#20826
Anonym
Inaktiv

@ Pogo und die Blindenhunde:
Ich meinte damit nicht, dass Blindenhunde mit brutalen Methoden trainiert werden.
Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass Arbeitstiere, und das gilt für Blinden- oder andere Begleithunde wie auch für Schutzhunde oder alle anderen Arbeitstiere auch, durch die Arbeit beileibe nicht ihren normalen Spieltrieb ausleben, wie gerne mal romantisch verklärt behauptet wird. Sie leisten (ohne sich zu beklagen) Schwerstarbeit, die sie körperlich und psychisch aufzehrt, was man deutlich z.B. daran erkennen kann, dass sie mal gerade die halbe Lebenserwartung haben, wie ihre Artgenossen, die nicht arbeiten müssen.

[quote][quote_head]Zitat von Kaykoo vom 16.12.2009 12:31[/quote_head]Was Du zur *emotionalen Bindung* schreibst ist – bezogen auf Hunde von Polizeihundeführn in Deutschland – Unsinn.
Deren Hudne leben bei ihnen zu Hause, mit der Familie und deren Alltagsgeschehen.
[/quote]
Was hat das miteinander zu tun?
Ich weiß, dass zumindest bei der Landespolizei in Schleswig-Holstein genau das der Fall ist. Ja, die Hunde leben bei ihren Hundeführern. Dennoch werden die Hundeführer ganz direkt dazu angehalten, keine zu große emotionale Binndung zum Hund aufzubauen. Hundeführer und Hund sind kein Team, die in Freizeit und Dienst gemeinsam ihren Mann stehen. Das ist der verklärte Traum viele Hundeliebhaber. Aber wer mit der Einstellung/Erwartungshaltung Hundeführer werden will, kann sich zumindest in Schleswig-Holstein fast sicher sein, für die Laufbahn bei der Hundestaffel abgelehnt zu werden (wie es bei meinem Bruder z.B. geschehen ist).
Hundeführer und Hund sind keine Kollegen (wie es vielleicht nach außen hin kommunizeirt wird), sie sind eher wie Arbeiter und Werkzeug.

[quote][quote_head]Zitat von Kaykoo vom 16.12.2009 12:31[/quote_head]Patscho – Die Tiere werden regelmäßig gebrochen und wieder aufgebaut.
Entschuldige – aber, das entspricht nicht den Tatsachen.

Bezogen auf reine Schutzhunde ist es vielmehr so das ihnen ein *übersteigertes Selbvertrauen* anerzogen wird, weil es nötig ist.
Das hat mit *Brechen (Physisch)* nichts zu tun.[/quote]
Ich rede vom psychischen Brechen 😉 Aber das meintest du wohl.
Den Schutzhunden (vielleicht mag das bei Sprengstoff-, oder Suchhunden anders sein) wird unerwünschtes Verhalten radikal abtrainiert, und das ohne Rücksicht darauf, ob diese Behandlung tiergerecht ist. Ich nenne das “psychisch Brechen”.

[quote][quote_head]Zitat von Kaykoo vom 16.12.2009 12:31[/quote_head]Patscho -Ich glaube, man sollte sich mal von der romantischen Vorstellung, dass Arbeitstiere spielerisch lernen und der Mensch sich ihre natürlichen Verhaltensweisen zunutze macht, lösen.
Keine Ahnung wie Du darauf kommst – ich habe genau das Gegenteil geschrieben. [/quote]
Damit habe ich nicht unbedingt dich angesprochen, sondern diejenigen Hundeliebhaber, die denken Hundeführer müsse ein Traumjob sein, weil man den ganzen Tag in Freizeit wie auch Dienst mit seinem Liebling zusammen sein kann und eine total tolle Bindung zu seinem “besten freund” aufbaut. Sowas gibt es aber nur in miesen Hollywood-Komödien und schlechten, österreichischen Fernsehserien 😉

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