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  • #14255
    Anonym
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    Ich hab mal aus aktuellem Anlass eine Frage, bei der sich scheinbar die Geister scheiden.

    Gerade war ich mit Patscho draußen auf der Hundewiese hinter meinem Büro. Da war ein anderer Hundehalter (älterer Herr) mit einem Rüden, ungefähr in Patchos Größe aber schätzungsweise einige Jahre jünger.
    Patscho ist natürlich, neugierig wie er ist, auch sofort zu dem hin. Es folgt das gegenseitige Beschnuppern, es werden zusammen Grasbüchel markiert, alles ganz friedlich.

    Meistens verliert Patcho dann an dem anderen Hund auch schon wieder recht schnell das Interesse und trottet weiter, Nase am Boden und in sich gekehrt. Er ist zwar neugierig auf alle anderen Artgenossen, im Grunde seines Herzens aber doch mehr der Einzelgänger, der seiner Nase zu den interessanten Gerüchen folgt, anstatt im Rudel zu toben. Das sollen die jungen Hunde machen 😉

    Manchmal allerdings, bei jungen Rüden, die keine Welpen mehr sind, muss er dann aber doch noch mal zeigen, dass er hier der King ist. Ich merke das immer daran, dass er bei denen doch intensiver als normal am After schnüffelt und dann geht es auch schon los: Der andere wird bestiegen und angerammelt.

    So auch heute, und sofort springt der andere Hundebesitzer von der Bank auf und geht mit einem lauten “NA, DAS LÄSST DU ABER!” dazwischen. Ich meinte dann, das sei völlig normales Dominanzverhalten unter Rüden und sein Hund könne sich schon ganz alleine wehren, wenn er das nicht möchte. Dadurch, dass er dazwischen ginge, würde er das normale Sozialverhalten unterbinden und im Endeffekt mehr schaden als nützen, schließlich war da keine Spur von Aggression bei den Hunden zu sehen. Er antwortete darauf, das sei quatsch, im Gegenteil, ein Rüde der einen anderen Rüden besteigt zeige eine Verhaltensstörung und in jeder Hundeschule würde solches Verhalten sofort und konsequent unterbunden, da es bei sowas ganz schnell zu Beißereien komme.

    Ich hab dann nur den Kopf geschüttelt und bin mit Patscho wieder weg gegangen. Ich hab das schon ein paar Mal erlebt, dass Hundebesitzer augenblicklich dazwischen gehen, sobald ihre Hunde auf diese Art dominiert werden und hab das bisher immer für verletzten Stolz der Menschen gehalten. Jetzt habe ich aber eben gegoogelt, und es scheint tatsächlich ziemlich umstritten zu sein, wie man mit diesem Verhalten seines Hundes umgehen soll. Die einen sagen, das sei völlig normales Sozialverhalten und die Hunde sollten das untereinander klären. Solange es nicht zu bösen Aggressionen kommt, gibt es für Mensch keinen Grund da einzugreifen. Das ist das, was ich bisher auch immer dachte.
    Und dann gibt es da noch die andere Fraktion, die sagt, das sei kein normales Verhalten sondern eher asozial und man solle das sofort und konsequent unterbinden. Da sei auch Lehrmeinung nicht weniger Hundeschulen.

    Was sagt ihr dazu?

    #61846
    Anonym
    Inaktiv

    Meine bescheidene Meinung zum Thema: BEIDE Aussagen sind auf ihre Art und Weise richtig.

    Richtig ist zu allererst einmal, dass dieses Aufreiten tatsächlich ein natürliches Sozialverhalten bei Hunden ist und es auf keinerlei Verhaltensstörungen hinweist. Richtig ist aber auch, es zu unterbinden – gerade wenn man schon Probleme mit seinem Rüden hat. Warum? Ganz einfach: in einem Hunderudel ist dieses Aufreiten nur dem Stärksten gestattet, der damit seine Position demonstrieren will, wenn ein Schwächerer aufmüpfig wird. Manchmal dient es auch dazu, sich auf der Hierarchie-Leiter ein wenig nach oben zu arbeiten. Auch das ist nicht weiter schlimm aber wenn man bedenkt, dass in einem Mensch-Hund-Gespann eigentlich immer der Mensch derjenige sein sollte, der den höchsten Status hat, dann versteht man vielleicht auch, warum man das Aufreiten besser verhindern sollte. Der Hund zeigt damit seinem Besitzer ziemlich deutlich, dass er sich (zumindest in dieser Situation) seinem Herrchen überlegen fühlt. Das muss natürlich nicht zwangsläufig zu Problemen führen, aber ich für meinen Teil unterbinde jegliches Aufreiten bei meinem Hund konsequent.

    #61851
    Anonym
    Inaktiv

    Ich kann mich da Pogo nur anschließen.

    Beide Seiten sind richtig.

    Ich unterbinde es aber auch meistens lieber gleich. (kommt ja bei Jamie gott sei Dank noch SEHR SEHR selten vor)
    So kann er ja, auch wenn es ein Rüde ist, bei einem Mädchen auch wneiger dazu kommen, denn da könnte ja auch schon mal mehr passieren 😉
    Von daher weiß er eh eigtl. gleich eher, dass es Tabu ist, solange ich es nicht erlaube…

    #61855
    Bianka Kuklinski
    Teilnehmer

    Auch ich kann mich Pogo nur anschließen
    Aber auch ich unterbinde es sofort. Ich bin der Oberste und ich entscheide, was er darf und was nicht und deshalb lasse ich dieses Dominanzverhalten nicht zu. Und gleichzeitig geht man damit auch den Problemen mit anderen Hundebesitzern aus dem Weg
    Aber assozial ist das Verhalten nicht – das ist schon ein wenig frech so etwas zu äußern.

    #61871
    Anonym
    Inaktiv

    Ich unterbinde es, wenn Ruby von unkastrierten Rüden (er selbst ist kastriert) bestiegen wird, da das so häufig vorkommt und Ruby sich nicht allein wehrt. Ich möchte einfach nicht, dass mein Hund am laufenden Band und grundlos dominiert wird.

    #61873
    Anonym
    Inaktiv

    Ich seh das genau wie ihr und unterbinde dieses Verhalten bei meinen Hunden sofort.Ich habe erlebt das es oft zu unnötigen Beißereien unter unter den Hunden kommt.
    Ist aber trotzdem ein hundetypisches Verhalten und keineswegs asozial!!!

    #62043
    Anonym
    Inaktiv

    X( ANRAMMELN gibts überhaupt nicht. Hat er in seiner Pubertät versucht, da muss er sich ja auch erst entwickeln, habe es aber immer unterbunden.
    Dieses Verhalten steht ihm nicht zu 😉
    Fand den Beitrag von Pogo sehr gut beschrieben.
    VG Ilona

    #62105
    Anonym
    Inaktiv

    Ich unterbinde es eigentlich auch nur, weil mein kastrierter Rüde es (ganz selten) selbst macht, aber nicht machen lässt. Sprich, wird er bestiegen rastet er aus (schlechte Erfahrungen gemacht).
    Und es muss auch nicht unbedingt sein, denn Dominanz kann auch anders zum Ausdruck gebracht werden.
    Zumal das zu mehr Spannungen führt, wenn mehr als zwei Hunde zusammen sind.

    #58861
    Anonym
    Inaktiv

    Man sollte das aufreiten schon unterbinden, es muß nicht zu beißerein kommen aber für manchen hund ist das sehr unangenehm. Und nicht jeder Hund zeigt das auch das er das nicht mag. Manche bleiben drunter stehen und gucken sehr unsicher dann das sofort unterbinden und den Hund wegnehmen. Mancher Hund beißt da aber schon zu weil ihm das nicht passt. Also nicht jeder Hund wehrt sich. Wenn die Hunde aufeinander losgehen ist es richtig, das beide Besitzer sich sofort von der stelle zurück ziehen sollten und das zügig. Somit lenkt man die Hunde ab und das verunsichert auch die Hunde wenn die Besitzer gehen. Achtung! Bei Hündinnen geht das meist schlimmer aus als bei zwei Rüden!

    #65490
    Anonym
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    Morgen @ all…

    also das Aufreiten ist eine ganz normale soziale Interaktion bei Hunden.
    Ich unterbinde das nicht immer, es kommt auf die Situation an.

    Ich hatte auch noch nie Probleme damit, dass einer meiner Hunde deswegen meine Rangposition in Frage stellte.
    Macht auch kein gesunder Hund automatisch in der Regel.

    Ein sehr häufiges Anrammeln kommt sehr oft bei pubertierenden oder unsicheren Hunden vor.

    Sichere Hunde reiten ein bis zweimal sehr kurz auf (wenn überhaupt) und das wars dann.

    Unterbinden sollte man es allerdings, wenn es inflationös betrieben wird, vor allem vom Althund bei dem Welpen, denn das ständige Gewicht vom Althund auf dem Welpen ist halt nicht gut für die Bänder usw, die ja noch in der Entwicklung sind.

    Man muss also ein Bauchgefühl entwickeln dafür, ob es sich im Rahmen hält und ok ist, oder ob es aus Unsicherheit heraus passiert.

    Wenn ein Hund einen anderen aufreitet, dann heisst es nicht dass er die komplette Rangordnung auf den Kopf stellt, also Herrchen/Frauchen eingeschlossen.

    Es bezieht sich immer nur auf den aufgerittenen Hund.
    Wenn sich zwei gut sozialisierte Hunde treffen, klären sie auch in Windeseile ab, wer hier Ranghöher ist, das gilt dann aber nur für die beiden.

    Eine andere Sache ist es und die ist auf jedenfall sofort zu unterbinden, wenn der Hund versucht den Besitzer anzurammeln, dann will er ganz eindeutig die
    Führungsposition übernehmen und das steht ihm nicht zu.

    Meine beiden hier, da reitet Luzie auch auf Olli ganz kurz mal auf wenn er zu frech wird usw. Natürlich setzt sie auch andere Dominanzsignale ein.

    Eingreifen tue ich da nur, wenn es zu oft ist.

    Es ist ein Irrtum zu glauben, das der Hund damit automatisch sich zum alpha aufschwingen will gegenüber dem Menschen, genau wir der Irrtum Welpenschutz.

    Weitverbreitet und schwer zu korrigieren 😉
    Luzie weiss auch das mein Wort Gesetz ist und entsprechend reagiert sie auch.

    Aber sie weiss auch das der Welpe unter ihr kommt und das macht sie ihm klar, ganz einfach.

    Bei zwei gesunden Hunden, die ihrem Menschen gegenüber ihren Platz kennen, läuft das auch so.

    Hunde reiten DIREKT bei dem auf, dem sie ihre überlegenheit klarmachen wollen und wenn das der Mensch ist, wird dieser auch angerammelt usw.

    Und man sollte auch immer im Hinterkopf behalten, das unsere Hunde domestiziert sind, d.h. im Klartext: Man kann das wölfische Sozialverhalten nicht mehr in allem 1:1 auf unsere gezüchteten, domestizierten Hunde übertragen. Klar die Uranlagen bleiben, aber es gibt schon Unterschiede.

    Alleine schon Gebrauchshunde mit angezüchteter Grundschärfe entsprechen nicht mehr dem natürlichem Wolfsverhalten, denn der Wolf meidet den Menschen und wird solange er gesund ist und einen Fluchtweg hat, den Angriff meiden.

    Macht euch also nicht gleich Sorgen um eure Alphastellung, nur wenn euer Hund mal seine Stellung durch Aufreiten bei einem Artgenossen klarmacht 🙂

    ich halte jetzt seit über zwanzig Jahren Hunde, bis auf Luzie immer nur grosse Rüden und da gabs bei mir und meinen Hunden nie Probs.

    LG

    Petra, Luzie und Olli

    #65491
    Anonym
    Inaktiv

    Morgen @ all…

    also das Aufreiten ist eine ganz normale soziale Interaktion bei Hunden.
    Ich unterbinde das nicht immer, es kommt auf die Situation an.

    Ich hatte auch noch nie Probleme damit, dass einer meiner Hunde deswegen meine Rangposition in Frage stellte.
    Macht auch kein gesunder Hund automatisch in der Regel.

    Ein sehr häufiges Anrammeln kommt sehr oft bei pubertierenden oder unsicheren Hunden vor.

    Sichere Hunde reiten ein bis zweimal sehr kurz auf (wenn überhaupt) und das wars dann.

    Unterbinden sollte man es allerdings, wenn es inflationös betrieben wird, vor allem vom Althund bei dem Welpen, denn das ständige Gewicht vom Althund auf dem Welpen ist halt nicht gut für die Bänder usw, die ja noch in der Entwicklung sind.

    Man muss also ein Bauchgefühl entwickeln dafür, ob es sich im Rahmen hält und ok ist, oder ob es aus Unsicherheit heraus passiert.

    Wenn ein Hund einen anderen aufreitet, dann heisst es nicht dass er die komplette Rangordnung auf den Kopf stellt, also Herrchen/Frauchen eingeschlossen.

    Es bezieht sich immer nur auf den aufgerittenen Hund.
    Wenn sich zwei gut sozialisierte Hunde treffen, klären sie auch in Windeseile ab, wer hier Ranghöher ist, das gilt dann aber nur für die beiden.

    Eine andere Sache ist es und die ist auf jedenfall sofort zu unterbinden, wenn der Hund versucht den Besitzer anzurammeln, dann will er ganz eindeutig die
    Führungsposition übernehmen und das steht ihm nicht zu.

    Meine beiden hier, da reitet Luzie auch auf Olli ganz kurz mal auf wenn er zu frech wird usw. Natürlich setzt sie auch andere Dominanzsignale ein.

    Eingreifen tue ich da nur, wenn es zu oft ist.

    Es ist ein Irrtum zu glauben, das der Hund damit automatisch sich zum alpha aufschwingen will gegenüber dem Menschen, genau wir der Irrtum Welpenschutz.

    Weitverbreitet und schwer zu korrigieren 😉
    Luzie weiss auch das mein Wort Gesetz ist und entsprechend reagiert sie auch.

    Aber sie weiss auch das der Welpe unter ihr kommt und das macht sie ihm klar, ganz einfach.

    Bei zwei gesunden Hunden, die ihrem Menschen gegenüber ihren Platz kennen, läuft das auch so.

    Hunde reiten DIREKT bei dem auf, dem sie ihre überlegenheit klarmachen wollen und wenn das der Mensch ist, wird dieser auch angerammelt usw.

    Und man sollte auch immer im Hinterkopf behalten, das unsere Hunde domestiziert sind, d.h. im Klartext: Man kann das wölfische Sozialverhalten nicht mehr in allem 1:1 auf unsere gezüchteten, domestizierten Hunde übertragen. Klar die Uranlagen bleiben, aber es gibt schon Unterschiede.

    Alleine schon Gebrauchshunde mit angezüchteter Grundschärfe entsprechen nicht mehr dem natürlichem Wolfsverhalten, denn der Wolf meidet den Menschen und wird solange er gesund ist und einen Fluchtweg hat, den Angriff meiden.

    Macht euch also nicht gleich Sorgen um eure Alphastellung, nur wenn euer Hund mal seine Stellung durch Aufreiten bei einem Artgenossen klarmacht 🙂

    ich halte jetzt seit über zwanzig Jahren Hunde, bis auf Luzie immer nur grosse Rüden und da gabs bei mir und meinen Hunden nie Probs.

    LG

    Petra, Luzie und Olli

    #65557
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Olli, ich würde die Situation etwas differenzierter sehen. Aufreiten kann durchaus, ähnlich wie das demonstrative Beinheben und Gegenstände anpinkeln, eine Provokation, ein Angriff auf die Vormachtstellung des Rudelführers sein. Es wurde bei verwilderten Hunden beobachtet, dass sie nur dann das Bein beim Pinkeln heben, wenn ein anderes, meist niederrangiges, Rudelmitglied in Sichtweite ist. Ist ein Höherrangiges Tier in der Nähe, wird dieses das als Aufforderung sehen, seine Vormachtstellung durch darüberpinkeln nochmal deutlich zu machen. Beim Aufreiten kann es durchaus ähnlich sein. Gerade wenn es sich um das Aufreiten auf eine läufige Hündin handelt – das ist nämlich nur einem Rudelmitglied vorbehalten: dem höchstrangigen Rüden. Versucht ein Tier, dem dies nicht zusteht sein Glück, dann wird der “Alpharüde” seinen Unmut sehr vehement zum Ausdruck bringen.
    Das Aufreiten auf nicht läufige Hündinnen und Rüden ist durchaus, wie du schreibst, ein ganz normales Verhalten bei Hunden. Nur auch dieses symbolisiert eben eine gewisse Vormachtstellung und es fällt sehr schwer dabei zu unterscheiden, ob diese Geste jetzt tatsächlich dem anderen Tier gilt, oder ob damit nicht doch der Besitzer gemeint ist. Der “Chef” mischt sich sehr selten in die Interaktionen der niederen Tiere ein, da magst du Recht haben. Aber ein Hund, der ständig und auf fast jeden anderen Hund aufreitet, ist eben so gar nicht normal und schon allein deshalb würde ich dieses Verhalten unterbinden (schreibst du ja ähnlich). Und dies resultiert, wie du schon schreibst, oft aus Unsicherheit des Hundes, an der der Besitzer arbeiten sollte. Denn diese Unsicherheit kann eben auch dazu führen, dass besagter Hund auch Zuhause versucht, die Rollen neu zu verteilen.

    #65561
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Pogo,

    ja ich schrieb ja situationsbedingt entscheiden.
    Bei meinen Rüden bisher habe ich genau noch nie eingegriffen und hatte auch nie Probs mit meiner Vormachtsstellung.

    Aber man muss seine Hunde natürlich kennen, völlig richtig.
    Genau ich schreib bei unsicherren Hunden sollte man schon deswegen eingreifen, weil die das ständig machen.

    Eine direkte Hackordnung bei Wölfen und Hunden ist eigentlich nur in einem vom menschen zusammengewürfeltem Rudel zu betrachten.

    Bei wildlebenden Wolfsrudeln gibt es natürlich eine Rangordnung, die aber mehr als sozialer Verband (nicht im Sinne einer strengen Hackordnung) zu sehen ist.

    Nach Forschungen wurde erstaunlicherweise festgestellt, dass im “Basislager des Rudels” der Alpha oder die Alpha kaum auf seine Vorrechtsstellung pocht, während es in einem Hunderudel oder in einem Wolfsgehege, wo die Tiere fremd zusammengesetzt wurden ganz anders aussieht.

    Das Gerangel wegen dem Aufreiten bei wilden Wölfen, folgert auch ganz einfach daraus unter anderem, weil nur der stärkste Wolf das Recht hat, die stärkste Wölfin zu decken.

    Also gerade zur Paarungszeit gibt es schon deswegen reichlich Unmut deswegen.

    Du schriebst aber, dass du das aufreiten generell unterbindest bei deinen Hunden.
    Nun das mag jeder halten wie er will, ich erachte das überhaupt nicht als notwendig, es sei denn, du hast einen unsicheren Rüden, oder er versucht dir danach tatsächlich deinen Rang streitig zu machen.

    ich beobachte das und schreite nur ein wenn es zuviel wird oder ich sehe, der andere Hund ist überängstlich o.ä.

    Sonst nie.

    LG

    Petra, Luzie und Olli

    #65774
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Pogo,

    irgendwie schreiben wir aneinander vorbei…lach..;-)
    Natürlich KANN es ein Angriff auf die Vormachtsstellung sein, MUSS es aber nicht.
    Zumal ein Hund, der dies als Angriff auf die Vormachtsstellung nutzt, auch andere deutliche Signale seinem Alpha (Menschen), gegenüber zeigt.
    Das beschränkt sich dann ja nicht nur aufs Aufreiten usw. und beschränkt sich auch nicht nur auf ausserhalb, sondern auch auf innerhalb des Wohnbereiches.

    Von daher kann man das ganz gut unterscheiden, sofern denn die nötige Hundekenntnis besitzt.

    Da ich aber dazu durchaus in der Lage bin, dies zu unterscheiden, unterbinde ich es in der Regel nicht, sondern lasse es als natürliches Dominanzsignal den anderen Hund gegenüber durchgehen.

    Je nach Situation usw.

    Unsichere Hunde natürlich nicht, wie gesagt, aber auch die verhalten sich auch in anderen Bereichen schon auffällig, tun dies aslo auch nicht nur durch Aufreiten kund.

    Im Prinzip sind wir uns einig, nur was mir aufgefallen ist, ist halt, dass Du schriebst, Du unterbindest es GRUNDSÄTZLICH, hast Du denn einen unsicheren Hund?
    Hast Du Sorge um Deine Vormachtsstellung?
    Gibt es bei Deinem denn irgendwelche sonstigen Anzeichen, dass er Dir die Vormachtsstellung streitig machen will?

    Also ich mache mir da keine Sorgen bei meinen und es gab auch in 20 Jahren Hundehaltung deswegen keine Probs.

    Ich habe hier das Sagen und mein JRT richtet sich in JEDER Situation und Lebenslage SOFORT danach, genau wie alle meine bisherigen Hunde.
    Selbst im Spiel oder einer Beisserei ist sie sofort abrufbar, und ich meine sofort 🙂

    Bei Olli hier hab ich es deswegen anfangs unterbunden, weil ihr Gewicht für einen so kleinen Welpen einfachh nicht gut ist für Bänder usw., alles noch in der Entwicklung.

    Inzwischen teilt er aber schon selber aus wenn es ihm nicht passt oO…
    Ausserdem ist er jetzt auch schon grösser wie Luzie und demnächst wird sie sich dann wohl eine Haushaltsleiter holen müssen zum Besteigen^^

    Also jeder wie er mag, ich sehe aber keine Notwendigkeit, das Aufreiten generell zu unterbinden, solange ich nicht auch andere Signale wahrnehme, die mir hier irgendwas streitig machen könnten.
    Sowas kommt auch nicht von ungefähr, wenn ein Hund das versucht seinem Alpha gegenüber, dann ist meist zu beobachten, dass sich der Mensch nicht wirklicht qualifiziert hat gegenüber dem Hund als Rudelführer und das sieht man dann auch an verschiedenen Interaktionen zwischen Hund und Halter.

    Zum Beispiel, weil die Halter nicht Konsequent sind im täglichen Umgang sind, den Hund vermenschlichen usw.

    Du weisst sicher was ich meine^^

    Das übelste ist eh, dass sehr viele Hundebesitzer das Aufreiten noch dazu peinlich ist, weil sie immer noch der Meinung sind, der will nur rammeln (sexuelle Komponente). Dominanzsignale sind ihnen völlig fremd.

    Dann werden die Hunde peinlich berpühert an die leine genommen und weggezerrt. Dann wird sich gewundert, wenn sich die Hunde wieder treffen, wieso die sich immer wieder und schlimmer angiften, da sie nun meisst ständig kurz an der Leine gehalten werden.

    Wenn die mal ohne Leine aufeinandertreffen…
    Dabei hätte man diesen Konflikt erst gar nicht aufkommen lassen müssen, wenn diese Halter einen Funken Hundeverstand gehabt hätten.

    Wenn uns Hunde zur Ausbildung gebracht wurden, dann konnten wir erst einmal die Besitzer erziehen, dann erst Besitzer mit Hund…traurig aber wahr…
    Nachdem die dann verstanden hatten, was SIE falsch gemacht hatten, klappte es auch mit dem Hund gleich mal viel besser^^

    LG

    Petra, Luzie und Olli

    #65813
    Anonym
    Inaktiv

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 23.08.2010 09:25[/quote_head]Du unterbindest es GRUNDSÄTZLICH, hast Du denn einen unsicheren Hund?[/quote]
    Japp, habe ich. Ist auch in etlichen meiner Beiträge hier im Forum nachzulesen. Genau deshalb unterbinde ich das eben.

    [quote][quote_head]Zitat von Olli vom 23.08.2010 09:25[/quote_head]
    Hast Du Sorge um Deine Vormachtsstellung?
    Gibt es bei Deinem denn irgendwelche sonstigen Anzeichen, dass er Dir die Vormachtsstellung streitig machen will?[/quote]
    Nein, da habe ich keine Sorge und es gibt da auch keine Anzeichen. Es ist einzig und allein die Unsicherheit, die ich durch die Kastration damals wohl auch noch verstärkt habe. Wär ich damals schon so schlau gewesen wie heute, hätte ich keinen unsicheren Hund. Aber man lernt ja immer dazu 😉

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