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  • #15323
    Anonym
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    Hallo alle miteinander! Erst mal einen schönen Sonntag – und jetzt auch gleich zur Sache:

    Ich war gestern mit einer Bekannten auf einem nahegelegenen Reiterhof (einer dieser vielen renovierungsbedürftigen Dreckslöcher, mit unfähigen Besitzern und Reitern). Auf diesem Reiterhof gab es nicht nur allerhand Pferde, Katzen und freilaufende Hunde (ca. 5), sondern auch einen TWH. Eine Hündin von 5 Jahren, eingesperrt in einen provisorischen Zwinger (Bauzäune), mit einer kleinen Hütte. Die Ohrenspitzen waren aufgeschürft, die Pfoten aufgeleckt (medizinisch nicht versorgt), das Fell stumpf und verfilzt. Auf meine Frage ob der Hund nicht bald verkauft werden sollte, bekam ich von meiner Bekannten diese Antwort: “Nein, die geben die nicht mehr her, die ist so süß. Außerdem sind ja immer wieder mal Mädels da, die mit ihr gassi-gehen. Da kann man ja auch nicht jeden gehen lassen, weil wenn die zieht, dann zieht die.” Und warum ist sie als einzige im Zwinger? “Na ja, sie versteht sich halt mit den anderen Hunden nicht so gut und vor allem jagt sie die Katzen auf dem Hof, deshalb ist es besser wenn sie im Zwinger ist, aber die ist das auch gewohnt.”

    Ich war geschockt. Vor allem weil ich den ganzen Tag dort verbrachte und NIEMAND mit Shila spazieren ging. Sie bekam Futter, ab und zu eine Streicheleinheit durch die Gitterstäbe, mehr nicht. Socke hatte sich natürlich sofort in sie verguggt, hat gewinselt, sie hat ihn durch die Gitterstäbe abgeschleckt, war richtig verzweifelt, wollte raus. (Man konnte auch mehrere Stellen erkennen, an denen sie versucht hatte den Zaun zu untergraben – alle wieder mit Erde zugeschüttet.

    Da ich mich mit der Rasse zwar nicht auskenne, aber glaube zu wissen, dass gerade TW-Hunde sehr viel Auslauf und sinnvolle Beschäftigung – vor allem aber soziale Kontakte brauchen, finde ich diese Art der Haltung (für jeden Hund) unmöglich!

    Darf man einen Hund so halten? Kann man da nichts machen? Wie sieht es mit Wunden aus die nicht medizinisch versorgt werden? Kann man da jemanden einschalten? Tierschutzverein?

    Ich würde der armen Seele wirklich gerne Helfen – aber außer dem verschuldeten Hofbesitzern eine Unsumme zu bieten fällt mir nichts ein.

    Weiß jemand Rat?

    #59370
    Anonym
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    Hallo Socke,ich glaube du wendest dich da besser ans Veterinäramt da hast du bessere chancen.Habe ähnliche Sache gehabt, und der Tierschutz konnte nichts tun.
    VLG Claudia

    #59372
    Anonym
    Inaktiv

    Was kann ich tun,

    wenn ich Missstände bei Tierhaltungen oder die Vernachlässigung von Tieren beobachtet habe?

    Bitte notieren Sie Ort und Zeit der Beobachtung und teilen uns Ihre Beobachtung dann so schnell wie möglich mit.

    Sie können

    * vorbeikommen
    * anrufen
    * schreiben
    * eine E-Mail schicken
    * ein Beschwerdeformular ausfüllen

    Tierschutz
    Beschwerden zum Tierschutz
    Adresse Heinrich-Ehrhardt-Straße 61
    Fahrplanauskunft
    Informationen zur Zugänglichkeit
    40200 Düsseldorf
    E-Mail veterinaeramt@duesseldorf.de
    Telefon 0211 89-93555
    Telefax 0211 89-29126
    Sprechzeiten Mo-Do 8.00-16.00 Uhr
    Fr 8.00-14.00 Uhr

    Socke das ist jetzt von Düsseldorf wie du siehst,aber das gibt es auch in deiner Nähe.Wenn ich darüber nachdenke sträuben sich bei mir die Nackenhaare,hab das gleiche in der Nachbarschaft.Zwei süße ganz liebe
    Schäferhunde.
    Claudia

    #59373
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Socke!
    Da tut einem gleich das Herz weh vor Kummer. Ich würde auch das Veterinäramt verständigen. Aber egal ob THW oder andere Rasse. Die Haltung und der Gesundheitszustand der Hündin scheinen in jedem Fall besorgniserregend.
    Ich finde es gut, dass Du Dich im Forum damit meldest. Hier gibt es doch Tierschützer und Experten, die sicher richtig Bescheid wissen.
    LG Tonia & Faye

    #57265
    Anonym
    Inaktiv

    Also,ich würde auch das Veterinäramt einschalten,die beauftragen dann den Amtstierarzt. Musst aber am Ball bleiben und nachfragen,sonst geht so ein Hinweis schnell unter !! Hast du mal versucht,mit dem Besitzer des Hundes zu reden ?

    #59385
    Anonym
    Inaktiv

    Nun ja – also die Hofbesitzer leben da mehr oder weniger in ihrer “eigenen kleinen Welt”. Ihr Hauptinteresse gilt natürlich den Pferden und da steht Shila an letzter Stelle. (Wobei die Pferde auch kein besonders schönes Leben haben, aber erklären sie mal ein paar pferdeverrückten Frauen, dass ihre Art des Reitens und der Pferdehaltung egozentrische Tierquelerrei und Selbstdarstellung, aber keine Tierliebe ist.)

    Mit dem örtlichen Tierschutz werde ich mich morgen in Verbindung setzen und sehen was man da tun kann, aber wir wissen ja alle: die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam.

    Ansonsten könnte ich es mir durchaus vorstellen, dass man die Hündin “freikaufen” könnte, da die Familie finanziell nicht besondres gut dasteht, ihnen der Hof und die damit verbundene Arbeit über den Kopf gewachsen ist – aber auf der anderen Seite würde man damit auch nur wieder Symptome bekämpfen und die Zustände blieben wie sie sind.

    Ich werde mal sehen ob man mit denen reden kann, allerdings habe ich da nicht viel Hoffnung…

    #59419
    Anonym
    Inaktiv

    Hier ein paar Infos zur Rasse:

    [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/hunde-wissen/hunderassen/tschechoslowakischer-wolfshund.html]Tschechoslowakischer Wolfshund[/URL]

    Aus dem Bekanntenkreis weiß ich von einer Halterin dieser Rasse, dass der Umgang mit einem Wolfshund mit dem einer anderen Rasse nicht zu vergleichen sei. Ihr Hund verträgt es beispielsweise überhaupt nicht, allein und eingesperrt zu sein. Er kratzt sich dann am Gitter die Pfoten blutig….

    #59735
    Anonym
    Inaktiv

    So, habe jetzt mit dem örtlichen Tierschutz gesprochen: aber die können nur nen Veterinär hinschicken und der begutachtet dann den Zustand des Tieres. Allerdings gibt es über diesen Hof wohl schon mehrere Beschwerden und Leute, die Kritik an den Haltungsbedingungen der Tiere dort äußern, seien da eh nicht gerne gesehen…
    Wenn ich möchte das wirklich was passiert müsste ich Anzeige erstatten, aber die Frau vom Tierschutz hält es für unwahrscheinlich, dass der Sache schnell und dauerhaft nachgegangen wird.

    Habe mit dem Besitzer jetzt doch mal gesprochen und er meinte, dass er den Hund gerne verkaufen würde, wenn ich ihn haben wollte, aber da müsse ich mit seiner Frau (Typ Furie) reden, die habe den Hund (wie auch alle anderen Hunde auf dem Hof) angeschafft.

    Das Problem für mich ist einfach, dass ich es fast schon ausschließe mit dieser Frau ein vernünftiges Gespräch führen zu können, weil sie fest davon überzeugt ist alles im Griff zu haben. (Der Hof ist ein einziger Saustall – überall ist Müll, es gibt sogar ein ganzes Gebäude (ca. 200qm), dass als Mülllager dient ; es wird an den falschen Ecken gespart und für überflüssige Dinge Geld ausgegeben.)

    Ich denke zwar, dass man die Hündin freikaufen könnte, allerdings wäre es mir wichtiger der Familie eine echte Hilfe anzubieten in Form von Schuldenberatung oder ähnliches… Aber wie fängt man so ein Gespräch an?

    @ Ruby: Ja das gleiche bemerkt man bei Shila auch – sie will unbedingt da rauß, gräbt ständig Löcher und leckt sich vor Frust und Langeweile die Pfoten auf… es ist einfach zum heulen und auf der anderen Seiet zum Ausrasten… Ich verstehe nicht, wie man die eigene “Heile-Welt-Illusion” so über alles stellen und die Augen vor der Wahrheit und dem Elend der Tiere verschließen kann… 🙁

    #59952
    Anonym
    Inaktiv

    Salü Socke.

    Mal ganz kurz gesagt.

    Die Haltung verstösstst massiv gegen §1-1.4 Abs. 1 bis 9 Bundestierschgutzgesetz – wo es heisst….

    ****
    – Anforderungen an die Zwingerhaltung

    (1) Eine dauernde Zwingerhaltung ist verboten. Hunden ist mindestens ein Mal täglich entsprechend ihrem Bewegungsbedürfnis die Möglichkeit zu geben, sich außerhalb des Zwingers zu bewegen.

    (2) Jeder Zwinger muss über eine uneingeschränkt benutzbare Zwingerfläche von 15 m² verfügen. In diese Fläche ist der Platzbedarf für die Hundehütte nicht eingerechnet. Für jeden weiteren Hund sowie für jede Hündin mit Welpen bis zu einem Alter von acht Wochen muss eine zusätzliche uneingeschränkt benutzbare Grundfläche von 5 m² zur Verfügung stehen.

    (3) Die Einfriedung des Zwingers muss so beschaffen sein, dass der Hund sie nicht zerstören, nicht überwinden und sich nicht daran verletzten kann. Einfriedungen müssen mindestens 1,8 m hoch sein und ausreichend tief im Boden verankert sein.

    (4) An der Hauptwetterseite muss der Zwinger geschlossen ausgeführt sein. Die Zwingertüren sind an der Zwingerinnenseite mit einem Drehknauf auszustatten. Die Türen sind so auszuführen, dass sie nach innen aufschwingen.

    (5) Der Zwingerboden und alle Einrichtungen des Zwingers müssen so gewählt und gestaltet werden, dass die Gesundheit der Hunde nicht beeinträchtigt wird und dass sie sich nicht verletzten können. Der Boden ist so auszuführen, dass Flüssigkeit abfließen kann. Trennvorrichtungen müssen so beschaffen sein, dass sich die Hunde nicht gegenseitig verletzten können. Mindestens eine Seite des Zwingers muss dem Hund freie Sicht nach außen ermöglichen. Außerhalb der Hundehütte muss eine Liegefläche aus wärmedämmendem Material bereitgestellt werden. Das Innere des Zwingers musssauber, ungezieferfrei und trocken gehalten werden.

    (6) Der Zwinger muss ausreichend natürlich beleuchtet sein.

    (7) In Zwingern sind bauliche Vorkehrungen derart zu treffen, dass für alle im Zwinger gehaltenen Hunde jederzeit schattige Plätze zur Verfügung stehen.

    (8) In einem Zwinger dürfen bis zu einer Höhe, die der aufgerichtete Hund mit den Vorderpfoten im Sprung erreichen kann, keine stromführenden Vorrichtungen, mit denen der Hund in Berührung kommen kann, oder Vorrichtungen, die elektrische Impulse aussenden, angebracht sein.

    (9) Werden mehrere Hunde auf einem Grundstück einzeln in einem Zwinger gehalten, so sind die Zwinger so anzuordnen, dass die Hunde Sichtkontakt zu anderen Hunden haben. Bei unverträglichen Hunden ist Sichtkontakt untereinander zu verhindern.
    ****

    Meines dafürhaltens nach verstossen die Halter ja quasi in jedem Punkt gegen die gesetzlichen Regelungen zur Zwingerhaltung.

    Einfachste Lösung.
    Zurörtlichen Polizeiwache gehen und möglichst mit mehreren Zeugen eine Anzeige wg. Verstoss gegen §1 1.4 Abs. 1 -9 Bundestierschutzgesetz aufgeben.

    Die Polizei ist verprflichtet JEDE Anzeige aufzunehmen.

    IdF. wird die Polizei selbst hinfahren, sich die Sache vor Ort ansehen. Sehen die Beamten das so wie der Anzeigeerstatter, geben sie den Fall an den Amtsveterinär weiter.
    Dieser stellt dann eine Frist (idR. 4 bis 8 Wochen), binnen welcher der Zwinger entsprechend den gestzlichen Vorgaben zu gestalten ist. Wird die Frist nicht eingehalten, wird dem Halter das Tier entzogen und der amtlichen verwahrung überstellt.

    So sicher wie das Amen in der Kirche.

    #61284
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Socke!
    Nun ist ja schon einige Zeit vergangen. Mich würde interessieren, ob sich in der Zwischenzeit irgendwas ereignet hat?
    LG Tonia

    #62669
    Anonym
    Inaktiv

    In der Zwischenzeit hat sich in der Sache einiges getan, die Tierhilfe Seukendorf hat sich eingeschaltet und hat gegen die Besitzer Anzeige erstattet – mit Erfolg!!!
    Es gab ne außergerichtliche Einigung, die Anzeige hat man dann fallen gelassen, da sich die Besitzerin ja kooperativ zeigte.

    Die Hündin haben sie an eine Mitarbeiterin der Tierhilfe übergeben, da sie einsehem mussten mit dem Hof und den anderen Hunden ohnhin überfordert zu sein. War ein ganz schön langes hin und her – aber immerhin hat das Leiden der armen Maus vor 3 Wochen ein Ende gefunden.

    Sie wurde jetzt erst mal medizinisch versorgt, vor allem die Wunden an den Ohren, die sehen jetzt schon wesentlich besser aus – und dann wird geschaut ob man sie vermitteln kann, momentan lebt sie jetzt erst mal auf ner Pflegestelle und darf wieder mit anderen Hunden und vor allem auch Menschen zusammen leben und ist endlich nicht mehr isoliert und eingesperrt!

    Hab mich total gefreut!!! Vor allem weil sowas selten gut ausgeht – aber unser Glück war wohl, dass diese Leute hauptsächlich Pferde halten und das Augenmerk nicht so auf den Hunden liegt, sonst wäre es wohl schwerer gewesen, die Dame davon zu überzeugen, dass es ihrer Wölfin auf dem Hof nicht gut geht.

    Wie auch immer – ich bin froh, dass es vorbei ist und ich wieder etwas ruhiger schlafen kannn 😉

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