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  • #14159
    Anonym
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    Hallochen Ihr Lieben!
    Nicht dass ich mich hier wichtig machen will, aber da haben wir doch schon wieder mal Neues zu bieten und brauche Euren Rat.
    Faye ist seit gestern scheinträchtig.
    Sie legt Nestverhalten, eigentümliche Verhaltensweisen (Winseln,zickig,Knurren…) an den Tag.
    Die beiden hinteren Brustdrüsen sind geschwollen, sie geht ohne ihr Bärchen nirgends hin, auch draußen will sie nur kurz sein.
    Meine Fragen sind +wie lange dauert das denn? +sollte man Medikamente geben und wenn ja-welche +läufig war sie bereits vor 2-3 Monaten und jetzt erst scheinträchtig-wie ist das bei anderen? +wie soll ich mich verhalten oder meine Tochter, wenn sie uns anknurrt, wenn wir Bärchen zu nahe kommen +sollte man ihr die Ersatzwelpen überlassen oder unterbinden…. ?( ?( ?(
    Bitte schreibt mir Eure Erfahrungen!
    Und ich bin mir fast sicher, dass Kaykoo sicher einen wissenschaftlichen Bericht parat hat, obwohl Kaykoo ein Rüde ist… 😉
    Liebe Grüße Tonia mit Faye

    #58041
    Anonym
    Inaktiv

    Salü.

    Jo mein Herrchen hat auch immer nur aufgepasst wenn es um Rüden ging – bei Themen zur Hündin war er immer Rauchen auf dem Campus 😉

    Zum Tierarzt, Prolaktin-Hemmer verschreiben lassen. Heute noch!
    Ansonsten kann die Süsse mitunter sehr sehr schwerwiegende Probleme am Gesäuge für lange Zeit davon tragen!

    Niemals der Pseudograviden (Scheinschwangeren) Hündin ihre Ersatzbabies (Spielzeuge, Schuhe, was auch immer…) wegnehmen, das beunruhigt die Hündin sehr!

    Die Hündin sollte nicht in ihrem Verhalten bestärkt werden – kein *Mitleid* zeigen, nicht *bedauern*, nicht versuchen die zu beruhigen, nicht streicheln – ganz besonders NICHT am Gesäuge!

    Vermeiden das die Hündin das Gesäuge leckt/absaugt. Wenn es nicht anders geht, mit einem Halswinkel/Halskrause vom Tierarzt.
    Jede Stimulation des Gesäuges, führt zur mehr Laktation oder Pseudolaktation und ist damit zu verhindern!

    Dafür die Hündin massiv ablenken – häufige lange Spaziergänge machen, tun als wäre alles wie immer, ihr durch Ablenkung die Gelegenheit nehmen im Nest auf die Ersatzbabies fixiert das Gesäuge zu lecken.

    Bei JEDER Hündin steigt nach JEDER Läufigkeit der Progesteron Spiegel – ob sie Schwanger ist oder nicht.
    Daher ist Pseudogravidität keine Verhaltensstörung, sondern ein hormonelles *Leiden*.

    Wie gesagt JEDE Hündin wird nach JEDER Läufigkeit medizinisch gesehen Scheinschwanger – nur sind die Symptome nicht bei jeder Hündin gleich stark ausgeprägt.

    Allg. kann Mensch sagen je kleiner die Hündin, desto stärkere Symptome der Scheinschwangerschaft wird sie zeigen.

    *Schuld* ist IMMER der Halter, der eine Hündin die nicht zur Zucht verwendet wird/werden soll, entgehen besserem tiermedizinischem Wissen nicht kastrieren liess.

    Wie gesagt – Pseudogravidität ist eine normale Folge der hormonellen Veränderungen nach der Läufigkeit und dient im Wolfsrudel dazu, das nicht tragene *Tanten* der gebärenden Leithündin als Milchamme und Kindermädchen dienen.

    Hündinnen leiden emotional/psychisch sehr stark unter den Scheinschwangerschaften. Zudem sind sie hormonell für die Hündin extrem gesundheitlich bedenklich (ich schreibe bewusst nicht schädlich – das sind sie, jedoch nicht zwingend. In Abhängigkeit der Intensität der Symptome halt) und führen, wiederholt über Jahre, fast zwangsläufig zu behandlungswürdigen Veränderungen an Gesäuge, Eierstöcken und Gebärmutter.

    Von daher – zum Tierarzt, Prolaktin-Hemmer in den Hund und direkt einen Termin zur Kastration machen.

    Alles andere ist Leiden für die Hündin.

    #58042
    Anonym
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    Hallo, also das Problem mit der Scheinträchtigkeit kenn ich, aus dem Grund haben wir Amy auch kastrieren lassen und ob Du es glaubst oder nicht, sie hat es geschafft noch ein letztes mal Scheinträchtig zu werden und zwar so extrem das sie Milch produzierte. Wir sind zum TA und haben dort Galastop 50ml, bekommen. Das ist eine Lösung die sie einnehmen muß, es gibt auch Tabletten oder in besonders extremen Fällen auch Spritzen, ansonsten alles an Spielsachen, insbesondere Stofftiere wegräumen. Ich hoffe Dir ein bischen geholfen zu haben.
    lieben Gruß Mariela
    ohhh sorry, mein Fehler, habe den fehlenden Buchstaben eingetragen extra geändert für Kaykoo, der nie grammatikalische Fehler macht, und sonst auch keine 😉
    lieben Gruß die kleine Hausfrau aus Herne, die in den sechzigern geboren wurde

    #58044
    Anonym
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    Salü Amy.

    [B]Amy – ansonsten alles an Spielsachen, insbesondere Stofftiere wegräumen.[/B]

    Aber nur wenn Du möchtest das deine Hündin noch stärker leidet als eh schon.

    Wie gesagt NIEMALS der Hündin die ersatzbabies wegnehmen – das kommt (aus Sicht der Hündin) gleich dem entziehen tatsächlicher Welpen.

    Spielzeuge nach der Läufigkeit und VOR einer zu erwartenden symptomatischen Pseudogravidität entfernen, damit sie gar nicht erst als Ersatzwelpen dienen können ist hingegen okay.

    Aber die Sichtweise der Hündin die Ersatzwelpen zu nehmen, ist tiermedizinische Ansicht aus den Neunzehnhundertsechziger Jahren 😉

    [B]Amy -Galatop[/B]
    Das Mittel heisst GalaStop und ist ein Prolaktinhemmer auf Cabergolin basis 😉

    #58046
    Anonym
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    Also ich kenn es auch nur so, die Ersatzbabys wegzuräumen. Meine ehemalige Hündin war dann nach zwei Tagen wieder ansprechbar.
    Mit Ersatzbaby hat sie zwei Monate lang Mama gespielt und überall war Milch.

    #58049
    Anonym
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    Grüzi Kaykoo,
    ich finde ja schön das ich Ansichten aus den 60ern habe und wie immer unrecht hab …kein Thema…hab ja immer nur Hündinen gehabt…aber ich weiß auch was ich meinem Hund für Medikamente gebe, und wenn Du auch schön recherchiert hast, dann weißt Du bestimmt auch das der Wirkstoff Cabergolin in der Humanmedizin für Parkinson Patienten verwendet wird und in der Verterenärenmedizin zur Behandlung von Scheinträchtigkeit eingesetzt wird…siehst Du, ich kann auch googeln. Bitte verzeih mir wenn ich jetzt Rechtschreibfehler gemacht habe, bin halt nur ne Hausfrau 😀 😀

    #58050
    Anonym
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    Salü Amy.

    Na das Du ne goggelnde Hausfrau bist is doch schonmal toll 🙂
    Können ja schliesslich nicht alle älteren Leute 😀
    Sry 😉

    Der Rechtschreiber ist ja auch bei weitem nicht so übel für die Hündin wie ihr die Ersatzbabys weg zu nehmen.
    Darum ging es mir primär.

    Pivo – das ist wie gesagt eine sechzigerjahre Methode, welche die Hündin extrem verunsichert und sie enormen psychischem Stress aussetzt.

    Gegen das Laktieren gibt Mensch wie schon x Mal gesagt Prolaktinhemmer. Die beenden das Laktieren schnell und zuverlässig ohne extremen psychischen Stress.

    Die Ursache für Scheinschwagerschaften ist IMMER der erhöhte Progesteron Spiegel nach der Läufigkeit.

    Das EINZIGE was Halter von Hündinnen dagegen tun können was hilft (ständig wiederholte und nebenwirkungsbelastete Hormontherapie mal ausgelassen) ist eine Kastration der Hündin.

    Eine Hündin die nicht mehr werfen soll/wird NICHT zu kastrieren halte ich fast für *grob Fahrlässig*.

    Aber auch nur ich jetzt 🙂

    #58054
    Anonym
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    Hallo Kaykoo. Nun hab ich da auch mal ne Frage: Daisy zeigt keinerlei Auffälligkeiten während ihrer Läufigkeit und war bisher zum Glück auch noch nie scheinträchtig. Jedenfalls nicht offensichtlich. Unsere TÄ riet uns auf Nachfrage ob kastrieren oder nicht, solange wir keine Probleme während oder nach der Läufigkeit mit ihr haben und uns das “hinterherwischen” nichts ausmachen würde, sollten wir ihr eine OP ersparen und alles so lassen wie es ist. Hast du für mich andere Argumente die nun doch dafür sprechen? Denn ich mach mir schon lange Gedanken darüber. Man liest ja so einiges, von wegen erhöhtes Krebsrisiko ohne oder Inkontinenz mit Kastration… Also wie nun? Lieben Gruß von Dörthe mit Daisy

    #58058
    Anonym
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    Hallo alle miteinander!
    Na welch Freude-so ein Trubel hier.
    Der Tierarzt hat heute leider schon zu, aber morgen mache ich mich auf den Weg.Denn ich finde diese Variante am besten. Danke Kaykoo!
    Auf Nachfrage bei der Züchterin wurde mir geraten, die Ersatzwelpen zu entfernen, es anfangs mit homöop.Globulis zu versuchen, und bei Verschlechterung den TA aufzusuchen.
    Die Globulis lass ich weg und das Bärchen darf Faye behalten-so habe ich mich jetzt entschieden.
    Kastriert werden soll Faye auf jeden Fall, aber ich möchte sie 1x decken lassen. Das jedoch erst, wenn sie ca.2 Jahre ist, denn im Moment ist sie dafür noch zu jung.
    Oder Kaykoo… 😀 ?
    Ich denke eine Kastration ist als Krebsprophylaxe bestens geeignet. Denn laut Erfahrungsberichten, bekommen sehr viele Hündinnen Krebs an Gesäuge und Geschlechtsorgenen, vor allem in zunehmendem Alter.
    Also-danke für eure rege Beteiligung…und gern weiter so!
    LG Tonia & Faye

    #58064
    Anonym
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    Faye: warum willst du sie deckenlassen? Hast du Abnehmer für alle Welpen? 🙁

    Wenn sie 2 Jahre ist ist sie mehr als 2xläufig gewesen dann ist das Krebsrisiko gar nicht mehr damit reduziert.
    Es hilft nur vor der ersten Läufigkeit (fast keine Krebsrisiko) oder nach einmal läufig sein (80% reduziert) danach nix.
    (Habe ich mir von mehreren Tierärzten sagenlassen. ) Daraufhin wurde Scout vor der ersten Läufigkeit kastriert. 🙂

    #58069
    Anonym
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    danke kaykoo.du hast mir nen stein vom herzen genommen.meine jana ust damals an den folgen der scheinträchtigkeit verstorben.ich wusste bis jertr aber nie so wirklich was da genau hintersteckt,weil keiner der tierärtzte fähig war mir das zu erklären.danke,jetzt weiss ich was zutun ist-wegen sissy

    #58073
    Anonym
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    Scout-eine Beratung vom Tierarzt wollte ich mir auch noch holen,denn hier im Forum sind so viele unterschiedliche Meinungen, dass ich letztendlich gar nicht mehr weiß, was richtig ist.
    Ich dachte einmal Welpen bekommen ist gut für eine Hündin. Und dass sie besser ca.2 Jahre sein soll meint die Züchterin.
    LG Tonia

    #58076
    Anonym
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    Na dann will ich auch mal…

    Also…Enya ist jetzt 2, 5 Jahre alt, hat bereits einige Läufigkeiten hinter sich und auch einige “Scheinträchtigkeiten”!
    In jeder Läufigkeitsphase hat sie sich weiterentwickelt – ist “erwachsener” geworden und auch in jeder Scheinträchtigkeit hat sie etwas anderes von sich gezeigt.
    Nach der ersten war sie etwas ängstlicher und zurückhaltender. Da wir sie aber, wie immer normal behandelt haben und nicht auf ihr “Unpässlichkeit” reagiert haben, war das Thema nach ein paar Tagen erledigt! Beim nächsten mal hatte sie dann zuhause ihren Teddy,den sie in der Wohnung mitgeschlürt hat. Kaum waren wir aus der Tür raus – war das Thema erledigt! Jedesmal war nach ein paar Tagen, die “alte” Enya wieder da! Letzten Herbst war dann ihre 1.te Läufigkeit ( mit Floyd, als Rüden im Haus )… Alles ohne Problem! Auch ihre Scheinschwangerschaft danach verlief, wie vorher. Sie ist dann zwar etwas ruhiger im Haus, schlürt auch mal ihren Teddy durch die Gegend, den Sie dann auch kurzfristig vor Floydiii verteidigt, aber sonst alles gut!

    Die Frage einer Kastration kam uns niemals in den Kopf ( es sei denn – aus medizinischer Sicht notwendig )!
    Und, das sage ich jetzt nicht, weil ich der Meinung bin, das ich mal Welpen von ihr haben möchte – sondern, weil Ich damals ein langes Gespräch mit Frau Dr. Niepel hatte. Sie hat eine Kastrationsstudie in Bielefeld betrieben und darüber sogar ein Buch verfasst, wo die genauen Prozentzahlen verschiedener Erkrankungen / Veränderungen bei kastrierten und unkastrierten Hunden aufgeführt sind!

    Solange ENYA keinerlei “Probleme” mit Läufigkeit / Scheinschwangerschaft hat und solange keinerlei medizinische Indikation besteht – bleibt Enya eine intakte / unkastrierte und nicht sterilisierte Irish Setter Hündin 😀

    LG von Rabea mit Enya und Floyd

    #58082
    Anonym
    Inaktiv

    Habe hier im Magazin einen, wie ich finde, sehr guten Beitrag von einem Tierarzt gefunden, der für mich wieder neue Überlegungen ergibt.
    Außerdem gehe ich heute zum Tierarzt und höre mir dessen Meinung mal an.
    Aber ich danke euch für die vielen interessanten Meinungen und Erfahrungen.
    Es ist wirklich sehr hilfreich, sich in einer Gemeinschaft zu wissen, die ein hauptsächliches Ziel hat – DAS WOHL DER HUNDE.
    Einen schönen Tag und liebe Grüße Tonia mit Faye

    #58102
    Anonym
    Inaktiv

    Salü.

    [B]Daisy – Daisy zeigt keinerlei Auffälligkeiten während ihrer Läufigkeit und war bisher zum Glück auch noch nie scheinträchtig.[/B]
    Na nicht ganz.

    Also deine Daisy zeigt keine Symptomatik. Sprich ihr Verhalten ändert sich nicht (merklich) und ihr Gesäuge laktiert nicht.

    Das bedeutet allerdings keineswegs das sie nicht Scheinschwanger ist. Denn JEDE Hündin wird nach JEDER Läufigkeit scheinschwanger. Das liegt wie gesagt daran das nach JEDER Läufigkeit (egal ob die Hündin gedeckt wurde oder nicht!) das Hormon Progesteron ausgeschüttet wird, bis die Hündin normalerweise werfen würde.

    Das betrifft wie gesagt JEDE Hündin nach JEDER Läufigkeit – egal ob sie eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Symptomatik zeigt oder nicht!

    [B]Daisy – Unsere TÄ riet uns auf Nachfrage ob kastrieren oder nicht, solange wir keine Probleme während oder nach der Läufigkeit mit ihr haben und uns das “hinterherwischen” nichts ausmachen würde, sollten wir ihr eine OP ersparen und alles so lassen wie es ist.[/B]
    Das sehe ich persönlich (und auch wieder nur ich!) anders.

    Aus mehreren Gründen.
    Korrekt ist (wie Enya auch bereits sagte) das rein statistisch keine wesentliche Häufung von Gebährmuttertumoren bei unkastrierten und ungedeckten Hündinnen auftritt.

    Was Tumoren am Gesäuge angeht sieht das allerdings /meines Wissens nach) schon anders aus – da gibt es eine deutliche Häufung.

    Anders als Enya, würde ich persönlich aber JEDE Hündin die nicht mehr werfen soll kastrieren alssen, BEVOR es medizinisch notwendig wird (zB. Entzündungen/Zysten/Tumoren an den Eierstöcken, dem Gebärmutterhals, Eileiter, Gebärmutterhals).
    Denn wenn es erst medizinich Notwenig wird, weil die Hündin zB. Gebärmutterhalskrebs hat – entfernt der TA zur die kompletten Geschlechtorgane der Hündin, anders als in der Humanmedizin wird bei einer solchen OP aber nicht (es sei denn Du verlangst es und hast im Lotto gewonnen) nicht während der OP das gesamte umliegende Gewebe punktiert, auf karzinogene Veränderungen untersucht und bei bedarf mit entfernt (das was denn überhaupt noch weiter entfernbar ist).
    Sprich – im Regelfall bedeutet beim Hund *einmal Krebs OP – immer Krebs und mit an absoluter Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Streuung im Körper, Krankheit, Leid und im Endeffekt ehr sicher auch den unnatürlich frühen Tot.

    Also *warten bis es medizinisch notwenig (iSv. Akut nicht mehr anders Möglich) ist* ist nicht angebracht (aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge).

    [B]Daisy – Man liest ja so einiges, von wegen erhöhtes Krebsrisiko ohne oder Inkontinenz mit Kastration… Also wie nun? [/B]
    Wie gesagt – gesicherte statistische Erkenntnisse nach Fallzahlen, die für ein erhöhtes Krebsrisiko und den primären Geschlechtsorganen sprechen, gibt es nicht.

    Nur – hilft Dir das im Falle das Deine Hündin selbst betroffen ist kein Stück weiter!

    Das es keine gesicherten Zahlen gibt, bedeutet im Umkehrschluss übrigens auch, das ein erhöhtes Risiko nicht auszuschliessen ist.

    Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung kann ich dir drei Tatsachen darlegen die meine persönliche Meinung zum Thema bilden.

    – In meiner frühen Kindheit hatten meine Eltern eine unkastrierte Mopshündin mit der ich mir mein Kinderbett *geteilt* habe.
    Die ist mit so ca. 6 Jahren an einem Gebährmutterhalstumor gestorben.

    – Letztes Jahr habe ich meine unkastrierte Katze Peppi, mit 8 Jahren die Milchleisten entfernen lassen müssen, weil sie binnen kürzester Zeit, einen fast Handtellergrossen Tumor ausgehend von den Milchleisten über fast die ganze Bauchdecke ausgedehnt ausgebildet hat. Bei der OP wurden dann auch noch zwei kleinere Tumoren (Unter der Haut am Hals und einer im umliegendem Gewebe mit entfernt). Nach der riiieeesssen und alles zusammen gute 2000Euro teuren OP hat sie sich für 6 Wochen recht gut erholt. Weitere 12 Wochen später hat sie binnen weniger Tage einen neuen Tumor am Bauchfell ausgebildet, der *aufgebrochen* ist worauf hin sie eingeschläfert wurde.

    – In meiner Zeit beim Militär habe ich nicht eine einzige NICHT kastrierte Hündin kennen gelernt – mit Ausnahme von Zuchthündinnen.
    Von den (hunderten) kastrierten Hündinnen habe ich von keiner einzigen gehört, die Erkrankungen an den primären oder sekundären Geschlechtsorganen hatte. Nicht eine.

    Von daher sagt mir meine ganz persönliche Erfahrung (unabhängig von irgendwelchem Wissen!) – weibliche Säugetiere welche nicht / oder nicht mehr werfen sollen, sollten kastriert werden um die Gefahr von schweren gesundheitlichen Problemen zu minimieren.

    Wie gesagt – NUR meine Meinung.

    Scout – ich kenen es so das Hündinnen *normalerweise* nach der ersten Läufigkeit kastriert werden (sollten).
    Ansonsten denke ich – besser spät als gar nicht.

    [B]Enya – Sie ist dann zwar etwas ruhiger im Haus, schlürt auch mal ihren Teddy durch die Gegend, den Sie dann auch kurzfristig vor Floydiii verteidigt, aber sonst alles gut![/B]
    Na ja.
    Also einmal ist ihr verhalten ja bereits symptomatisch. Zudem ist die Symptomatik nach – *je grösser die Hündin je weniger symptomatisch verläuft die Scheinschwangerschaft* – überhaupt schon *eher ungewöhnlich*.
    Und ansonsten – was hormonell und *im Hund drinnen* geschieht – sieht Mensch nicht (wenn Mensch es nicht beim TA sichtbar machen lässt).

    [B]Enya – Solange ENYA keinerlei “Probleme” mit Läufigkeit / Scheinschwangerschaft hat und solange keinerlei medizinische Indikation besteht – bleibt Enya eine intakte / unkastrierte und nicht sterilisierte Irish Setter Hündin[/B]
    Auch wieder – na ja.
    Die medizinische Indikation ist schlicht und ergreifend die Ausschüttung des Hormons Progesteron nach JEDER Läufigkeit – wie Willi auch sagte.

    [B]Faye – Kastriert werden soll Faye auf jeden Fall, aber ich möchte sie 1x decken lassen. Das jedoch erst, wenn sie ca.2 Jahre ist, denn im Moment ist sie dafür noch zu jung. [/B]
    Ideales Alter wäre zwischen 2 und 3 Jahren.

    Aber – das *Einmal gedeckt worden zu sein gut für die Hündin wäre* ist ein brutal hartnäckiges wie falsches Gerücht.

    Warum sollte das gut sein? Wofür?
    Da gibt es keine Antworten drauf.

    Eine Geburt ist eine schwere körperliche Belastung. Ich denke da werden die Damen, Frauen und Mädelz hier im Forum besser drüber bescheid wissen als ich 😉

    Für die Hündin kommt dann noch die Trennungserfahrung bezogen auf ihre Welpen dazu.

    Ich persönlich habe nicht gegen Vermehrung, wenn Du weist was Du dir da zumutest und wenn du VORHER schon Abnehmer für die Welpen hast.

    Medizinisch ist eine Schwangerschaft/Geburt allerdings eher riskant und belastend als das sie *gut* wäre 😉

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