#22362
Anonym
Inaktiv

Hallo Ihr Lieben,

tut mir wirklich leid um den Kleinen, was für eine traurige Geschichte!
Aber leider deshalb keine ungewöhnliche. Mir kommen derartige Machenschaften immer wieder zu Ohren, gerade deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, Hundefreunden Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie zum mündigen Hundekäufer werden lassen.

Intensive Recherche über einen Züchter ist löblich, allerdings sollte sie im Idealfall vor dem ersten persönlichen Besuch und erst Recht vor Kauf des Welpen geschehen. Ich kann all diejenigen gut verstehen, die sich spontan in einen Welpen verlieben und feststellen, dass die Entscheidung für ihn längst gefallen ist, ganz egal, ob der Züchter seriös ist oder nicht. Leider kalkulieren unseriöse Züchter genau das ein. Tierhalter müssen manchmal mehr mit dem Kopf als mit dem Herzen entscheiden.
Meine Empfehlung ist deshalb, sich die Züchter bereits anzusehen, bevor überhaupt ein Wurf da ist. So kommt man erst gar nicht emotional in Versuchung. Auch ohne Welpen zu besichtigen gibt es beim Züchter eine Menge zu besprechen, außerdem können in Ruhe die Eltern und Großeltern und die Aufzuchtsbedingungen angesehen werden. Rücksprachen mit vorherigen Welpenkäufern sind oft hilfreich. Günstig ist auch, sich wirklich mehrere Züchter anzusehen, bevor man sich überhaupt für eine Linie entscheidet.

Im Stadthunde-Magazin gibt es eine kleine Checkliste, die bei der Beurteilung eines Züchters helfen kann: http://www.stadthunde.com/magazin/hunde-wissen/hundekauf/auswahl/der-zuechtercheck.html

Was das Thema Einblick ins Zuchtbuch angeht: soweit ich informiert bin, dürfen nur Mitglieder der Zuchtvereinigung und nur bei Nennung eines konkreten Anliegens Einblick in das Zuchtbuch erhalten? Aber ich lasse mich da gerne korrigieren, wenn jemand sich mit der Thematik besser auskennt.

Eine Anzeige beim Amtsvet ist recht unkompliziert. Ein Anruf bei der Stadtverwaltung bringt Klarheit darüber, welches Veterinäramt für Deinen Fall zuständig ist. Soweit ich weiß, reicht eine formlose Anzeige mit allen wichtigen Daten. Der Amtsvet muss jeder Anzeige nachgehen, wobei ich persönlich nicht glaube, dass er den vorliegenden Fall nachhaltig verfolgen wird.

Wende Dich doch mal an die Stadthunde-Rechtsexpertin Ann-Kathrin Fries:
http://www.stadthunde.com/magazin/hunde-wissen/recht/unsere-rechtsexpertin.html

Hast Du denn beim Züchter nicht nachgehakt, weshalb der Hund nicht narkotisiert werden soll? Hat der Züchter das nicht weiter begründet, mit einem genetischen Defekt, einer Erbkrankheit oder ähnlichem?
Ich wäre da schon sehr skeptisch gewesen. Lupold ist als Colie ja vom MDR1-Defekt betroffen, der Test ergab aber, dass er +/- ist (=Träger), die Züchterin hat eine Verpaarung gewählt, die keine -/- Tiere (erkrankt) ermöglicht. Trotzdem checke ich bei jedem Tierarzt doppelt und dreifach ab, ob ein Medikament auch bei MDR1-Defekt gegeben werden darf, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Liebe Grüße und alles Gute,
Julia & Co

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