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  • #14249
    Anonym
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    Hallo liebe Hundefans!
    Meine Faye ist ein 11 Monate alter Parson Russel Terriet mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt. Beim Spaziergang ist sie bei jeder Katze, jedem Vogel, Hasen…sofort auf Jagd eingestellt. Durch rechtzeitiges Abrufen oder Ablenken habe ich sie da allerdings ganz gut unter Konrtolle. Sie befolgt die Grundkommandos ( und ein bisschen mehr) ansonsten gut.
    Nun hat sie gestern und heute Rehe aufgepürt und so weit verfolgt, dass sie auf Rufen und Pfeifen gar nicht mehr reagiert hat. Ich musste mit Bekannten durch den Wald ziehen, um Faye wieder einzufangen.
    Als sie uns sah kam sie zwar angetrottelt, ohne besonders reumütig zu wirken, wurde verbal zurecht gewiesen und abends konsequent ignoriert.
    Aber ich hätte gern von euch ein paar Meinungen und Tipps, wie ich sie bestrafen sollte, und vor allem, wie ich den Jagdtrieb besser unter Kontrolle haben kann.
    Abends ließ sie dann den *kleinen Schleimer raushängen* und versuchte, uns milde zu stimmen.
    Wäre schön, wenn ihr euch ein paar Minuten unserem Problem widmen würdet und mir eure Ratschläge schreibt. Lieben Dank im Voraus und GLG Tonia

    #57687
    Anonym
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    Hallo Tonia und Faye!

    Ja, ja…das jagen…

    Also, ich bin bestimmt nicht ein Paradebeispiel, wenn es darum geht, Enya vom jagen abzuhalten…aber es gibt so einiges aus deinem Beitrag, wo auch ich etwas zu schreiben kann…

    Nachdem Faye gestern bereits Rehe aufgestöbert hat, ist Sie in den sog. Jagdrausch gekommen. Unmengen von Adrenalin wurden freigesetzt. Und nun weiß Sie, wie sie diesen “Kick” wiederbekommen kann – nämlich jagen, jagen, jagen. Schon bevor Du sie überhaupt ableinst, gerät sie in diesen Rausch…( nach dem Motto: 😀 😀 gleich geht`s los, gleich geht`s los 😀 :D)…

    Ich weiß nicht, wie es bei Euch in der Gegend ist…hier herrscht in den meisten Waldgebieten wieder seit 01.04 der sog. Leinenzwang wegen der Setz- und Brutzeit! Somit ist hier momentan eh hauptsächlich Leine angesagt …

    So wie einige andere hier wahrscheinlich auch, rate ich Dir jetzt erstmal wieder zur Schleppleine, Schleppleine, Schleppleine…

    Meine Hundetrainerin sagte mir immer, das es überhaupt nichts bringt, denn Hund im nachhinein zu “bestrafen”, denn er verbindet es nicht mit dem, wofür es war…
    Sprich, wenn Sie zu Dir zurückgetrottelt kommt ( schließlich ist sie von dem gerenne echt ko 😀 ), dann lobe Sie dafür!
    Wenn Du mit ihr schimpfst, dann könnte es passieren das sie mit dem kommen zu Dir, etwas negatives verbindet ( und somit nicht mehr zu Dir zurück kommt )!
    Ich weiß, wie schwer das ist ( wie oft habe ich da schon blöde gestanden, Enya gerufen und die dumme Nuss, guckt mich an und rennt locker – flockig an mir vorbei ), aber der Hund soll immer etwas positives mit Dir verbinden.

    Auch das “abendliche” ignorieren, wie Du schreibst, kann Faye nicht mit dem jagen vom vor- oder nachmittag verbinden!
    Ich denke, es verwirrt Sie einfach nur…

    Es gibt bestimmt einige hier, die noch ein paar mehr Tipps haben, wie man/ Frau den Jagdtrieb besser unter Kontrolle bekommen kann!

    Auch ich würde mich über den einen oder anderen Tip freuen 😀

    LG von Rabea mit Enya ( der Jägerin 😀 ) und Floyd ( dem Border – Faultierchen 😉 )

    #57691
    Anonym
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    Also das mit dem Jagdrausch wusste ich gar nicht. Klingt aber plausibel, wenn man sieht, wie Faye sich gebärdet.
    Und von Leinenpflicht im Wald ist hier nichts bekannt.
    Den Gebrauch der Schleppleine habe ich auch überlegt, jedoch Angst, dass Faye irgendwo hängen bleibt u verendet, sollte sie mir doch durchbrennen.
    Im übrigen war eine Art Hundetrainerin bei der gestrigen Aktion dabei, die mir zu diesen Erziehungsmaßnahmen geraten hat.
    Abends habe ich mich jedoch gefragt, ob Faye überhaupt noch weiß, wofür dieses Ignorieren gilt. Der Spaziergang war allerdings bis 20.00Uhr und das Nichtbeachten direkt im Anschluss.
    Lieben Dank! Tonia mit Faye

    #57693
    Anonym
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    Also Buddy ist auch einer der gerne jagdt. Mittlerwile kann ich ihn aber gut abrufen. Unteranderem war der Tipp von Kaykoo mit der Futterpfeife sehr hilfreich (frag ihn mal danach,er kann dir das gut erklären), steht aber auch ihr im Forum beschrieben. Auch schon wie Enya sagt, das Schleppleinentraining ist sehr hilfreich. Aber am meisten hat was gebracht, als ich mit Buddy die fährte angefangen hab. Da konnte er seinen “Rausch” mit mir zusammen ausleben und das war besser als alleine loszujagen. Heute rennt er, wenn ich nicht schnell genug reagiere hinterm Hasen kurz hinterher, kann ihn aber abpfeiffen.

    #57723
    Anonym
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    Unser heutiger Ausflug mit Schleppleine verlief ganz gut, obwohl die Dame sehr nach rechts und links gewittert hat. Nur am Ende, als wir fast am Auto waren konnte sie doch in einer unbeachteten Sekunde kurzzeitig entwischen. Ließ sich aber dann heranrufen und kam reumütig angedackelt. Insgesamt war sie seit gestern sehr gehorsam, als ob sie doch etwas gelernt hätte.
    Was heißt denn*gemeinsam auf Fährte gehen*? Gibt es da etwas, wie man die Hunde gezielt jagen lassen kann?
    LG Tonia mit Faye

    #57728
    Anonym
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    Entschuldigung das gehört jetzt nicht ganz zum Thema,hab mal ne Frage:gilt Leinenzwang während der schonzeit auch auf eingeschilderte Hundewiesen ?(?Ich weiss nicht ob das nen guter tipp ist aber vielleicht sollte man versuchen den Hund umzulenken,wie Buddy durch fährtensuche auf komando und tägliches abruftraining an der langen Leine.Sissy ist gottseidank abrufbar-bis jetzt 😀

    #57729
    Anonym
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    Nein Sissy – Leinenzwang gilt in manchen Bundesländern in gewissen Waldgebieten, in einer gewissen Zeit ( nämlich dann, wenn Rehe und Hasen/ Kaninchen Babys haben ) ! NICHT auf öffentlichen Hundewiesen :D!

    #57730
    Anonym
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    Ach so-darauf bezieht sich das!?Denke schon seit zeanzig Jahren das sich das auf alle Tiere bezieht,Vögel usw.Danke!

    #57757
    Anonym
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    Hallo Faye,
    Ruby ist ja auch den Häschen etc. grundsätzlich sehr zugetan. Zu Zeit mache ich mit ihm ein sogenanntes “Anti-Jagd-Seminar”. Wie die Trainerin einleuchtend sagte, kann man den Trieb als solchen nicht abtrainieren, aber ein geändertes Verhalten konditionieren. Also Grundgehorsam, Rückruftraining, Nasenarbeit, Dummyarbeit, Distanzkontrolle. Das sind meiner Meinung nach die Bausteine, aus denen du einen kontrollierbaren (bei ganz viel Disziplin wirklich am Wild kontrollierbaren)Hund machen kannst.
    Ruby hat jetzt einen bestimmten Pfiff schon so verinnerlicht, dass er gestern trotz Häschen in Sichtweite sofort umdrehte und in meine Richtung lief. Ein großer Erfolg und ich bin sehr stolz darauf, würde aber nach wie vor meine Hand dafür nicht ins Feuer legen.
    Zudem ist er ja eigentlich ein Hütehund (klar kommt Hüten ursprünglich vom Jagen usw.), aber kein Jagd-Gebrauchshund wie ein Deutsch Drahthaar zum Beispiel. Sicher ist mit “wirklich” jagdtriebigen Rassen noch ein ganz anderes Training notwendig. So weit ich weiß, kann man diesen Rassen aber das Vorstehen als Alternative anbieten.

    Zum Einstieg würde ich dir folgendes Buch empfehlen:
    [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/produkte/buecher-und-dvds/auf-und-davon.html]Martina Nau – Auf und davon[/URL]

    Viele Grüße und viel Erfolg,
    berichte mal!
    Gina mit Ruby

    #57764
    Anonym
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    Salü.

    [B]Faye -Den Gebrauch der Schleppleine habe ich auch überlegt, jedoch Angst, dass Faye irgendwo hängen bleibt u verendet, sollte sie mir doch durchbrennen.[/B]

    Na meine Meinung ist da wieder anders wie unbeliebt – aber – *wenn* dir der Hund mit der Schleppe auch nur ein einziges Mal *entkommt*, kannst DU die Schleppe meiner bescheidenen Meinung nach eh direkt wegwerfen. Weil der Hund dann lernt – *ich kann der Schleppe entkommen, wenn ich nur schnell genug entkommen kann*.

    Also mMn. steigert *falsches* Schleppleinentraining (idF.) lediglich die Geschwindigkeit mit welcher der Hund losgeht.

    Für *Komm Übungen* im Junghundesalter ist die schleppe mMn. wieder gut geeignet – btw.

    das Problem das mein Hund sich auch gegen Abruf bei freier sicht weit weit von mir entfernt habe ich auch gerade – mein Rüde ist ziemlich genau Zwei und wenn ne läufige Hündin auf der anderen Seite vom Feld geht – isser erstmal weg.
    Er kommt auf Rufen zurück – NACHDEM er die Hündin beschnuppert hat. Lässt sich momentan aber nicht davon abhalten Kontakt mit der Hündin aufzunehmen.

    [B]Buddy – Futterpfeife[/B]
    Korrekt!

    In meinem Fall – Hormongesteuerter Jungrüde*, setze ich die allerdings nur selten/wenns nicht anders geht ein – weil ich mir die Pfeife nicht *verbrennen* will, wenn er sie Hormonbedingt ignoriert und ich auf 400m Distanz nicht eingreifen kann.

    Na ja – Thema ist in Arbeit 😉

    Zur Futterpfeife beim Jagen. Versuchen.

    Einfach den Hund allg. an die Futterpfeife gewöhnen – kann ja nie schaden – und sehen wie er drauf reagiert wenn die Triebe mit ihm durchgehen.

    Faye würde ich am ehesten Raten *vorübergehend* nur noch mit Leine durch den Wald zu gehen – da Jagen ja selbstbestätigendes Verhalten ist.
    Also – die Hündin mit jeder Jagd, *jagiger* wird.

    Parallel dazu daheim und in vertrauter Umgebung an auf die Futterpfeife konditionieren und diese dann später auch auf Spaziergänge im Wald ausweiten.

    #57766
    Anonym
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    Futterpfeiffe?Was ist das?Ich kenn nur die klassische Hundepfeiffe.ist das auch sowas?LIEB GEFRAGT

    #57767
    Anonym
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    Also Schleppleinentraining geht doch erstmal so los, dass der Mensch die Schleppleine nur in der Hand behält. Das hinterher schleppen ist erst viel, viel später. Erst wird trainiert, dass der Hund sich nur in meinem Dunstkreis aufhält, da kann auch erstmal nicht passieren, das der Hund mit Schleppi durchbrennt. Wenn ich daran denke, wie lange wir mit Schleppi trainiert haben, oh man, hab gedacht die werd ich nie los. Dann irgendwann gehe ich darin über die Leine loszulassen, der Hund entfernt sich aber nur so weit, dass ich die Möglichkeit habe jederzeit draufzutreten. Mit der Fährte hab ich gemeint, dem Hund einen sinnvollen Ausgleich (sprich Nasenarbeit) zu bieten.

    #57768
    Anonym
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    Hallo Sissy! Ja das ist die normale Pfeife, nur der Hund wird anders konditioniert. Aber Kaykoo kann dir das besser erklären!! Aber hier irgendwo im Forum hat er mir das schon mal erklärt. Finde aber leider den Beitrag nicht mehr wieder! ;(

    #57770
    Anonym
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    Danke Buddy.Ich kann ja mal schauen,ob ich was darüber finde.Kaykoo scheint wohl wieder weg zu sein, Oder?

    #57771
    Anonym
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    Salü.

    Buddy – na ick wees schon wie das mit der Schleppe läuft – wenn manns so wie Du korrekt macht.

    Wenn Mensch aber nur die schleppe ran macht und nicht korrekt übt und meint es wird irgendwas besser – dann ist dem halt nicht so.

    Sehe ich fast jeden Morgen im Wald – das ein Hund mit Schleppleine an mir vorbeigeschossen kommt und irgendwo im Dickicht verschwindet, während ne Wiese weiter ne (sry. aber zu 98% :D) ne *hilflose Frau* steht die nach ihrem Hund ruft 😉

    *Futterpfeife* ist wie Buddy schon meinte Sissy, eine ganz normale (Hunde-)Pfeife (im Prinzip geht JEDER längeranhaltende Ton der NICHT direkt mit der Stimme, also Emotionslos, erzeugt wird).

    Die Futterpfeife ist eigentlich DAS klassische Mittel der Konditionierung nach Iwan Petrowitsch Pawlow – also, uralt und sau bekannt.
    Nur nimmst du, anders als Pawlow und auch viel handlicher ( 😀 ) eine Pfeife anstelle einer Kirchturmglocke 😉

    Du beginnst mit dem Training zuhause.
    Bereitest einen gefüllten Napf vor – stellst ihn für den Hund unerreichbar ab.
    Dann wartest du sooooo lange bis dein Hund gar nicht mehr an den Napf denkt, oder schläft oder, oder…
    …dann gehst Du vom Hund unbemerkt zum Napf, nimmst in in die Hand und pfeifst.
    Der Hund wird kommen und bekommt SOFORT das Fressen.
    Nach viermaligem Wiederholen, hat JEDER Hund den Zusammenhang zwischen dem Ton und dem Fressen erkannt und verinnerlicht.

    Als nächstes steigerst Du die Übung indem Du an einem anderen Ort in der Wohnung pfeifst (und dann auch fütterst) – dann dehnst Du die Übung zB. auf den Garten aus.

    Wenn das nach so zwei Wochen brilliant in der vertrauten Umgebung funktioniert, besorgst Du dir Katzenfutter in Aufreisschälchen (Katzenfutter weil es sehr sehr viel besser schmeckt als Hundefutter!).

    Dann machst Du die Übungen draussen. Erst nur an Orten die der Hund kennt und in Situationen wo ihr *allein* seid und der Hund nicht zu weit weg und nicht zu sehr abgelenkt ist.

    Also – der Hund schnüffelt 20m von dir entfernt auf der Wiese rum, Du pfeifst der Hund kommt und bekommt sofort ein Schälchen Katzenfutter.

    Den Schwierigkeitsgrad – also die Entfernung und die Ablenkung, steigerst Du bewusst ganz langsam in vielen Schritten.

    Wenn der Hund nach vier bis acht Wochen extrem sicher auf den Pfiff in quasi jeder Situation zu dir kommt, reduzierst Du die Belohnung. Also gibst ihn nur noch jedes Zweite Mal ein Schälchen Katzenfutter.
    Dann jedes dritte mal, jedes vierte, jedes fünfte… -> Quotenbestärkung.

    Das führt dazu das der Hund dann immer schneller zu dir kommt, weil er nie ganu weis ob er jetzt etwas bekommt, aber ganz genau weis das JEDESMAL die Möglichkeit besteht das er etwas bekommt.

    Dann gehst Du über zur *Zufallsbestätigung* – sprich Du gibst dem Hund nur noch sporadisch eine Belohnung für das Kommen auf den *Futterpfiff* – idealerweise dann, wenn er besonders schnell, gut, motiviert auf den Pfiff kommt.

    Das ist dann quasi eine *Jackpotbestätigung*. Dann kann/darf/sollte der Hund auf besonders gute/leckere/viel Fressen bekommen. ZB. eine ganze Hand voll Rindergulaschbrocken, Hühnchenbrust ovam..

    Wenn Du einen Hund so auf eine Pfeife konditionierst nennt sich das halt *Futterpfeife* und der Hund wird in fast allen Situationen sehr sehr sicher auf den Pfiff bei dir erscheinen, weil er immer die Möglichkeit sieht eine sehr strake Belohnung zu erhalten 🙂

    Bezogen auf den Jagttrieb – muss die Pfeife allerdings schon sehr sehr gut Konditioniert sein, um den Hund *sicher* damit vom Jagen abzuhalten.

    Bei *hormoneller Ablenkung* wird`s dann auch schwierig.

    Wenn der Hund – warum auch immer, den Pfiif ignoriert und das wiederholt geschieht – fängst Du mit einer anderen/neuen Pfeife (anderer Ton) wieder von vorne an.

    Nicht wenig Arbeit, aber allgemein mMn. die beste Methode einen Hund auf ein sehr sicheres *Kommsignal* zu konditionieren, das auf andere Menschen übertragbar ist, da Nonverbal.

    Viel Spass euch 😉

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