#20622
Anonym
Inaktiv

Mit Erziehung habe ich schon mal Tobis Aufspielen an der Leine unterbinden können. Da war er 7 Monate alt. Wobei er damals sich letztendlich immer nur spielen wollte (egal ob Weibchen oder Rüde) und dem anderen Hund gegenüber nie aggressiv wurde. Tobi kennt das 1×1 und muss immer wieder noch sporadisch in die Hundeschule mit mir gehen. „Muss“, weil Unterordnung für eine Stunde nicht gerade Tobis Lieblingsbeschäftigung ist ;o). Leider gibt es viele Kleinhundebesitzer, die bei einem kleinen Hund denken, Erziehung ist nicht so wichtig :o(.
Nur Tobis erneutes Aufspielen (hängt diesmal vom Hund ab der vorbei läuft und nur bei Rüden) und die diesmal dazu gekommenen Raufereien bekomme ich nicht mehr so gut unter Kontrolle trotz Sitz bei Fuß, etc.. Tobi weiß mittlerweile genau was er machen muss, wenn er sich so verhält. Er tut es dann auch, aber versucht diesmal nach zu knurren. Er lässt sich auch nicht mehr von anderen Rüden besteigen. Was ich auch gut finde. Ich hasse es sowieso, wenn Hunde andere einfach penetrant besteigen, nicht aufhören wollen und Frauchen/ Herrchen lassen es zu. Ich habe es Tobi im Ansatz direkt verboten. Er macht es auch nicht mehr.
Ich bin mir allerdings nicht sicher inwiefern meine Erziehungsversuche etwas unterbinden konnten oder ob es einfach Phasen waren. Ich habe das Gefühl, Tobi hat jetzt den Sprung vom Teenie zum jungen Erwachsenen gemacht.
In den letzten 2-3 Tagen haben wir beide zum Glück mal wieder 3 gute Begegnungen mit Rüden gehabt. Zwei waren kastriert und Tobi kommt anscheinend mit kastrierten Rüden gut zu recht und versucht sie auch nicht zu besteigen. Der dritte Rüde war nicht kastriert, groß, aber ein sehr lieber. Tobi hat versucht kurz frech zu werden nach einem Weilchen, hat aber ein kurzes Contra bekommen und alles war wieder gut.
Das Aufspielen eben im Park an der Leine wegen einem großen Rüden, ließ sich auch erstaunlich gut wieder unter Kontrolle halten.
Ich habe da einen Verdacht… Tobi hat mitbekommen, dass ich mich jetzt doch vor zwei Tagen für eine Kastration nach langen Zögern entschieden habe und hat sich bestimmt gedacht „Oh nein, schnell wieder lieb werden“ ;o).
Ich habe mich jetzt dafür entschieden, weil es auch gesundheitliche Vorteile wg der Prostata hat. Allerdings werde ich mich nochmal von der Tierärztin beraten lassen. Nachdem ich die Tage die beiden kastrierten Rüden getroffen habe (beide haben sich laut Aussage von den Besitzern nicht stark verändert, waren nicht dick und putz munter) habe ich mir nochmal alle Aussagen von Hundebesitzern die letzten Monate durch den Kopf gehen lassen. Ich könnte jetzt gemein sein. Die ganz laut bloß nicht geschrien haben, weil ihr letzter Hund davon ganz dick geworden ist, haben ihrem aktuellen Hund gerne in jeder Situation Leckerlis gegeben.
Was das Besteigen betrifft, Tobi wurde schon irgendwie von allem bestiegen, außer von kastrierten Rüden. Darüber hatte ich mir auch schon Sorgen gemacht. Und ich hoffe Tobi wehrt sich nach einer Kastration weiterhin gegen sowas. Sonst greife ich ein.
Ab nächster Woche habe ich Urlaub und ich werde mit Tobi auch außerhalb seiner ihm vertrauten Umfelder unterwegs sein. Ich bin gespannt wie er sich dann anderen Rüden gegenüber verhält. Vielleicht ändere ich dann doch noch mal meine Entscheidung oder die Ärztin sagt mir „Sind Sie verrückt!“. Ich möchte nicht das Tobis Charakter sich total verändert (davor habe ich am meisten Angst), aber ich erhoffe mir, dass sein Verhalten anderen Rüden gegenüber durch eine Kastration etwas entschärft wird. Ich bin gespannt, was die Tierärztin sagt.

@Pongo: Ich finde deine Antworten immer sehr gut :o).

Oh und ich lese eure letzten beiden Antworten noch durch.

CONTACT US

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.

Sending

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

Create Account