles Bedürfnis des Hundes befriedigen oder hochwertiger sind als das, was die Ablenkung zu bieten hat. So könnten Sie beispielsweise mal mit Futter, mal mit einem Rennspiel mit Ihnen oder auch mit einer spannendenden Aufgabe, wie dem Apportieren eines Spielzeuges, belohnen. Vermeiden Sie es, dass Ihr Rückruf aus Versehen zu einem „Jetzt-ist-der-Spaß-vorbei“-Signal wird, indem Sie Ihren Hund etwa immer nach dem Rückruf anleinen. Lassen Sie ihn Hund nach einem erfolgreichen Rückruf und der Belohnung dort, wo es geht, direkt wieder frei. Müssen Sie ihn anleinen, versüßen Sie ihm dies, indem Sie beispielsweise an der Leine noch ein kleines Leckerchensuchspiel mit ihm machen. So vermeiden Sie Frust und Ihr Hund wird freudig zu Ihnen kommen.

    #78387

    Ich habe mal eine Frage:
    Mein Hund Iako Husky-Malamut Mix macht wenn ich alleine mit ihm bin auf Komando sorfort Platz nach sehr langem training. Aber wenn ich unter anderen Menschen bin oder Besuch habe ignoriert er den Befehl. Er stellt sich einfach stur. Auch wenn ich Leckerlie nehme macht er es erst nach einer langen Weile und hat er dann das Leckerli stehtver einfach wieder auf. Es ist halt nicht schön das er da einfach nicht so hört wie sonst wenn ich alleine bin mit ihm. Er macht es auch super wenn ich mit ihm spazieren bin und unterweg das Platz mal übe da ist ja auch Ablenkung trotzdem macht er es. Warum dann nicht wenn ich zu Besuch bei jemand bin oder Besuch bei mir ust. Ich bin am verzweifeln und weis nicht wie ich das üben kann. Man soll ja das Komando nicht mehrmals geben. Und einfach durchgehen lassen will ich es auch nicht. Ich brauche mal einen Rat, bitte

    #78389
    Gisela Disser
    Teilnehmer

    Hallo, ich bin neu im Club. Der Hund unseres Freundes lebt seit etwa 2 Jahren in Deutschland und wird im
    August 4 Jahre alt. Es ist ein weiblicher Labrador-Retriever und wurde von unserem Freund aus Los Angeles
    mitgebracht und soll auch hier bleiben, wenn unser Freund nochmals nach Amerika zurückkehrt, um im nächsten
    Jahr für immer in Deutschland zu bleiben. Eine Hundeschule bzw. Training hat der Hund nicht wirklich
    bekommen bzw. durch Corona wurde professionelle Hilfe erst mal eingestellt. Mein Mann und ich (beide Rentner) gehen 2-3mal in der Woche Gassi, was auch ganz gut funktioniert,wenn der Hund, der übrigens PATRA
    heisst, frei laufen kann. Ab März bis Mitte Juni besteht Anleinpflicht und das ist unser Problem:
    Der Hund zieht fürchterlich an der Leine:wie können wir versuchen,ihm das abzugewöhnen. Unser Freund
    hat ihn öfters neben seinem Fahrrad laufen, wo er auch zieht und wir haben das Gefühl, dass der Hund
    meint, das wäre auch beim Gassigehen normal. Wer hat einen Tipp für uns. Danke.

    diessy

    #78391
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Gisela, herzlich willkommen im DH Club. Natürlich ist da Leinentraining etwas, dass ihr machen könnt und solltet – im Club haben wir ja auch Videos dazu. Wir geben Eure Frage natürlich weiter – und lassen Euch die Antwort schnellstmöglich zukommen. Natürlich kann hier auch jeder andere, der das Problem kennt und Trainingsroutinen für (leider, muss man sagen) nicht tägliche Übungen hat, antworten.

    #78393
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Marianne, wir werden versuchen, dir ein Feedback einzuholen.

    #78415
    Isabella Ott
    Teilnehmer

    Hallo meine Luna ist 18 Monate und ein Weimaraner

    ich habe ein Problem mit der Mannschärfe, meistens wenn jemand Fremder sie anfassen will. bei Bekannten/ Freunden oder Nachbarn macht sie nix.
    Sie schnappt in die Hände, beißen ist es nicht und es tut auch nicht weh. Aber eine deutliche Warnung. Sie hat es am Anfang auch bei meinem Mann gemacht. Das haben wir ihr abgewöhnt. Es ist eher Maßregeln und sagen du störst mich hier hau ab. So würde ich es interpretieren.
    Wenn der Besuch sie ignoriert macht sie nix, sie muss auch auf ihren Platz. Auch wenn der Besuch aufsteht und an ihr vorbei geht macht sie nix. Aber sobald jemand sie anspricht oder die Hand zu Schnuppen hinhält schnappt sie. Mit der Wasserflasche habe ich auch erfolge, aber leider nicht immer dabei. Auch gebe ich leckerli, wenn sie die Leute ignoriert, was gut klappt. Aber die Leute fragen nicht mal mehr ob sie den Hund anfassen dürfen, was mich sehr ärgert. Was könnte ich noch tun????? LG isabell

    #78417
    Isabella Ott
    Teilnehmer

    Hallo Gisela

    ich hatte auch Schwierigkeiten, wir hatte auch ein paar Trainer zu Hause mit guten Erfolgen.
    ich benutzt ein Brustgeschirr und habe sehr viel mit Richtungswechsel und Leckerli erreicht.
    Es gibt dazu viele Videos . Mit viel Geduld wirst du es schaffen, denke immer daran dein Hund kann nichts dafür wir als Besitzer müssen ihm klar vermitteln welches verhalten wir wünschen. LG isabell

    #78429
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Isabella,
    ein Pubertier, ein Pubertier fällt mir da als Erstes ein – aber das alleine ist es nicht. Zurückhaltend sein, sich nicht von jedem anfassen lassen, ist grundsätzlich nicht so tragisch – aber in dem, wie du es schilderst, durchaus ein Problem für euch und den Hund. Er gerät dadurch auch in eine Stresssituation, die beiden Seiten nicht guttut. Habt ihr sie von klein an? Hattet ihr Hundeschulenkontakte und schon mal gezielt Übungen gemacht? (Eine Wasserflasche ist nicht unbedingt das einzige Mittel, hast du ja auch selber geschrieben… Wir geben auf jeden Fall deine Frage an unsere Experten (vielleicht kannst du ja noch ergänzen, ob das von klein an so war oder ob ihr es nicht wisst) und melden uns mit der Antwort bei dir.

    #78430
    Isabella Ott
    Teilnehmer

    Hallo Susanne
    Ja wir haben sie als Welpen bekommen vor Corona, auch da haben wir versucht, sie so gut es ging zu sozialisieren. Sie hat sich eigentlich von klein auf nicht von fremden anfassen lassen. Als Welpe ist sie sofort weg mit dem Kopf. Auch heute macht sie das manchmal bei meinem Mann. Die Nachbarn und die Züchter sind mir gleich gestellt. da verhält sie sich normal also ca 8 Personen. Mir fällt auf das es Menschen ohne Hunde sind bei denen sie so komisch reagiert. Es ist ein abschnappen sobald die Hand kommt kein knurren nix. Sie beißt nicht aber die Leute erschrecken und mir ist es peinlich.
    Und auch zu 99 % bei Männer. Wird sie ignoriert, geht sie hin und schnuppert. Das erlaube ich zur Zeit nicht Sie muss weg bleiben. In der Welpenschule waren wir 4 mal dann kam Corona.

    #78431
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Prima, das hilft sehr, es richtig einzuschätzen, ich gebe es gleich weiter. Du wirst bald eine Antwort bekommen!

    #78435
    Susanne Steiger
    Verwalter

    Liebe Isabella,
    wir haben eine ausführliche Antwort für dich bekommen, du erhältst sie per Mail.
    Hier ein Teil davon für alle anderen auch als Information:
    zunächst möchte ich dir mögliche Erklärungen geben, warum die Hündin so agiert. Verschiedenen Hunderassen haben ein größeres Bedürfnis nach Individualdistanz. Ein Herdenschutzhund fordert respektvolle Abstände ab 2 m, andere möchten keinen Fremdkontakt unter 50 cm. Das betrifft Menschen und/oder Hunde. Welpen, die bis zur Abgabe wenige oder ungute Erfahrungen mit (bestimmten) Menschen gemacht haben oder zugesehen haben, wie Bindungspartner ungute Interaktionen hatten, zeigen in ihren neuen Familien dann auch größeres Vermeideverhalten bis hin zu Abwehr von Kontaktaufnahmen, die in ihren Augen distanzunterschreitend und fordernd erfolgen, zum Beispiel ein Zugehen mit Blick und zugreifender Hand.
    Dass deine Hündin nicht knurrt, kann verschiedene Gründe haben. Ich denke, dass sie im gesamten Kontext hündisches Verhalten zeigt, das seine Ursache/n in den genannten Punkten haben könnte. Leider macht das Probleme in der Gesellschaft, die einem Hund beides nicht zubilligt. Wasserspritzen stoppt Verhalten und ist eine positive Strafe, die dem Hund etwas Unangenehmes zufügt. Die Leckerli dienen als positive Verstärker. Statt zu strafen, ohne eine Alternative zu bieten, wäre Folgendes eine Möglichkeit, im Alltag nachhaltiger zu helfen:
    Arbeite daran, deiner Hündin im Teamwork mit dir eine höhere Toleranz aufzutrainieren. Wichtig könnte sein, der Hündin über ein vorher gut trainiertes Signalwort, etwa „Anfassen“, anzukündigen, dass jetzt ein unkontrollierte oder unerwünschte Fremdberührung stattfinden wird, die sie zu dulden gelernt hat. Wie dieses Signalwort auftrainiert wird, kannst du in meinem Anleitungsvideo „Unsicherer Hund“ im DER HUND Club anschauen. Zudem rate ich, ein Beruhigungssignalwort einzutrainieren, wie „Easy“. Dieses Wort soll beim Hund zu sofortiger Entspannung von Leib, Seele und Geist führen. „Easy“, flüsterst du der Hündin in entspannten Schmusephasen zu und es wird damit an den entspannten Zustand gekoppelt.

    Weitere Tipps dazu gibt es auch im Club-Video von Anja Hanzel, die dir hier geantwortet hat.

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