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  • #15893
    Anonym
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    Hallo Ihr Lieben,

    der November ist da, alles ist grau in grau und auch bei uns breitet sich eine gewisse Melancholie aus.

    Das mag sicherlich auch an unserem neuen Thema liegen. Nächste Woche wird sich bei uns alles um das Thema Tod & Trauer drehen – das wahrscheinlich schwerste Thema für Hundefreunde überhaupt.

    Trotzdem oder gerade deshalb möchten wir mit Euch über dieses emotionale Thema sprechen.
    Habt Ihr schon einmal einen geliebten Hund verloren? Wie war das für Euch? Wie seid Ihr mit Trauer und Schmerz umgegangen?
    Habt Ihr Euch schon bald wieder einen neuen Hund zugelegt? Oder im Gegenteil eine Pause eingelegt, wolltet vielleicht nie wieder einen Hund haben?
    Seht Ihr den Tod eines Hundes eher prosaisch und denkt, dass mit dem Sterben alles vorbei ist? Oder glaubt Ihr, dass auch Hunde so etwas wie eine Seele haben? Denkt Ihr, Ihr werdet Euren lieben Vierbeiner irgendwann wiedersehen, oder haltet Ihr das für ein schönes Märchen?
    Habt Ihr Euern Hund bestattet? Hattet Ihr irgendwelche Rituale dabei?
    Wie würdet Ihr Eure Trauer beschreiben? Glaubt Ihr, dass auch Tiere Trauern können?

    Alles, was Euch zu diesem Thema einfällt, kann hier besprochen werden. Bitte nehmt Rücksicht darauf, dass dieses Thema sehr emotional ist, und behandelt Meinungen, die nicht Eurer eigenen entsprechen, mit Respekt.

    Melancholische Grüße,
    Julia mit Lupold, der hoffentlich noch mindestens 30 Jahre lebt

    #44788
    Anonym
    Inaktiv

    Na da habt ihr euch ja was ausgedacht!

    Da es für viele ein scheußliches Thema ist und hier scheinbar keiner den Anfang machen will tue ich es einfach (schon jetzt mit Tränen in den Augen)

    Viele von Euch haben Tarzans letzte Tage hier im Forum begleitet. Es waren schwere Tage. Tage in denen ich manchaml nur noch weinte. Ich hab ihm immer bei mir gehabt und ihm immer gesagt er braucht sich keine Sorgen machen, er darf schlafen und muss nicht wegen mir wieder aufwachen. Aber letztendlich musste ich die Entscheidung treffen. Die Entscheidung war eine nur für ihn und genau im richtigen Moment. Ich habe das riesige Privileg, eine TA als beste Freundin zu haben, die Tarz genauso lang kannte wie ich. Sie kam sofort und erzählte ihm nach einer LMAA-Spritze von all unseren tollen Abenteuern. Er war total entspannt und hat sogar mit dem Schwanz gewackelt. Ich weiß nicht wann er aufhörte zu atmen. Er war noch ein paar Stunden hier bei mir. Einpaar Freunde haben sich noch von ihm verabschiedet und dann haben mein Bruder und ich ihn begraben. An einem Ort wo er immer gerne war. Wo ich immer stehe und sage ja hier ist es richtig. Ich gehe oft bei ihm vorbei. Aber das muss ich nicht denn er ist eh bei mir und so sag ich oft nur Hallo wenn wir bei unseren Spaziergängen bei ihm sind. Nur wenn ich alleine bin oder wirklich enge Freunde dabei sind biegen wir kurz zu ihm ab. Oft wird über ihn erzählt auch ich erzähle über ihn manchmal auch im Presenz. er ist einfach für mich noch da.
    Tarz hat mich zu dem gemacht was ich bin (naja nicht alleine, aber er hat mega Einfluss gehabt) Ohne ihn hätte ich mich nie so mit Hunden auseinandergesetzt, wäre nie zum Hundesport gekommen, hätte nie soviel über mich gelernt. Ich weiß noch immer wie so so nach toter Socke gestunken hat weil er immer schwimmen ging ud wie er meine Sachen immer als Kissen missbrauchte, seinen Dickkopf durchsetzte und sich freute wenn ich stundenlang mit ihm arbeitete. So einen Hund der so hungrig ist nach Arbeit werde ich wohl nie wieder kennenlernen. Und er hat es nur getan weils Spass machte mit mir etwas zu erleben. Er war etwas ganz besonderes. Irgendwann da war er noch gar nicht so alt hat er beschlossen nur noch mein Hund zu sein. Da hab ich noch zu Hause gewohnt und auch meine Mama wollte mal ne Runde raus mit ihm. Natürlich ging er mit aber nur ne Runde um den Block auch mit meinem Bruder ging er mit, der ließ ihn schon an der Leine aber da wand er sich raus und stand dann vor der Tür (im Neubaugebiet) und hat gebellt bis ich ihn hörte. Er war meiner und ich war seine.

    Niemand kann da trösten, es ist verdammt schwer so einen Freund zu verlieren.

    Resi hat genauso gtrauert wie ich. Sie saß immer auf meinem Schoß. Ging nur pillern und sonst keinen Schritt, hatte sofort ne Ohrenentzündung. Sie suchte ihn immer wenn sie die Wohnung betrat undging erst nach zwei Wochen auf seinen Platz, den sie sonst eigentlich immer besetzte.

    Andiamo zog nach 4 Wochen bei uns ein. Tarzan saß neben mir als ich ihn im Internet fand und mich verliebte. Aber da war ja gar keine Diskussion. Das dieser kleine Traumhund mit 13 Wochen noch immer bei seiner Züchterin war, war Schicksal. Wär er weg gewesen, hätte ich noch keinen Zweiten Hund wieder. Aber ich glaube fest, dass irgendwer oder irgendwas sich was dabei gedacht hat. es hilft wenn ich mal wieder einfach nur heule weil er mir so sehr fehlt.

    Vor Wochen schon hab ich mal ein Bild von ihm und mir mir ausgedruckt. erst lag es hier in der Küche im Fensterbrett hinter dem Messerblock. Inzwischen hat es einen schönen Rahmen und steht zwischen den Blumen, wenn ich jetzt vom Läppi hochschaue sehe ich es.

    Mir laufen hier fortwährend die Tränen. Andiamo liegt auf meinen Füßen und Resi auf meinem Schoß. Ich bin also nicht ohne Hund aber Tarzan fehlt. Er war mein Held und mehr als einmal mein Ein und Alles. Ich bin ihm dankbar für jede Minute die er mir geschenkt hat.

    #44798
    Anonym
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    Es gab bei mir den absoluten Freund Nicky! Nicky war ein Pudelmischling und sehr, sehr schlau und clever! Allerdings auch mit einer Spur Boshaftigkeit!
    13 Jahre hat mich dieser Hund begleitet und als es denn nicht mehr ging, Nieren versagen, das Herz spielte nicht mehr mit und ich mit ihm seinen letzten Gang gegangen bin, habe ich, wie viele,gesagt, nie wieder ein Tier! Obwohl ich muss sagen, als es vorbei war, hatte Nicky einen absolut entspannten und lockeren Gesichtsausdruck, den ich schon lange nicht mehr an ihm gesehen habe! Alles, alles habe ich weg getan! Korb, Fressnapf, eigentlich alles was an Nicky erinnerte.
    Nicky wurde bei mir im Garten beerdigt und es wurde ein Bäumchen drauf gepflanzt! Bei Regen habe ich gelitten ohne Ende, weil ich wusste, bei Regen ging Nicky nie raus ! Es war fürchterlich!
    Na ja, nach einer Woche bekam ich meinen Sittich um auf andere Gedanken zu kommen! Ich hänge an meinem Sittich und er ist auch absolut handzahm, aber eben kein Ersatz für einen Hund !
    Ich möchte nicht, dass mir dieser Satz falsch ausgelegt wird, aber ich empfinde es so !
    Dann plötzlich, Nicky war 4 Wochen nicht mehr da, bekam ich diese Nachricht von dem Cockerwurf in Halle an der Saale!
    Ich habe nur gehört, die Welpen werden sehr schlecht gehalten und der Züchter geht da nicht gut mit den Welpen um! So kam dann Jockel in mein Leben !
    Ich habe kein schlechtes Gewissen Nicky gegenüber, weil Jockel schon nach 4 Wochen da war. Ich habe ein gutes Werk getan in dem ich Jockel da raus geholt habe.
    Der Todestag von Nicky ist der 24 Mai und jedes Jahr zünde ich für Nicky eine Kerze an !

    #44801
    Anonym
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    Ich möchte noch eines dazu sagen……. der Spruch…. kein Tier mehr in meinem Haushalt….
    der passt jetzt bei mir !
    Denn ich habe mittlerweile ein Alter erreicht, wo ich nicht weiss, was aus meinen Tieren wird
    Auch das sollte man beachten!

    #44805
    Anonym
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    Oh man Anja jetzt haste mich aber erwischt. Muss selber weinen, wenn ich deinen Text lese.

    Unsere ersten beiden Rüden wurden beide 11 und 13 und hatten einen Altersunterschied von knapp 3 Jahren. Felix hatten wir seit ich 7 war. Ich habe ihn abgöttisch geliebt. Ein Scottish Terrier wie er im Buche steht. Stur aber treu ohn Ende. Es war furchtbar als er ausgerechnet am 1.4. eingeschläfert werden musste. Blutkrebs, Lymphdrüsenkrebs und der ganze Körper voller Metastasen. Mein Vater hat ihn im Garten begraben (damals durfte man das noch). Ich habe tagelang geweint und war zu nichts zu gebrauchen. Das ist jetzt 12 Jahre her und ich heule gerade Rotz undn Wasser. Wer Rectschreibfehler findet möge es mir bitte nachsehen. Unser Goldie roger hat ihn furchtbar vermisst, hat überall gesucht. Wenn er beim Gassi gehen einen kleinen chwarzen Hund gesehen hat ist er freudig drauf zugestürmt und man konnte ihm die Enttäuschung wirklich ansehen, als es eben nicht Felix war. Ich denke heute noch sehr oft an ihn, habe Bilder von ihm in meinem Album, die ich in melancholischen Momenten angucke, weil ich dann das Gefühl habe ihn ganz nah bei mir zu haben.

    Roger ist mit 13 ebenfalls eingeschläfert worden. Er war sehr schwach, wollte nicht mehr aufstehen und meine Mom ist mit ihm zum TA. Der hat ihn dann im Kofferraum meinschläfern müssen, weil er nicht mehr raus kam, weil er so schwach war. Es war für ihn eine Erlösung aber ein Schock für mich als ich nur kurz was bei meinen Eltern abholen wollte und seine Decke war nicht im Flur. Meine Mutter hat es am Härtesten getroffen. Sie war seine Bezugsperson. Und das Schlimmste für mich war das ich gerade mal einen Monat zuvor meinen Opa verloren habe und dann auch noch ihn. Weltenzusammenbruch. Ich war am nächsten Tag nicht arbeiten, weil ich fix und alle war. Es war zu viel. An ihm haben wir uns festegehalten, als Felix nicht mehr da war und er hat ein unendliches Loch in unsere Herzen gerissen als er über die Regenbogenbrücke ging. Meine Eltern hatten jahrelang keinen Hund mehr und wollten eigentlich auch keinen mehr. Tja und wie das dann so ist kam dann doch ein neues Findelkind in die Familie. Ich rede gerne über ihn weil er so liebe Macken hatte. Er war ein toller Hund.

    Meine Ria, mein erster eigener Hund, und ich hatten eine extreme Bindung zueinander. Sie war ein Einmannhund und hat auch nur auf mich gehört. Sie hat ich durch eine schwere Trennung begleitet, eine neue Wohnung eingelebt und ihr Wesen für mich verändert. Hört sich doof an aber ihr wsst wie ich das meine. Sie war so schwierig und wenn ich mit ihr alleine war, da war sie so anhänglich, kuschelig und lieb. Es hat lange gedauert bis sie bei anderen nicht hysterisch reagiert hat. Aber ich habe sie dafür geliebt als sie sich nach und nach zum Postiven verändert hat. Ich war so stolz auf sie. Dann kam der Hirntumor. Er hat scheinbar solche Schmerzen verursacht das sie sporadisch regelrecht abgetickt ist, um sich geschnappt hat was bei nem Dobi echt schlimm ausgehen kann. Nachdem mit drei TA´s bestätigt haben das es nicht zu operieren ist habe ich sie schweren Herzens einschläfern lassen damit sie nicht länger leiden muss. Meine Mom hat mich gefahren und auch nachdem sie eingeschlafen ist alle geregelt. Ich bin fast zusamengebrochen im Zimmer und musste da raus. Ich konnte es nicht ertragen sie dort liegen zu sehen, als ob sie schläft und ich wusste sie war nicht mehr da. Ich kam zu meinem Mann nach hause und Niki und Basto haben Ria überall gesucht. Basto blieb ewig vor der Tür sitzen und hat wohl gedacht sie würde noch kommen. Im Flur hängen die schönsten Bilder die ich von ihr habe. In meine Wohnung bin ich seitdem immer nur kurz gegangen. Ich habe fast ein Jahr lang alles so gelassen wie es war. Ihr Lieblingsball hat immer irgendwie zwíschen Körbchen und Sessel gelegen. Vor einigen Wochen habe ich beim Aufräumen ihre ganzen Halsbänder gefunden. Musste wieder weinen. Manchmal kann ich ganz locker über sie reden und an andren Tagen schiessen mir dabei Tränen in die Augen und ich muss mich erstmal sammeln. Ich musste sie beim TA lassen das war das Schlimmste. Wirhaben viel zusammen durchgemacht und geschafft und ich bin mir ganz sicher, ds ich sie irgendwann wieder sehe und das sie immer noch auf mich aufpasst. Ich denke Niki und Basto haben sie zwar vermisst, aber nicht getrauert. Sie haben sich ausser dem Suchn ganz nomal verhalten. Das Suchen hörte auch nach einigen Tagen auf. Aber Hunde die längere Zeit miteinander verbringen können wahrscheinlichh ein Gefühl der Trauer haben. Oft hört man ja das dann nichts mehr gefressen ird, oder sie apathisch im Körbchen liegen nachdem ein Hund nicht mehr da war. Ich hoffe unser Basto wird steinalt. Niki hängt sehr an ihm und jammert ja die ganze Zeit, wenn ich mit ihm Gassi gehe und sie zu hause bleibt. Anfangs hat sie ja auch gejault, mittlerweile ist es laut Nachbarn ein Wimmern. Ich mag gar nicht daran denken. Wenn Basto geht würden für mich 2 Hunde gehen. Meine ganze Liebe für Ria habe ich auf ihn projiziert da er ihr sehr ähnlich ist. Naja… Irgendwann, davon bin ich überzeugt habe ich mein komplettes Rudel um mich und alles ist wieder gut. Denn sie fehlen mir lle schrecklich. Das wird mir gerade wieder mal bewusst.

    #44818
    Anonym
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    ;( Das Wetter passt gerade zu dem Thema, daher versuch ich mal ohne die Tastatur nass zu machen, diese unliebsamen Erinnerungen zuzulassen.

    Rosi war fast 10 Jahre bei mir. Sie war ein TH-Hund mit unbekannter Herkunft und unbekannter Mischung. Ausgesehen hat sie nach einer Mischung aus Labrador – Setter- und/oder Hovaward. Bin auch ein paar mal angesprochen worden, ob sie ein Flat coated sei.
    Sie war ihr lebelang gesundheitlich sehr labil und so war ich oft mit dem Thema Tod und Abschied konfrontiert, doch dank unserer super Tierärtin hat sie mehrfach Gevatter Tod ein Schnippchen geschlagen. Als es dann wirklich soweit war, dass wir ihr nicht mehr helfen konnten, traf es mich wie aus heiterem Himmel, denn “vorher ist es ja auch immer wieder gutgegangen”.
    Ich war umgezogen in eine fremde Stadt zu meinem damaligen Freund und “meine” Tierärztin war über 1 1/2 Std Fahrzeit weg. So ging ich zu einem anderen TA, der sich telefonisch mit unserer Ärtin in Kontakt setzte, um die ganze Vorgeschichte zu erfahren.
    Eigentlich wollte ich am nächsten Tag “nur” die Blutergebnisse wissen und war drauf eingestellt, dass mal wieder neue Tabletten hinzu kommen (so kannte ich das ja seit fast 10 Jahren), aber als ich in die Praxis kam, sah ich sofort an Gesicht, dass etwas ganz und gar nicht stimmte.
    Ich wurde vor die Wahl gestellt, ihr Leben (mal wieder) mit noch mehr Medikamenten vielleicht(!) ein halbes Jahr zu verlängern, oder sie zu erlösen.
    Ich sah das Häufchen Elend an, dass dort auf dem Behandlungstisch vor mir lag und fällt die für mich bisher schwerste Entscheidung in meinem ganzen Leben. 🙁

    Sie bekam erst eine Beruhigungsspritze und ein Narkosemittel, bevor sie Ärztin die endgültige Spritze setzte. Nach der Beruhigungsspritze hob sie den Kopf und schaute mich an mit einem Blick, als wenn sie sich verabschieden wollte. Dann liess sie den Kopf auf den Tisch sinken und schloss die Augen. Am liebesten hätte ich in dem Moment, als sie “nur” nakotisiert dort lag gebrüllt: Halt stop! Weck sie wieder auf!, aber mir flossen da schon so sehr die Tränen, dass jeder Laut von mir im Hals steckengelieben wär. ..und “geholfen” hätte es ihr ja auch nichts.
    Wir haben sie dann mit nach Hause genommen und im Garten neben anderen verstorbenen Tieren beerdigt. Alle ihre Spielzeuge und gerade ein paar Tage vorher gebackenen Leckerlies legte ich mit ins Grab. Mit irgendwas musste sie ja den Fährmann bezahlen, der sie rüber ins Regenbogenland bringt.

    Es waren zu der Zeit noch 3 andere Hunde im Haushalt, aber es waren die meines damaligen Freundes. Es waren SEINE. Ich war auf das Schiksal wütend und dachte und fühlte ungerecht und schickte die Hunde weg, wenn einer zu mir kam. Die Ratio war die ersten Tage völlig ausgeschaltet. Ich machte mir Vorwürfe, die Fahrt zu “meiner” Tierärtzin nicht auf mich genommen zu haben, sie hätte Rosi bestimmt retten können. Natürlich war das Blödsinn. Auch sie hätte nicht anders gehandelt.
    Ich sass viel bei Rosi am Grab und heulte, heulte, heulte.
    Die ersten Tage waren wie nicht real. Ständig dachte man, gleich müsste sie doch um die Ecke kommen, aber mit dem nächsten Gedanken kamen die Tränen.

    Ich zog bald zurück in meine Heimatstadt. Allein durch die Strassen zu laufen, wo mich Rosi früher begleitet hatte war sehr schlimm. Ich traf alte Hundebekannte wieder, die nach ihr fragten.

    Ich wusste, dass ich irgendwann sicher wieder einen Hund haben würde wollen, aber konnte mir nicht vorstellen, gleich wieder einen zu haben. Ich brauchte Zeit. Irgendwie hätte ich es als Verrat gesehen, gleich wieder einen Neuen zu haben. Als wenn Rosi so schnell austauschbar gewesen wär…

    Nach über 2 Jahren hatte ich das erste Mal die Gedanken mir einen neuen Hund zu holen. Ich “fragte” Rosi in Gedanken, ob es ok sei, wenn wieder eine Fellnase bei mir leben würde und am nächsten Tag traf ich eine Frau mit einem Welpen, die mir erzählte, dass aus dem Wurf noch welche zu haben seien. Wenn das man kein Zeichen war! Allerdings ergab sich dort dann nix. Es dauerte dann doch noch eine ganze Weile, bis March dann irgendwann einzog!

    Natürlich haben Hunde eine Seele und auch wenn Rosi nun schon Jahre tot ist und March inzwischen über ein Jahr bei uns ist, spreche ich hin und wieder mit Rosi, denn tot ist nur, wer vergessen wird!!

    *edit*
    Jetzt hab ich fast 1 1/2 std. hier gesessen (doch etwas geheult) und versucht, das “Damals” in Worte zu fassen und seltsamer Weise hat sich das Wetter in der Zeit von waschküchengrau in blauen Himmel und Sonne verändert!
    Ich glaub, Rosi wollte nicht, das ich hier sitzt und heulend an sie denk und hat mir die Sonne geschickt! 😉

    #44846
    Anonym
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    Hallo,
    ja einen so treuen Freund zu verlieren ist das schlimmste was es gibt. Ich sitz jetzt auch schon länger am Pc , weine und kann kaum schreiben, aber ich versuchs.
    Letztes Jahr im August mußte ich meine überalles geliebte Kimy , ein Jack Russelmix, im alter von 15 Jahren einschläfern lassen. Sie hatte schon im laufe des Jahres etwas abgebaut, aber in dem alter war das ok. Obwohl mein Mann und ich es eigentlich gewußt haben, das es Zeit ist sich zu trennen, kam es dennoch unerwartet…sie hatte akutes Leberversagen und innerhalb von drei Tagen war mein kleiner Liebling bis in den Augen gelb und wir mußten den Weg zum TA gehen.Natürlich haben wir sie begleitet, es war der schlimmste Tag in unserem Leben denn unsere Kimy verstarb am 29. August um 18.00h. Sie lag total entspannt da und ich redete mit ein sie sähe dankbar aus. Für mich stand fest NIE mehr ein Tier.
    Am nächsten Tag war ich allein, mein Mann war arbeiten und ich hatte, warum auch nicht, Urlaub, also surfte ich im Internet rum und kam dann immer wieder auf die Seite wo Hunde zum Verkauf angeboten wurden und immer wieder guckte ich mir den gleichen Hund an.
    Am Abend zeigte ich meinem Mann dieses kleine schwarze Fellknäul von 9 Wochen, das keiner wollte und am 29.August um 18.00h zum verkauf eingestellt wurde. Zum Todeszeitpunckt von meiner Kimy…für mich war das Schicksal und ich wollte dieses kleine Wesen wie nichts anderes in menem Leben. Also fuhren wir am 31. August hin und holten sie.
    Amy hat mir die Trauer um meine Kimy leichter gemacht indem sie bei mir war und mich brauchte. Einige denken bestimmt es war zu früh nach zwei Tagen schon wieder einen neuen Hund, aber mir hat Amy durch eine schwere Zeit geholfen und ich bin dankbar das es sie gibt.

    #44898
    Anonym
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    Ich Denke das man das jeden selber überlassen sollte wann ein neuer hund ins leben Tritt.Wir hatten zwei Chihuahuahs sie waren Vater und Sohn wobei der Benny (der sohn) als Welpe zu uns kam .Spencer (der Vater) etwas später.Benny ist friedlich mit 11 J.von uns gegangen.Spencer der immer viele Hunde um sich hatte wurde damit gar nicht fertig allein zu sein,darauf hin holten wir Edy aus den Tierheim dazu,sie verstanden sich gleich von anfang an.Zwei Jahre später musste ich dann mein über alles geliebten Spencer einschläfern lassen,da er wasser im ganzen körper hatte und die Herztabletten nicht mehr halfen.Ich habe ihn im Arm gehalten als es soweit war immer wieder sagte ich hinterher zu mein Mann das ich ihn umgebracht habe ich habe lange gebraucht das anders zu sehen.Aber ich würde auch meine anderen Hunde das letzte geleit geben das haben sie einfach verdient.drei Monate später zog Jonny zu uns erst als Plegi dann ganz .Nana folgte dann zwei Jahre späterSie fing auch erst als Pflegi an .Ich habe es nun noch dreimal vor mir und auch wenn ich den Tag davor fürchte keiner geht den weg allein wenn ich es verhindern kann.Unser Edy stand schon mal kurz davor er wurde von einenDalmatiner zerbissen wir konnten ihn aber Gott sei Dank noch retten.Die gedanken sind noch sehr oft bei den verstorbenen wir haben sie im gartzen bei gesetz tund es wird immer neu beplanzt.

    #45288
    Anonym
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    Hallo Ihr Lieben,

    ich muss sagen, wir sind wirklich alle sprachlos, wie intensiv Ihr Euch an unserem Thema beteiligt habt – und das, obwohl es wirklich nicht gerade ein leichtes Thema ist.

    Ich finde es toll, wie mutig Ihr Euch Euren Erinnerungen stellt, auch wenn sie immer noch mit Schmerz verbunden sind.

    Und ich kann Euch verraten, dass es uns ähnlich ging, als wir Eure Beiträge gelesen und unsere redaktionelle Arbeit für das Trauer-Special getan haben.

    Meine persönliche Geschichte findet ihr übrigens im [URL=http://www.stadthunde.com/magazin/gesundheit/trauer-special/kommentar-persoenlicheerfahrungen/trauer-einhundundeinschatten.html]Redakteurinnen-Kommentar[/URL].

    Und hier findet Ihr das Special:
    [B][URL=http://www.stadthunde.com/magazin/gesundheit/trauer-special.html]Stadthunde-Hunde-Trauer-Special[/URL][/B]

    LG
    Julia

    #45304
    Anonym
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    Ich bin überwältigt. Das habt ihr alles so toll geschrieben, so gefühlvoll. Man kann das richtig spüren das ihr mitgelitten habt beim Verfassen. Das ihr so etwas ansprecht und auch ein Special darüber macht finde ich sehr bewundernswert. Es ist euch garantiert nicht leicht gefallen. Hut ab! Aber solche Beiträge machen es hier so familiär. Man fühlt sich hier auch in “guten und in schlechten Zeiten” gut aufgehoben bei euch.

    #45307
    Anonym
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    Mhhhh das ist ein sehr anstrengendes thema..liege im bett und muss weinen wenn ich all die beiträge lese…nele liegt neben mir und kuschelt sich an und atmet ganz tief…ich ich schaue sie an ….wie so oft …nach ihrem unfall in juni ..muss ich oft daran denken..was wäre wenn gewesen????? ich bin so dankbar das es nur das bein war..und nicht mehr passiert ist. Ich glaube die schuld gefühle das ich schuld bin an ihrem tod hätten mich wahnsinnig gemacht…ich bin froh das ich sie noch habe…( hoffentlich noch ganz lange) und ich hoffe das ich noch nicht so bald einen solchen weg gehen muss….

    #45311
    Anonym
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    Auch Ich fröstel vor mich hin, habe die ein oder andere bzw. ganz ganz viele Tränen vergossen, als Ich Eure ganzen Berichte / Geschichten gelesen habe!
    Es ist nunmal ein Thema, was man/frau immer recht lange von sich wegschieben möchte…und doch kommt dieser Tag irgendwann…
    Ich hatte als Kind bereits immer Kleintiere, die wir immer bei meinen Eltern im Garten beerdigt haben!
    Auch meine Kaninchendame, die Ich leider vor 2 Jahren von Ihren Leiden erlösen mußte, wurde von mir aus der Tierklinik abgeholt – abends im Dunklen habe Ich Sie mit meinem Mann auf einer großen Wiese bei uns am See, unter einer Baumgruppe beerdigt! An dem gleichen Ort, werden wir, wenn auch Ihr Eheböckchen sich von dieser Welt verabschiedet, ihn beerdigen!
    Bei unseren beiden Hunden, wird das ganze so aussehen, das wir sie einäschern lassen werden! Meine Schwiegermutter hat Ihre beiden Westhighland – Terrier ( die innerhalb eines Jahres beide verstarben ) einäschern lassen und hat Sie nun in einer Urne zuhause bei sich! Auch Sie ist eine “Wiederholungtäterin” – sie hatten über 27 Jahre immer Hunde im Haushalt und als nun beide sich verabschiedeten, war dort diese Stille, dieses Gefühl des nicht mehr gebraucht werdens… Da wir nicht sehr nahe beieinander wohnen, konnten unsere beiden nicht dauerhaft darüber hinwegtrösten! Nach relativ kurzer Zeit und einigen Gesprächen mit mir und meinem Mann, wurde klar: Es muss wieder ein Hund her!
    Da meine Schwiegereltern jedoch auch auf die siebzig zugehen, mussten wir vorher besprechen, was ist wenn…
    Doch für uns war von Anfang an klar, wenn irgendetwas sein sollte ( das Sie es nicht mehr schaffen ), hätten wir halt 3 anstatt 2 Hunden! Platz ist doch schließlich in der kleinsten Hütte…

    Und wie sang bereits damals Trude Herr:
    ♪ ♫ ♪ Niemals geht man so ganz…♪ ♫ ♪
    irgendwas von Dir bleibt hier…♪ ♫ ♪

    #46606
    Anonym
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    uih was ein Thema…..keine Ahnung wo ich anfangen soll, aber ich versuche mal mein Glück.
    Als ich vor knapp 14 Jahren mit meiner Frau zusammen kam hatte sie schon einen schwarzen Dobermann von 1.5 Jahren und es war auch Liebe auf den ersten Blick (Dachte ich zumindest) weil er mich völlig unklompiziert aufgenommen hat.
    Als er mit 11,5 Jahren eingeschläfert werden musste (Blutkrebs) nahm mich das schon ziemlich mit und hatten danach auch eine fast 2jährige Pause bevor uns einen neuen zugelegt haben.
    Mittlerweile ist es aber so bei unserem Neuen das ich schlimmer bin wie ne “Glucke”
    denn ich habe festgestellt das es für mich wohl doch ein kleiner Unterschied ist ob man dazu kommt und der Hund schon älter ist, oder einen 8wöchigen Welpen mit groß zieht.
    Zumal ich schon in eine Situation kam und er mir vor ca. 7 Wochen vors Auto gelaufen ist und ich die Bilder immer noch vor mir habe und er gottseidank ausser ein paar Hautabschürfungen und nen Schock nichts weiter davon getragen hat, aber ich auch schon in dieser Situation fertig war mit der Bereifung.
    Und wenn ich dran denke wenn der Tag kommt wo es unausweichlich ist, er mir mit Sicherheit das Herz brechen wird.
    Deshalb genieße ich jeden Tag mit ihm, wenn man bedenkt wie schnell doch die Zeit vergeht, kaum hat man ihn als Welpe in den Armen und schon sind wieder 19 Monate vergangen.
    Natürlich sagt man, man sollte an die schönen Zeiten denken, aber es wird mit Sicherheit nicht leichter dadurch, denn er ist ja nicht mehr da.
    Auch wenn sie manchmal nerven, etwas kaputt machen oder mal nicht hören sollten, sollte man trotzdem die Zeit genießen denn es kann alles sehr schnell gehen und dann kann man es nicht mehr ändern.

    #46741
    Anonym
    Inaktiv

    hallo,
    möchte euch auch meine erfahrungen mitteilen, wenn geliebte hundis über die regenbogenbrücke gehen.
    seit meinem 6. lebensjahr (mittlerweile sind es 50 jahre!) lebe ich mit hunden und ich habe nun schon einige auf ihrem letzten weg begleitet.
    mein 1. hund, meine pudelhündin jette ist im alter von 16 jahren in ihrem körbchen eingeschlafen, für immer! sie bekam ein hundegrab im garten. und es war sooooo leer. so kam die kleine bijou, auch ein pudelmädchen zu uns und die freude war riesengroß. nach zwei jahren kam carissima, auch ein pudelmädchen dazu und es war leben pur im haus. nach einiger zeit kam eine großpudelhündin, unsere lady als weiteres familienmitglied dazu. aus dem gleichen wurf haben wir dann die liberty aufgenommen, da sie für den züchter nicht mehr zur zucht taugte, nachdem sie sich einen zahn ausgeschlagen hatte. sie war mit die dankbarste von allen!!!!
    so hatten wir ein kleines rudel von 4 hundemädchen.
    glück pur.
    aaber es kam auch die zeit als bijou dann alt und krank wurde mit 17 jahren, und ich stand vor der entscheidung, sie von ihrem leid zu befreien, der tierarzt kam, die spritze und sie ist friedlich eingeschlafen. liberty (10 jahre) wurde sehr krank, hat sehr gelitten und wieder war die entscheidung zu treffen…..carissima mit 16 jahren war an ihrem lebensende angelangt, der abschied, wieder habe ich entschieden……
    lady war plötzlich alleine, sie hat das gut gemeistert. und plötzlich war da wieder eine kleine hundedame, bonnie, die nach 4 stationen ins tierheim sollte. sie kam zu uns und lady wurde wieder jung. freude pur und weitere wunderschöne jahre mit ihnen. lady erlitt mit 15 jahren einen schlaganfall, die hüfte machte probleme. wir haben mit akupunktur und physiotherapie und viel liebe und geduld wieder gelernt zu stehen, zu gehen und haben kurze spaziergänge gemacht und sie hat in ihren möglichkeiten das leben genossen. aber es kam auch dann der zeitpunkt des abschieds und auch bei ihr musste ich die entscheidung treffen, sie war mittlerweile 16 3/4 jahre alt. ein überaus schmerzhafter abschied, auch sie ist in meinen armen eingeschlafen.
    so war jetzt die kleine bonnie alleine, bis meine eltern aus dem urlaub die mischlingshündin anka mitbrachten, sie war die letzte aus einem wurf, sie wollte niemand haben.
    es kam dann unsere lisa und die drei sind dicke freundinnen.
    bei allen hunden war es eine äußerst schwere entscheidung, der eigene egoismus loszulassen, sich zu verabschieden…..
    die hunde sind alle in frieden, in ruhe, in meinen armen eingeschlafen, ich spürte jedesmal, dass die entscheidung richtig war, auch wenn die trauer riesengroß war und es mir jedesmal fast das herz zerriss!!!!!
    alle hunde sind im regenbogenland und dennoch noch bei mir, ganz eng und ganz vertraut und oft wird an sie gedacht über sie erzählt und auch heute noch geweint, und jeder hat sein grab an wunderschönen orten.
    an den geburtstagen gibts blümchen, und den lebenden hundis wird von ihnen erzählt.
    wir geniessen das leben mit unseren dreien und eines tages kommt wieder der abschied, ich weiß, doch will nicht dran denken.
    jetzt laufen die tränen,was ist ein leben ohne sie….es geht nicht.
    alle habe und werde ich sie begleiten vom ersten bis zum letzten tag in unserer familie und keiner wird vergessen. an jeden wird mit freude gedacht und es wird gelacht und geweint.
    ach die tränen laufen jetzt, aber es hat gut getan, alles zu schreiben.
    ich hoffe der tag des nächsten abschieds ist gaaaaaaanz weit weg, ganz weit weg………
    euer lisa-frauchen susanne

    #46806
    Anonym
    Inaktiv

    Susanne ich muss sagen ich bewundere dich sehr. Beim Lesen habe ich einen immer dicker werdenden Kloss im Hals gehabt und dann kullerten die Tränen. Das du alle zum Schluss begleitet hast. Du hast meinen vollsten Respekt und meine Hochachtung dafür, das du den Egoismus ausgeschaltet hast. Das kann nicht jeder.

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