#22393
Anonym
Inaktiv

Huhu!

[quote]NAchteile der Kastration wie gesagt hab ich bei Tobi nicht feststellen können.[/quote]

Hmm, könnte es nicht sein, dass das hier: [quote]Aber bei Tobi sehe ich mittlerweile nur noch das Problem Ängstlichkeit und Unsicherheit[/quote]

ein Nachteil der Kastration ist?
Es ist bekannt, dass Rüden unsicherer werden können nach einer Kastration, da die Testosteronproduktion drastisch heruntergefahren wird. Du schreibst, dass seine Unsicherheit seit einem halben Jahr auftritt, die Kastration war ein viertel Jahr vorher, und eine gewisse Zeit braucht ein Hund zur hormonellen Umstellung.
Wenn dann noch eine größere Veränderung im Alltag stattfindet, wie es bei Euch der Fall war, kann das schon erschütternde Folgen für einen Hund haben.

Ich würde in dem Fall (idealerweise mit einem kompetenten Hundetrainer) intensive Beziehungsarbeit machen, um Eure Bindung wieder zu stabiliseren. Ängstlichkeit bei einem Hund würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen, für den Hund bedeutet das meiner Meinung nach einen großen Verlust an Lebensqualität. In dem Zusammenhang finde ich das Buch “Angst bei Hunden” von Martin Rütter nicht schlecht. Er beschreibt, wie man das gegenseitige Vertrauen stärken und damit Ängste lindern kann, indem man vor allem im alltäglichen Zusammenleben ansetzt.

Bei meinem letzten Hund haben wir den klassischen Fehler gemacht, einen Rüden, der anderen Rüden gegenüber aggressiv auftrat, kastrieren zu lassen – auf Anraten der Tierärztin. Folge war, dass Robby noch unsicherer wurde und das Agressionsproblem eher schlimmer wurde. Entscheidend ist wirklich, was der Rüdenaggressivität zugrunde liegt – und das ist keineswegs immer pures Testosteron.

Auch sind zwei zufällig aufeinandertreffende Hunde noch lange kein Rudel, Rudelstrukturen bilden sich erst bei längerem, konstanteren Beisammensein. Und selbst innerhalb eines Rudels wäre es ganz schön unklug, würden sich die Rüden ständig mit Rang-Gezicke rumtreiben, statt die Sicherheit des Rudels in die Pfote zu nehmen. Beschwichtigendes Verhalten sichert das Überleben eines Rudels, nicht übertrieben rangbewusstes Verhalten. Rüden wollen in Scheinkämpfen ihr Repertoire austesten, das ist klar; das kann recht drastisch aussehen, ist aber im Prinzip harmlos. Dass Rüden dann aber mit recht aufgekratztem Habitus voneinander fern gehalten werden, bedingt meiner Ansicht nach das größere Problem: andere Rüden werden als Feinde eingestuft, eine Aggression entwickelt sich. Zwei Hunde, die aufeinander treffen, haben normalerweise ein gemeinsames Ziel: prophylaktische Deeskalation. Deshalb haben Hunde ja so ein breites Repertoire an Beschwichtigungsgesten, die sie bein Zusammentreffen zeigen. (Was natürlich nicht heissen soll, dass Rüden Kuscheltiere sind, die sich immer ganz doll liebhaben. Bei Streitigkeiten ums Territorium oder um Ressourcen können sie natürlich auch sehr ungemütlich werden.)

Klein Lupold hat seine Beschwichtigungssignale und sein Sozialverhalten von klein auf üben können. Mit knapp 12 Monaten macht zwar manchmal einen auf Macho, was in dem Alter wohl nicht verübelt werden darf, aber weiß alle körpersprachlichen Signale ausgezeichnet zu deuten und verhält sich auch immer absolut sozial. Von seinen körperlichen und geistigen Anlagen her wäre er den meisten Rüden, die wir kennen, weit überlegen – gibt aber im Zweifelsfall immer nach.
Allerdings hatten wir auch den Vorteil, dass in de Prägephase alles glatt gelaufen ist und er keine nennenswerten schlechten Erfahrungen machen konnte. Bei Euch ist das ja eher unklar, was da los war, bevor Du Tobi übernommen hast.

[quote]
Vorteil gibt es vielleicht gesundheitlich wg Krebs. [/quote]

Wie meinst Du das? Wegen Hodenkrebs?

Liebe Grüße,
Julia & Co

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