• Dieses Thema hat 2 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 12 Jahre, 1 Monat von Anonym.
Ansicht von 2 Antwort-Themen
  • Autor
    Beiträge
    • #15276
      Anonym
      Inaktiv

      Hallo Forenfreunde,lest mal…..was denkt oder haltet ihr davon?
      ____________________________________________________________________________________________________

      STELLEN SIE SICH VOR……

      … Sie wären ich. Ein “Ich”, dass da Tierschützerin heißt, jemand der mit viel Herzblut und immensen Aufwand junge Tiere aufzieht und bewusst und in voller Verantwortung prägt. Jemand, der Aufklärung betreibt, immer und immer wieder erklärt und kämpft. Kämpft gegen alte Hunde-Erziehungsregeln, gegen Alphagefasel und Dominanzspielerein, gegen Unterdrückung und Kadavergehorsam. Jemand der für einen vertrauensvollen Umgang mit Tieren und von Fairness spricht.

      Stellen Sie sich vor, Sie hätten irgendwann einmal Welpen großzogen. Es waren ganz normale, muntere Welpen, sehr liebe, verkuschelte und unkomplizierte Welpen. In gar nichts verhaltensauffällig. Auch selbstbewußte und kluge Welpen. Welpen, die das Vertrauen zum Menschen wie Muttermilch mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Welpen, die nie auch nur ansatzweise Angst vor Menschen haben und jeden freundlich begrüßten.

      Und stellen Sie sich vor, nach einigen Jahren treffen Sie einen dieser Welpen wieder. Sie haben ihn in eine sehr warmherzige, menschliche und gute Familie vermittelt. Sie hatten hin und wieder an ihn gedacht und stets ein gutes Gefühl gehabt. Sie bemerken nichts, als sie ihn wiedersehen. Er spielt mit Deinem Hund. Er kommt freundlich auf Zuruf. Man kommt ins Gespräch. Und plötzlich fallen Sätze wie: “Er hat massive Ängste vor Menschen entwickelt. Es begann in der Pubertät.” Sie hinterfragen genau, wie die Entwicklung verlaufen ist: Hundeschule 1: Leinenrucks, Alphawurf, Extrem-Stressing Hundeschule 2: 1. Stunde – Alphawurf & Schnauzgriff.

      So warmherzig die Besitzerin auch ist, so konnte sie als Laie nicht erkennen, was ihrem Hund angetan wurde, wie tief zerrüttet die Vertrauensbasis ist. Er zeigte in der Hundeschule mit aller Macht und sämtlichen Stress-Symptomen (Unruhe, Zappeln, Gähnen, Kratzen, Koten …), dass dies nicht der richtige Ort ist. Irgendwann resignierte er. Der Mensch konnte zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht verstehen. Was läuft falsch, wenn aus einem Kuschelhund ein Hund wird, der nicht (mehr) gerne schmust?

      Und plötzlich ist es wieder “Ihr” Hund, der Hilfe braucht. Es ist “Ihr” kleiner Welpe, für den Sie Verantwortung tragen, ein Leben lang.

      Und Sie fragen sich, ob Ihre Arbeit einen Sinn macht. Wenn Vertrauen durch Unwissenheit, nicht durch bösen Willen oder mangelnde Liebe zum Tier, wieder zerstört wird.

      Wie wird es beim nächsten Welpen sein, den Sie großziehen? Den Sie wochenlang um sich haben, Tag und Nacht? Können Sie es übers Herz bringen, ihn in die Ungewissheit der Welt zu entlassen? Wenn das nächste Notfellchen an die Tür klopft, werden Sie sie öffnen? Wie oft noch werden Sie dieses Risiko eingehen?

      Claudia Hauer

      Quelle: http://www.sag-nein-zu-gewalt.de/?p=5#comments
      _______________________________________________________________________________________________________

      LG SUZa

    • #67070
      Anonym
      Inaktiv

      Ganz meine Meinung und leider auch meine eigene Erfahrung. Auch ich besuchte gleich zu Anfang eine Welpenschule und auch dort lernten wir, den Hund zu unterwerfen, wenn er zu aufmüpfig wurde. Andere Gewalt wurde Gott sei dank nicht angewendet, aber allein das Unterwerfen hat sicherlich einige Spuren hinterlassen. Auch ich wusste es damals nicht besser, genauso wie die anderen Teilnehmer des Kurses.

    • #68167
      Anonym
      Inaktiv

      Dazu fällt mir mal wieder mein Lieblings-Tip ein.

      Wenn Mensch nicht genau weis was er mit einem Hund wie genau machen soll, ist die klügste Entscheidung erstmal gar nichts zu tun 😉

      Zum obigen Text.
      Das ist wohl das Schicksal aller Züchter und Welpenpaten.
      Je nach dem wie intensiv Mensch die Leute ausfragt, betrachtet und mit Hunden (im spez.) den betreffenden Welpen beobachtet, steigt oder sinkt die Chance im Nachhinein seine Meinung über die neuen Menschen des Hundes zu ändern.

      Das Recherchieren hat auch Grenzen und wer die Situation kennt, lernt schnell das (eigentlich) jeder Mensch der sich für einen Welpen Interessiert eine mehr oder minder schön gefärbte Realität vorgibt (vergeben möchte). Nur recht selten sagen Leute offen das sie im Prinzip überhaupt keine Ahnung vom Leben mit Hund und speziell dem Prägen, Erziehen und der Sozialisierung von Hunden haben.
      Auf die Frage ob die Leute Erfahrung mit Hunden haben hört Mensch so gut wie immer Sätze wie *ja in meiner Kindheit hatten wir einen grossen Hund*, *ich hatte zwar keinen eigenen aber ich nehme ja häufig den meiner Tochter/Schwester/Nachbarin*, irgendwelche Sätze halt welche die Leute selbst glauben lassen sie wüssten was auf sie zukommt.

      Die Huschu aus der obigen Geschichte mag schlecht sein – da brauchen wir nicht drüber diskutieren – noch schlechter war aber die Entscheidung der Halter diese Huschu mehr als 1, 2, 3 mal zu besuchen.
      Das geschah zwar aus Unwissenheit – hilft dem Hund am Ende aber leider auhc nicht mehr.

      Daher ist das Hauptproblem aus meiner Sicht bei demjenigen zu suchen, der die neuen Halter das Welpen als *Kompetent, ausreichend befähigt* eingeordnet und ihnen das Tier überlassen hat.

      Das ist keine leichte Aufgabe und in der Realität verhalten sich Welpenpaten und Züchter (notgedrungen, realistisch und berechtigt) wie zB. Feuerwehrmänner.
      Die müssen jede Leiche auch vergessen oder ausblenden wenn sie nicht selbst kaputtgehen wollen. Klingt scheisse. Ist es auch. Aber es ist halt auch Realität.

Ansicht von 2 Antwort-Themen
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

Create Account