• Dieses Thema hat 3 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 11 Jahre, 1 Monat von Anonym.
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  • #14103
    Anonym
    Inaktiv

    Ich hab da ne rechtliche Frage an euch.

    Mir war mein Hund entlaufen und wurde von jmd im Tierheim abgegeben. Das Tierheim hält Tiere 30 TAge als Fundtiere und dann werden sie zur Vemittlung frei gegeben. Mein Hund war knapp 20 Tage bei denen, ;( konnte Ihn nicht früher holen da sie ein Haufen Geld von mir wollten, 8o wegen den Arztkosten und täglich 12 Euro. Da ich nicht soviel verdiene musste ich das Geld ersmal auftreiben, eher gabensie Ihn nicht raus. ;(
    So mein Hund wurde bei denen geimpft, entwurmt und gechippt (hatte noch keinen). Ist ja soweit ok. Nur ist er auch kastriert worden. ?( Das finde ich ganz und gar nicht ok, da ich überhaupt nicht vorhatte Ihn zu kastrieren. 🙁 Gut rückgängig kann ich desjetzt auch nicht mehr machen, aber dürfen die das eigentlich, ?( es ist ja immeroch ein Fundtier und gehört denen ja nicht, da dürfte er noch nicht einmal meiner Meinung nach gechippt werden. X( Ich rege mich sehr darüber auf da ich eigentlich irgendwann vorhatte Nachwuchs von ihm zu haben. X( Und ich auch mein Geld für die Kastration wieder haben will.

    Bitte helft mir, habe mir schon die Finger wund gegooglet und nix gefunden.

    #51211
    Anonym
    Inaktiv

    Ich kann dir jetzt leider nicht sagen, wie das nun rechtlich genau aussieht aber ich weiß, dass die Kastration von Tierheimhunden Gang und Gäbe ist und das aus einem guten Grund:
    So soll dem zusätzlichen Vermehren ein Riegel vorgeschoben werden. 1. Sollen die Tierheimhunde untereinander ja interagieren können ohne Gefahr zu laufen, im Tierheim selbst Nachwuchs zu produzieren (und ich glaub ne läufige Hündin im Tierheim mit etlichen unkastrierten Rüden ist auch kein Spaß für alle beteiligten) und 2. soll so auch verhindert werden, dass die Tiere später bei ihren neuen Familien unkontrolliert Nachwuchs bekommen – einfach um nicht noch mehr arme Tiere zu haben, die ohne Besitzer im Tierheim hocken müssen.
    Ich weiß jetzt nicht, ob es für die Zeit (also wie lange ein Hund im Tierheim sein muss, bevor er kastriert werden darf) eine rechtliche Vorschrift gibt, aber in deinem Fall finde ich es schon sehr komisch, dass die kastriert haben obwohl du ja deinen Hund abholen wolltest, sie also wussten, zu wem er gehört. Ich könnte mir da nur noch vorstellen, dass sie bei dir nicht sicher sein konnten, dass du ihn tatsächlich abholst (weil du eben leider nicht genug Geld zu dem Zeitpunkt hattest) und ihn so wie einen herrenlosen Hund weiter behandelt haben. Aber komisch ist die ganze Geschichte schon.
    Wenn du das Geld wirklich zurück erstattet bekommen willst, bleibt dir wohl ein Gang zum Anwalt nicht erspart. Wobei ich es schade fände, wenn man ein Tierheim, die eh schon auf Spenden angewiesen sind, verklagt, auch wenn du wohl allen Grund dazu hättest (gesetzt dem Fall, deine Schilderung entspricht auch wirklich den Tatsachen)

    #52948
    Anonym
    Inaktiv

    Salü.

    Na juristisch betrachtet hat das Tierheim KEINE Chance einen Prozess gegen den EIgentümer des Hundes zu gewinnen (wenn dieser die ganze Zeit über fest stand!)

    Der mit abstand wichtigste Grund findet sich im Tierschutzgesetz. Hier heisst es in § 6;
    **Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.

    Das Verbot gilt NICHT, wenn
    1. der Eingriff im Einzelfall
    a) nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
    b) bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,
    2. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr.1 oder 7 vorliegt,
    3. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist,
    4. das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der Transplantation oder des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter Organe, Gewebe oder Zellen erforderlich ist,
    5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder – soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen – zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.
    **
    (anmerk. §5, Abs.3 1-7 betrifft keine Hunde!)

    Ausnahme abs. 5, trifft hier zu. Hierüber kann allerdings nur DER EIGENTÜMER des Tieres entscheiden.

    Juristisch fraglich wäre idF. wer zum Zeitpunkt der Kastration der Eigentümer des Tieres war.

    Die Tatsache das der Hund NICHT gechipt war, macht es dir generell nicht möglich (wenn nicht tätowiert) zu beweisen das der besagte Hund wirklich dein Hund ist.

    Das TH ist vom seinem Zweck her dafür da Fundtiere temporär unterzubringen. Um für diesen Zweck eine Vermehrung der Tiere zu verhindern, reichen a. Haltungsmassnahmen (Trennung der Geschlchter, Einzelhalter etc.) sowie hormonelle Behandlung von Weiblichen Tieren (kurz und flach – die Pille).

    Das Tierheime allerdings die Kastration zur Regel machen, ist juristisch sehr fraglich weil es nach dem TschG§6 klar in richtung *entfernen von Körperteilen ohne medizinische Indikation* geht und vorwiegend dem Zweck dient Arbeitsabläufe in der Massenhaltung zu vereinfachen.
    Den Zweck eine unkonrollierte Vermehrung IM TH vermeiden zu wollen lasse ich (also NUR ich!) nicht gelten, weil andere Möglichkeiten bestünden – andererseits erkenne ich ihn aus Tierschutzsicht an, wenn damit gerechnet werden muss, das Tiere aus dem TH zur Vermehrungszucht missbraucht werden könnten.

    Wie gesagt – sind die Eighentumsverhältnisse klar gewesen, hat das Tierheim gegen das TschG. verstossen und deinen Hund *Kupiert* – waren die eigentumsverhältnisse nicht klar, ging der Hund in des EIgentum des TH`s über und der Tierarzt durfte den Hund kastrieren um die unkontrollierte Fortpflanzung zu vermeiden.

    #52953
    Anonym
    Inaktiv

    Naja ich finde das schon ne krasse Sache. Rechtlich gesehen gilt ja ein zwischen Lebewesen und Gegenstand ( obwohl die Tendenz zum Gegenstand höher ist ) normalerweise wäre das ja “Sachbeschädigung”.

    Wenn ich jeamndes Fahrrad find ( oder was auch immer ) dieser das auch abholen will und mir dann einfällt das die Gangschaltung nicht zum Rad passt und ich die ausbaue und weg wefrfe ist das Sachbeschädigung.

    Nur Gerichte sehen sowas jeweils Unterschiedlich. Mal ist ein Hund ein Lebewsen dann ein Gegenstand das können sie dann auslegen wie man will.

    Trotzdem ist das ein starkes Stück einfach ohne Einverständniss zu kastrieren vorallem da du für die Unterkunft zahlen musstest. Viele Tierheime haben ja auch eine Urlaubsbetreuung für einen gewissen Preis.

    Wie lange hat es denn gedauert bis du heraus gefunden hast das dein Hund in diesem Tierheim ist?

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