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  • #14609
    Anonym
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    hallo liebe hundefreunde. wie haben ein grosses problem. unsere beiden jack russel hunde (cooper 6.jahre) und nelly (3. jahre) verstehen sich seit gut eineinhalb jahren mit fast keinen hunden mehr hier bei uns in der gegend. ich hab die beobachtung gemacht das unsere hündin sie ist kastriert anderen hunden in ihrer gewichtsklasse sehr aggresiv gegenüber ist. das sich hunde ab und zu nicht riechen können ist uns klar aber bei 20 treffen mit anderen hunden versteht sie sich vieleicht mit 5 hunden. ich mache beide hunde schon immer an die leine wenn wir draussen nen anderen hunde treffen. wenn wir dann an den hunden vorbeilaufen kommt es halt vermehrt dazu das die hunde anfangen zu bellen und zu knurren bzw das sie den anderen hund beissen wollen,der rüde hat sich das leider auch seit einiger zeit angeeignet. ich habe sie generell wenn ein anderer hund kommt sehr sehr kurz an der leine. die hündin hat bei den beiden auch die hosen an. jetzt zu meiner frage was machen wir vieleicht falsch? hat jemand das gleiche problem? falls ja wir sind über irgendwelche tipps würden wir uns riesig freuen.

    #38792
    Anonym
    Inaktiv

    wenn du schreibst es kommt viel von der hündin…
    viell mal getrennt gehen um zu sehen, ob der rüde dann nichts macht…
    dann müsste man quasi nur an der hündin arbeiten, wenn der rüde quasi nur einsteigt.
    “die hosen an”, viell. denkt sie das allgemein und will das ganze rudel verteidigen, sieht sie dich als rudelführer an?!

    ansonsten ist es fast wie immer ferndiagnose ist schwierig…

    #38766
    Anonym
    Inaktiv

    Jamie hat Recht, eine Ferndiagnose ist schwer und kann zu absoluter Fehleinschätzung führen. Du schreibst leider auch nicht viel darüber, wie bei euch der Alltag mit den Hunden so aussieht. Was dürfen sie alles, was ist verboten? Wie verhältst du dich den Hunden gegenüber? Beschäftigst du dich viel mit ihnen (vielleicht zu viel) oder zu wenig? Forderst du sie? Es sind Jack-Russel-Terrier – die brauchen viel geistige Beschäftigung und körperliche Auslastung gleichermaßen, sonst fange sie an Dummheiten zu machen.
    Kennen sie ihre Grenzen? Habt ihr Regeln die wirklich konsequent eingehalten werden? Haben sie Ressourcen zur freien Verfügung???

    #38749
    Anonym
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    hallo erstmal vielen dank für eure antworten. tja das ist ne gute frage also ich will ja ehrlich sein. das problem ist sie dürfen leider sehr viel. auf die couch, ins bett. das liegt zum teil auch an meiner freundin weil sie das nicht durchziehen kann. habe das mal ne weile probiert das sie nicht auf die couch dürfen. aber wenn ich dann mal nicht da war durften sie es wieder bei ihr. ich habe auch sehr oft das gefühl das die hündin sich selber als rudelchefin ansieht. muss auch zugeben das wir uns manchmal nicht so mit den beiden beschäftigen (sie macht dann auch immer auf sich aufmerksam). und dadurch das sie halt mit anderen hunden nich so kann sind die spaziergänge mit den beiden auch oft sehr kurz. wir fahren auch ab und zu in den wald oder aufs feld mit den beiden damit die sich das austoben können. was muss ich machen das sie mich als rudelchef akzeptiert? dieses ständige bellen von ihr wenn jemand im treppenhaus langläuft ist auch unerträglich sie hört einfach nicht auf damit. vieleicht habt ihr jetzt den eindruck das wir unsere hunde nicht lieben oder sie schlecht behandeln aber ganz im gegenteil. falls ich etwas vergessen habe von euren fragen bitte einfach nochmal schreiben vielen dank.

    #38739
    Anonym
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    Na das sind doch schonmal Anhaltspunkte, mit denen man was anfangen kann. Schonmal vorweg: Ihr müsst beide an einem Strang ziehen, sonst wird das nichts. Wenn du versuchst konsequent Regeln aufzustellen und deine Freundin diese dann nicht durchzieht, wird das auf Dauer nichts werden. Soviel ist sicher.
    Dass die Hunde vorerst aus dem Bett verschwinden sollten, ist dir sicher schon klar. Prinzipiell ist es kein Problem, mit Hunden das Bett zu teilen, aber wenn es schon Probleme mit der Rangordnung gibt, müssen ihnen vorerst gewisse Privilegien entzogen werden. Also raus aus dem Bett, runter von der Couch, Spielzeug wegpacken, Kauknochen weg und was sie sonst noch so alles haben. Anfangen würde ich dann damit, den beiden Kerlchen in der Wohnung einen festen Platz zuzuweisen, auf dem sie sich wohlfühlen und wo sie eben gerne liegen. Für Madame möglichst weit weg von der Tür, so dass sie erstens nicht als erste an der Tür ist und zweitens irgendwann davon überzeugt ist, dass ihr das regelt und sie sich gar nicht aufregen braucht. Dazu braucht ihr viel Geduld, viel Training und so wie ich das einschätze definitiv einen kompetenten Trainer an eurer Seite, der euch sofort auf die Finger klopft, wenn ihr wieder nachlässig werdet.
    Ich würde die Hunde vorerst auch nicht aus dem Napf füttern, sondern das Futter von Hand zuteilen und zwar immer dann, wenn sie genau das machen, was sie machen sollen und wenn es nur das stille Liegenbleiben auf ihrem Platz ist.
    Desweiteren würde ich anfangen, mit ihnen ein wenig Kopfarbeit zu machen. Das könnt ihr problemlos in der Wohnung machen und habt dabei keinen Stress mit anderen Hunden. Das heißt natürlich nicht, dass eure Spaziergänge jetzt kürzer ausfallen sollen.
    Was passiert, wenn die Hündin auf sich aufmerksam macht? Kümmert ihr euch dann um sie? Wenn ja, dann hat sie euch gut erzogen. Lasst das. Wenn sie Aufmerksamkeit einfordert, verlasst den Raum so lange, bis sie sich wieder beruhigt hat. Das kostet Nerven und ist sicher auch des öfteren recht ungünstig aber ihr müsst was tun, wenn ihr die Probleme nicht noch verschlimmern wollt.

    Kurz zusammengefasst:
    – Ressourcen entziehen
    – Bewegungsfreiraum einschränken
    – Konsequenz von euch BEIDEN
    – viel Lob, kein lautes Schimpfen oder körperliche Gewalt, wohl aber durchaus körperliche den Hund wegschieben (z. B. vom Bett oder der Couch)
    – Essen nur noch für eine Gegenleistung
    – Hundetrainer suchen

    Die Einschränkungen könnt ihr auf lange Sicht wieder lockern aber erst dann, wenn sich die Probleme geklärt haben und auch nur so weit, wie nicht wieder neue Probleme auftreten.

    #38738
    Anonym
    Inaktiv

    ok das hört sich auf jeden fall interessant an. ja du hast recht fast jedes mal wenn sie vor mir sass und gefiebt hat also aufmerksamkeit wollte habe ich mich dann mit ihr beschäftigt. ich habe etwas ungeheuer wichtiges vergessen. meine freundin hat mich gerad drauf aufmerksam gemacht das dass vieleicht ihr verhalten wiederspiegelt. unsere hündin stammt aus einem polnischen tierheim. wir haben sie von einer pflegefamilie gekauft die hat sie dort rausgeholt und aufgepeppelt. die haben uns gesagt das sie eventuell mit vielen anderen hunden im zwinger war und das als kleines baby. sie hat auch nen extremen futterneid. wenn wir den beiden leckerlies geben klaut sie dem rüden immer seins und will alles für sich. dann denke ich habe ich sehr viel falsch gemacht. habe erst heute wo sie weggerannt ist und ich sie laut gerufen habe weil nen anderer hund da war am nacken gepackt und sie auf den rücken geworfen und geschimpft.ich wollte sie quasi damit unterbuttern.

    #38737
    Anonym
    Inaktiv

    Ja das mit dem Wurf auf den Rücken wird immer wieder gern auch in Hundeschulen empfohlen. Davon würde ich aber auf jeden Fall die Finger lassen. Sowas machen Hunde innerhalb eines bestehenden Rudels so gut wie nie und wenn, dann auch nur in Situationen, die es aus Hundesicht erfordern. Die von uns Menschen verlangten Verhaltensweisen entsprechen oft nicht der Natur des Hundes und wenn ein Hund tut, was ein Hund eben tut dann bestrafen wir ihn oftmals dafür. Das versteht der Hund dann aber nicht und reagiert häufig mit Angst und/oder Meideverhalten. Aber wer möchte schon einen ängstlichen Hund an seiner Seite? Besser ist bei einem Hund, der in einem menschlichen Rudel lebt immer, richtiges Verhalten zu belohnen, unerwünschtes Verhalten zu ignorieren oder mit sozialer Isolation und Ressourcenentzug zu bestrafen. Das versteht jeder Hund und er wird neue Verhaltensweisen ausprobieren, um zum Ziel zu kommen. Das unerwünschte Verhalten wird er früher oder später ablegen, da er merkt, dass er so nicht das bekommt, was er eigentlich will. Ich nehme an, das Prinzip ist klar, oder? Deine Reaktion ist nur allzu menschlich, aber dennoch nicht angebracht gewesen.

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