#22204
Anonym
Inaktiv

Hallo Melanie,

erstmal vorweg: Ich finde es klasse, dass Du Dir soviele Gedanken darum machst, wie Du Jack auch weiterhin in das Familienleben voll mit einbinden und wie Du einen soliden Grundstein für die Kind-Hund-Beziehung legen kannst!

Die Ratschläge des Fressnapf-Journals kannst Du meiner Meinung nach getrost vergessen. In dieser Frage würde ich den Fressnapf auch nicht als kompetente Instanz anerkennen 😉

Ich finde es sehr löblich, dass Ihr Jack auch weiterhin voll ins Geschehen einbinden wollt. Das ist auch genau richtig so. Bedenk bitte nur: Das wird vielleicht schwieriger, als Du Dir das jetzt vorstellen magst. Euer Leben wird erst einmal Kopf stehen und Jack wird zwangsläufig öfter mal zurückstehen müssen. Am Besten wäre es deshalb, ihn so früh wie möglich an etwas weniger “Verwöhnaroma” zu gewöhnen – natürlich langsam und Schritt für Schritt. Vor allem Du wirst mit dem Baby eine Menge um die Ohren haben, vielleicht könnt Ihr Jacks Beziehung zu Deinem Mann ja ein wenig intensivieren, damit er eine Bezugsperson hat? So wird ihm der krasse Umschwung nicht so schwer fallen. Denn sonst kann es leicht passieren, dass er seinen rasanten sozialen Abstieg – der nicht einmal bewusst geschehen muss, aber in Folge des Zeitmangels wahrscheinlich stattfinden wird – als sehr schmerzlich empfindet und dieses negative Erlebnis mit dem Neuankömmling verbindet.

Als Vorbereitung würde ich zunächst einmal damit beginnen, Jack positive Erfahrungen mit Kindern generell machen zu lassen. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, ihn öfter mit anderen Kindern zusammen zu bringen, natürlich unter Deiner Aufsicht, wo er lernt, dass Kinder etwas tolles sind (Leckerchen!). Du kannst zeitgleich lernen, wie Jack sich Kindern gegenüber verhält.
Die Idee mit dem Strampler finde ich prima – oder hast Du schon einmal über eine Hausgeburt nachgedacht? Ich kenne viele junge Mütter, die sich bei ihrer Hebamme sehr gut aufgehoben gefühlt haben, und Mann und Hund waren live zuhause dabei 😉
Wenn der kleine Spatz da ist, zeig ihn Deinem Hund ruhig, achte aber drauf, dass du es souverän und mit größter Selbstverständlichkeit tust. Lass Jack ruhig schnuppern, zieh ihm aber vorher ein Geschirr an, um ihn im Zweifelsfall aus der Schusslinie ziehen zu können, sollte er zu stürmisch werden. Lass Jack danach einfach immer mit dabei sein, beim Wickeln, beim Stillen, beim Spielen, sorg dafür, dass er das Kleine mit etwas Positivem verbindet – Streicheln, Leckerchen.
Ich gehe davon aus, dass Jack ein normaler, gesunder, gepflegter, geimpfter und entwurmter Hund ist, dann besteht für Dein Baby keinerlei Risiko.
Kritisch kann es werden, wenn der Spatz anfängt, zu krabbeln und den Hund erkunden zu wollen, seine Spielsachen und sein Futter ausprobieren möchte. Da musst Du blitzschnell sein und immer ein Auge drauf haben, um brenzligen Situationen vorbeugen zu können – denn Jack wird das Baby sehr wahrscheinlich wie einen Welpen behandeln und wie diesen erziehen wollen.
Vorher wird es wahrscheinlich eher wenig Konfliktpotenzial geben.

Ich kann Dir zu dem Thema das Buch “Kind und Hund” von Manuela von Schewick sehr empfehlen.

Halt uns doch mal auf dem Laufenden, wie es bei Euch weitergeht!

Liebe Grüße,
Jule

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