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  • #15474
    Anonym
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    Wenn ihr ein bissl der Englischen Sprache mächtig seid, nehmt Euch die Zeit und schaut Euch diese Doku an!

    [URL=http://www.strimoo.com/video/12166264/Documentary-BBC-Pedigree-Dogs-Exposed-MySpaceVideos.html]BBC- Reportage[/URL]

    #39863
    Anonym
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    Verdammt das Ding geht ne Stunde. Mal schauen ob ich das schaffe anzuschauen. Aber ich hab schon von der Reportage gehört.

    #39923
    Anonym
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    So jetzt hab ich mich endlich durch den Englisch-Wust durchgekämpft und muss sagen: Die Zustände was Überzüchtung angeht sind ja noch viel schlimmer als das, was ich bisher schon wusste. Es ist (bzw. war) tatsächlich so, dass mit erbkranken Hunden weiter “gezüchtet” werden darf, weil sie aufgrund ihrer äußerlichen und absolut oberflächlichen Schönheit “best of Show” wurden? Er werden absolut gesunde Welpen getötet, nur weil sie nicht dem Rassestandard entsprechen? Auch wenn sicher nicht alle Züchter gleich sind, ich weiß schon warum ich von Zuchtschauen absolut gar nichts halte und auch nicht von Leuten, die sich ihren Hund rein nach dem Aussehen aussuchen. Warum muss es unbedingt ein absolut überzüchteter Mops sein (ja ich weiß, die sind ja sooooo niedlich mit ihren riesigen Augen und kurzen Näschen), wenn es einem wesentlich harmonischer gebauten Mops-Mix gesundheitlich einfach mal besser geht? Hab ich noch nie verstanden und werd ich auch nie verstehen. Erstaunlich fand ich den Vergleich zwischen dem ursprünglichen Habitus der einzelnen Rassen und dem, was nach über 50 Jahren intensiver Zucht auf reine Äußerlichkeiten draus geworden ist. Die englische Bulldogge war ein wirklich hübsches, muskulöses und athletisches Tier und ist zu einer moppeligen Sabberschnute mutiert; Bullterrier hatten eine wunderschöne Schnauze und nicht diesen doch recht eigenartig anmutenden “Rundhöcker” als Nase. Vom Basset will ich gar nicht erst reden. Ihre ursprüngliche Form hab mir durch die Bank weg besser gefallen.

    #40302
    Anonym
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    @Pogo, ich hab auch so reagiert. Was mich besonders schockierte ist das Verhalten bzw die Haltund dazu von diem britischen Oberzuchtguru. Der hat zwar von Veränderungen gesprochen aber sein Gesichtsausdruck erzählte mir irgendwie das Gegenteil. Genauso die Ridgebackzüchterin. Über soviel Selbstverliebtheit und Ignoranz kann einem nur schlecht werden.
    Ich denke aber auch dieser Film ist jetzt kein Plädoyer gegen die Rassehundezucht zu sein. Ich glaube es ist wichtig, wieder zu schauen, wo kommen diese Rassen her, wozu wurden sie verwendet und können sie das heute noch. Arbeitsprüfungen, Wesenstests, und gessundheitliche Aspekte sollten in eine Zuchttauglichkeitsprüfung genauso stark einfließen wie das aussehen. Stelle mir da so ein Verhältinis von Arbeit/Wesen: Gesundheit: Aussehen von 1:2:1 vor. Das würde viel ändern.

    #40304
    Anonym
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    Das spricht einmal mehr für die These von Gert Haucke (tolles Buch: “Hund aufs Herz”), mit dem Züchten aufzuhören und sich die Hunde auf natürliche Weise untereinander paaren zu lassen, bis man wieder eine einzige Rasse hat, einen robusten, grau-braunen, mittelgroßen Mischling

    #40306
    Anonym
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    Hihi naja gut Emily, ganz so würd ich es dann aber doch nicht haben wollen. Ich finde es schön, dass es eine Vielfalt an Hundetypen gibt und es ist ja im Grund auch nichts dagegen einzuwenden, dass es etwas Größere und auch etwas Kleinere gibt, ebenso wie muskulöse, drahtige, rundliche. Was halt verboten werden sollte, ist das Züchten der Extreme (z. B. Zwergrassen oder Riesenrassen oder Rassen ganz ohne Fang usw.) und vor allem auch die Inzucht und das züchten mit Hunden die an Erbkrankheiten leiden.
    Wie in meinem vorigen Post schon geschrieben, finde ich die Rassen, wie sie früher aussahen wirklich hübscher. Da sahen sie noch aus wie Hunde, wenn auch in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die englische Bulldogge hat es mir wirklich angetan, die war ja mal tierisch hübsch *find* Ich fänd es toll, wenn solche extremen Rassen wieder ein wenig “zurückgezüchtet” werden würden, indem man z. B. bei Möpsen Hunde mit längerem Fang einkreuzt oder bei Bassets Hunde mit längeren Beinen. Soll ja durchaus Züchter geben, die wieder etwas natürlicher züchten wollen. Nur selbst dann ist es weiterhin “züchten” und auch da kann es dann passieren, dass die nicht ganz so “gelungenen” Welpen getötet werden. Ich find das echt traurig. Ach ja und bedenkt bitte, es geht nicht nur Hunden so. Auch Katzen werden extrem überzüchtet und bei Kaninchen sieht es sicher nicht viel anders aus, auch wenn es bei ihnen vielleicht nicht so extrem ist aber wenn ich so an Widder-Kaninchen denke – ich glaub denen geht es auch nicht so gut.

    #40308
    Anonym
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    ich finde pogo hat recht, die hunde waren früher wirklich viel schöner… vor allem der basset war mal ein bildschöner hund, das ist echt schade um den.

    keine hunde mehr zu züchten ist denke ich doch ein bisschen unrealistisch… man braucht ja eben immer spezialisten: du kannst von einem bunten mix ja nicht verlangen, dass er die gleichen fähigkeiten mitbringt, wie zb ein border collie, vorstehhund oder sonst einer rasse, die speziell für eine aufgaben gezüchtet wurde.

    was einfach nicht geht, ist die hunde rein nach dem aussehen zu selektieren und diese “immer größer, schneller, weiter” philosophie und das das eben alles auf kosten der hunde… besonders heftig fand ich den boxer mit epilepsie… hab ja in meiner schulzeit öfters auf eine ganze rasselbande border aufgepasst, da der eine eben auch epilepsie hatte und die bestizer ihn nicht alleine lassen konnten, gsd hatte er immer “nur” leichte anfälle wenn ich mit ihm allein war, aber so was nimmt einen einfach mit… nachdem er an einem tag 20 anfälle hatte mussten sie ihn schließlich einschläfern. und die besitzerin meinte auch zu mir, sie hätte das der züchterin gesagt, die züchtet aber munter mit den geschwistern und elterntieren weiter, obwohl das ja erblich ist…

    und wenn ich anfange mich über die schäfizucht aufzuregen werd ich gar nimma fertig 🙁

    nachtrag 🙂
    eine mastinohündin haben wir ja auch aufem hupla: mit einem halben jahr hatte sie die erste augenoperation, weil die sich sonst ständig entzünden würden. die hündin ist agressiv gegen hund und mensch… aber “das legt sich mit dem alter, wenn sie genug gewicht hat, ihr vater hatte das auch und mit neunzig kilo ist es ihm schon zu anstrengend aufzustehen”
    was für ne einstellung…

    #40309
    Anonym
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    Emily, ganz so extrem muss es ja nicht sein. Wir haben ja nicht um sinst verschiedene Rassen. Der eine ist eben ein passionierter Jäger, der andere ein Wächter hat je alles auch seine Berechtigung. Für mich wäre ein Hund mit starkem terrioritalem Verhalten absolut nix. Auch ein Windhund kann ich mir für mich nicht vorstellen auch wenn ich sie total toll finde. Die Rassen die es gibt sind schon OK, nur sollte doch wirklich auch Wert auf die Gesundheit und die Arbeitstauglichkeit gelegt werden. Ein Hund, egal welcher Rasse der aus welchen Gründen kaum (laufen können, keine luft bekommen, hysterische Wesenszüge, Umweltunverträglichkeit, … ) auch immer keine BH oder einen Wesentest besteht hat in der Zucht nichts zu suchen. Denn wir brauchen gesunde, psychisch stabile Hunde.

    #39843
    Anonym
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    @ Pogo: Was spricht denn gegen robuste grau-braune, mittelgroße Mischlinge? #anplinker# ich bin doch sehr gelungen, oder?

    Nun, mir ist schon klar, dass das Rückzüchten aller Rassen auf die Ausgangsrasse unrealistisch ist. Gesund wäre es aber schon. Dass es Hunde gibt, die hochspezialisiert bestimmte Aufgaben wahrnehmen, ist mir auch klar. Da macht Selektion auch Sinn. Aber mir will nicht in den Kopf, wozu ich als Familien-/Begleithund so einen Spezialisten brauche. Da tut es doch der gesunde, mittelgroße … na, ihr wisst schon

    #40318
    Anonym
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    Hey Em, du bist ein wunder wunder wunderhübscher grau-brauner Mischlingshund ABER ganz sicher nicht DER grau-braune Mischlingshund, der entstehen würde, wenn man sich alle Hunde untereinander ungeachtet ihrer Rasse verpaaren lassen würde 😉

    Was mich jetzt aber mal interessieren würde: Es gab ja auch vor den ganzen Überzüchtungen gewisse Rassestandards – sonst hätte man ja nicht gezielt bestimmte Rassen züchten können. Nur wie kam es dann auf einmal dazu, dass diese Standards immer extremer wurden? Ich meine, wenn so ein Bullterrier früher doch einen ganz normalen, wenn auch etwas kürzeren Fang hatte, als andere Hunde, wie kam man dann irgendwann plötzlich auf die Idee, ihm so ein gebogenes Ding anzuzüchten? Wie kam man auf die Idee, dem Basset die Beine so dermaßen zu kürzen, dass er kaum noch normal laufen kann? Die Hunde sahen doch vorher auch rassetypisch aus, ohne übertrieben zu wirken. Also wieso änderten sich diese Standards??? War das nur der züchterische Ehrgeiz?

    #40323
    Anonym
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    Den Beitrag habe ich leider (noch) nicht gesehen, aber das Thema “extreme Zucht” ist genau mein Interessengebiet. Ins Besondere am Beispiel “meiner” Rasse, den Australian Shepherds, habe ich das Zuchtgeschehen in der letzten Zeit sehr interessiert verfolgt. Was ich dabei gesehen und gelesen habe, ist schockierend. Besonders treffend beschreibt ein Artikel von [URL=http://www.sweet-diamonds.de/menue/genie.htm]Stefanie Gaden[/URL] das Geschehen.

    Der Aussie in seiner Urspungsform, klein, leicht, wenig Fell, meist einfarbig und nicht unbedingt schön, wird nach meiner recherche nur von drei Züchtern in Deutschland angestrebt und ist somit weitestgehend unbekannt. Bekannt wurden Aussies leider durch die bunten, die Showfarben: blue merle (wie Ruby) und red merle, sowie blaue oder unterschiedliche Augen. Diese Typen (zu denen der Rub leider gehört – niemand wird allwissend geboren-, aber es geht noch heftiger) haben auch charakterlich m,it dem hochsensiblen, selbstständigen und arbeitseifrigen Hund von Früher nicht mehr viel gemeinsam. Die “modernen” Aussies werden als “leicht erziehbare” und “Anfängerhunde” gehandelt. SCHWACHSINN! Der Aussie hat einen durchaus ernst zu nehmenden Schutztrieb, ursprünglich hat er schließlich einmal Rinder gehütet. Und dieser Schutztrieb sowie der Hütesinn sind in den Schönheistlinien nur noch rudimentär vorhanden. Das Fazit: Temperamentsprobleme wie ein Hang zum Überdrehen oder kompletter Arbeitsverweigerung sind die Folge. Außerdem ist bei diesem “leicht erziehbaren Familienhund” eine strikte und glasklare Führung und Konsequenz gefragt – besonders bei den leicht unselbstständigen, [I]schönen[/I] Exemplaren.

    Natürlich ist Rub toll und ich mag ihn so wie er ist, obwohl immer, jeden Tag und überall eine strikte Konsequenz gefragt ist. Aber ein potenzieller zukünftiger Aussie wird bei mir ein ursprünglicher Typ oder ein Mix.

    #40326
    Anonym
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    die rassestandards wie sie heute bestehen wurden meines wissens erst vor ca 100 bis 150 jahren eingeführt, als die leute mit den ausstellungen begannen. ich kann es jetzt nur für den schäferhund sagen: rittmeister von stephanitz hat 1899 mit vier, fünf anderen den sv gegründet, die ersten ausstellungen organisiert und den standard festgelegt. dazu wurden aus der ganzen umgebung die schäferhunde zusammengesucht, die ja zu dem zeitpunkt völlig unterschiedlich aussahen. zb wurde festgelegt, dass nur das stockhaar zugelassen ist, kein langhaar, keine krause, keine weißen. also völlig beliebig, weil dass stephanitz nicht gefallen hat.

    und moderne züchter interpretieren den standard eben dahingehend, dass der hintern am boden hängt, weil der schäferhund ein “traber” ist und das laut denen der beste körperbau ist, um möglichst lange, möglichst schnell zu traben… jeder der sich schon mal einen wolf, DEN traber der natur, angesehen hat, kann sich denken, wieviel sinn hinter dieser aussage steckt…

    auch kann ja ein und der selbe standard unterschiedlich ausgelegt werden… amerikanische zuchtlinien sehen zb anders aus als die deutschen.

    #40446
    Anonym
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    @Maexx: In dem Beitrag wurden Fotos von Hunden um die 1960er Jahre gezeigt und wie sie jetzt aussehen. Dazwischen liegen ja nur 50 Jahre und nicht, wie bei deinem Beispiel mit dem Schäferhund 100 bis 150 Jahre. Innerhalb dieser 50 Jahre hat sich das Aussehen der Hunde extrem gewandelt und das finde ich schon erschreckend. Aber ich verstehe was du meinst, mit dem Auslegen der Standards. Also ich bin jetzt mal ein Züchter und da Steht, der Hund sollte kurzes Fell und einen kurzen Fang haben. Also kann ich quasi frei interpretiert mein Zuchtziel so verfolgen, dass der Hund später aussieht wie ein nackter Mops oder wie? Aber da müssten doch dann auch die Richter alle die selbe Auslegung verfolgen, damit ich mit solch einem Tier dann noch den Titel “best of show” erringen kann. Naja vielleicht denke ich einfach zu naiv und da ist viel Geld mit im Spiel im Sinne von Bestechung usw.

    #40461
    Anonym
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    Das Problem ist auch das Richter meist auch Züchter sind. Und obwohl sie eigene Hunde, selbstgezüchtete und auch deren direkte Nachkaommen nicht richten dürfen hakt ja bekanntlich eine Krähe der anderen kein Auge aus …

    #40475
    Anonym
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    wie das bei den einzelnen rassen genau ablief weiß ich natürlich auch nicht. mein steckenpferd ist ja der schäferhund 🙂

    wenn du dir aber die sieger der bszs (für die schäferhundewelt in etwa so wichtig wie die cruft 🙂 ) anschaust, sehen die hunde bis in die 1970er rein noch ziemlich normal aus. was dann passierte, dass die hintern plötzlich auf den boden gezüchtet wurden… keine ahnung. vielleicht ein führungswechsel im sv, der eine neue zuchtrichtung vorgab… wie genau, warum und weshalb weiß ich aber auch nicht…
    und ganz klar gehts hier auch um geld und politik, der sv ist ein riesen verein, man muss sich nur mal die welpenzahlen jedes jahr zwischen 20000 und 30000 anschauen, dann kann man sich die dimensionen ausmalen (die genauen zahlen weiß ich aus dem stehgreif nicht, jedenfalls ist es tendenziell eher sinkend… was den führungspersonen ziemliches kopfzerbrechen bereitet, für die rasse ja aber nur gut sein kann).

    theoretisch spricht man ja auch immer von dem schäferhund… faktisch gibt es aber zwei, einmal die arbeitslinie (wo das maexxchen herkommt) und einmal die schaulinie. vermischungen zwischen den linien kommen praktisch nicht mehr vor… ich habs glaub ich schon mal geschrieben, mir hat mal einer vom “schaulager” gesagt mein hund wär häßlich, weil er nicht dem rassestandard entspräche… ist halt auch immer so ne sache was man als schön definiert 🙂

    ach ja, ich könnte ja jetzt noch einiges aus dem nähkästchen plaudern, aber ich glaub dann schweif ich vollends ab 🙂

    lieber gruß

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